Mittwoch, 5. April 2017

Frühlingserwachen beim MMM- Pantalon Falzar mit Undercover Hood



Heute gibt das Motto Frühlingserwachen beim MMM.
Als bekennende Winterhasserin fängt bei mir die Frühlingssehnsucht meist schon im Januar an.
Wenn die Tage dann merklich länger werden beginnt ein Überdruss Wollkleidung zu vernähen und auch zu tragen.
Wenn dann noch ein roter Sweatshirtstoff im Stoffladen liegt, also ein ganz warmes tomatenrot, dass ich vielleicht sogar tragen kann, muss der Stoff natürlich gekauft werden.


So wartet der rote Undercover Hood von Papercut Patterns schon einige Zeit auf seine Zeit.
Den Schnitt habe ich schon einige Male genäht und mag ihn immer wieder gerne.



Bei der Hose habe ich einen neuen Schnitt getestet.
Schon lange war ich in die Pantalon Falzar von der französischen Firma "Les Modeliers" verknallt.
Allerdings haben die Designerinnen ihre Schnitte zu Beginn nur als Papierschnitte(igitt) und auch noch als Maßschnitte angeboten.
Schnitte kopieren finde ich grauenhaft, auch das Arbeiten mit Schnittteilen aus fludderigem Seidenpapier mag ich nicht besonders gerne.
Da lobe ich mir PDF Schnitte, die ich ausschneiden kann.
Maßschnitte bei denen ich meine Körpermaße eingebe und dann errechnet ein Computer die Größe der Schnitteile sind mir auch suspekt.
Ich weiß, dass ich meine Hosen gerne lässig habe.
Woher soll das der Computer wissen ?


Als "Les Modeliers" dann ankündigte, ihre Schnitte als PDF´s in Konfektionsgrößen zu verteilen habe ich den Schnitt vorab gekauft.
Das Digitalisieren scheint nicht reibungslos verlaufen zu sein.
Der Erscheinungstermin hat sich immer wieder verzögert und auf der Website sind die Schnitte scheinbar auch nicht erhältlich.
Schade eigentlich, ich finde die Falzar ganz gut gemacht.
Die PDF ist unkomfortabel, weil sie sehr viele Seiten hat.
Mir erschließt sich nicht, warum einzelne Schnitteile für das rechte und das linke Hosenbein gibt.
Das hatte ich aber auch schon bei anderen Hosenschnitten
Die Hose an sich ist aber gut.
Die Stärke von "Les Modeliers" liegt eindeutig in der Schnitterstellung und nicht im Vertrieb.


Obwohl sich die Falzar auf den ersten Blick nicht offensichtlich von der Sorell unterscheidet, ist sie doch anders.
Die Falzar hat einen sehr langen Schritt, das bewirkt ein komplett anderes Tragegefühl.
Würde sie so genäht, wie vorgesehen,wäre es wahrscheinlich eine Hose, die eine sehr hohe Taille hat.
Bei mir sitzt sie locker in der Taille und liegt auf meinen Hüftknochen.
Die vordere Falte habe ich nicht so weit zugenäht, weil ich einen Stoff mit Stand verarbeitet habe.
Die weit geschlossene Falte stelle ich mir bei einem weicher fallenden Stoff ganz schön vor, aus diesem Material konnte ich sie mir nicht vorstellen.


Hier noch eine Großaufnahme von dem Frühlingsblütenstoff.
An den kühleren Tagen in dieser Jahreszeit mag ich die gezeigte Kombination sehr gerne.

Mittwoch, 29. März 2017

MMM 29.März 2017- Cassiopee von I AM Patterns


Es ist März und ich kann mit nackten Beinen rausgehen, unglaublich.

Mein Cassiopee von I AM Patterns hatte ich gestern morgen zu Arbeit noch über einer Hose an.
Nachmittags, beim Frühjahrsputz wurde das viel zu warm.
Tatsächlich konnte ich schon im Laufe des Vormittags meine Kniestrümpfe ausziehen, das kam mir sehr gewagt vor.
Nach dem Winter dauert es bei mir ein bisschen, bis ich mich daran gewöhne meine Haut ungeschützt den Elementen auszusetzen.
Wenn ich mich dann getraut habe , ist das allerdings ein wunderbares Gefühl.





Das Kleid Cassiopee von I AM Patterns hatte ich mir schon vor einiger Zeit genäht und es hat auf die ersten warmen Tage gewartet.
Eigentlich nähe ich mir nicht gerne Kleidung, die erst im Schrank warten muss bis sie zum Einsatz kommen kann.
In diesen Schnitt hatte ich mich aber mitten im Winter verguckt.
Nach einiger Zeit des Abwartens und Nachdenkens habe ich ihn mir gekauft.
Es gibt ein winterliche Version aus grauem Wollstoff, die mag ich nicht so gerne.



Farbe falsch, der Stoff ist zu schwer für den Schnitt und die Passform ist auch nicht so gut, wie bei diesem Kleid.
Aus Wolle ist Cassiopee eine Nummer größer.
Das ist bei dem weiten Schnitt kontraproduktiv.



So kam es , dass ich trotz mangelnder Wärme das Kleid aus diesem Baumwolle- Seidenstoff genäht habe.
Der Stoff ist klasse.
Abgesehen vom schönen Tragegefühl knittert er nicht.
Das macht das Kleid zu einem idealen Kandidaten für meine Reisegarderobe.
Und überhaupt ist es ziemlich schön, ein Kleid zu haben, dass nicht immer unansehnlicher wird im Laufe des Tages.



Genäht ist Cassiopee recht schnell und einfach.
Das Oberteil hat Raglanärmel, der Rock wird gekräuselt und drangesetzt.
Keine Verschlüsse, keine Abnäher eben nähtechnisch ganz leicht.

Ich finde es ist eine besondere Kunst weite Kledidungsstücke zu entwerfen, die schön fallen und eben nicht aussehen wie ein Sack.
Als Liebhaberin von oversized Stücken habe ich da schon die ein oder andere Enttäuschung erlebt.



Bei Cassiopee stimmen die Linien, so dass es einfach schön fällt.
Und es ist nicht nur bequem, auch die Ärmel passen in den Proportionen.
Ich kann mich ohne jede Beschränkung bewegen.
Beim Arme heben bleibt das Kleid auch unten.
Ein toller Schnitt für fluffige Frühling- Sommer- und Herbstkleider.



Beim MMM begrüßt uns heute Gastbloggerin Ina in einem sehr schönen Rock .

Mittwoch, 8. März 2017

MMM 8.März 2017- Pussyhat an Waver Jacket



Meinen Pussyhat trage ich seit einigen Wochen oft und gerne.
Ich finde eine pinke Mütze mit kleinen Öhrchen ein wunderbar witziges, ironisches Kleidungsstück um eine politische Haltung auszudrücken.

Als ich ein Foto mit Pussyhat auf Instagram gepostet habe, bekam ich den schönen Kommentar
"Don´t mess with Bunte Kleider."

Ich mag es sehr ein klein wenig Streitbarkeit und ganz viel Sichtbarkeit in die Welt zu tragen.
Darum finde ich Ninas Idee , den heutigen  Weltfrauentag auch auf dem MMM mit Pussyhats zu begehen super.


Und außerdem ist rosa eine Farbe, die ich sehr liebe.
Ganz einfach ist es aber mit rosa Kleidung nicht, weil es auch eine Farbe ist, die sehr polarisiert.
Entweder rosa wird geliebt oder eben noch häufiger abgelehnt.
Das hat auch Auswirkungen auf rosa Liebhaberinnen wie mich.


Vor 2 Wochen war hier Stoffmarkt, ein Stand hatte Softshell zu einem sehr günstigen Preis im Angebot.
Für den Frühling wollte ich mir eine helle windabweisende , regenfeste Jacke nähen.
Obwohl mich der rosa Stoff am meisten ansprach, habe ich mich entschieden mir ein schönes klassisches beige zu kaufen.
Passt ja zu mehr und schreit nicht so.
Beim Stoffmarkt war ich vormittags , den ganzen Tag ging mir der verschmähte Softshell nicht mehr aus dem Kopf.
Ihr seht , ich habe dann doch noch rosa besorgt.
Im Nachhinein habe ich mich über mich gewundert.
Eigentlich hätte ich mich nicht entscheiden müssen, sondern gleich Stoff für die schreiende Jacke und die klassische Variante mitnehmen können.
Nächstes mal bin ich hoffentlich gleich mutiger.


Der Schnitt für die Jacke ist das Waver Jacket von Papercut Patterns.
Danach habe ich schon Jacken genäht, darum wusste ich, dass mir die Jacke gut passt.
Das Waver Jacket eignet sich gut als Basis, die nach Belieben verändert werden kann.
Ich habe hier eine kürzere Version genäht( es war nicht mehr viel rosa Softshell zu haben) und die Kapuze habe ich durch einen hohen Stehkragen ersetzt.


Die Jacke trage ich an nicht eisig kalten Tagen sehr gerne.
Sie biete all den Tragekomfort, den Outdoorstoffe bieten und sieht aber nicht aus wie die üblichen Outdoorjacken.

Meine Hose ist natürlich ebenfalls massgeschneidert. Es ist eine freie Version der Port Trousers von Pauline Alice.
Nachdem ich letztes Jahr das Hosennähen trainiert habe, geht es inzwischen deutlich schneller eine Hose selber zu nähen, als eine schöne ,passende Hose in Geschäften zu finden.

Mittwoch, 1. März 2017

MMM 1. März 2017 -Hermes von I AM Patterns


Es fing an mit einer Verführung.
In meinem Posteingang schlummerte eine Rabattcode von Stoffe.de. Eigentlich kaufe ich fast alle meine Stoffe analog.
Es gibt hier genügend Geschäfte und ich fahre auch mal einige Kilometer, um schöne Stoffe zu erstehen.

Aber so eine Vergünstigung verführt halt.
Besonders angetan war ich von dem großen Angebot an klassischen Hemdenstoffen zu einem sehr günstigen Preis, selbst ohne Rabatt.


Und weil der Stoff so günstig war, habe ich mir ein neues Schnittmuster dazu gegönnt,
Hermes von I AM Patterns.

I AM Patterns ist eine französische Firma, von der 2016 mehr und mehr Schnittmuster auftauchten.
Hermes habe ich schon länger wohlwollend betrachtet. Die gezeigten Hemden gefielen mir gut und in meinem Fundus befand sich kein Schnitt für ein klassisches Hemd, mit dem ich richtig zufrieden war.


Hermes ist ein guter Schnitt, die Teile passen wunderbar aufeinander.
Ich mag den Kragen sehr, das ist oft kritisch bei mir. Es gibt wenige Kragenformen, die mir an mir gefallen.
Für ein Hemd ist es ein guter Einsteigerinnen Schnitt.
Die Knopfleiste ist angeschnitten, die Manschette werden mit einem Streifen versäubert.
Da fällt viel Frickelei weg.
So ein Hemd ist ein schönes Projekt, wenn eine mal Lust auf exaktes Nähen hat.



Aber vor allem begeistert mich Hermes, weil das Hemd richtig bequem ist.
Ich habe sehr häufig ein Problem mit langen Ärmeln aus Webstoff.
Irgendwas ist mit meinem Kreuz, das  mir  der Stoff häufig an den Schultern zieht.
Bei vielen Oberteilen sind der obere Rücken und auch die Armausschnitte nicht wirklich bequem.
Es grenzt an ein Wunder, dass das mit diesem Hemd überhaupt nicht so ist.
Ich spüre keine Stoffbegrenzungen, keinen Zug, kann die Arme ohne Probleme heben.


Jetzt steht meiner klassischen weißen Bluse nichts mehr im Weg. Und den anderen Hemdenvariationen auch nicht.

Die Jeans auf den Bildern ist meine flanellgefütterte Morgan Jeans, die ich hier vorgestellt habe. 



Beim Me Made Mittwoch zeigt uns heute Mema ein sehr schönes Elisalex, das sie für ihre Urlaubsgarderobe genäht hat.
Nächste Woche bin ich mit meinem Pussyhat dabei.
Ihr auch?
Falls ihr noch keinen habt, die sind wirklich schnell herzustellen. Ich habe meinen an 2 Abenden gestrickt. einfach einen passenden Schlauch mit Bündchen stricken und oben zusammennähen.
Bei Meike gibt es hier eine Anleitung für einen genähten Pussyhat.
Ich freue mich auf ganz viel rosa nächste Woche.

Mittwoch, 22. Februar 2017

MMM 22. Februar 2017-Isla Trench von Named



Es wir Frühling, da müssen vorher noch ein paar Winterstoffe vernäht werden, um Platz für die bald sprießenden leichten Stoffe zu schaffen.
So ein Mantelstoff macht ordentlich Platz frei.




 Dieser sehr weiche ausgesprochen üppige Doubleface Wollstoff liegt nun schon seit  Jahren bei mir im Lager.
Eigentlich hatte ich ihn als schwarzen Stoff gekauft, aber schon beim Bügeln erwies sich die schwarze Seite als Flusenmagnet.
So habe ich jetzt einen hellgrauen Mantel, den ich noch besser als eine schwarzen Mantel gebrauchen kann.


Mein Schnitt, den Isla Trenchcoat von Named habe ich schon mal genäht . Außerdem gefällt mir jeder Mantel, den andere nach diesem Schnitt nähen ausnehmend gut.
Schnitt und Mantel passen erstmal nicht so gut zueinander, darum habe ich einige Änderungen, also eigentlich Weglassungen , vorgenommen.

Für die klassischen Capes an den Schultern war mir der Stoff zu üppig, da war mir sofort klar, dass die nicht funktionieren.
Den Schlitz habe ich mir auch gespart, ebenso wie  Kragenriemen und Ärmelschnallen.
So wurde der aufwendige Mantel zu einem mittelschnellen Nähprojekt.



Der Futterstoff ist eine Viskose, die ich sehr günstig bei *arstadt erstanden habe.
Bei Isla gibt es einen separaten Futterschnitt , so passt das Futter perfekt in den Mantel.


So richtig geeignet ist der Stoff nicht für den Schnitt. Er ist einfach zu dick, mit geschlossenem Gürtel sehe ich ein bisschen gemupft darin aus.
Zu weich ist er auch, obwohl ich die Teile komplett mit Einlage bebügelt habe, drücken sich die Säume durch.
Außerdem knautscht er ein wenig.
Trotzdem bin ich ziemlich stolz auf ihn und trage ihn ausgesprochen gerne.
Gerade jetzt, wo die Tage merklich länger werden ist es toll sich in einen hellen Mantel zu hüllen.


Bei Me Made Mittwoch empfängt uns heute Katharina in traumhafter blauer Kleidung.
Ich wünschte, ich hätte die Ausdauer mir so eine himmlische Norwegerjacke zu stricken.
Meine Geduld reicht gerade für einen Pussyhat.
Den trage ich wider Erwarten auch richtig gerne.
Ich habe den einfach gerade hoch rund gestrickt und dann oben zusammengenäht.

 

Mittwoch, 8. Februar 2017

MMM 8. Februar 2017 - Morgan Jeans mit Ebony Tee, beides Closet Case Patterns


Nachdem ich die ein oder andere weite Hose genäht  und auch in Dauerschleife getragen habe, brauchte ich Abwechslung.
Das ist beim Kleiden wie beim Essen, nach deftig salzigem Essen freue ich mich sehr auf ein süßes Dessert.


Das Ebony Tee habe ich letzte Woche schon als Kleid gezeigt, dieses ist die Tunikaversion. Wieder mit den Raglanärmeln, weil ich mit der Passform der eingesetzten Ärmel nicht glücklich bin.
Vielleicht erinnert ihr euch noch, das es letzte Woche schon mal so aussah, als stände der Frühling vor der Tür.
Da habe ich mir schnell ein flatteriges Oberteil aus dem Leojersey genäht.
Der Jersey ist traumhaft. Nachdem ich mir eine normale Menge davon bei *arstadt gekauft hatte, ihn vernäht und getragen habe, sind gleich nochmal 5 Meter dazugekommen.
So, wie diesen Viskosejersey wünsche ich mir noch mehr, leicht, warm und überhaupt nicht pillend.
Weil der Leodruck so klassisch und vielseitig ist, habe ich mir einen Vorrat angelegt.


Meine Jeans ist die Morgan Jeans von Closet Case Patterns.
Ich mag die Morgan gerne, weil sie zwar schmal aber eben nicht so ganz eng ist.
Meine ganz enge Ginger habe ich verschenkt, ich konnte sie nicht tragen. Klar war sie aus dehnbarem Stoff genäht, nur habe ich mich einfach nicht richtig darin gefühlt.


Damit die Jeans auch als Winterhose taugt, habe ich sie wieder gefüttert. Dieses Mal bin ich anders vorgegangen als bei den weiten Hosen.
Bei der Morgan sind die Hosenbeine mit Flanell unterlegt und ich habe sie als eine Lage verarbeitet.


Die beiden Stofflagen habe ich zuvor mit Textilkleber, der sich wieder auswäscht aufeinander fixiert.
Den Kleber verwende ich sonst für meine Dessous, funktioniert jedoch auch bei größeren Stoffstücken hervorragend.
Diese Methode fand ich für eine enge Hose passender , als ein loses Futter einzuarbeiten.


Mit der flanellisierten Morgan bin ich ziemlich glücklich, bequem und warm genug für die leider immer noch kalten Tage.
Beim Nähen habe ich noch eine weitere Entdeckung gemacht.
Die Jeans ist mit Topstitchgarn abgesteppt, also dem ganz dicken Nähgarn, das fast wie Paketkordel aussieht.
Ätzend einzufädeln und manchmal auch zickig zu vernähen. Gerade unten am Hosensaum hatte ich eine unschöne Schlingenbildung.
Weil ich den Saum gerne umschlage hat mich das natürlich besonders gestört. So habe ich mich auf die Suche nach einem farblich passenden Garn in normaler Stärke gemacht.
Das beste Ergebnis gab es mit Stickgarn. Das hatte ich eigentlich nur als Beifang mitgenommen.
Die Nähte mit dem Stickgarn werden aber plastischer, als mit normalem Nähgarn, so bin ich ziemlich beglückt über diese Entdeckung.


Die Säume habe ich mit dem 3fach Geradstich gesteppt. Die sehen auch von der Rückseite klasse aus, zusätzlich entfällt auch der Nerv mit den Fadenenden vom Topstitchgarn.
Weil sich das dicke Zeug nicht ordentlich vernähen lässt stehen da immer mal wieder hässliche Enden raus.


So jetzt aber schnell zu Me Made Mittwoch.
Und wieder verabschiedet sich mit Meike eine Teamfrau.
Liebe Meike, vielen Dank für die 5 Jahre, in denen du den MMM mitgestaltet hast.
Ich werde dich vermissen und wünsche dir viel Erfolg mit deinem Schnittmusterkiosk. Ich freue mich auf ganz viele neue stokx Schnittmuster.

Mittwoch, 1. Februar 2017

MMM 1. Februar 2017- Ebony Tee von Closet Case Files


Trapezkleider faszinieren mich immer aufs Neue. Für Webstoffe besitze ich schon einige Schnitte, manche trage ich gerne und dann gibt es noch die die, die es nur bis zum Probekleid geschafft haben.

Jetzt gibt es, mit dem Ebony Tee von Closet Case Files, einen neuen Schnitt, diesmal für Jersey oder Strickstoffe.


Ich schätze Heather Lou, die Designerin sehr. Hat sie mir mit der Ginger Jeans und dem dazugehörigen Sewalong doch den Einstieg ins Jeans Nähen emöglicht.
Das war für mich ein Meilenstein in meiner Nähentwicklung.
Das Ebony wird in 3 verschiedenen Längen als Kleid, als langes Shirt und als sehr kurzes Oberteil angeboten.
Zusätzlich gibt es die Option es mit angesetzten Ärmeln oder als Raglan zu nähen.
Toll, sofort gekauft und genäht.

Jetzt kommt der Wermutstropfen, die langen Ärmel bei der Variante mit eingesetztem Arm waren bei mir knalleng.
Und zwar so eng, dass es sich nur um einen Fehler bei der Konstruktion handeln konnte.
Ich habe das sofort zurückgemeldet und mittlerweile ist der Fehler behoben.
Zusätzlich finde ich aber, dass der Armausschnitt schlecht sitzt.
Bei den Beispielen, die für den Schnitt gezeigt werden, ist das bei dem kurzen, hellen Shirt auch zu erkennen.
Der Armausschnitt ist sehr schräg und sitzt merkwürdig an der Schulter.

Ich werde das Kleid und auch die Shirtvarianten nur mit Raglanärmeln nähen, die sitzen nämlich sehr gut.



Mein Ebony ist aus einem meiner kostbaren Max Mara Stoffe, die ich mir aus dem Italienurlaub mit gebracht habe genäht.
In Größe 2  mit Raglanärmeln und in der Kleiderlänge.
Die Form insgesamt finde ich sehr gelungen. Oben liegt das Kleid schön an und zum Saum hin läuft es üppig weit aus.
Die Saumlinie, hinten länger als vorne, nimmt die schöne Form noch mal auf.
Insgesamt finde ich den Schnitt sehr schön, auch die kürzeren Varianten kann ich mir gut in meiner Garderobe vorstellen.
Nur ein wenig Unzufriedenheit bleibt, wegen der halben Nutzbarkeit des Schnittes.
Für mich ist das wieder ein Beleg, das auch scheinbar so einfache Jerseykleider eben nicht mal so einfach zu designen sind.
Sonst sitzen die Arme blöd auf der Schulter oder es gibt diese oft gesehenen Falten im Achselbereich an den Oberteilen.


Beim Me Made Mittwoch gibt es noch viele gut gekleidete, selbstbenähte Frauen zu sehen.
Und von mir ein Tränchen für Karin, die sich aus dem MMM Team verabschiedet.
Die Arbeit mit dir wird mir fehlen.