Mittwoch, 10. Februar 2016

MMM 10. Februar 2016-Named Dakota Shawl Collar Dress


Die Tage werden wieder länger, sehr schön. Manchmal sind die Temperaturen sogar zweistellig, auch sehr schön.
Leider ist es im Moment aber wieder zu kalt für leichtere Frühlingskleidung. Aber meine Wintersachen mag ich nicht mehr sehen und auch auch keine Winterstoffe mehr verarbeiten.
Nur für Frühjahrskleidung fehlen mir noch und aktuell wieder mal motivierende Temperaturen.


Da war es ein Glücksfall, dass ich diesen sandfarbenen, beigen, wie immer frau es nennen will, Sweatshirtstoff gefunden habe.
Eine wunderbar helle Farbe, der Stoff ist dick genug, um bei kühleren Temperaturen gtragen zu werden, zumindest mit wärmenden Kombinationspartnern dazu.
Weil die Farbgebung so neutral ist, passen viel meiner Strickjacken dazu und ich besitze ein langes schwarzes Shirt aus hauchzartem Wollstrick, dass ich gerne unter Kleider ziehe.


Dakota von Named ist ein Grundstein meiner Garderobe.
Meine Versionen aus Strickstoff oder anderen elastischen Stoffen sind bequem und sehen aber wegen des Schalkragens und der ungewöhnlichen Saumform trotzdem besonders aus.
Sehr schön finde ich auch, dass sich Dakota wunderbar über Hosen tragen lässt.


Ich nähe das Kleid in Größe 36, mit der für mich immer üblichen Verkürzung des Oberteils. Die Taschen lasse ich weg.
Je nach Stimmung arbeite ich den Ausschnitt unterschiedlich tief, hier ist er weiter geschlossen als eigentlich vorgesehen.
Da ich das Vorderteil doppele, um mich nicht über herumlappende Kragenbelege zu ärgern, kann ich die Ausschnittschliessung ganz individuell festlegen.


Hier ist es heute kalt und grau und es fällt ekelhafter Schneeregen. Da könnte ich gut eine so einen schönen warmen Mantel , wie ihn Katharina beim Me Made Mittwoch zeigt brauchen.
Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen mehr Mäntel und Jacken zu nähen, Katharinas Modell ist da ein großer Anreiz, das auch umzusetzen.

Mittwoch, 27. Januar 2016

MMM 27.Januar 18- Birkin Flares und Sloane Sweatshirt



Der Stoff für diese Hose liegt hier seit mindestens 3 Jahren. Schon als ich ihn beim Fabrikverkauf entdeckt habe, wusste ich, dass ich mir daraus eine Hose nähen möchte.
Es handelt sich um einen sehr stabilen Twill, braun-blaues Krawawattenmuster, Baumwolle mit Stretch.
Damals konnte ich überhaupt noch keine Hosen nähen, bestenfalls hätte ich eine einfache Gummizughose zustande gebracht.
Das wäre bei dem Stoff natürlich totaler Quatsch gewesen.


Meine Schwiegermutter sagt immer, "wir wollen ja ganz alt werden und noch viel lernen".
Hosennähen habe ich jetzt gelernt.
So habe ich den Stoff, der im Laufe der Jahre immer weiter nach unten in meinem Stoffregal gewandert ist zur Annäherung herausgeholt und zugeschnitten.
Mein eigentliches Projekt war ein Trenchcoat, ich dachte wenn ich mit dem überraschend schnell fertig bin, habe ich noch ein Herzensprojekt in der Hinterhand.
Der Trenchcoat braucht noch Knöpfe, da kann ich mich nicht entscheiden, welche ich nehmen soll.
Hosen nähe ich aber mittlerweile routiniert runter.
So habe ich erstmal mein Zweitprojekt fertig genäht.


Bei dem Schnitt handelt es sich wieder um die Birkin Flares von Baste and Gather.
Ich mag meine Hosen gerne ein winziges bißchen bollerig.
Das Tragegefühl, bzw. den Tragekomfort schätze ich sehr, aber auch die lässige Optik gefällt mit gut.
Als ich noch Hosen kaufte, habe ich mir immer wieder Jeans aus der Herrenabteilung gesucht, weil ich "schlabberige" Hosen wollte.
Bei dieser Hose ist der Bund etwas zu weit geworden und stand unschön ab.
Ich habe im hinteren Bund 2 kleine Abnäher eingefügt, die in den Sattel auslaufen.


Dazu trage ich ein modifiziertes Sloane Sweatshirt von Named.
Den Schnitt mit den schrägen Abnähern im Vorderteil mag ich sehr. Ohne Bündchen, als kastiges Oberteil gefällt mir der Pulli allerdings besser.
Nur bei diesem Sloane aus dünnem Wollwalk funktioniert das mit der Weite nicht so gut.
Von unten zieht die kalte Luft herein und auch der relativ große Ausschnitt trägt dazu bei, dass ich in dem Pulli leicht fröstele.
Das bedauere ich sehr, weil ich die Farbe und das Material sehr schön finde.
Der Stoff müsste etwas weicher fallen, dann würde es nicht so sehr am Bauch ziehen.
Ich werde also weiter Ausschau nach einem weich fallenden , hellblauen Wollstrick halten.
Die Farbe ist nämlich ein echtes Kombinationstalent.


Beim Me Made Mittwoch begrüßt uns heute LeoLilie als Gastbloggerin. So eine maßgeschneiderte Softshelljacke könnte ich auch gut gebrauchen.

Mittwoch, 20. Januar 2016

MMM 20.1.16- Wiederholung, Gerties Coat Dress



Letztes Wochenende fand die Annäherung in Bielefeld statt.
Für das Treffen mit 37 weiteren Nähbegeisterten habe ich mir ein Kleid genäht, um den besonders schönen Anlass entsprechend zu würdigen.
In meinem schwarzen Coat Dress fühle ich mich fabelhaft, so war es für mich Wiederholungsnäherin logisch, mir ein weiteres Coat Dress zu nähen.
Mir gefällt es sehr, beim Wiederholen ganz entspannt ein Kleidungsstück zusammenzufügen, da kann ich mich darauf verlassen, dass das Kleid passt und gefällt.


Wenn ich lange Zeit dunkle gedeckte Farben getragen oder vernäht habe, keimt in mir ein dringendes Bedürfnis sofort hellen, bunten Stoff zu verarbeiten.
Ich habe an einem schönen Frühlingstag im Januar eine Radtour durch die hiesigen Stoffgeschäfte gemacht um geeignetes Material für das Coat Dress zu finden.
Letztlich habe ich mir diesen pistaziengrünen, geblümten Baumwollstoff mit Elasthan gekauft.
Es ist eine etwas dickere Qualität, die eine Jeansstruktur hat, der Stoff würde sich auch gut für eine Sommerhose eignen.
Von der Schwere des Stoffes war ich sehr angetan, auch die Farben gefielen mir gleich sehr gut, nur wegen des Blümchenmusters war ich erst skeptisch.
Letztlich hat mich der Preis bewogen den Blümchen eine Chance zu geben.
Mit knapp 4,-- € pro Meter kann frau auch mal was wagen.



Ich habe das Kleid am Samstag bei der Annäherung getragen und bin sehr zufrieden damit. Die Blümchendosierung passt für mich.
Den Schnitt finde ich wunderbar unkompliziert zu tragen, der Kragen liegt schön, das erhöht den Tragekomfort ungemein, wenn da nicht immer rumgezuppelt werden muss.
Kleider mit langen Ärmeln nähe ich nur noch aus elastischen Stoffen, die sind dann immer bequem.
Richtig toll ist es ein neues Kleid vor fachkundigem Publikum zu testen und ganz viele Komplimente dafür zu bekommen.
Danke, danke ihr lieben Annäherinnen, eure netten Worte haben mich durch die im Endergebnis lohnende aber sehr anstrengende Trenchcoat- Näherei getragen.


Beim Me Made Mittwoch begrüßt uns heute Dodo in einem sensationellen Mantel. Mehr Mäntel und Jacken zu nähen,  habe ich für 2016 auf dem Plan, da ist es immer super, gelungene Modelle zu sehen.

Sonntag, 3. Januar 2016

Die ersten Kleider 2016- Olivia Wrap Dress von Named Clothing



Ich wünsche euch allen ein wunderbares neues Jahr.
Mein Jahr 2016 hat vielversprechend begonnen, da ich gleich zu Beginn einen Kleiderschnitt genäht habe, der sich zu den Standardschnitten gesellen wird.
Monika hat das Wickelkleid Olivia von Named Clothing entdeckt und hier schon auf der Puppe vorgestellt.


Die Schnitte von Named vernähe ich sehr gerne, in der Regel passen sie, nach meinen Standardänderungen,ziemlich gut und sie haben immer viele kleine Details, die sie besonders machen.
Bei Olivia ist zum Beispiel der rückwärtige Halsauschnitt sehr schön gemacht, der sitzt sehr hoch und sehr nah am Hals, so dass kein kalter Wind in den Nacken weht.
Ich habe einige Kleider mit üppigem rückwärtigem Halsausschnitt, in denen fröstele ich gerne mal, obwohl sie eigentlich aus warmem Stoff sind.


Olivia ist ein Wickelkleid mit einem tulpenförmigen Rock, das Oberteil ist ganz ohne Abnäher konzipiert, lediglich das rechte vordere Rockteil hat 4 kleine Falten.
Als ich den Schnitt auf Papier gesehen habe, war ich erst skeptisch, ob die breiten Oberteile funktionieren können.
Schließlich hatte ich insgeheim vor die Bindebänder wegzulassen. Der Vogue Wickelkleidschnitt, den ich üblicherweise nehme, hat ja formgebende Falten im Oberteil.
da ist es kein Problem, die Vorderteile einfach aneinander zu nähen.


Mit einigen neuen Tricks funktioniert Olivia auch ohne Bindebänder.
Meine Taille ist kurz und auch nicht besonders ausgeprägt, da ist es nicht schön, sie mit langen Stoffbändern zu umwickeln. Außerdem haben lose befestigte Stoffstückebei mir die Angewohnheit sich zu verdrehen, zu verrutschen oder die Wickelung löst sich auf.
Üppige Tücher oder Schals sind bei mir nie kunstvoll drapiert, sondern sehen immer irgendwie improvisiert aus.
Am Hals geht das noch, am Bauch nervt mich das kolossal.



Bei diesem Kleid habe ich an der linken inneren Seite kurze Bindebändchen angebracht und auf der rechten äußeren Seite 2 kleine Perlmuttknöpfe mit Knopflöchern, so wird das Kleid dann geschlossen.
Da auch im Rückenteil keine Abnäher vorhanden sind habe ich 2 Falten statt Abnäher angebracht.
Mir war es wichtig den blusigen Fall des Oberteils zu bewahren, darum habe ich mich für die Falten, quasi als offene Abnäher entschieden.





Hier noch ein Detailbild vom Stoff, da das Muster auf den großen Bildern nicht so gut zu erkennen ist.
Es ist ein sehr hochwertiger Wollstrick , von der Schwere ähnlich einem Romanit aber eben anderes Material.


Wenn ich Schnitte so richtig toll finde gehe ich ja gerne in Serie damit. So gibt es auch noch ein Olivia aus schwarzem Wolljersey, den ich mir in Paris gekauft habe.
Dieses Kleid ist ein Zuschnitttetris-Triumph.
Ich hatte mir mit Frau Knopf einen 3m Coupon dieses schwarzen Stricks geteilt, hatte also nur 1,50m zur Verfügung.
Ursprünglich wollte ich mir eine Strickjacke daraus nähen, da wäre die Menge üppig gewesen, so war es ein Riesenglücksfall, dass es hingehauen hat.
Ach und überlegene Technik meinerseits natürlich.


Named empfiehlt für das Kleid leichte, fließende Stoffe, ich finde der Schnitt funktioniert auch gut mit Stoffen, die etwas Stand haben.
Ich habe den Schnitt in Größe 36 genäht, wie immer das Oberteil um ca 3cm verkürzt und den Rock ungefähr einen Kilometer kürzer gemacht.
Die Seitennahttaschen habe ich weggelassen, weil solche Taschen bei mir gerne aufklaffen.
Das schwarze Kleid hat wieder Bindebändchen innen, wird aussen aber mit einem Druckknopf geschlossen.


Mein schwarzes Olivia hatte ich schon zur Arbeit an und kann sagen, es trägt sich wunderbar bequem und unkompliziert.
Ich finde es sehr schön eine Wickelkleidvariante mit schmalem Rock zu haben, die eben auch mit etwas schwereren Stoffen funktioniert.


Und habt ihr schon mitgerätselt?
Unsere Weihnachtsspendenaktion beim MMM hat das Spendenziel erreicht. 
Wir von der MMM Crew haben uns hier dieses Jahr ein Rätselspiel für euch ausgedacht.
Und wer mag kann auch weiterhin noch für "Made auf Veddel" spenden.

Montag, 21. Dezember 2015

Finale Weihnachtskleid 2015



Bis Dienstagabend treffen wir uns auf dem Me Made Mittwoch Blog, um unsere selbstgeschneiderte Festtagsgarderobe zu zeigen.
Auch wenn ich bei den Treffen zu den Zwischenständen gefehlt habe, ist der Weihnachtskleid Sewalong eine meiner liebsten Veranstaltungen.
Wie toll, dass Katharina, Monika, Nina und Wiebke in der turbulenten Vorweihnachtszeit sich bereit erklärt haben, den Sewalong zu hosten.
Vielen Dank dafür.


Zu Beginn fällt es mir immer schwer, mich auf ein konkretes Nähprojekt festzulegen. Wie soll ich denn Mitte November schon wissen, was ich 6 Wochen später anziehen soll.
So gibt es im Laufe der Zeit immer wieder Änderungen an dem ursprünglich gefassten Plan.
Die schwarze Samthose habe ich allerdings schon direkt nach der Verkündung meines Plans genäht.
So ist ein Teil genau so entstanden, wie ich mir das vorgenommen habe.


Aus einem schwarzen, stretchigen Baumwollsamt habe ich mir eine Thurlow Trousers genäht.
Die Hose ist sehr bequem, nur leider wächst sie im Laufe der Zeit.
Eigentlich kenne ich das von anderen Hosen mit Elasthananteil, dass sie gut ihre Form halten. Nicht so hier, nach wirklich sehr kurzer Zeit habe ich reichlich Platz am Bund.
Da passt dann eine ordentliche Portion Weihnachtsgans mit hinein.
Aber vor dem großen Weihnachtsessen am 1. Feiertag ist noch ein kleines Zeitfenster um einige kleine Abnäher in die Hose einzufügen.


 Mein Oberteil aus Glitzerjersey habe ich zwar genäht, nur ist es mir gründlich misslungen.
Falsche Schnittwahl, zudem macht mich der Stoff sehr blass und graumäusig.
Aber ich nähe ja schon einige Zeit, so finden sich einige passende Oberteile in meinem Kleiderschrank.
Zum Beispiel dieses Shoreline Boatneck aus geblümter Seide, dass ich vor 2 Jahren genäht habe.
Schwarze Hosen sind ja nicht schwierig zu kombinieren.


Weil meine Hose schon lange vor Weihnachten fertig war und ich mich mit der Schnittwahl für das Oberteil so schwer getan habe, brauchte ich noch ein zusätzliches Weihnachtsprojekt.
Mit meinem Clare Coat aus grauem Wollstoff besitze ich einen schönen Mantel für die vielen Verdauungsspaziergänge, die an den Festtagen nötig sind.



Hier habe ich den Schnitt ausführlicher vorgestellt.
damit es mir nicht langweilig wird habe ich bei meiner 2. Clare einiges anders gemacht.
Der hohe Kragen gefällt mir sehr gut und hat sich auch schon bei Würstchen und Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt bewährt.


Der Reißverschluss für Linkshänderinnen braucht bei mir als Rechtshänderin einige Zeit, bis er geschlossen ist. Das ist für mich eine typische Geschichte, die beim zweiten Nähen eines Schnittes passiert. Ich denke ich weiß jetzt ja wie es geht und zack sind die Seiten vertauscht.
Als mir der Fehler auffiel war der Mantel sehr weit fortgeschritten, also habe ich mich entschieden das so zu lassen.
Optisch finde ich das nicht störend, nur das Schließen des Mantels könnte komfortabler sein.


Ich wünsche euch allen wunderbare Weihnachtstage und das Weihnachtsfest, dass ihr euch erträumt habt.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

MMM 9.12.15-Linden/Grainline mit Ginger/Closet Case Files





 Wie immer in der dunklen Jahreszeit, zeige ich Bilder meiner Sonntagskleidung. Da sehe ich meinen Fotografen noch bei Tageslicht.
Dieses Wochenende hat mich ein ekelhafte Erkältung niedergestreckt, so brauchte ich trotz milder Temperaturen etwas tröstendes, kuscheliges zum Anziehen.



Das Oberteil ist auf der Grundlage des Linden Sweatshirts von Grainline entstanden. Ich habe lange nach einem Raglanschnitt gesucht, der mir an den Schultern gut passt. Mit Lunden bin ich sehr zufrieden, so nehme ich diesen Schnitt gerne als Blaupause für alle möglichen Raglanoberteile.
Aus diesem üppigem Wollstrick sollte ein weites, langes Oberteil entstehen. Um das zu bekommen habe ich reichlich Weite hinzugegeben, und zwar sowohl in der Mitte der Schnittteile, wie auch an den Seiten.
Damit es auch am Hals schön warm ist, habe ich mir einen extralangen Kragen dazu konstruiert.
Das vorhandene Halsbündchen war zu eng, um es ein fach zu verlängern.
Das ist bei vielen Halsbündchen so, die sollen immer mit ziemlich viel Zug an den Ausschnitt genäht werden. Bei so voluminösen Strickstoffen funktioniert das nicht besonders gut. So messe ich die Länge des Ausschnitts und ziehe 10 Prozent ab, in der errechneten Länge schneide ich dann das Bündchen zu.


Dazu trage ich eine Ginger Jeans aus schwarzem Stretch Denim. 
Irgendwann im Sommer dachte ich es wäre eine gute Idee mir eine ganz enge schwarze Jeans zu nähen, die wäre bestimmt ein vielseitig zu kombinierendes Kleidungsstück, dass zu all meine langen Oberteilen passt.
Aber irgendwie bleibt sie doch öfter im Schrank,als ich das gedacht hätte.


Die Hose sitzt eigentlich gut und ist, wegen des sehr elastischen Stoffes, auch komfortabel zu tragen.
So schlecht sieht sie auch nicht aus, aber irgendwie fühle ich mich in weiteren Hosen wohler.
Das einzige Manko, was ich benennen könnte, ist die Enge an der Wade. Abhängig von der Strumpfwahl, kann es vorkommen, dass das Hosenbein nach oben klettert.
Ich werde beobachten, ob ich die Hose weiter im Schrank liegen lasse, sollte das so sein, wird sie verschenkt.
Hier gibt es noch andere Hosen, die zu dem Oberteil passen.


Beim Me Made Mittwoch begrüßt uns heute Wiebke mit spektakulären Ostseebildern und es gibt noch viel mehr handgemachte Kleidung an der Frau zu sehen.

Mittwoch, 2. Dezember 2015

MMM 2. Dezember 2015- Coat Dress nach Gertie



Seit dem Erscheinen von "Gertie`s New Book For Better Sewing" von Gretchen Hirsch 2012 steht das Coat Dress auf meiner Nähliste.
Zu Beginn habe ich mich nicht an den Schnitt herangetraut, weil er mir einfach zu schwierig erschien. Ich habe einige andere Schnitte aus dem Buch, das mittlerweile auch als deutsche Übersetzung unter dem Titel "Rockabella" erhältlich ist, genäht.
So wusste ich, dass mir die Entwürfe von Gertie gut passen, das ist ja leider nicht bei allen Schnittanbietern so.


Grundsätzlich ist das Kleid nach dem Schnittmuster aus dem Buch genäht, ich habe nur einige persönliche Modifikationen vorgenommen.
Wie bei fast allen Schnitten habe ich das Oberteil ein wenig gekürzt, weil ich einen kurzen Oberkörper und lange Beine habe.
Eigentlich ist der Rock ein ganzer Teller, da hebe ich gefühlt 10 Kilometer Weite herausgefaltet.
Ich gefalle mir nicht so gut in ganz weiten Röcken, den kleinen Nebeneffekt, dass das den Stoffverbrauch drastisch senkt, finde ich auch nicht zu verachten.




Und zu guter Letzt, habe ich andere Ärmel gewählt, die Originalärmel haben eine Falte, die an der Schulter gelegt wird. Meine Schultern profitieren nicht von Details, die sie breiter machen, darum nähe ich auch keine Puffärmel.
Alle Vorschläge zur couturigen Verarbeitung des Kleides habe ich ignoriert. Stattdessen habe ich ganz konventionell, die vorgesehenen Schnittteile mit Einlage versehen und das Kleid dann zusammengenäht.


Ich finde mein Coat Dress ziemlich toll. Ein weiterer ganz entscheidender Faktor bei meiner Liebe zu diesem Kleid ist der sensationelle Stoff.
Von aussen sieht er aus, wie eine Gabardine, die Innenseite ist wie bei einem Sommersweat, hat also diese kleinen Schlingen.
Das Kleid trägt sich genauso bequem. wie ein Strickkleid, sieht aber wie ein Webstoffkleid aus.
Zusätzlich ist es auch wärmer als ein reines Webstoffkleid. Die Zusammensetzung war nicht ausgewiesen, ich tippe auf Baumwolle mit einen Polyanteil.



 Noch mehr textiles Glück findet sich auf dem Me Made Mittwoch Blog.
Ich bin total begeistert von dem Frack den sich Ann Sophie geschneidert hat. Das ist ein beeindruckendes Stück mit einer besonderen Entstehungsgeschichte.