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Mittwoch, 8. November 2017

MMM 8.November 2017- Yona Wrap Coat von Named




Den Yona Wrap Coat von Named hatte ich schon mal genäht. Den Schnitt finde ich toll, darum stand schon lange eine zweite Version aus schlichtem Stoff auf meiner Wunschliste. 
Für das Nähkränzchen am Reformationstag war der Mantel, obwohl ich finde es ist eigentlich eine Jacke, ein perfektes Projekt.


Ich hatte alles vorbildlich vorbereitet :
zugeschnitten, Einlage aufgebügelt, Futter zusammengenäht, Taschen fertiggestellt.
Yona hat keine Verschlüsse, keinen Schlitz ist also wirklich schnell und einfach zu nähen.
Leider habe ich in der Überzeugung ein schnelles, einfaches Projekt zu nähen totalen Quatsch mit dem Kragen gemacht.
Auftrennen braucht doch seine Zeit, so konnte ich leider nicht in meiner neuen Jacke nach Hause fahren.


Meine Yona ist aus einem monsterdickem Strick genäht, die Oberfläche hat eine Struktur ähnlich wie Persianermäntel.
Den Schnitt finde ich wirklich toll, nur würde ich um den Po herum gerne ein bisschen mehr Luft haben.
Der Stoff war ziemlich knapp bemessen, ich hatte nur noch ein Reststück von 1, 80 m bekommen.
Da konnte ich nur wenig dazugeben.
Den Gürtel musste ich schmaler zuschneiden und auch aus 3 Teilen zusammensetzen.


Besonders stolz bin ich auf die Taschen. Ich habe bei gefütterten aufgesetzten Taschen oft das Problem, dass das Futter an den Rändern rauskrabbelt.
Meiner ersten Yona hatte ich deshalb Pattentaschen gegönnt. Hier hat es richtig gut geklappt.


Die Hose ist meine Variante mit weitem Bein von der Tessa Jeans von Seamwork, hier habe ich  den Schnitt genauer vorgestellt, der Pulli ist gekauft.
Für nicht so kalte Tage ist Yona eine Jacke, die sich zu vielem kombinieren lässt und eigentlich einfach zu nähen ist.
Ich hätte sie gerne noch aus einem helleren Stoff und mit etwas mehr Raum für den Hintern.


Mit meinem Mantel/Jacke geselle ich mich zu den gutgekleideten, selbstbenähten Frauen , die sich jeden Mittwoch auf dem MMM-Blog treffen.
Sybille hat einen Hammermantel genäht, unbedingt vorbei schauen.

Mittwoch, 6. September 2017

MMM 6.September 2017-Sorell/Flint mit Moana von Papercut



Die Sommerpause beim Me Made Mittwoch ist vorbei, der wöchentliche Laufsteg für handgemachte Kleidung ist wieder eröffnet.
Mein größtes Ereignis in diesem Sommer war der  Abiball meines jüngsten Sohnes. Ich bin fertig mit Schule.
Nachdem ich jetzt 5 Jungs bis zum Abitur begleitet habe ein Grund richtig zu feiern.



So ein Fest ist auch ein toller Anlass, sich erinnerungswürdige Kleidung zu nähen. Schon letztes Jahr entstand die Idee als erweiterte Familie in einem Waxprintensemble zum Ball zu gehen.
Dem Abiturienten ist Kleidung ziemlich egal, feinen Zwirn hätte er zwar angezogen, das wäre aber ein Zugeständnis an die Konventionen gewesen.
Meine Waxprintstoffe mochte er aber immer gerne, ich hatte ihm schonmal eine Waxprintose für ein Festival genäht.
Auch seine Freundin M., die mit uns gefeiert hat, war von der Idee begeistert.
M., A. und ich haben uns bei Middlesex Textiles jeweils einen Stoff ausgesucht und die Garderobe geplant.


M. trägt einen Maxirock nach Zinnia von Colette, den ich genäht habe.
Der Anzug von A. ist ein Gemeinschaftswerk nach einem Vogue Schnitt. Die Hose ist von mir und mein Liebster wollte immer schon mal ein Jackett nähen.
B. trägt eine Waxprinthose aus seinem Bestand.
Wir hatten einen wunderbaren Abend und haben für unsere Garderobe viele Komplimente bekommen.
Insgesamt war dieser Abiball kleidungstechnisch eine bunte Mischung. Da war von rauschenden Roben bis hin zu Jeans mit T-Shirt alles vertreten.



Zur Zeit nähe und trage ich gerne Hosen, darum wusste ich schnell, dass ich mir für den Abiball auch eine Hose nähen werde.
Damit es ein bisschen festlicher wird hat sie exaltiert weite Beine bekommen, ein Maxihosenrock sozusagen.

 


Die Hose ist eine Mischung aus der Sorell von Pauline Alice und der Flint von Megan Nielsen.
Obenrum habe ich die Sorell genäht, weil sie so wunderbar sitzt und total gemütlich ist.
Die Sorell hat außerdem einen "normalen" Hosenverschluß mit einem richtigen Reißverschluss in der vorderen Mitte.
Die Verschlußlösung mit den überlappenden Taschen bei der Flint überzeugt mich nicht.
Aber die Beine hatten genau die richtige Form , so habe ich beide Schnitte vereint und die Beine verlängert.
Üppig verlängert, für den Alltagsgebrauch müsste ich die Hose noch ein wenig kürzen.
Sonst bleibe ich in den Säumen hängen und liege auf der Nase.



Mein Oberteil ist ein bewährter und geliebter Schnitt, das Moana von Papercut Patterns.
Genäht aus schwarzer Baumwolle mit Elasthananteil, wenn die Temperaturen es zuließen, habe ich das Top auch ohne Ball gerne getragen.

Jetzt verabschiede ich mich noch mit einem Mutterstolzbild.


A. auf der Bühne mit seinem Abschiedsolo zu "Summertime", einem meiner liebsten Jazzstandards.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Blumen MMM - Colette Zinnia aus Waxprint



Mit den Röcken bin ich nicht so gut befreundet.
Letztlich stellt sich immer wieder heraus, das irgendetwas nicht richtig gut ist. So hängen die wenigen Röcke, die ich genäht habe eigentlich hauptsächlich im Schrank.

Irgendwie lässt es mich aber doch nicht los, so probiere ich es immer mal wieder aufs Neue.

 
Zinnia von Colette hat mir immer gut gefallen. Es ist schon einige Zeit her, dass der Schnitt erschienen ist.
Da hat er schlechte Kritiken bekommen. So ein Rock sei zu einfach, von Colette würde mehr Raffinesse erwartet. Ausserdem sei die PDF unkomfortabel zu nutzen.
Merkwürdigerweise hat das bewirkt, dass es mich lange davon abgehalten hat den Rock zu nähen.


Ich habe ein Seamwork Abo, unter anderem weil ich eine Firma wie Colette gerne unterstütze.
Deren Konzept hat sich geändert, ich erwerbe mit dem Abo jeden Monat Credits, die ich auch für Colette Schnitte einsetzen kann.
Da habe ich mir dann endlich Zinnia gegönnt.


Ich mag den Schnitt sehr und kann das Genöle über den Schnitt nicht nachvollziehen.
Diesen Zinnia habe ich aus einem frisch erworbenen Waxprint genäht.
In diesem Sommer bin ich durch mit Schule, dann habe ich 5 Kinder durchs Abitur gebracht.
Beim letzten Abiball wollen wir es nochmal richtig krachen lassen.
Geplant ist ein Familienauftritt komplett in Waxprint, dafür haben wir nochmal ordentlich eingekauft.


Waxprint kommt ja in 6 Yard Einheiten, da ist genug da, um vorab schonmal einen Rock zu nähen.
Dieser Waxprint hat ziemlich viel Stand, eingebauter Petticoat sozusagen.
Ich werde den Rock auf jeden Fall nochmal in einem fliessenden Stoff nähen, das stelle ich mir auch sehr schön vor.


Und jetzt ab damit zum Me Made Mittwoch mit dem Motto Blumen.

Mittwoch, 2. März 2016

MMM am 2.3.2016-Thurlow Trousers mit Astoria




Jahrelang habe ich eine hellgraue Hose gesucht.
Die ein oder andere habe ich mir auch gekauft, um festzustellen, dass ich sie nach kurze Zeit wieder ausziehe.
Ohne  benenne zu können warum, finde ich hellgraue Hosen schwierig.
Im Gegensatz zu weißen, sandfarbenenen oder anderen hellen Hosen, neigen sie viel mehr zum Schlafanzughosen-Look.
Jetzt habe ich mir eine genäht und bin zuversichtlich, dass sie getragen wird.
Es ist eine Thurlow von Sewaholic, ein bewährter und geliebter Schnitt für mich .


Der Schlüssel zum Erfolg ist der Stoff, ein stabiles Gewebe mit unbekannter Zusammensetzung. Die Fühl- und Brennprobe zeigt einen hohen Baumwollanteil an. Es muss aber noch Plastik enthalten sein, da das Material dehnbar ist und überhaupt nicht knittert.
Ansonsten hat der Stoff Ähnlichkeit mit Seersucker, nur das er total viel dicker ist. Ich könnte mir vorstellen, dass er sich auch gut zu einer Frühlingsjacke vernähen liesße.
Dazu trage ich einen Astoria Sweater von Seamwork in Größe XL.
Der Astoria ist eigentlich als kurzer schmaler Pulli konstruiert, funktioniert aber als Oversize Pulli auch sehr gut.
Ich habe statt des Taillenbündchens unten gesäumt und Astoria einen weiten hohen Kragen gegönnt.
Was wärmendes am Hals finde ich klasse, hier mag ich, dass mir der hohe halsferne Kragen noch Luft zum Atmen lässt.
Genäht ist Astoria aus einem Salz und Pfeffer Wollstrick.


Mit diesem Ensemble begebe ich mich jetzt auf den MMM-Laufsteg, dem wöchentlichen Treffen maßgeschneiderter Kleidung, präsentiert an echten Menschen.
Gastgeberin Monika trägt heute auch hell. Ein Kleid nach ihrem Schnitt steht ebenfalls auf meiner Nähliste.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

MMM 28.Oktober 2015 Wren von Colette



Schwarze Kleider bei künstlichem Licht zu fotografieren ist eigentlich Quatsch.
Ich habe verschiedene Möglichkeiten der Bearbeitung gewählt, das Kleid ist aber trotzdem nicht gut zu erkennen.
Ich möchte es aber trotzdem heute zeigen, weil ich seitdem ich es genäht habe immerzu trage.
Der Schnitt ist Wren von Colette, letzte Woche gerade neu erschienen.



Wren hat ein Wickeloberteil mit einem breiten Band im Ausschnitt. Das Band wird an den Schulternnähten gekräuselt.
Ein schönes Detail ist die Tatsache, dass das Band so zugeschnitten wird, das der Fadenlauf im Ausschnitt gerade verläuft. So verzieht sich die Kante beim Säumen nicht.
Der Schnitt beinhaltet 2 verschiedenen Röcke, entweder den 6 Bahnenrock, für den ich mich entschieden habe,  oder einen weiteren gekräuselten Rock.
Wren kann ärmellos oder mit kurzemArm genäht werden, noch gibt es als Bonus einen langen Ärmel als extra Schnittteil dazu.
Der Schnitt wird empfohlen sich für Jersey- und Strickstoffe.



Mein Kleid ist aus einem schwarzen Wollstoff mit ganz hohem Stretchanteil genäht. Ich habe eine Probe mit Viskosejersey gemacht, da ich von Anfang an die Idee hatte das Kleid aus einem elastischem Webstoff zu nähen.
Bei Schnitten, die für Jerseystoffe entworfen sind, kann das kritisch sein, weil nicht genügend Bequemlichkeitszugabe enthalten sein könnte.
Wren kommt völlig ohne Abnäher aus, da braucht es einiges an Elasthizität, damit keine Presswurst entsteht.
Ich könnte mir vorstellen, das sich zum Beispiel Baumwollstoffe mit Stretch nicht eignen, einfach weil Baumwolle weniger nachgiebig ist als Wolle.
Ansonsten habe ich die für mich üblichen Änderungen vorgenommen, also Oberteil und Rock gekürzt.
Mit den im Schnitt enthaltenen Ärmeln war ich nicht hundertprozentig zufrieden.
Darum habe ich die Armauschnitte und die Ärmel vom Dakota genommen, die sitzen bei mir gut.


Mit dem Kleid bin ich, wie gesagt, sehr glücklich. Ich finde es sehr vielseitig, da es sich mit bequemen Turnschuhen wunderbar tragen lässt. Somit ist es ein echtes Alltagskleid, sollte mir danach sein kann ich Wren natürlich auch schick machen.
Der Stoff ist ein echter Glücksgriff, hammerbequem, knittert nicht und ganz klasse bei schwarz, er sammelt auch nicht alle Fusseln ein.
Danke an meine Nähfreundinnen, die mir zugeraten haben den Schnitt zu kaufen. Ich war ja erst ein wenig unschlüssig, ob ich wirklich noch einen neuen Kleiderschnitt brauche.
Wren könnte sich zu einem Arbeitstier in meiner Garderobe entwickeln, die nächste Version in pink ist schon in Planung.
Vielleicht lässt sich pink auch besser fotografieren als schwarz.
Dann könnte ich aussagekräftigere Bilder zeigen.


 Beim Me Made Mittwoch begrüßt uns heute Meike, die auch einen neuen Kleiderschnitt genäht hat und ebenfalls ganz glücklich damit ist.
Wickelkleider und Abwandlungen davon sind einfach klasse.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

MMM 7.Oktober - Moji von Seamwork mit Burda Bluse



Wer Anfang Oktober rumtrödelt, muss die Fotos für den Me Made Mittwoch dann drinnen machen.
Gestern war es hier so herrlich warm, dass es sich einfach nicht nach kurzen Tagen anfühlte.
Gut, dass in meinem Nähzimmer eine Baustellenlampe steht, da lassen sich zur Not auch akzeptable Drinnenbilder machen.


Ich habe mir eine Moji aus der September Ausgabe von Seamwork genäht. Eigentlich hat mir die Hose nicht besonders gefallen, erst Julias Modell hat mich motiviert den Schnitt doch zu nähen.
Ich finde die Hosenbeine fallen sehr schön, da ist genau das Maß an getroffen, das ich gerne mag.
Locker aber nicht bollerig.
Auch die Hosenaufschläge mag ich sehr, das macht die Hose "offizieller", so dass Moji mehr ist als eine bequeme Rumlümmelhose.


Bei den Taschen war ich skeptisch, auf dem Bild in der Seamwork haben sie mir nicht gefallen. Nachdem ich mir den Schnitt genauer angesehen habe, wuchsen meine Vorbehalte.
Die Taschen sind gedoppelt, meine Befürchtung war, dass das insgesamt zu massiv wird.
Bei meinem Probemodell habe ich die Taschen weggelassen.
Dasfand ich dann doch irgendwie nackt in der Vorderansicht. Also habe ich ihnen eine Chance gegeben und finde sie wirklich schön.
Taschen an Kleidungsstücken sind ja sowieso sehr praktisch, hier geben sie der Hose aber auch eine schöne Struktur.


Wenn ich jetzt noch rauskriege, wie ich einen schönen Gummizugbund hinbekomme, wäre die nächste Moji perfekt.
Die vorgesehene Lösung mit einem Bindeband habe ich gleich verworfen, weil ich es unbequem finde.
Hier habe ich ein breites Gummi eingezogen.
Ihr könnt es zwar nicht sehen, aber es sieht nicht richtig toll aus. Vielleicht braucht es noch mehr Steppnähte am Bund oder eventuell 2 Tunnel mit schmalerem Gummi.
So lange das Oberteil den Bund verdeckt , bin ich aber sehr zufrieden mit meiner Moji.



Das Oberteil ist aus einer betagten Burda, leider weiß ich nicht mehr aus welcher Ausgabe genau. Die Bluse habe ich schon einige Jahre.

 Beim Me Made Mittwoch, dem wöchentlichen Laufsteg für selbstgenähte Kleidung, begrüßt uns heute Katharina in ihrem geplantem Lieblingskleid.

Freitag, 14. August 2015

Mein Sommerhit-Mojave von Seamwork



Am Anfang jeden Monats warte ich gespannt auf die neue Seamwork Ausgabe.
In der Regel ist immer mindestens ein Schnitt enthalten, der mir gut gefällt.
Die August Ausgabe enthielt diesen Kleiderschnitt und einen retro angehauchten Bikini, den Julia genäht und für gut befunden  hat.
Wie Wiebke gefallen mir Hängerchen richtig gut. Allerdings ist es schwierig Schnitte zu finden, die nicht zu kindlich sind.
Ein weiteres Manko ist, dass die weiten Kleider oft keine Linien haben und einfach nur formlose Säcke sind.



 Da ich mit den Seamwork Schnitten gute Erfahrungen gemacht habe, habe ich den Schnitt ausgedruckt und zuversichtlich in meinen Ozelot Stoff geschnitten.
Das Ergebnis war nicht optimal, der Schnitt fällt sehr groß, wirklich sehr groß aus.
Der Vorteil des Selbernähens ist aber, dass ich mich damit nicht abfinden muss. So habe ich das Kleid beherzt verkleinert.
Die Schulternähte habe ich ein ordentliches Stück nach unten versetzt, bestimmt 5cm und an den Seitennähten habe ich auch nochmal gut 2 cm weggenommen.
Für so eine radikale und nicht regelgerechte Verkleinerungsaktion sitzt das Kleid immer noch ganz gut.



 Wenn auch nicht besonders sichtbar, hatten sich die Proportionen aber doch ein wenig verschoben.
Darum habe ich den Schnitt ein weiteres Mal auf  90% ausgedruckt und ein weiteres Probekleid genäht.
Diesmal aus einem dünnen Baumwolldruck vom Maybachufer-Markt.
Hat gut geklappt, so dass ich mir nach der verkleinerten Vorlage mein Geburtstagskleid nähen konnte.



Dieser schöne Seidendruck lagert schon einige Jahre bei mir. Es ist mir schwer gefallen einen Schnitt für den Stoff zu finden, weil der Stoff große Querstreifen hat.
Neben der Vorstellung eine ordentliche Musteranpassung bei dem superflutschigen Stoff vorzunehmen, wollte ich auch kein Kleid mit durchlaufendem Streifenmuster haben.
So blieb der Stoff lange im Schrank liegen.


Mojave hat ein durchgehendes Rückenteil ohne Abnäher und mit angeschnittenem Arm.
Vorne gibt es 2 Seitenbahnen, ein gekräuseltes Mittelteil und eine Passe, die gedoppelt wird.
Ich finde das eine clevere, schön zu nähende Konstruktion.
Die gedoppelte Passe sorgt für eine schöne Ausschnittverabeitung.
Weil nur im Mittelteil gekräuselt wird entsteht eine angenehm schwingende Weite. Trotzdem hat das Kleid immer noch eine schöne Linie.



In meinem Seiden-Wüsten-Kleid habe ich letzte Woche ein wunderbares Geburtstagsfest gefeiert. Nach dem großen Fest letztes Jahr habe ich mich zu einem schönen Essen mit 5 Frauen getroffen und ausnehmend gut gekleidet einen wunderbaren Abend verbracht.

Mittwoch, 3. Juni 2015

MMM 18- Adelaide von Seamwork



Um für das vorhergesagte Wetter am Wochenende vorbereitet zu sein, hab ich mir ein luftiges ärmelloses Kleid genäht.
Zur Arbeit werde ich es heute leider noch nicht tragen können, da es hier immer noch nicht warm genug ist dafür.
Der Schnitt ist aus der Mai-Ausgabe von Seamwork, das Kleid Adelaide.


Genäht habe ich Größe 2 ohne Änderungen, nur habe ich keine Druckknöpfe verwendet, sondern ganz normale Knöpfe mit Knopflöchern genäht.


Ich hatte perfekt passende Knöpfe hier liegen, da wäre es ja Quatsch, Geld für 13 Druckknöpfe auszugeben.

Grundsätzlich bin ich mit dem Kleid sehr zufrieden. Lediglich am Ausschnitt werde ich beim nächsten Modell einen kleinen Keil herausfalten, da im Oberteil zu viel Stoff ist.


Das Seamwork Magazin von Colette habe ich seit April diesen Jahres abonniert. Nach dem Start im Dezember 2014 habe ich erstmal abgewartet und mir die ersten Ausgaben angesehen.
Seamwork erscheint monatlich und beinhaltet 2 Schnitte und einen redaktionellen Teil zu einem gewählten Thema. Die aktuelle Juni Ausgabe widmet sich dem Thema Strick/Knit Issue.Die Schnitte sind in der Regel kleine Projekte, die sich in kurzer Nähzeit umsetzen lassen.
Mein Adelaide war da mit angegebenen 3 Stunden schon die Ausnahme. Ich bin mit den Schnitten, die ich bekomme sehr zufrieden. Die sind gut gemacht, passen mir ohne viel Gezappel.
Bis auf den Bolero, der in der Mai-Ausgabe war, habe ich alle genäht und einige Schnitte haben es auf meine Favoritenliste geschafft.
Für 3 Dollar pro Schnitt ist das eine gute Ausbeute. ich freue mich jeden Monat auf die neue Ausgabe, da ich dann immer neues Nähfutter bekomme.


Mein Adelaide habe ich gestern, nach Fertigstellung, auf Alltagstauglichkeit getestet. Wunderbar bequem, als Bonus kann ich noch vermerken, dass es sich auch gut unter einem Pullover macht.
Den brauchte ich am Abend leider wieder.




Ich plane natürlich die nächste Version, wahrscheinlich aus einem Waxprint. Der Schnitt bietet ja eine gute Grundlage für große, ausdrucksstarke Muster.

Beim Me Made Mittwoch, dem wöchentlichen Laufsteg für selbstgeschneiderte Kleidung an erwachsenen Menschen,begrüßt uns heute Dodo im Wickelkleid.


Sonntag, 31. Mai 2015

Fussa- Finale der Herzen-Nancy Botwin/Weeds- Ginger Jeans mit Savannah-Top



Heute habe ich es gerade noch geschafft meine Fussa-Kleidung kurz vorm Schließen der Linkliste bei Karin zu fotografieren.
Bisher war es so kalt, da hatte ich keine Lust im Trägerhemdchen draußen zu stehen. Aber hilft ja alles nichts, heute ist der letzte Tag an dem ich mich beim Finale der Herzen verlinken kann.


Mein Vorbild war Nancy Botwin aus der Serie Weeds. Auf meinem Pinterest Board habe ich einige Bilder gesammelt, die mein Stilvorbild ganz gut abbilden.

Eine typische Kombination für diese Figur, die in der Serie öfter zu sehen ist, sind Schlaghosen mit luftigen Oberteilen.
Auch Sandalen mit Keilabsatz sind häufig zu sehen und natürlich ein großer Becher mit geeistem Kaffee.
Sandalen und amerikanischer Kaffeebecher waren schon vorhanden.
Meine modifizierte Ginger Jeans war auch schon Anfang April fertig. In meinem 2. Fussa Beitrag habe ich sie genauer besprochen.


Eigentlich war der Löwenanteil der Arbeit schon vor fast 2 Monaten erledigt. Ich brauchte nur noch ein relativ einfaches Top zu nähen und hatte große Pläne, wie passende Strickjacken und einen luxuriösen Seiden-BH dazu zu nähen.
Entstanden ist "nur" das Top.
Savannah von Seamwork, dem neuen Online Magazine von der Colette Designerin Sarai Mitnick, ist ein schlichtes Top. Zugeschnitten im schrägen Fadenlauf, ohne Abnäher und mit Spaghettiträgern.
Grundsätzlich ist es auch nicht schwer zu nähen. Ich habe es in XS genäht und musste auch nichts ändern, ich habe es lediglich ca 5 cm gekürzt.


Ich habe nur lange mit der Versäuberung des Ausschnittes und der Platzierung der Träger herumexperimentiert.
Es liegen hier einige verbesserungswürdige Savannahs rum. Bei einigen habe ich den Träger schlicht an die falsche Stelle genäht. Bei anderen gefällt mir mein Abschluss am Ausschnitt mit Schrägband nicht so gut.
Arbeiten mit Schrägband ist bei mir leider immer ein Lotteriespiel, manchmal klappt es und manchmal eben nicht.
Da hilft wahrscheinlich nur üben, üben, üben.


Dann wurde es in meiner Findungsphase auch immer kälter, ich dachte ich würde überhaupt nie wieder ein Trägertop brauchen.
Eiserne Disziplin, mein Spass an Resteverwertung und Experimentierfreude haben dann doch noch dieses Savannah hervorgebracht.
Um nicht mehr mit fisseligen Versäuberungen rumzuärgern habe ich das Oberteil gedoppelt.

Aussen

Innen

Das Doppeln des Oberteils gefällt mir gut. Vor alle bei solchen zarten Stoffen, die ich hier verwendet habe, eignet es sich gut. Das das Hemdchen dann auch noch nicht mehr transparent ist, ist ein willkommener Zusatzeffekt.


Was den Fussa für mich so besonders gemacht hat, war die Verbindung von Nähen mit den fiktiven Stilvorbildern. Lauter besondere Frauen waren da versammelt, viele spannende Geschichten wurden erzählt.
Vielen Dank an Karin und Luzie für diese tolle Idee und an alle Teilnehmerinnen, die meine Fantasie beflügelt haben.

Und hier geht es zum Finale der Herzen.