Montag, 2. März 2015

Taschen- Cleo von Elbmarie - Trail Tote von Noodlehead

Taschen nähe ich nicht gerne.
Warum das so ist kriege ich trotz intensiven Nachdenkens nicht raus.
Nun verhält es sich mit den Taschen, die ich kaufen kann ungefähr so, wie mit Kaufkleidung.
Die optimale Tasche stellt niemand her und was mir gefällt ist entweder zu teuer oder total unpraktisch.
Aber schließlich kann ich nähen, da müsste es doch möglich sein schöne, praktische bezahlbare Taschen für mich herzustellen.

Begonnen habe ich mit einem einfachen Modell, der Trail Tote von Noodlehead


Den Schnitt gibt es in 2 Größen, das ist die große Tasche als Basisvariante.
Ich habe keine Reißverschlüsse, Innentaschen oder ähnliches genäht. die Tasche ist ein großer Sack aus preisgünstigem und daher sehr steifem Wachstuch, gefüttert mit Wachstuch.
Die Gurtlänge habe ich abgemessen und einen festen Gurt mit dem Futter
mitgefasst.


Von der Trail Tote besitze ich mehrere Versionen, groß, klein mit Reißverschluss oben und offen wie die Autotasche.
Mit der kleinen gehe ich gerne bummeln, Kaffeetrinken und so weiter.
Die große Tasche eignet sich für mittelgroße Einkäufe und als Arbeitstasche. Da passen mein Proviant und meine Wechselschuhe rein, zudem lässt sie sich problemlos in der Packtasche verstauen.
Mit dieser Tasche hatte ich noch Spaß, schnell genäht und ein gutes Format.
Lange rumgenäht bzw. bebügelt, zugeschnitten, die Anleitung wieder und wieder gelesen und natürlich getrennt habe ich Cleo von Elbmarie.


Das Material ist ein Möbelstoff, gefüttert ist die Tasche mit einem graublauem Chambray. Der Außenstoff ist komplett mit Einlage verstärkt, zusätzlich habe ich noch Volumenvlies verarbeitet.
Den Gurt kann ich abnehmen und könnte ihn für weitere noch nicht genähte Taschen verwenden.


Die Karabiner, Ringe und Versteller habe ich von vorhandenen Taschen genommen. Die Ringe zum Einhängen gehören an eine gekaufte Tasche und für die Gurthardware habe ich einen Gurt von einer entsetzlich hässlichen Tasche zerschnitten und die Teile an das neue Gurtband gesetzt.
Jetzt könnte ich mir viele Taschen nähen und hätte immer einen Gurt zur Hand.
Praktisch gedacht aber nicht wirklich realistisch, weil ich froh bin überhaupt diese Tasche fertigbekommen zu haben.
Während des Entstehungsprozesses habe ich meine Ansprüche deutlich zurückgeschraubt.
So gibt es an dieser Cleo jetzt eine Außentasche mit Reißverschluss und eine kleine Außentasche am Seitenteil, für Innentaschen reichten meine Nerven nicht mehr.




Der Schnitt ist gut erstellt, alles passt wunderbar zusammen. Die Anleitung ist eher knapp gehalten und an manchen Stellen fehlten mir die entscheidenden Bilder bzw. erklärenden Sätze.
Wer, wie ich nicht geübt in der Taschenkonstruktion ist, muss dann mehrmals lesen und trennen und nochmal zuschneiden.
Unkomfortabel fand ich auch die Tatsache, dass nicht alle Schnittteile enthalten sind, sondern die Rechtecke für RV-Belege, Innentasche und andere Teile abgemessen werden müssen.
Einige benötigte Teile tauchen dann erst einige Arbeitsschritte später auf und dann muss wieder das Lineal, das Geodreieck und der Stoff hervorgekramt werden, damit zugeschnitten werden kann.
Das geht alle, ich finde es aber nervig. Mir wäre lieber gewesen alle Teile auf dem Schnittmusterbogen zu haben und in einem Rutsch zuschneiden zu können.
Grundsätzlich würde ich mir Cleo gerne kleiner nähen, wären alle Teile enthalten, könnte ich mir den Schnitt mit 70 % ausdrucken. So muss ich 4-5 Teile per Dreisatz umrechnen.



Ich werde testen, wie sich Cleo im Leben bewährt. Ich weiß nicht, ob ich genervt von der mühsamen Näherei bin und Abstand zu der Tasche brauche.


Nach den fancy Autos auf dem Wachstuch wollte ich gerne eine dezente Tasche  mit klassisch gemustertem Stoff nähen.
Jetzt bin ich mir aber nicht sicher, ob nicht eine überdimensionale Großvater- Kulturtasche entstanden ist.

Mittwoch, 18. Februar 2015

MMM 5 Woll-Hollyburn



In meinem Kleiderschrank befinden sich nicht viele Röcke, Winterröcke sind eigentlich kaum vorhanden.
Meine vorhandenen warmen Röcke sind alle miteinander schmal geschnitten. Zum schmalen Rock lassen sich leichter Oberteile kombinieren.
Wo ich aber immer mehr Gefallen an der Bewegungsfreiheit finde, die weite Röcke ermöglichen habe ich mich entschieden endlich einen Hollyburn aus Wollstoff zu nähen.
Den Schnitt hatte ich ja schon letztes Frühjahr für mich entdeckt und besitze einige Sommer- und Frühjahrsmodelle nach dieser Vorlage.


Ich hatte auch schon immer mal Stoff gekauft, um daraus einen Winterhollyburn zu nähen. Nur braucht der Rock eigentlich 1,50 m. Als notorische Stoffknauserin konnte ich mich nie dazu überwinden soviel Stoff "nur" für einen Rock zu verbrauchen.
Dieses Dilemma war auch noch gepaart mit der, immer in meinem Hinterkopf sitzenden Sorge, dass ein besonders weiter Rock einfach zu viel Stoff für mich sein könnte.
Mit meinen 1,60 m bin ich nicht besonders groß. Hollyburn funktioniert gut an mir aus leichten flatterigen Sommerstoffen. Bei Wollstoffen, die naturgemäss mehr Substanz haben war ich mir da nicht so sicher.


Bei diesem Hollyburn habe ich unten auch ein wenig Weite aus dem Rock genommen, so blieb noch genügend Stoff übrig um mir eine orange Wollhose zu nähen.
Trotz des suboptimalen Saums trage ich den Rock gerne, in seiner kurzen Lebenszeit ist er schon häufig zum Einsatz gekommen.
Am Sonntag hatte ich Nähkränzchen, da habe ich mir eine Saumberatung geholt.
Das ist nämlich ein weiterer Hinderungsgrund für die Herstellung schwingender Röcke. Die Säume werden nicht so schön, wie ich sie haben möchte.
Hier habe ich laut Fachberatung eine zu breite Saumblende gewählt, also werde ich mich ein drittes Mal daran machen den Saum zu optimieren.
Die Variante mit Schrägband sah ganz furchtbar aus, da habe ich es mit einer besonders breiten Saumblende versucht. Das ist zwar besser als Schrägband aber eben nicht wirklich ganz zufriedenstellend.


Das Oberteil zu dem Rock ist der Pin Up Sweater aus Gerties Buch, genäht aus anthrazitfarbenen Wolljersey.
Der Sweater ist ein wunderbares Basis-Oberteil, das sich zu vielen Kleidungsstücken kombinieren lässt.
Jetzt geselle ich mich zu Frau Kirsche, die heute Gastgeberin beim Me Made  Mittwoch ist.

Mittwoch, 4. Februar 2015

MMM 4 Jacke Eve von Schnittchen und Wohlfühlkleidung



Beim Bloggerinnentreffen in Bielefeld habe ich mich in Ilses Jacke verliebt. Jetzt habe ich mir auch eine Winterjacke nach dem Schnitt Eve von Schnittchen genäht.
Eve ist eine kurze Jacke mit überschnittenen Schultern, einem großen Kapuzenkragen, der mit einem Druckknopf geschlossen wird.


Der Schnitt ist sorgfältig konstruiert und lässt sich sicher auch von weniger geübten Näherinnen umsetzen.
Ich habe nichts geändert, meine Eve ist lediglich gefüttert. Das Futter ist im Originalschnitt nicht vorgesehen.



Meine Eve ist aus einem wunderbar weichen Oma-Mantelstoff in einem satten kakaobraun genäht. Gefüttert habe ich sie mit einer günstig erworbenen Sonderangebotsseide. So kann ich mich an grauen deprimierenden Wintertagen luxuriös verhüllen.


Meine Bilder habe ich gestern direkt nach der Arbeit gemacht.
Das Grau, die Winterkälte und der Schnee haben sich schwer auf mein Gemüt gelegt. Dann muss ich Dienstags auch noch ganz früh anfangen zu arbeiten.
Während ich noch nicht ganz zurechnungsfähig im Bett lag, plante ich also meine Garderobe für den Tag.
Ich nutze die Zeit um möglichst lange liegenzubleiben, nach dem Aufstehen muss es dann ganz schnell gehen, eben weil ich bis zur letzten Minute rumgedöst habe.
Gute Planung ist da unerlässlich. Wenn ich dann auch noch in so mieser Stimmung bin , brauche ich unbedingt Trostkleidung.



Meine Wahl fiel auf eine gefütterte Wollhose aus einem beigen Tweed und ein schmales Kleid aus tröstlichem violettem Merinostrick.
Es gibt Tage, da kann ich einfach keine Strumpfhosen aushalten. Da ist eine gefütterte Wollhose meine Rettung. Die ist warm genug, ohne dass ich den Stoff so eng an meinem Körper habe.


Das Kleid, von dem kein zufriedenstellendes Foto gelingen wollte ist wieder nach meinem Standardschnitt Robe Melanie aus dem Buch "Une ete couture" genäht.
Der Merinostrick war ein Glücksfund in der Stoffboutique Tersch hier in Bielefeld.
Zwischen der großen Walkstoffauswahl in dem Regal im Stoffladen funkelte dieses Juwel hervor. Merinowalk ist einfach millionenmal weicher als Walk aus "normaler" Wolle.
Obwohl der Stoff deutlich kostspieliger war, als meine üblichen Stoffe habe ich ihn mir gegönnt. Ich freue mich immer wieder über mein kuschelig weiches, überhaupt nicht kratziges lila Kleid.

Weil heute Mittwoch ist, treffeich mich  wieder mit vielen gutgekleideten Frauen, in ihrer selbst geschneiderten Garderobe, auf dem Me Made Mittwoch Blog.


Sonntag, 1. Februar 2015

12 Tops Challenge mit Marthe von Republique Du Chiffon

Constanze von Santa Lucia Pattterns hat für dieses Jahr eine 12 Tops Challenge initiiert. Tolle Idee, vielen Dank dafür.
Jeden Monat wird ein neues Oberteil gezeigt.
Die Aktion gefällt mir gut. Letztes Jahr habe ich einige angefangene Sewalongs nicht beendet, was mich immer ein wenig unzufrieden zurückgelassen hat. Das mag an dem logischen Konzept der Sewalongs liegen, ich mag mich selten über einen so langen Zeitraum mit einem Kleidungsstück beschäftigen. Und das Beschreiben der Teilerfolge finde ich eher mühsam.
Aber sich für jeden Monat ein Oberteil vorzunehmen und es dann zu zeigen, ist für mich durchaus realistisch.
Ich würde bei mir keine Oberteilschwäche diagnostizieren. Shirts, shirtverwandte Blusen und Pullover nähe ich gerne und regelmässig.
Die Herausforderung liegt eher in der Kombination von Ober-und Unterteil. Hosen sind unproblematisch zu ergänzen, schmale Röcke auch.
Nun habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, mehr weite Röcke zu nähen und auch zu tragen, dafür werde ich auf die Suche nach interessanten Schnittmustern gehen.
Also unter anderem, ich werde auch Oberteile für Hosen nähen, ebenso wie "langweilige" Basisoberteile. Je nachdem, wonach mir gerade ist.


Mein Januar-Oberteil ist eine geänderte Version der Blouse Marthe von Republique Du Chiffon.
 Ich habe den Teil über dem Schößchen/der Riesenrüsche um ca 15 cm verlängert.


Grundsätzlich tue ich mich schwer mit normal langen Oberteilen zu Hosen, darum trage ich ja auch gern mal ein Kleid über der Hose. Also lag es nahe diesen Schnitt einfach zu verlängern.
Ich besitze schon andere  Marthes aus zarter Baumwolle und Seide, die ich ebenfalls sehr mag. Wenn es endlich wieder wärmer wird kann ich die dann endlich auch wieder anziehen.
Den Schnitt kann ich wärmstens empfehlen, der ist sogar in Webstoff umgesetzt bequem.


Dieses Modell ist aus einem dreilagigem gestepptem Strickstoff genäht. Aussen Jersey, de unterfüttert ist mit einer Vliesschicht und einem Netzfutter. Vielleicht gedacht für sportliche Übergangsjacken.
Jetzt wohne ich in einem atmenden Altbau mit einer langen Front Außenwänden zur Nordseite, da kann ich etwas richtig warmes gut gebrauchen.


Diese Marthe gehört eigentlich untrennbar zu meiner dunkelblauen wunderbar warmen Zuhause-Fleecehose,
lässt sich aber auch gut in der Öffentlichkeit tragen.
Hier ist sie kombiniert mit meinem Hosenunfall aus rostrotem Tweed. Der Schnitt der Hose ist mein immer wieder verwendeter Hosenschnitt aus einer Patrones. Warum zum Teufel die Naht am linken Hosenbein sich immer nach vorne dreht verstehe ich nicht.


Ich werde gleich beim ausgiebigen Sonntagsspaziergang testen, wie sehr mich das ärgert.Irrationalerweise hoffe ich noch auf Besserung.

Hier finden sich alle weiteren Oberteilnäherinnen.
Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag, ich erfreue mich gleich am Tauwetter. Gut, wenn der weiße Mist weg ist.

Mittwoch, 28. Januar 2015

MMM 3 Gerties Zip Front Dress



Dank freundlicher Leihgabe der Bürovorsteherin konnte ich die versteckten Perlen aus dem zweiten Buch von Gertie "Gertie Sews Vintage Casual" entdecken.
Mir hat sich das Potential des Buches erst beim ganz genau hinschauen erschlossen.
Das abgebildete Zip Front Dress aus einem romantisch geblümten Stoff ist gar nichts für mich.
Das Studiere der technischen Zeichnung brachte aber lauter Schlüsselreize zum Vorschein. Es gibt Schnittdetails, die bei mir ein sofortiges Begehren auslösen.
Hier waren es die schrägen Abnäher im Vorderteil, wo Brust und Taillenabnäher zusammengefasst werden.
Es gibt sogar 2 davon, unschlagbar.
Und dann natürlich die angeschnittenen Kimonoärmel, das lockt mich auch immer.


Die Schnittführung ist auch ungewöhnlich, das Oberteil wird nämlich längs zugeschnitten.
Es gibt ein rechtes und ein linkes Oberteil und der Bruch liegt in der Schulter, nicht wie sonst in der Vorderen und hinteren Mitte.
Ich habe einige Änderungen am Schnitt vorgenommen. Den nahtverdeckten Reißverschluss vorne  habe ich einfach weggelassen. Brauche ich bei einem Kleid aus Walk nicht und richtig schön finde ich das auch nicht.
Dann habe ich Ärmel angesetzt, da ich im Winter lieber langärmelig trage. außerdem wäre es ja Quatsch den Vorteil der nicht kneifenden Ärmel bei Strickstoff nicht zu nutzen.
Ansonsten habe ich nur das Oberteil um ca 4cm gekürzt, muss ich bei meinem kurzem Oberkörper immer machen.


Weitere Anpassungen waren nicht nötig. Beim nächsten Mal würde ich noch die Abnäher im Vorderteil etwas nach unten versetzen, dann ist das Kleid perfekt.
Wie gesagt, das Kleid ist schon seit ca 2 Wochen fertig und ich habe es einige Male gerne getragen, es ist ein unkomplizierter schicker Alltagsbegleiter.

Heute lädt Meike in ihrem schönen KAROkleid zur virtuellen Modenschau auf dem MeMadeMittwoch Blog.

Montag, 26. Januar 2015

anNÄHerung 2015


Ich durfte mich vor gut einer Woche auch annähern.
Wie 2014 wurde das Mega-Nähkränzchen auch 2015 von dem wunderbaren Team mama macht sachen, drehumdiebolzeningenieur und Alle Wünsche werden wahr organisiert.
Ich kann euch gar nicht genug preisen dafür, dass ihr euch die Arbeit gemacht habt die anNÄHerung zu organisieren. Und das auch noch vor meiner Haustür, Wahnsinn.
DANKE,DANKE, DANKE.

Alex aka mama macht sachen sammelt hier die Berichte über die anNÄHerung.

Es fällt mir schwer, die ganz besondere Atmosphäre, die sich eigentlich immer unter Nähnerds entwickelt zu beschreiben. Das wird dann pathetisch und/oder unglaubwürdig.
Mema hat in ihrem Bericht mit der Formulierung"Akzeptanz der Unterschiedlichkeit" sehr passende Worte dafür gefunden. Ich bin aus diesem Wochenende mit einem dickeren Fell gegangen. Die kleinen Nickligkeiten des Alltags berühren mich weniger, weil ich das Wochenende in wertschätzender, respektvoller Umgebung verbracht habe.

Ach ja Spaß hatten wir auch.


Dakota-Treffen




An meiner Projektauswahl habe ich lange herumgetüftelt.
Es sollte ein forderndes Projekt mit neuen Techniken sein. Schließlich sitzt da geballte Nähkompetenz in dem großen Raum. Zu schwierig bzw. langwierig durfte mein Vorhaben aber auch nicht sein. Ich wollte ein fertiges Kleidungsstück mit nach Hause nehmen.
Letztendlich habe ich mich für das Suit-Jacket aus Gerties New Book For Better Sewing entschieden .
Den Schnitt hatte ich Anfang 2013 schon einmal genäht, die Jacke gehört zu meinen immer wieder gerne und häufig getragenen Garderoben-Basics




Wie hier beschrieben, war sie als tragbares Probestück gedacht und ich hatte mir damals das Füttern und die Paspelknopflöcher gespart.

Paspelknopflöcher hatte ich in der Zwischenzeit schon mal gemacht, aber mit meinen Futter-Ergebnissen war ich bis jetzt noch nicht zufrieden.
Bis jetzt müssen alle meine Futter lose in den genähten Jacken und Mänteln hängen oder sie zuppeln am Oberstoff.
Trotz Bewegungsfalten und großzügigem Zuschneiden schrumpft mein Futter durch Zauberhand beim Einnähen, vor allem am Rücken.


Bei diesem Jackett nicht. Das Futter ist großzügig geschnitten, da es sich aber um einen hauchzarten besonders flutschigen Viskosejersey handelt, trägt es nicht auf.
Mein erstes Futter, dass dann im Müll gelandet ist war aus einem gewebten Futterstoff und übrigens viel zu klein.
Meine Paspelknopflöcher sind so mittelmässig geworden, da könnte ich deutlich mehr Übung vertragen. Nur wenn ich nicht muss, nähe ich die glaube ich nicht mehr.
So rasant schön, dass ich mir diese Fummelei antue, finde ich Paspelknopflöcher einfach nicht.
Meine Nähmaschine macht ziemlich hübsche "normale" Knopflöcher.


Dieses Jahr habe mich nicht so lange in der Bügelschlange festgequatscht und konnte nach hektischem Knöpfeannähen (igitt) am Sonntag ein fertiges neues Jackett mit nach Hause nehmen.


Wäre ich streng zu mir, gäbe es noch die ein oder andere Unvollkommenheit, die ich verbessern könnte.
Siehe reichlich Luft im Rücken. Das mache ich dann aber einfach bei der nächsten Jacke.
Der Schnitt ist toll für mich und passt zu meiner Garderobe. Ich kann mir durchaus noch weitere Gertie-Jacken für mich vorstellen, von einer himbeerroten träume ich schon lange. Da ist mir bis jetzt noch nicht der passende Stoff begegnet.