Freitag, 19. Januar 2018

Boreal von Kate Davies mit Mantelhose Sorell von Pauline Alice




Beschwingt von dem Erfolg meines roten Mohairpullovers habe ich mir vorgenommen mehr Oberteile für mich zu stricken.
Es ist schwer schöne Strickstoffe zu einem Preis, den ich bezahlen mag, zu finden.
Wolle wird in schöner Qualität reichlich angeboten und so langsam komme ich stricktechnisch wieder in Schwung.


Pullover zu stricken ist für mich immer wieder mühsam. Ich habe einige angefangenen Stücke hier liegen, oft ist der Rumpf fertig und bei den Ärmeln verlässt mich die Motivation.
So landet das angebrochene Projekt , fein säuberlich in eine Tüte gepackt, bei den anderen Projekten in meiner gut gefüllten Wollschublade.
Aber dann habe ich Tüts traumhafte Strickjacke gesehen, besonders motivierend fand ich ihre Beschreibung des Strickprozesses.
So entstand bei mir die Idee, mir einen Musterpullover als Jahresprojekt für 2018 vorzunehmen.



 Ausführliche Recherche und Gespräche mit Mema, die eine meisterhafte Fair Isle Jacke gestrickt hat, brachte mich dann zu Kate Davies.
Die Designs von Kate Davies gefallen mir sehr gut.
Nach den ausführlichen Weihnachtfeiern habe ich mir dann, trotz drückender Wollvorräte, das Material für Boreal gegönnt.
Mein Boreal ist aus 550 Gramm Lana Grossa Alta Moda Cashmere gestrickt. Die Wolle habe ich im örtlichen Fachhandel gekauft.


Die Anleitung fand ich sehr gut zu umzusetzen. Den unteren , einfarbigen Teil habe ich kürzer gestrickt als vorgesehen, aber ab dem Musterteil habe ich genau nach Anleitung gestrickt. Im Ausschnitt musste ich eine zusätzliche Reihe mit Abnahmen hinzufügen, sonst wäre mir der Ausschnitt nicht winterlich genug geworden.
Mit meinem Boreal bin ich ziemlich zufrieden. Die Wolle finde ich optisch toll, sie trägt sich auch sehr angenehm.
Das Musterstricken hat mir richtig Spaß gemacht, eine gute Vorübung für das große Projekt.
Noch bin ich unentschieden, welche Vorlage ich für meinen Jahrespullover nehmen werde.
Auf jeden Fall wird der aufwändiger, da ich ein deutlich dünneres Garn verwenden möchte.


Letztes Wochenende fand die Annäherung in Bielefeld statt, dazu schreibe ich noch ausführlich, wenn ich ordentliche Fotos von meinen dort genähten Sachen habe.
Der traditionelle Tauschtisch war auch diesmal gut bestückt.
Unter anderem gab es dort diesen blauen Mantelstoff, den ich gerne mitgenommen habe.

Und weil die neuen Stoffe immer die attraktivsten sind, habe ich mir eine Mantelhose genäht.
Ich werde ja nicht müde, den Hosenträgerinnen die gefütterten Hosen anzupreisen.
Keine kalten Beine mehr und auch keine sich mies verschiebenden langen Unterhosen, das ist ein super.


Hier habe ich mit gelbem Baumwollbatist gefüttert, das fühlt sich sehr schön auf der Haut an.
Baumwollfutter ist auch wärmer als Viskose, für eine Mantelhose somit optimal.
Vorlage war wieder die Sorell von Pauline Alice.
Den Schnitt mag ich sehr gerne, da er sich für alle möglichen Stoffarten eignet.
Diesmal habe ich ein mit der Beinform ein wenig herumgespielt.
Die Beine sind ein klein wenig schmaler und nach unten ausgestellt. Da war ich aber zu zögerlich, die Form ist noch nicht ganz so, wie ich sie mir vorgestellt habe.


Dafür hat sie Paspeltaschen !

Bei der Annäherung hat mir dasbürofürschönedinge gezeigt wie ich die Paspeltaschen nähen kann.
Jetzt kriegt alles was sich nicht wehrt Paspeltaschen.

Dienstag, 26. Dezember 2017

Weihnachtskleid Finale 2017 -Plan erfüllt



Ich präsentiere das Saler Jacket von Pauline Alice, die Pantalon Bruges von Orageuse und eine freie Variante des Agate Pencil Dress von Named.
Da ich dieses Jahr Mitausrichterin des WKSA war, habe ich mir ein anspruchsvolles Projekt herausgesucht, damit ich den Sewalong füllen kann.
So sehr ich das gemeinsame virtuelle Nähen schätze, entspricht es mir eigentlich nicht mich auf diese lange Zeit auf einen rigiden Nähplan festzulegen.
Normalerweise mache ich einen Inspirationspost mit vielen Ideen und dann einen Post zum Finale, wo alles ganz anders gekommen ist.
Dieses Mal hatte ich den Anspruch mich an den gut überlegten Plan zu halten.
Habe ich geschafft, aber es war sehr zäh und hat mich ausgebremst.



Bis auf ganz wenige Momente war der Nähprozess eine Disziplinleistung, Spaß hatte ich wenig. Entsprechend bin ich mit den entstandenen Teilen auch nicht richtig zufrieden.
Jetzt, wo es geschafft ist und die Fotos im Kasten sind beginne ich ich langsam mit den Teilen anzufreunden.
Die Hose ist eine Ausnahme, die hatte ich als Probehose für den Sewalong genäht.
Während ich mich durch den Blazer gequält habe, wurde mir klar, dass ich total unmotiviert bin noch eine weiter schwarze Wollhose zu nähen.
Gut das diese Bruges aus dem passenden Stoff schon fertig war.
Der Schnitt ist schön, sorgfältig erstellt und es wird auf jeden Fall noch Folgemodelle bei mir geben.


Meine Agate ist leider zu groß. Oder sieht zu groß aus, die Spitze fällt nicht so schon, wie der Wollstoff bei meinem noch nicht gezeigten Ursprungsmodell.
Getragen habe ich sie lediglich für die Fotos.
Vielleicht setze ich mich nochmal dran und nähe sie kleiner, das ist bei dem Schnitt ganz einfach.
Der Stoff trägt sich ganz angenehm und eigentlich ist sie ganz hübsch.


Und jetzt zum Saler Jacket von Pauline Alice.
Ich habe schon viele böse Worte dafür gefunden, das lasse ich jetzt einfach. Da bin ich mir nicht sicher, ob mein Geschimpfe angebracht ist oder nur die Folge meines lustlosen Nähens ist.
Am Schnitt lag es nicht, der ist gut gemacht.
Die Stoffwahl war nicht wirklich glücklich, da mein Stoff so weich ist das sich nichts ordentlich in Form bügeln ließ.
Ich finde den Blazer insgesamt auch etwas üppig. Mein Fehler, bei der Größenwahl bin ich auf Nummer sicher gegangen.
Aber auch hier fange ich langsam an liebevoller draufzuschauen, so schlecht ist er vielleicht doch nicht.
Irgendwann demnächst hexe ich die Säume doch noch fest, dann ist alles ein bisschen definierter.
Dann wird die Zeit zeigen, ob er getragen wird.

Jetzt lese ich mich durch die vielen schönen Kleidungsstücke, die beim WKSA entstanden sind .
Ich wünsche euch noch einen schönen 2. Weihnachtstag und einen guten Rutsch.


Donnerstag, 14. Dezember 2017

Weihnachtskleid-Sewalong Zwischenstand




Seit letztem Sonntag werden die Fortschritte der Weihnachtskleidung auf dem Me Made Mittwoch Blog gesammelt.
Da konnte ich feststellen, ich hinke weit hinterher.
Schon vor Wochen bin ich hochmotiviert gestartet und habe die millionen Teile meines geplanten Saler Jackets von Pauline Alice zugeschnitten.


Der Schnitt ist ganz liebevoll gemacht, für die Teile aus Vlieseline gibt es Extraschnittteile, das habe ich als großen Luxus empfunden. Bei soviel Sorgfalt gebe ich gerne ein paar Euro mehr für ein Schnittmuster aus. 
Dem Ausschneidemarathon folgte ein Bügelmarathon und dann bin ich erstmal in den Urlaub gefahren.
Das Jacket lag und mir war der Schwung abhanden gekommen. Mit viel Überredung habe ich mich dazu gebracht die Futterjacke zusammen zu nähen.
Auch die Ärmel habe ich bei dieser Gelegenheit zusammen genäht. Da sich die Paspeltaschen als immer größer werdende Hürde vor mir aufbauten, habe ich die Knöpfe an den Armen gestrichen.
Auch sonst habe ich fast nichts genäht, weil mich das ausgeschnittene Jacket blockiert hat.
Heute, nach dem Fotografieren, bin ich ein kleines Stückchen weiter.
Die Vorderteile sind zusammengenäht, die Taschenmarkierungen durchgeschlagen und die zweite und dritte Schicht Einlage an Revers und Rollkante sind aufgebügelt.
Die Teile liegen mahnend auf meinem Nähtisch, damit ich mich traue, mich der Taschenkonstruktion zu widmen.
Ich nähe mein Saler Jacket aus schwarzem Wollflanell von Zuleeg
Diese Firma tauchte vor einiger Zeit in sehr vielen Blogs auf, ich habe meinen Stoff nicht gesponsert bekommen, sondern zum Testen einige Qualitäten 1b Ware bestellt.
Mit dem Wollflanell bin ich sehr zufrieden, der Kettfehler in der Mitte lässt sich gut umschneiden und ich habe einen schönen aber preisgünstigen Stoff für meinen ersten Blazer.
Das Futter ist ein Fundstück vom Tauschtisch in Köln. Roter Stretchflutsch, die Farbe gibt den weihnachtlichen Touch.
Vielen Dank an die unbekannte Spenderin.


Passend zum Blazer hatte ich eine Pantalon Bruges von Orageuse Patterns geplant. Der Seitenstreifen sollte aus dem Stoff, den ich für mein Oberteil gewählt habe sein.
Im Moment tendiere ich dazu die Hose nicht zu nähen.
Erstens habe ich schon eine Bruges aus genau dem schwarzen Wollflanell, nur ohne Streifen. Und zweitens bin ich mir nicht so sicher, ob mir die Stoffkombination gefällt.
Mal schauen, wie sich das bis zum Finale entwickelt.


Nachdem ich gesehen habe, wie weit viele Mitnäherinnen schon sind, habe ich schnell meine Agate von Named Patterns genäht.


Das Material gehört in die Kategorie "und ewig grüßt das Murmeltier. Es ist eine stretchige Spitze, die ich bei jedem Sewalong als möglichen Stoff gezeigt habe.
Die Spitze liegt hier seit wahrscheinlich 5 Jahren, ich habe sie gekauft als Marc Aurel noch einen Sonderverkauf in der Fabrik in Gütersloh hatte.
Die Brennprobe sagt, dass es sich um Zellulosefasern handelt also Baumwolle oder Viskose oder beides.
So habe ich mit Agate und der Bruges ohne Zierstreifen auf jeden Fall eine Weihnachtsgarderobe.
Vielleicht klappt es mit dem Blazer auch noch.
Bei Gastgeberin Nina ist ja auch noch nicht abschließend geklärt, welches Kleid sie zum Fest trägt.

Nachtrag:
Ein Hoch auf die Nähgemeinde , Küstensocke hat in ihrem Kommentar den genialsten Vorschlag überhaupt gemacht.
Ich lasse die Taschen weg. Zu groß ist meine Angst, die nicht ordentlich hinzubekommen. Der Stoff ist nämlich wunderbar weich und gefühlig, nur eben auch elastisch. Da graut es mir den zu exakten Streifen und Patten zu verarbeiten. Ich glaube eigentlich, dass das unmöglich ist.
Richtig viel praktischen Nutzen haben die Taschen ja nicht, meine Taschentücher, Schlüssel etc. kann ich in der Hose verstauen.
Danke, danke, danke Küstensocke.
Finale im Blazer, juchhu


Mittwoch, 13. Dezember 2017

MMM 13.Dezember 2017-Ich habe einen Pullover fertigbekommen





 Als es am Sonntag mal 10 Minuten hell genug für Fotos war, habe ich schnell meinen größten Erfolg in diesem Jahr festhalten lassen.
Mir ist es tatsächlich gelungen einen Pullover fertig zu stricken.
Er passt, gefällt mir und ich ziehe ihn tatsächlich gerne an.


Es ist ein einfacher Raglanpullover, von unten gestrickt ohne Anleitung.
Das Garn ist Drops Kid Silk in rot, da das rot zu kirschig für mich war habe ich ITO Niji in der Farbe "Shades of Orange" mitlaufen lassen.
Meine Strickpläne sind in der Regel deutlich ambitionierter als die tatsächliche Umsetzung.
Das Mohairgarn lagerte hier seit dem jährlichen Drops Sale im Mai 2016.
Zum Teil lag das an der nicht optimalen Farbe und eben an meiner Strickunentschiedenheit.


Das ITO Garn, dass ich verarbeitet habe finde ich ziemlich klasse. Obwohl es sehr, sehr dünn ist, verleiht es dem kalten, kirschigem rot einen warmen Ton. Zusätzlich gibt es dem weichem Mohairgarn eine erstaunliche Stabilität.

Eine der Dinge, die ich am Winter überhaupt nicht mag, ist das Rumschleppen schwerer Kleidung.
So ein Flauschepulli aus Mohair ist wunderbar warm und sehr leicht. Das macht diese ungeliebte Jahreszeit ein wenig erträglicher.


Wenn es im Januar beim MMM um den Liebling 2017 geht gehört die Sorell von Pauline Alice bei mir zu den ganz heißen Kandidatinnen.
Den Schnitt habe ich aus allen möglichen Stoffen genäht.
Sorell passt gut und ich gefalle mir sehr darin.
Diese ist ein experimentelles Modell aus einem wattierten Steppstoff vom Stoffschrottplatz in Münster.


Die Sorell folgt auch wieder dem Prinzip leicht und warm. Sicherlich ist der Stoff eigentlich für Einen Manteloder eine Jacke gedacht, nur mag ich meine Beine auch gerne warm haben.
Eingeweiht wurde sie beim Sonntagsspaziergang im Schneesturm.
Ich freue mich darauf bei meinen kommenden Verabredungen zum Glühweintrinken auf dem Weihnachtsmarkt immer muckelig eingepackt zu sein.
Hoffentlich kommt meine Nähmaschine bald aus der Reparatur zurück, dann bekommt die Hose auch einen Knopf und muss nicht mehr mit einer Sicherheitsnadel verschlossen werden.
Den Bund habe ich aus Softshell genäht, damit er nicht so voluminös ist.
Da hat sich meine Reservemaschine leider schon beim Annähen unkooperativ verhalten, darum habe ich das Knopfloch auf dem Klebestoff lieber nicht versucht.


Beim Me Made Mittwoch ist Nina/Kleidermanie heute Gastgeberin. Ihre zeitlos elegante Kombination aus Rock und Wickelteil hätte ich auch gerne in meinem Kleiderschrank.

Montag, 20. November 2017

WKSA 1- Wir haben so viele Ideen




Ich bin beseelt zurück aus Köln vom Bloggerinnentreffen und jetzt kommt, mit ein wenig Verspätung, meine Planung zum WKSA 2017.
Beim MMM haben sich schon über 50 Teilnehmerinnen versammelt, die ihre Festtagskleidung vorstellen. So viele spannende Projekte, das macht viel Freude , sich durchzuklicken.

Mir fehlt häufig der lange Atem, der für einen Sewalong über mehrere Wochen notwendig ist. Außerdem neige ich dazu, Projekte spontan zu ändern, weil mir meine neue Idee noch besser gefällt.
Als Mitveranstalterin geht das natürlich nicht, also habe ich nach einem Projekt gesucht, das auch einen langen Atem braucht.

Die Wahl fiel auf einen klassischen Blazer.
Einerseits hat es in letzter Zeit immer mal Momente gegeben, da hätte ich gerne einen Blazer angezogen und zusätzlich ist ein Blazer ein klassisches Werkstück mit Techniken, die ich gerne üben möchte.
Einen Reverskragen habe ich schon das ein oder andere Mal genäht, mehr Praxis schadet aber nie.
Pattentaschen habe ich auch schon gemacht, davor habe ich aber immer wieder Respekt. Schlitze in Mäntel oder Jacken vermeide ich üblicherweise, einfach weil ich sie nicht gut kann.
Ich habe aber festgestellt, dass viele vermeintliche Hürden kleiner werden, wenn ich sie immer wieder übe.
Darum stelle ich mich mit dem Blazer einigen meiner Herausforderungen.
Als Schnitt werde ich das Saler Jacket von Pauline Alice verwenden. Die Schnitte von Pauline Alice sind sehr gut gemacht und passen mir in der Regel, schließlich ist ein Jacket so komplex, da möchte ich nicht noch lange an der Passform herumdoktern müssen.


Zu dem Blazer werde ich eine Hose und ein Oberteil nähen. 
Die Hose wird Bruges von Orageuse, Probehose habe ich schon genäht, getragen und für gut befunden.



Als Oberteil habe ich eine abgewandelte Agate von Named Clothing geplant.
Mit Agate ging es mir so, wie es mir immer wieder mit den Schnitten von Named geht. Ich fand das Kleid eigentlich potthäßlich, aber es kreiste immer in meinem Kopf herum.
Ich habe es schließlich genäht, ein wenig modifiziert, um es meinen Bedürfnissen anzupassen und jetzt finde ich den Schnitt richtig klasse.
Die Inspirationen für mein Weihnachtsagate kommen vom dasbürofürschönedinge und aus meinem Vietnamurlaub.
Beim letzten Nähkränzchen hat sich dasbürofürschönedinge eine atemberaubende Agate aus schwarzen Wollstoff genäht.
Das weckt Begehrlichkeiten, so ein schönmachendes Kleid wollte ich unbedingt auch.
Ein relativ langes Kleid mit schmalem Rock entspricht natürlich nicht meinem Wunsch nach Bewegungsfreiheit. Ich trage zwar gerne ein Kleid über der Hose, aber ob diese Form wirklich gut aussieht, da bin ich nicht sicher.
Darum wird meine Agate hohe Schlitze ab der Taille in den Seitennähten haben. Das habe ich mir beim Ao Dai, der Nationalkleidung Vietnams abgeguckt.
Der Ao Dai, übersetzt langes Oberteil, ist eigentlich ein Unisex Kleidungsstück. Ich erinnere mich aber nur an Frauen, die einen Ao Dai getragen haben.
Das sah sehr elegant aus.
Für meine vietnamesische Agate habe ich auch schon ein Probeteil genäht, in Köln ausgeführt und bin ebenfalls zufrieden.
Ich denke damit habe ich genug Futter, um den Sewalong zu füllen.
Nächsten Sonntag geht es dann weiter mit der Stoffwahl.






Mittwoch, 15. November 2017

MMM 15.November 2017- Alexandria von Named und Jane von Seamwork



Die Bilder für den Blog lasse ich von meinem Mann machen, mein liebster Hintergrund ist die Mauer gegenüber.
Die neuen Nachbarn haben ihr Haus in einem grau streichen lassen, das die meisten Farben wunderbar leuchten lässt.
In der dunklen Jahreszeit gibt es dann nur das Wochenende als Zeitfenster für die Fotos. Manchmal nervt es mich schon so weit im Voraus entscheiden zu müssen, was ich am kommenden Mittwoch zeigen möchte.


Letztes Wochenende war es hier kalt, nass und novembergrau, darum habe ich mich entschieden heute meine Hauskleidung vorzustellen.
Die Hose ist die Alexandria Peg Trousers von Named Clothing, das Oberteil Jane ist ein T Shirt aus dem Seamwork Magazine.
Beide Schnitte habe ich nach meinen persönlichen Wünschen verändert. Die Tatsache, dass ich mir immer wieder meine Wunschkleidung herstellen kann, macht mich immer wieder sehr glücklich.
Ich möchte mir die anstrengende und wahrscheinlich ergebnislose Suche nach einer schwarzen Hose mit weitem Bein aus kuscheligem Sweatshirtstoff nicht ausmalen.


Eine Alexandria aus richtig fettem Sweatshirtstoff wollte ich mir schon seit längerer Zeit nähen. Es dauerte einige Wochen, bis ich den Stoff endlich bekommen habe.
Eigentlich ist es eine Standardqualität, die im örtlichen Stoffhandel zu bekommen ist, nur schwarz war über Wochen nicht vorrätig.
Vor gut 3 Wochen konnte ich bei der  wöchentlichen Kontrolle nach dem Wochenmarktbesuch aber endlich welchen ergattern.
Die Hose ist seitdem im Dauereinsatz, wenn ich mich abends zum fernsehen aufs Sofa fläze ziehe ich sie immer an.
Neben der Kuscheligkeit und dem Wohlfühlfaktor schätze ich es sehr, dass ich in dieser Alexandria jederzeit vor die Tür gehen kann.


Ich habe , wie fast immer, die Beine weiter gemacht. Verlängert sind sie sowieso und den Bund schneide ich sehr viel breiter als eigentlich im Schnitt vorgesehen.
So sitzt die Hose kurz unterhalb der Taille, da krabbelt mein Unterziehshirt nicht hinten raus und ich bekomme keine kalten Nierchen.

Ich teste immer wieder gerne Schnitte für ganz geradlinige Oberteile. Da kommt es , meiner Meinung nach, auf kleine Abweichungen in der Linienführung an , die dann den Unterschied zwischen Top oder Flop ausmachen.
Grundsätzlich haben mir die Proportionen von Jane gut gefallen, ich habe einige Änderungen vorgenommen, um mir den Schnitt zu eigen zu machen.



Lange Ärmel, das furchtbar enge Bündchen am Hals habe ich weggelassen und einen schmalen Saum genäht. Den schnitt habe ich von den Schultern in XS zu Größe M nach unten auslaufen lassen.
Jane ist wieder ein Upcycling Projekt aus einem Herrenpullover aus sehr schöner Merinowolle aus dem Second Hand Laden.
Ob wohl der ursprüngliche Pulli sehr üppig war, reichte das Material an den Ärmeln nicht. Darum hat meine Jane naturfarbene Ärmelbündchen und hinten am Arm schmale naturfarbene  Einsätze.
Die passen gut zu meinem Anstandsband aus Baumwollspitze.


Mit BH´s geht es mir wie mit hochhackigen Schuhen, ich finde die sehr schön aber leider furchtbar unbequem.
Und nein es liegt nicht daran, dass ich nicht die richtige Größe gefunden habe. Ich mag auch keine Unterhemden mit Spaghettiträgern, weil mich die schmalen Träger in den Wahnsinn treiben.
Also suche ich nach kreativen Lösungen, die mir die Unannehmlichkeiten des BH-Tragens ersparen.
Das applizierte Spitzenband gefällt mir ganz gut.
Und jetzt ab zu Me Made Mittwoch heute mit der entzückenden Zuzsa als Gastbloggerin.

Mittwoch, 8. November 2017

MMM 8.November 2017- Yona Wrap Coat von Named




Den Yona Wrap Coat von Named hatte ich schon mal genäht. Den Schnitt finde ich toll, darum stand schon lange eine zweite Version aus schlichtem Stoff auf meiner Wunschliste. 
Für das Nähkränzchen am Reformationstag war der Mantel, obwohl ich finde es ist eigentlich eine Jacke, ein perfektes Projekt.


Ich hatte alles vorbildlich vorbereitet :
zugeschnitten, Einlage aufgebügelt, Futter zusammengenäht, Taschen fertiggestellt.
Yona hat keine Verschlüsse, keinen Schlitz ist also wirklich schnell und einfach zu nähen.
Leider habe ich in der Überzeugung ein schnelles, einfaches Projekt zu nähen totalen Quatsch mit dem Kragen gemacht.
Auftrennen braucht doch seine Zeit, so konnte ich leider nicht in meiner neuen Jacke nach Hause fahren.


Meine Yona ist aus einem monsterdickem Strick genäht, die Oberfläche hat eine Struktur ähnlich wie Persianermäntel.
Den Schnitt finde ich wirklich toll, nur würde ich um den Po herum gerne ein bisschen mehr Luft haben.
Der Stoff war ziemlich knapp bemessen, ich hatte nur noch ein Reststück von 1, 80 m bekommen.
Da konnte ich nur wenig dazugeben.
Den Gürtel musste ich schmaler zuschneiden und auch aus 3 Teilen zusammensetzen.


Besonders stolz bin ich auf die Taschen. Ich habe bei gefütterten aufgesetzten Taschen oft das Problem, dass das Futter an den Rändern rauskrabbelt.
Meiner ersten Yona hatte ich deshalb Pattentaschen gegönnt. Hier hat es richtig gut geklappt.


Die Hose ist meine Variante mit weitem Bein von der Tessa Jeans von Seamwork, hier habe ich  den Schnitt genauer vorgestellt, der Pulli ist gekauft.
Für nicht so kalte Tage ist Yona eine Jacke, die sich zu vielem kombinieren lässt und eigentlich einfach zu nähen ist.
Ich hätte sie gerne noch aus einem helleren Stoff und mit etwas mehr Raum für den Hintern.


Mit meinem Mantel/Jacke geselle ich mich zu den gutgekleideten, selbstbenähten Frauen , die sich jeden Mittwoch auf dem MMM-Blog treffen.
Sybille hat einen Hammermantel genäht, unbedingt vorbei schauen.