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Mittwoch, 13. November 2013

MMM 83 Vogue 1068







Heute morgen begrüsse ich euch mit Eindrücken vom Siegfriedplatz hier in Bielefeld.
Der Siegfriedplatz, von Einheimischen "Siggi" genannt, wurde vom SZ Magazin geadelt und kam unter die Top 10 der schönsten Plätze Deutschlands.
Mit Frau DasBürofürschöneDinge, Frau Knopf und Mema habe ich dort das im März angedachte Bloggerinnentreffen hier am Teuto besprochen, mehr Info hier.
Das war gleichzeitig eine wunderbare Gelegenheit die MMM-Bilder mal vor einem anderen Hintergrund als dem sonst üblichen Apfelbaum im heimischen Garten zu machen.




Ich zeige eine Hose nach Vogue 1068, der Schnitt ist leider nicht mehr erhältlich und ein Oberteil aus der Knip vom Februar 2013.
Das Oberteil habe ich hier schon einmal gezeigt.



Die Hose ist bei diesem Schnitt eigentlich nur Beifang, als ich den Schnitt vor längere Zeit in einem der immer wieder auftauchenden Sales bestellte, war mein Kaufimpuls die Jacke.
Weil die Lieferung aus den USA manchmal ganz schön lange dauern kann, ist der Reiz die bestellten Schnitte zu nähen bei mir oft verschwunden.
So lagerte auch diese Vorlage unangetastet in meinem Schnitteschrank.




Ich hatte diesen wunderbaren klassischen Karo-Wollstoff entdeckt und mir war sofort klar, der möchte eine Sherlock Holmes Hose werden.
Also nicht vom Schnitt her, da müsste es eine Knickerbocker sein, sondern weil die Farbe und Muster im positiven Sinne altmodisch ist.
Mit Hosen bin ich nähtechnisch noch nicht besonders vertraut, da ist ein einfaches Modell mit 2 Abnähern am Po und einem verdeckten Reißverschluss an der Seite überschaubar.
Eigentlich gehört an die Hose noch eine Bundpasse. Die habe ich abtrennen müssen, da sie erstens zu eng war und der Schritt mit Passe auch zu hoch saß.


So sitzt die Hose von hinten nach 2 Tagen intensivem Tragens, etwas locker halt. Für mich ist das völlig in Ordnung, da ich fast nie Oberteile in die Hose stecke.
Ein Leitmotiv meiner Garderobe ist Bequemlichkeit, da ist mir eine Falte am Po lieber als zu enge Kleidung.




Um den Tragekomfort zu erhöhen, habe ich die Hose mit einem dünnen Baumwollbatist gefüttert.
Da krabbelt die Wolle nicht auf der Haut und die Hose ist auch wärmer. Ich besitze 2 gekaufte Wollhosen, die komplett mit Baumwolle gefüttert sind und die trage ich jeden Winter sehr häufig.
Da gibt es nicht das Gekruschel von Hosenbund, Strumpfhosenende und reingestecktem Unterhemd.


Weil ich mit dieser Hose lecker zufrieden bin, habe ich mir Thurlow von Sewaholic bestellt.
Da kann ich mich in Hosentaschen und verdecktem Reißverschluss üben.
Ganz viel wunderschöne selbstgenähte Kleidung ist heute wieder auf dem MMM-Blog zu bewundern.

Sonntag, 3. November 2013

Kostüm Sewalong Finale


Fertig!



Ein ganz großes Dankeschön an Cat, die den SewAlong initiiert und liebevoll begleitet hat und an Meike fürs Stellunghalten.
Angesteckt von Cats Begeisterung habe ich mich nach langem Abwägen durchgerungen am KSA teilzunehmen. Es macht halt Riesenspass in Gemeinschaft neue Projekte anzugehen.
Nur hier hat es mich nicht so richtig gepackt.
Mein Ergebnis fällt eher in die Kategorie Fleisspunkte sammeln und ist mitnichten ein geliebtes Ergebnis.
So ganz warm geworden bin ich mit der Idee eines Kostüms nicht und so habe ich eine Jacke und einen Rock aus dem gleichen Stoff genäht. Beide Teile würde ich außer für dieses Foto niemals zusammen anziehen.
Die Jacke hatte ich als Solistin ja schon hier und hier gezeigt. Gut, dass die so zügig genäht war, sonst hätte ich schon zu Beginn des KSA das Handtuch geschmissen.
Allerdings hat sich die Jacke im Alltag nicht bewährt. Abgesehen davon, dass ich einen Knopf versetzen müsste, damit  es vorne nicht so einen extravaganten Faltenwurf gibt, ist der Stoff einfach Mist. Schon auf dem Weg vom Bügelbrett zum Körper verknittert er entsetzlich.
Das macht einfach keinen Spass beim Tragen.
 


Das Knitterverhalten könnt ihr hier wunderbar am Rockbund sehen.
Der Rock ist ein Knipschnitt. Ich weiß nicht mehr aus welchem Heft , da der Rock ungefähr seit Beginn des KSA ungesäumt im Nähzimmer hing und ich inzwischen das Heft schon längst wieder weggeräumt hatte. Zum Säumen braucht ich das ja nicht mehr.
Insgesamt ist der Rock doch ansehnlicher geworden, als ich zwischendurch dachte. Wegen seiner Knitteranfälligkeit steht er allerdings schon in der Warteschlange zur Entsorgung.
Mit Röcken tue ich mich ja sowieso schwer, dass wurde mir hier wieder deutlich vor Augen geführt.
Ich finde es immer wieder schwierig Kombipartner zum Rock zu finden, da lobe ich mir das Kleid.
Ein Teil anziehen und ich bin komplett und passend bekleidet.



Zu Ende gebracht habe ich noch den geplanten Pullover. Genäht habe ich den Schnitt Nico von Named, ein neue unabhängiges Label aus Finnland.
Ich hatte zu Sicherheit ein Probeteil aus dünnerem Strick in Größe 36 genäht, das war deutlich zu eng.
Also habe ich den Schnitt noch mal eine Nummer größer abgenommen, da der himbeerfarbene Strick deutlich stabiler ist, als der Probestoff.
Zufrieden bin ich nicht, der Pullover ist sehr geräumig. Mir gefällt die Ärmellösung an dem Schnitt auch nicht. Es ist eine sehr steile Armkugel, ich könnte mir vorstellen, dass die Ärmel ähnlich wie bei einem Jackett sitzen sollen.
Für mich ist das nichts, es macht mir ein breites Kreuz und ist auch wenig bewegungsfreundlich, da bei Armhebungen der Rumpf des Pullis mit hochgezogen wird.
Also werde ich weiter nach dem optimalen Pulloverschnitt für mich Ausschau halten.
Der Vollständigkeit halber, meine zweite Jacke warte noch auf Motivation meinerseits, nach dem Misserfolg mit hellem schlammgrünem Stoff, konnte ich mich nicht überwinden an dunklem schlammbraunen Stoff weiterzunähen.
Genug gejammert, beim KSA -Finale sind wunderschöne gelungene Kostüme zu bewundern.
Wenn ich groß bin schaffe ich auch so eins.





Sonntag, 30. Juni 2013

Voll Knip

Jeden Monat kaufe ich mir die neue Knip im örtlichen Stoffgeschäft, dementsprechend besitze ich mittlerweile eine ansehnliche Sammlung dieser Zeitschrift. Aber, obwohl ich schon viele schöne Modelle an mitbloggenden  Hobbyscheiderinnen gesehen habe, habe ich selber eher sparsam daraus genäht.
Quatsch eigentlich, da mir die Schnitte gut passen. Gerade heute konnte ich wieder feststellen, welch ein Segen es ist zu wisssen, dass nur wenig Anpasserei nötig ist.
Hier liegt ein Simplicity-Kleid, da ist Hopfen und Malz verloren, das Oberteil ist für meine Körpermaße ungefähr 30 cm zu lang.
War wohl nichts mit einem schnellen Erfolgserlebnis.
Vor ungefähr 3 Wochen habe ich mir vorgenommen in nächster Zeit aus jeder meiner Knip's mindestens einen Schnitt zu nähen.
Wenn ich also demnächst ideenlos hier sitze, schnappe ich mir einfach eine Knip bei der der Schnittmusterbogen noch nicht gelöst ist und entscheide mich ratzfatz für einen Schnitt.
Hier meine Modelle aus dem Juli/Hose und Februar/Oberteil.






Den Pulli habe ich ohne Änderungen genäht, lediglich die Säume habe ich nicht mit Belegen versehen, sondern versäubert und knappkantig mit der Zwillingsnadel abgesteppt.
Der Stoff ist ein sehr dicker Interlockjersey aus Münster.
Der Hose habe ich noch Eingreiftaschen gegönnt, ansonsten passt der Schnitt 1 a. Genäht ist die Hose aus einem Baumwollstretch von Alfatex.
Beide Teile habe ich in der letzten kalten Sommerwoche gerne und häufig getragen und plane auch schon sie noch einmal aus anderen Stoffen zu nähen.
Für die Hose habe ich hier entzückenden Chambray liegen.

Sonntag, 9. Juni 2013

Freitagskleid am Sonntag




Das paradiesische Wetter der letzten Woche hat mir große Lust gemacht, mir ein neues Sommerkleid zu nähen.
Vorlage ist ein Knipschnitt aus der Ausgabe 3/2013, Jurk 10. Ein Shiftkleid mit französischen Abnähern.
Nach diesem Schnitt besitze ich bereits ein Kleid, hier beschrieben.
Das Seidenkleid habe ich am Donnerstag zu einem netten Nähbloggerinnentrefen mit Frau Knopf und Mema ausgeführt.
 Die Komplimente, die ich dabei für mein Kleid bekam haben mir  den Schnitt wieder ins Gedächtnis gerufen.
Auf dem Rückweg nach Hause schlenderte ich bei meterweise vorbei und zufällig lag dieser entzückende Schmetterlingsstoff in dem Bollerwagen mit den reduzierten Stoffen vor der Tür.
Mitgenommen, gewaschen, getrocknet und vernäht.
Der Stoff ist eine Baumwolle von Westfalenstoffe, die Stoffe von dieser Firma fühlen sich erstmal nicht besonders schön an, überzeugen dann aber in der Verarbeitung.
Nur vom Fühlen sind sie ein wenig zu steif und auch nicht besonders glatt, so dass ich beim Preis immer ein bisschen zucke. Vernäht sind sie aber immer toll. Baumwolle finde ich nicht ganz einfach einzukaufen, weil sich manchmal erst nach dem Nähen zeigt, wie gut sie sich trägt.
Mir war eigentlich klar, dass ich das Kleid füttern wollte, weil gefütterte Baumwolle nicht so mies knittert wie ungefütterte.
Leider geht mir das Füttern  nicht leicht von der Hand. Egal wie ordentlich ich arbeite, und ich gebe alles, zuppelt das Futter immer mies aus dem Oberstoff raus.
Am blödesten ist es, wenn das Futter am Halsausschnitt das Aussenkleid verzieht.
Passiert bei mir immer wieder mal. Am Saum kriecht der Futterstoff entweder unten raus oder ist definitiv zu kurz.
Dann schiebt sich  der Rock samt Futter an der Strumpfhose hoch, auch nicht schön.
Darum habe ich mich bei diesem Kleid für eine andere Technik entschieden, die ich in Gerties Buch gesehen habe.
Ich habe die einzelnen Schnittteile, also Vorder-und Rückenteil, gleich gedoppelt und an den Rändern aneinandergeheftet und dann ganz normal zusammengenäht, als hätte ich eine Stofflage.




Wer genau hinschaut, sieht die versäuberten Seitennähte, ich kriege es nicht besser fotografiert.:-)
Die Innenansicht ist nicht so clean, wie bei einem echten Futter, aber dafür zuppelt auch nichts rum. Wäre ich ein fleißiges Bienchen, könnte ich noch die Seitennähte schrägbanden. So bin ich aber auch ganz zufrieden.
Außerdem könnte ich noch die Deadline anführen, das Kleid musste bis zum Abend fertig sein, ich wollte das erste Grillen und meinen ersten Bielefelder Campari Orange stilvoll begehen. Da kann ich mich nicht um Schrägband an Innennähten kümmern.
Der Vollständigkeit halber, der Futterstoff ist ein hauchzarter Baumwollbatist und das Vorderteil habe ich wieder im schrägen Fadenlauf zugeschnitten.
Das Kleid war pünktlich fertig und ich fühle mich ausgesprochen wohl darin.
P.S.
Weil heute scheinbar Spamtag ist, habe ich die Komentarfunktion auf registrierte Benutzer beschränkt. Ich weiß, dass dann einige nicht kommentieren können, das tut mir sehr leid. Nur habe ich heute schon unzählige Spams gelöscht, darum lasse ich die Einstellung heute so. Ich hoffe der Spuk ist morgen vorbei, dann öffne ich die Berechtigungen wieder.

Montag, 3. Juni 2013

MeMadeMay 13

Der MMMay 13 ist vorbei, schade mir hat das richtig Spass gemacht. Ich habe lange gezögert, ob ich mitmache, weil ich in dem Zeitraum 2 Wochen Urlaub geplant hatte.
Darum  habe ich mir einen Organisationsrahmen abgesteckt, der auch in den Ferien zu verwirklichen ist.
Bis auf 2 Tage habe ich es geschafft täglich Bilder im Flickr-Pool einzustellen, dafür bin ich dem weltbesten Fotografen sehr dankbar.
Die Fotos sind alle mit dem Smartphone aufgenommen, so konnte ich sie gleich in meinem Fotostream einstellen.
So ein Smartphone ist echt klasse, ein kleiner rechteckiger Elektrokasten und ich habe einen Fotoapparat, verlaufe mich nie mehr in fremden Städten, habe meinen Yogatrainer dabei  und kann die Konzerte meiner Kinder aufnehmen... mal sehen welche Möglichkeiten der Zauberkasten noch bietet.

Entgegen meiner Befürchtungen war das Fotografieren im Urlaub besonders nett, es gab immer wieder spannende Kulissen für die Bilder, genug Zeit und natürlich gutes Wetter. Es macht schon mehr Spass luftige Sommerkleider zu tragen und zu dokumentieren, als sich hier im Mai mit der Wintergarderobe herumzuschlagen.
Jeden Tag Selbstgenähtes zu trage ist für mich mittlerweile selbstverständlich, wenn ich es täglich dokumentiere bekomme ich einen neuen Blick auf meine Garderobe. So habe ich zum Beispiel festgestellt, dass mir bunte warme Sachen fehlen. Das steht also ganz oben auf meiner Nähliste, außerdem habe ich wenig getragene Kleidung aus dem Schrank geholt, um zu überprüfen, ob sie bleiben dürfen oder aussortiert werden.

Zu den über 400 Frauen der Flickr Gruppe, die fast 600 Bilder eingestellt haben zu gehören, war auch sehr cool. Ich habe da intensiv und gerne geschaut, es gab so viele Kleidungsstile, da habe ich einige neue Impulsgeberinnen entdeckt.
Ich freue mich sehr, dass Zoe einen MMMay14 angekündigt hat, da werde ich sicherlich wieder mitmachen.

Hier sind jetzt die Bilder aus meiner 2. Hälfte des MMMay 13.

Gerties Wiggle Dress


Sorbette, Shirt, Reisehose


Gerties Wiggle Dress





Elisalex


Sorbetto, Rock ohne Schnitt


Sorbetto



Laurel



Elisalex



Knipversuch



Wollshirt



Romanitrock, Mohairpullover



WOLL Beignet



Laurel,wieder aus Wolle



Maria Denmark Day To Night Drape Top



Laurel



Maria Denmark Day To Night Drape Top



Maria Denmark Birgitte Basic Tee



Meine neue Passion Maria Denmark Day To Night Drape Top



Lavakleid

Mittwoch, 13. März 2013

MMM 59 mit Sonntagskleid




Am Sonntag war ich zum Geburtstagskaffeetrinken eingeladen.
Da gab es lecker American Cheesecake und Möhrenkuchen.
Ich bin eine große Kuchenliebhaberin, aber ich backe nicht gerne, deshalb freue ich mich besonders über Einladungen mit Kuchenbuffet.
Ausgeführt wurde mein neues Kleid nach einem Schnitt aus der März-Knip. Jurk 11.
Ein einfaches Shiftkleid mit französischen Abnähern. In einer Burda war ja ein ähnliches Kleid , dass viel genäht worden ist. Mit diesem Schnitt habe ich es auch versucht, leider sind die meisten Burda-Schnitte und mein Körper nicht kompatibel.
Umso besser, dass ich die Knip für mich entdeckt habe, mit Knip-Schnitten hatte ich deutlich mehr Erfolge.
Ein Shiftkleid mit diesen schrägen Abnähern zu besitzen war schon fast eine Obsession von mir geworden.
Bei der Entstehung dieses Kleides war ich geradezu leichtsinnig. Ich habe mir ohne Probemodell gleich meine Schnäppchenseide gegriffen und das Vorderteil sogar im schrägen Fadenlauf zugeschnitten.
Erwähnte ich schon, dass ich keinen Rock mit schrägem Fadenlauf besitze, weil ich dafür meist zu wenig Stoff gekauft habe?
Oder als Sparfuchs, die ausreichende Menge Stoff für ein kleines Kleid beiseite lege.
Weil mir jedoch diagonale Karos so gut gefallen,, habe ich hier beherzt zugeschnitten. Nicht zu verachten ist auch die Tatsache, dass die Karoanpasserei bei unterschiedlich laufenden Fadenläufen weniger aufwendig ist.
Das Rückenteil ist nämlich ganz normal zugeschnitten.



Die Seitenansicht:


Kombiniert habe ich das Kleid am Sonntag mit meinem mittlerweile schon obligatorischen Nina-Cardigan.



 
 Der Schnitt passte mir großartig, außer der üblichen Oberkörperkürzung habe ich keine Anpassungen vornehmen müssen.
Bestimmt lässt es sich auch gut als Sommerkleid, ohne wärmende Schichten drunter und drüber tragen.
Hier scheint heute die Sonne, so dass ich mir vorstellen kann, dass es auch bald mit der Eiseskälte vorbei sein muß.
Die von Melleni so schön beschriebene positive Grundmelodie klingt heute morgen auch in mir.
Jetzt hole ich mir bei den MMM-Damen noch viele Frühjahrsinspirationen.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Schokolade am Nikolaustag



Neben Lieblingsschokolade hat mir der Nikolaus auch einen Nähvormittag geschenkt.
Nach einem kurzen Putzeinsatz habe ich jetzt Overlock und Pfaff in schokoladenbraun eingefädelt, um mich erstens zwei Röcken und zweitens der Restvernähung von großzügig gekauften Stoffen zu widmen.
Eine Entdeckung, die ich gemacht habe, ist der hohe Bund am Rock.
So rutscht nichts an/unter/über der Taille rum.
War das nervig immer am Rock herumzupfen zu müssen, damit er richtig sitzt.
Meine Taille ist kurz und im Verhältnis zu meinem Körper nicht besonders schmal, ein auftragender Bund lässt sie auch gerne mal ganz verschwinden.
Ich habe lange meine Rettung in auf der Hüfte sitzenden Schnitten gesucht, nur die rutschen halt in alle Richtungen.
Zusätzlich sind hüftige Röcke auch schwer zu kombinieren, also ich kriege das jedenfalls nicht gut hin. Am liebsten trage ich meine Oberteile über dem Rock, das geht bei einem hohen Bund wunderbar.

Geschafft :



Bei diesem Rock habe ich das doppelte Bündchen gefüllt mit Gummibund aufgetrennt und nach oben schmaler werden lassen.
Die obere Bundkante ist mit der Overlock versäubert und schmal mit der Zwillingsnadel abgesteppt.
Der Stoff ist ein stacheldrahtkratziger Walk, der gut zu Frau Sachenmacherins britischem Cardigan passen würde.
Aber warm ist der Rock dafür und der Stoff war günstig.
Das Oberteil ist aus dem Reststück von meinem McCalls Kleid, da habe ich improvisieren müssen.
Die Ärmel sind in der Länge geteilt, beim Kragen läuft die Strickrichtung quer, gesäumt habe ich mit einem Beleg aus einfarbig braunem Wolljersey.
Der Schnitt ist Jurk 20 aus der Novemberknip auf Pulloverlänge gekürzt.

Lange meditiert habe ich über einen zu kurzen, zu weiten Römö, der seit 3 Jahren hier rumliegt.
Genäht ist der Rock aus einem teuren Strick, den Stoff würde ich ganz gerne zu etwas tragbarem verarbeiten.





Das ist eigentlich die Aussenseite. Als Stoff für einen Rock nicht wirklich geignet, da das drei dimensionale Muster plattgesessen wird. Dabei hatte ich den Rock nicht oft an.
Soll ich den Stoff einfach anders rum nähen ?
Da sieht er so aus:




Ich habe noch passende Wollstrickstoffe, die ich dazu kombinieren könnte.
Rock? Pullover?
Ich weiß da im Augenblick nicht weiter.

Nähzeit vorbei, heute nachmittag freue ich mich auf eine schöne Verabredung und heute abend gehe ich ins Big-Band-Konzert meiner beiden Kleinen. :-)(Beide deutlich über 1,80m)
Ich freue mich schon darauf, euch allen einen schönen Nikolaustag.


Sonntag, 25. November 2012

Weihnachtskleid Verwirrung


Auch dieses Jahr gibt es ein gemeinsames Weihnachtsbekleidungsnähen , heldinnenhaft organisiert von Katharina  auf ihrem Blog "sewing addicted".
Ich freue mich sehr, dass du dir die Arbeit machst, vielen Dank dafür.

Heute werden Ideen gesammelt, ja und ich habe zuviele. Vielleicht muss ich wie Julia beim Frühlingsjäckchen-Stricken mehrere Kleider nähen. Schließlich gibt es ja auch mehrere Festtage und in unserer Familie wird durchgefeiert. Ich könnte an Heiligabend noch ein schmales Kleid tragen und dann immer mehr körperumspielende Modelle wählen.
Bei den verschiedenen Festivitäten wird auch immer exzellent gespeist.
Die Entscheidung für ein Kleid ist also schon mal gefallen, das ist aber auch schon alles.
Es soll auch irgendwie glitzerig sein, ich besitze einige schöne Alltagskleider, manche würden auch sagen genug, nur glitzeriges habe ich eigentlich nicht.
Ich zeige mal meine Begehrlichkeiten.
An erster Stelle stand lange dieser Retro-Schnitt:






Auf dem oberen Bild liegt er auf den eventuell zu verarbeitenden Stoffen. Die Pünktchenstoffe sind Jerseys, geht das überhaupt, so einen Schnitt mit Jersey zu kombinieren? In mir ruft mein Zensor laut "Frevel", andererseits zwicken lange Ärmel aus Webstoffen so.
Soll ich mich für glitzerig ein bisschen quälen?
Der karierte Stoff ist ein ganz feiner Wollstoff, den hatte ich als Material für ein Probekleid ausgewählt.





Da ab nächstem Mittwoch wieder Fabrikverkauf bei M**c A*rel ist, finde ich sicher einen wunderbaren festlichen Stoff.
Eigentlich habe ich mir Modell A mit dem schmalen Rock ausgeguckt, beim Schreiben jetzt finde ich plötzlich aber Modell C mit dem weiten Rock auch sehr attraktiv.

Dann liegt hier noch Vogue 7762






Das wäre meine Alternative zu Wiebkes Wahl, Burda 118 a. Ich habe es auch bei Dodo in Berlin angeschmachtet , ebenso wie die zahlreichen Ausführungen im Netz. 
Das Burda-Modell haben ja noch einige Weihnachtskleid-Näherinnen auf dem Plan.
Vernünftig wäre es, da erst mal die Berichte abzuwarten. Meine Trefferquote bei Vogue-Schnitten ist um ein vielfaches größer, als bei Burda-Schnitten, vielleicht ist aber genau dieses Kleid die Ausnahme.
Das könnte dann immerhin mein zweites gelungenes Burda-Modell werden.


Dann habe ich hier noch einen ganz schönen Stoff liegen, den ich unbedingt vernäht anziehen möchte, der aber schwer mit einem Schnitt zu vereinen ist.






Ein hauchzarter, fast transparenter, butterzarter Wollstoff. Den streichle ich immer wieder und ich will, will den unbedingt an meinem Körper haben.
Aus diesem Stoff könnte ich mir ein weitschwingendes Kleid für den 2. Weihnachtsfeiertag vorstellen.
Zum Beispiel einen dieser Knip-Schnitte:




Oder besteht bei dem oberen  Modell Sackgefahr ?

Übrigens habe ich hier noch einen schwarzen Stoff mit großen roten Punkten, seit unserem Andalusienurlaub träume ich von einem Flamenco-Kleid.
Im Stoffladen habe ich letzte Woche eine Frau in einem tollen Kleid gesehen, das könnte eine gute Vorlage für ein Flamencokleid sein. 
Da habe ich jetzt leider kein Bild, ich muss erst noch nach einer guten Vorlage dafür suchen.

Also meine Damen, um einen klugen Mann zu zitieren, "Und wieder sehen wir betroffen, den Vorhang zu und alle Fragen offen".





Hier die teilweise entschiedeneren Damen.