Sonntag, 7. Dezember 2014

WKSA 2+3+4


Beim ersten Treffen hatte ich ja meinen Plan Vogue 1408 zu nähen verkündet.




Da war es Mitte November und als Schnellnäherin habe ich den Schnitt erstmal durch die Republik geschickt, weil ich noch ganz viel Zeit hatte.
Das konnte ich ganz gelassen tun, da ich vorhatte beim Schnittmuster amerikanisch vorzugehen.
Im Klartext, ich werde die Millionen Teile nicht kopieren, sondern aus dem Originalbogen ausschneiden.
Dekadent, ich weiß.

So habe ich die letzten beiden Treffen ausgesetzt, weil nichts neues zu berichten war.
Und nun ist der Schnitt seit einiger Zeit wieder zu Hause und ich habe immer noch nicht weiter gemacht.
Letztes Wochenende kam Adventsschmückungs- und Keksebackmotivationsbesuch.
Nix genäht.
Diese Woche Zusatzdienst, Feiertermine und  Stoffsonderverkauf.
Fast nix genäht, jedenfalls nicht am Weihnachtskleid.

Den Tag heute habe ich in Schlumpfkleidung mit Hexenhaaren an meinem Mantel weitergenäht und eben rumgeschlumpft.

Nächste Woche habe ich noch mehr Zusatzdienste, aber :
ICH HABE SAMSTAG FREI.

Entweder klappt es mit dem Weihnachtskleid nächstes Wochenende oder ich trage mein Bonus-Weihnachtskleid.

Nachdem ich meinen Arbeitsplan für die 2 Wochen vor Weihnachten realisiert hatte brauchte ich unbedingt ein schnelles sicheres Projekt.
Weil Weihnachten nackig geht ja nicht.



Frieren werde ich Weihnachten schon mal nicht.


Die wundervollen Weihnachtspullover gibt es endlich  auch in Deutschland zu kaufen.


Dieses Modell habe ich in einem örtlichen Geschäft entdeckt und für den Liebsten fotografiert.
So ganz überzeugt war er nicht und mein nach Köln ausgewanderter Sohn kennt so exotische Dinge, wie Karnevalsläden, der hat diesen Pullover dort verortet.
Stimmt nicht, hängt neben der üblichen Kleidung.

Wirklich weihnachtlich stimmt mich die überwältigende Unterstützung der Spendenaktion des MMM-Teams.
Hier findet ihr die ausführliche Vorstellung des Projekts.
Als binnen kürzester Zeit 2 Ausbildungen für Frauen in Afghanistan zusammen gekommen sind war ich vor Freude sprachlos.
Vielen Dank an alle Spenderinnen.
Vielleicht bekommen wir ja noch eine 3. Ausbildung finanziert, viel fehlt nicht mehr.


Mittwoch, 3. Dezember 2014

MMM 38 als Gastgeberin




Meine Garderobe bespreche ich heute als Gastgeberin beim Me Made Mittwoch.

Dieses Jahr gibt es eine Spendenaktion beim MMM. Wir sammeln für die Ausbildung zur Näherin für Frauen in Afghanistan.
Hier findet ihr mehr Informationen zum Verwendungszweck.
Ich bin gerührt, dass nach nicht mal 24 Stunden schon eine komplette Ausbildung zusammengekommen ist.
Ihr seid toll.
Vielel, vielen Dank an euch.



Mittwoch, 26. November 2014

MMM 37 Tribut Dakota Shawl Collar Dress




Letzte Woche beim MMM gab es Lucys beeindruckendes Karo-Dakota zu bewundern. Mich hat beim Bielefelder Bloggerinnentreffen ihr erstes Dakota so gut gefallen, dass ich auch so ein stilvolles Kleid besitzen wollte.
Das war Anfang April und erst jetzt habe ich den Schnitt für mich entdeckt.
Anders als Lucy bin ich ja bekennende Seriennäherin. Das Glücksgefühl, dass sich nach der Fertigstellung eines rundum gelungenen Kleidungsstück einstellt, wiederhole ich immer gerne.
Ich lese auch gerne Serienromane, wie Krimis bei denen sich die Entwicklung der ermittelnden Personen durch mehrere Bücher zieht. Genauso verhält es sich mit Fernsehserien, es ist doch immer wieder schön alte Freunde wieder zu treffen.
Dakota ist inzwischen auch eine gute Freundin von mir geworden.


Diese Ausführung des Schnittes ist mein Tribut an Frau Nahtzugabe, die mir Dakota schmackhaft gemacht hat. Hier das Original, auch unifarbener Stoff kombiniert mit einem Ringelshirt darunter.
Genäht habe ich das Kleid aus einem dehnbarem Wollmischcrepe aus einem Lagerverkauf. Weil der Stoff im Gegensatz zu meinem bereits gezeigtem Walk-Dakota nicht gestrickt ist, ist das Kleid enger. Aus nicht dehnbarem Stoff würde ich aber eine Größe mehr wählen.


Der größere Ausschnitt bewirkt ein ungewohntes Tragegefühl, da kann sich einfach mehr Stoff bewegen. So hatte ich in meiner Bildauswahl viele Fotos mit unattraktiven Bewegungsfalten. Dabei ist mir hier der Kragen eigentlich ganz gut gelungen.
Ich habe mich nicht an die Vorlage gehalten, sondern einen Schalkragen von dieser Zwischenmass-Bluse an den Ausschnitt konstruiert.
Mit dem Originalkragen komme ich nicht zurecht, der legt sich nicht ordentlich.

 
Zum virtuellen Nähkränzchen auf dem MMM-Blog begrüßt uns heute Gastbloggerin Anni von handmadewithlove

Montag, 24. November 2014

Herbstjacken Sew Along-Finale



Meine Herbstjacke nach dem Patrones Schnitt ist schon ein paar Tage fertig. Sie durfte mich nach Köln zum KöBi-Treffen begleiten und hat sich bewährt.


Obwohl weiße Jacken nicht besonders praktisch sind, finde ich es in der dunklen Jahreszeit immer wieder toll an mir herunterzuschauen und den hellen Stoff zu sehen.
Wider Erwarten ist diese Jacke sogar vielseitig einsetzbar. Im Gegenteil zu meiner Einschätzung, dass ich mir ein luxuriöses Dekojäckchen nähe, hat sie sich als äußerst praktisch erwiesen.


Der breite Kragen kann einfach hochgeklappt werden und zack ist es eine "richtige" Herbstjacke.
Noch habe ich als Verschluss eine Sicherheitsnadel dabei, damit befestige ich den hochgeklappten Teil.
Der Plan ist aber nochmal in die Jacke reinzukrabbeln und einen Magnetknopf am Kragenrand anzubringen.


Oder ich warte bis es noch etwas kälter ist und befestige das Ganze mit meinem eben erst fertiggestricktem Schal.
Die im Schnittmuster vorgesehenen Ärmel waren mir zu kurz. Ich mag es, wenn die Arme bis übers Handgelenk gehen, dann rutscht die ganze Chose auf dem Rad nicht zu weit hoch.
Hier habe ich einfache Manschetten angenäht, die bei Bedarf umgekrempelt werden können.


Die Kapuze ist ein reines Dekoelement, aufgesetzt sieht sie bescheiden aus. 


Sylvia von Frauenoberbekleidung war meine Ideengeberin für diese Jacke, vielen Dank dafür.
Und obwohl ich das Verbesserungspotential an dieser Jacke sehe, nächstes  Mal nehme ich stärkere Einlage und flutschigeres Futter, dann fällt die Jacke schöner, trage ich sie oft und gerne.

Das nächste Mantelprojekt ist auch schon in Arbeit.


Der Mantel Kim aus der Burda Vintage.
Wiebke und Monika haben bereits entzückende Mäntel nach diesem Schnitt genäht. 
Mit meinem Rohmantel bin ich bis jetzt auch zufrieden.



Am äusseren Mantel muss ich noch  einige kleine Handgriffe erledigen. Die Ecken an den Taschen mit Hand festnähen und an der Armkugel hinten die Ecke noch faltenfrei einsetzen.


 Futter ist auch fertig.
Dann kommt der Teil über den ich gerne einige Zeit meditiere, nämlich das Zusammenfügen von Futter und Aussenstoff.
Das Schaffe ich aber sicher noch bis zum letzten Termin am 7.12.

1000 Dank an Chrissy und Dreikah für diesen Sewalong. So habe ich mich endlich daran gemacht, meine Mantelstoffvorräte zu minimieren.

Hier sind alle Jacken-und Mantelnäherinnen versammelt.
 


 
 


Mittwoch, 19. November 2014

MMM 36 Arbeitskleidung




 Heute gibt es hier gelbstichige Innenaufnahmen. In dieser Jahreszeit mit 2 Stunden Tageslicht lasse ich meine Bilder eigentlich immer Sonntags machen.
Diesen Sonntag hat es den ganzen Tag geregnet und ich hatte vom Stühleschleppen und Räumen für eine Lesung derartigen Muskelkater, dass ich viel zu schlapp dafür war.
Darum also Drinnen-Fotos vor dem geerbten Schleiflackschrank im Nähzimmer.


Im Bild ein Rock nach Vogue 1247, Frau Toni von schnittreif und die nicht weit genug zur Seite geschobenen Stoffstapel für die nächsten Projekte.
Frau Toni ist mein Kapuzenpullischnitt für diesen Winter oder auch länger.
Ich mag die Raglanärmel und ganz besonders die Kapuze, die den Hals so schön wärmt.
Ach ja, der geschwungene Saum gefällt mir auch gut.


Dieser Pulli ist aus einem Wollstrick mit einem kleinen Anteil Angora genäht. Die Kapuze ist mit einem Seidenjersey gefüttert, Saum und Ärmel haben eine Beleg bekommen. Durch den Beleg bekommt der Pullover mehr Körper und fällt schöner.
Die Farbe ist ein lavendelgrau, das bringt Licht in die dunklen Zeiten. Zusätzlich lässt sich die Farbe auch zu fast allem kombinieren.


Der Rock ist aus einem kamelhaarfarbenemWalk, der schonmal eine halbe Jacke war genäht.
Ich hatte mir diesen Schnitt bestellt, weil er schon viel genäht worden ist und gute Besprechungen bekommen hat.
Ich habe das Schnittmuster bis jetzt nicht zu meiner vollen Zufriedenheit umsetzen können.
Das erste Modell wurde entsorgt, da mir die eigentlich vorgesehenen Taschen nicht gelungen sind.
Hier habe ich die Taschen weggelassen, da der Walk fast zu dick für einen Rock ist, da wollte ich nicht noch eine Lage Stoff hinzufügen.
Der Bund ist mir hier auch nicht gut gelungen, ich musste ein Gummiband einziehen, damit er nicht runterrutscht oder sich dreht.
Vielleicht bringe ich das noch in Ordnung oder ich trage eben weitere Oberteile dazu. Das ist ja auch die Bestimmung eines schmalen Rocks, eben ein Kombipartner zu lockeren Oberteilen zu sein.

Dieses Ensemble habe ich gestern zur Arbeit getragen und es hat sich trotz der kleinen Unebenheiten am Rock bewährt.
Bis auf Strumpfhose und Stiefel war ich komplett selbstgeschneidert gekleidet, das ist schon ein gutes Gefühl.

Beim Me Made Mittwoch zeigt Lucy heute ein traumhaftes Dakota.Ich habe den Schnitt ja nur dank Lucy genäht und lieben gelernt.
 Aber den Karostoff, der mir sehr gefallen hat, habe ich am Montag, als ich mir Material für ein weiteres Kleid nach diesem Schnitt besorgt habe, liegen lassen.
Wegen der Musteranpassung und so, das ist bei Lucy natürlich kein Problem.


Sonntag, 16. November 2014

WKSA 2014-Teil 1


Vielen Dank an Dodo und Frau Kirsche, die dieses Jahr die Gastgeberinnen, des WKSA 2014 sind.

Mein Plan steht schon länger fest. Ich werde Vogue 1408 nähen.




 Der Schnitt ist aus der aktuellen Kollektion und mir hat er gleich auf Anhieb gut gefallen. Ich habe lange nach einem Schnitt mit Prinzessnähten und einem ausgestelltem Rock gesucht, bei dem der Rock nicht angesetzt wird.



Die Linien des Kleides finde ich sehr spannend, es ist ein klein wenig aufwändiger konstruiert. Das ist genau das richtige Mass an Herausforderung, dass ich mir von meinem diesjährigen Weihnachtskleid wünsche.

Eigentlich passen mir Vogue- Schnittmuster ganz gut, nur alle DKNY-Schnitte, die ich bisher ausprobiert , habe, waren eine Ausnahme.
Darum wird es erstmal ein Probekleid geben.


Von diesem Stretch-Jacquard liegen hier einige Kilometer. Den Stoff habe ich zum Füttern meiner Herbstjacke genommen , eigentlich hatte ich ihn auch als Futterstoff gekauft.
Zum Füttern eignet er sich auch nur bedingt, eigentlich hat er zu viel Gewicht und staucht den Oberstoff auch ein wenig.
In Wirklichkeit fand ich den Stoff schön, war mir nur nicht sicher, ob ich so etwas glitzeriges tragen mag.
Da kommt die Verwendung als Weihnachtsprobekleid doch wie gerufen.
Ich spiele auch noch mit der Idee, den Stoff umgekehrt zu vernähen.


Das finde ich auch sehr schön und es ist eben nicht so glänzend. Zusätzlich wäre dann die flutschige Seite innen und ich könnte das Kleid ohne Unterkleid tragen.
Eigentlich soll das Kleid gefüttert werden, das spare ich mir aber für mein Probekleid.

Ursprünglich habe ich mir für das Weihnachtskleid eine traumhafte schwarze Stretchpopeline mit Satinstreifen gekauft.





Die Satinstreifen sind ca.30cm voneinander entfernt, da müsste ich entscheiden, wie ich sie auf die Schnittteile aufteile.
Aber vielleicht wird aus diesem Stoff ein anderes Kleid, den finde ich so wunderbar, dass ich ihn nur für ganz sichere Schnitte verwenden möchte.
Wenn mein Probekleid gut wird, kann ich mir das auch als endgültiges Weihnachtskleid vorstellen. Ich muss mich nur noch entscheiden ob es glitzerig oder zurückhaltend elegant werden soll.

Hier werden noch mehr Weihnachtskleiderträume vorgestellt.








Samstag, 15. November 2014

Herbstjacken Sewalong Endspurt


Hier kommt noch schnell vor dem Weihnachtskleid Sewalong Post, der Stand meiner Jackennäherei.


Meine Jacke nach dem Patrones-Schnitt ist fertig und wurde auch schon ausgeführt. Wider Erwarten hat sich die, eigentlich als Luxusjacke geplante Herbstjacke, als äußerst alltagstauglich herausgestellt.
Der große Kragen lässt sich hochklappen, dann ist das ein wirklich kuschelig warmes Jäckchen.
Ich freue mich immer über die helle Farbe, wenn ich an grauen Novembertagen spazieren gehe.
Mit Softshell darunter ist es außerdem noch eine tolle Fahrradjacke.
An der Frau fällt es auch nicht so auf, dass ich besser stärkere Einlage hätte verwenden sollen.
Verändert habe ich im Laufe ihrer Entstehungszeit nur die Verschlusslösung.


Knebelveschlüsse annähen ist die Pest, bei mir wird das schief und krumm. Darum bin ich sehr dankbar, dass meine Nähmaschine anstandslos Knopflöcher in die Jacke genäht hat.

Mein erster Mantel, der irgendwie Probestatus hat, befindet sich im nächsten Nachbesserungsschritt.





Knöpfe sind dran und auch hier hat meine Maschine vorbildlich gearbeitet und anstandslos Knopflöcher in den dicken Mantelvelour genäht.
Bei diesem Mantel durfte ich die Tücken von  Druckknöpfen, die immer auflappen und Knebelverschlüssen, die sich nicht feststecken lassen ganz genau kennenlernen.
Auch dass die tolle Idee die Knebel mit Malerkrepp zu fixieren, nicht ganz so toll ist. Da gehtr dann die oberste Schicht Kunstleder beim Abziehen des Krepps gleich mit ab.
Den handgenähten Teil des Saumes habe ich schon mal aufgetrennt, nur bei der abgesteppten Stelle am Beleg haben mich meine Kräfte verlassen.
Die aufstehende Tasche habe ich korrigiert, aber seltsamerweise klafft jetzt die andere Tasche.
Seitennahttaschen sind eben doch blöd.
Theoretisch wird dieser Mantel auch irgendwann zu Ende genäht.
Da aber der Stoff nicht so toll ist, Mantelvelour mit eventuell einem kleinen Wollanteil vom Stoffsperrmüll in Münster für 2,--€ pro Meter, ist meine Motivation deutlich gebremst.

Richtig motiviert bin ich aber mir den Mantel Kim aus dem Burda-Vintage-Heft zu nähen.
Oberstoff und Futter sind schon zugeschnitten, feste Einlage habe ich heute auch gekauft. Jetzt kann es losgehen.




Alle weiteren Jacken- Endspurte finden sich hier.