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Mittwoch, 7. März 2018

MMM im rosa Rüschentraum




Rüschen spalten. 
In rosa Stoff sind sie besonders suspekt.
Schon als kleines Mädchen habe ich rosa in allen Schattierungen geliebt , ebenso wie Rüschen.
Diese Vorliebe ging nicht konform mit dem Geschmack meiner Mutter und natürlich nicht mit dem was sie sich für ihre Tochter wünschte.
Meine Liebe für rosa, pink etc. hat sich gehalten, leider stehen mir diese Farben nicht.
Trotzdem trage ich sie immer wieder mal gerne oder suche mir eine koralliges rosa.


Meine Rüschenliebe hat über die Jahre nachgelassen, inzwischen mag ich meistens klarere Linien an meiner Kleidung.
Dieses Kleid ist nach einem häufig vernähtem Schnitt von Burda.
Yvonnes Kleid konnte ich bei der Annäherung anprobieren. Da konnte ich überprüfen, ob ich mich auf das Wagnis Rüschenkleid und Burdaschnitt einlassen möchte. 
Und als mir dann noch dasbürofürschönedinge den schon auskopierten Schnitt geliehen hat, waren allen möglichen Hindernisse aus dem Weg geräumt.
Manche Kleidungsstücke scheitern bei mir gerne mal am Kopieren des Schnittes, das mache ich ausgesprochen ungerne.



Das ursprüngliche Design habe ich meinen Bedürfnissen nach verändert. Die Schluppe habe ich weggelassen und nur einen kleinen Schlitz am Ausschnitt gearbeitet.
So schön ich Schluppen finde, so sehr stören sie mich im Alltag. Ich besitze eine sehr schöne Schluppenbluse, die ich selten trage und wenn dann stecke ich die Schluppe in die Bluse, damit sie mich nicht nervt.
Also keine Schluppe am Rüschenkleid.


Der Schnitt ist als Langgröße konzipiert, Langgröße brauche ich nicht.
Ich habe ein Probekleid genäht, das hat mir gezeigt, dass ich einfach die unterste Stufe des Rocks weglassen kann.
Die Ärmel habe ich schlicht gelassen, da wäre als Abschluss noch eine Rüsche vorgesehen gewesen.


Dieses Kleid ist aus einem Wollstoff mit Elasthananteil genäht. So ganz optimal ist die Stoffwahl nicht, da der Wollstoff ein kleines wenig zu viel Körper hat.
Mein Probekleid ist aus zartem Batist, da fallen die Rüschen schöner. Vor allem waren sie deutlich angenehmer zu arbeiten.


Überhaupt war ich zwischenzeitlich nicht wirklich überzeugt von meinem Rüschentraum. Nur weil ich es heute beim Me Made Mittwoch zeigen wollte habe ich es letztendlich fertiggestellt.
An die Ärmel muss ich nochmal dran, da war ich mit der Nahtzugabe zu großzügig. Jetzt sitzen die Schulternähte zu weit außen.


Auf den Fotos gefällt mir das Kleid jetzt doch ganz gut, mal schauen ob ich es auch benutzen werde.


Sonntag, 24. Mai 2015

Zusammenfassung MMMay´15


Bevor es noch mehr nicht gebloggte Tage des MMMay werden kommt hier eine schon ganz schön lange Zusammenfassung meiner bisherigen Garderobe.
Dieses Jahr ist die Teilnahme für mich zäher, als die vorherigen beiden Male.
Da gibt es reichlich Termine und ich habe eine große Sehnsucht nach Sonne und Wärme. Bei den augenblicklichen Temperaturen, macht es mir wenig Spaß, zu überlegen, was ich anziehen mag.Mir ist nach dünner flatteriger Kleidung, aber das geben die Temperaturen einfach nicht her.





13.Mai 2015

Wenona Shirt Dress von Named genäht aus Waxprint.
Den Schnitt hatte ich bereits getestet und wusste, dass er auch mit der festen Baumwolle des Waxprints funktioniert. Im Schulterbereich ist das Kleid weit genug, dass die Ärmel genug Raum haben, um nicht unbequem zu sein.
Bei diesem Kleid habe ich den Rock nicht separat zugeschnitten, sondern das Oberteil verlängert. So habe ich mir die Unterbrechung des Musters an der Taillenlinie gespart.


14.Mai 2015

Das lange Wochenende um Himmelfahrt habe ich in einem kleinen Dorf bei Weimar verbracht. Ich mache seit 17 Jahren Tai Chi und meine Schule hat ein Trainingswochenende in Weimar veranstaltet.
Für die Fahrt und habe ich mir ein weiteres Inari Tee Dress wieder von Named aus einem kuscheligen
Sweatshirtstoff genäht.


16.Mai 2015
Ein weiterer eisiger Frühlingstag, da war ich froh, dass ich meinen warmen selbstgestrickten Pulli dabei hatte.
Es ist ein einfacher Raglanpulli, glatt rechts und ohne Anleitung gestrickt.
Die Hose ist eine Alexandria Peg Trousers aus der neuen Schnittkollektion von Named.
Dakota, Inari und Wenona von den finnischen Designerinnen, sind Schnitte die sehr schnell zu meine Lieblingen geworden sind.
Daraufhin habe ich mir die Schnitte liebevoll angesehen, um das beglückende Näherlebnis wieder erleben zu können.
Mit der Hose bin ich so mittel zufrieden. da werde ich mit der Größen-und Stoffwahl noch rumprobieren.



17.Mai 2015

Wieder zu Hause und es ist nicht mehr ganz so kalt. Ich habe die Gelegenheit genutzt und eine Seidenbluse nach einem der wenigen Burda Schnitte, die mir passen, angezogen. Die Bluse ist schon älter und leider erinnere ich mich nicht mehr aus welchem Heft der Schnitt ist.
Die Hose ist die Pantalon Gilbert von RDC. Da ich keine 7/8 Hosen mag, habe ich die Beine verlängert.



18.Mai 2015


Hosen nähe ich richtig gerne. Hier eine Mischung aus Ginger mit dem weiten Bein von Joker von Tamanegi Kobo. Die Hose ist aus einem dicken, warmen Jeansstoff. Dazu trage ich ein schon länger existierendes Robe Aubepine von Deer and Doe aus einem hauchzartem Wollstoff.



19.Mai 2015
Mit meinem Hollyburn vom letzten Jahr und dem neuen Astoria Sweater von Seamwork war ich Gastgeberin beim Me Made Mittwoch.

20.Mai 2015

Resteverwertung mit Inari. Ich hatte noch einen kleinen Rest von dem hübschen Renoir Druck, reichte gerade für das Vorderteil. Der Rest des Kleides ist aus royalblauer Stretchbaumwolle. Die Hose von gestern habe ich nochmal angezogen.


21.Mai 2015

Gleich Hose, gleiches Kleid. Das war mein Probekleid für diesen Schnitt. Als Sommerkleid sieht es schöner aus.

22.Mai 2015








Das Thema an diesem Freitag war "Animals". Ich habe Leoparden, Affen, Papageien und Koalas. Mein Stoffwechselrock und ein Astoria in dem richtigen beige.




23.Mai 2015

Lieblingsschnitt Dakota aus Länderausgleichsstoff vom Maybachufermarkt. Dank Frau Sachenmacherin habe ich das Zuppelproblem am Schalkragen in den Griff bekommen.
Das Vorderteil ist komplett gedoppelt, so verrutscht nichts mehr.


Ich wünsche allen schöne Pfingsten und mir ein paar Grad mehr. Ich bin heute zum Grillen verabredet und eigentlich kann ich meine Daunenjacke nicht mehr sehen.

Sonntag, 4. Januar 2015

Finale der Herzen-Herbstmantel Sewalong

Ich wünsche euch allen ein wunderbares, spannendes Jahr 2015.



Beim Finale der Herzen zeige ich meinen Wintermantel der im Rahmen des HJSA von Karin und Chrissy entstanden ist.
Der Sewalong war für mich eine willkommene Gelegenheit mich endlich ausführlich der Jacken- und Mantelnäherei zu nähern. Etliche Meter geeigneter Stoff hatten sich schon angesammelt und reichlich Platz im Stoffschrank belegt.
Insgesamt war ich mit dem Stoffabbau sehr erfolgreich, 2 Jacken, eine davon noch nicht verbloggt und eben dieser Mantel sind entstanden.
Nähtechnisch bin ich auch ein ganzes Stück weitergekommen, es ist schon anders so voluminöse Wollstoffe zu verarbeiten.
Ganz zu schweigen vom Füttern, da ist noch viel Luft nach oben.
Bei dem Mantel habe ich das Futter nicht mit dem Mantel verstürzt, sondern beide Teile sind gesäumt und nicht miteinander verbunden.
Von Kaufmänteln/Jacken kenne ich beide Varianten, sowohl ein befestigtes, wie auch ein lose hängendes Futter.
Ich habe da keine Wahl, bei mir muss das Futter hängen. Trotz liebevollster Handnähte verzuppelt sonst der Saum.
Ich habe aber vor am Jackennähen dranzubleiben, darum bin ich zuversichtlich, dass ich das Füttern auch besser in den Griff bekomme.


Der Schnitt ist der Mantel Kim aus der Burda Vintage.
Wie Wiebke und Monika hat mich die schlichte Eleganz des Schnittes ebenfalls begeistert.
Ganz zu schweigen von der Tatsache,dass ein lässig geschnittener Mantel wenig Anpassungsbedarf hat.
Es macht auch nichts, dass ich zwar die Pfeile für die 16cm Verlängerung auf das Schnittteil geschrieben habe aber leider beim Übertragen auf den Stoff wieder vergessen habe.
Einen bodenlangen Mantel brauche ich nämlich nicht.


Der Schnitt lässt sich zügig und problemlos nähen. Meine Lieblingsfeatures sind der dramatische Kuschelkragen und die gerne genutzten großen Taschen.


Geschlossen wird mein Mantel mit 2 Druckknöpfen, für Paspelknopflöcher war mir der flauschige Alpaka-Wollmix zu dick.
Ich habe ein Paspelknopfloch mit einem Reststück probiert und das gefiel mir überhaupt nicht.
Die Druckknopflösung finde ich auch nicht hundertprozentig überzeugend, da dabei Beleg und Aussenstoff nicht miteinander verbunden sind. Dadurch klafft der Mantel vorne immer etwas auf.
Erstmal habe ich ihn so getragen, überlege aber immer noch, ob ich nicht doch 2 Knopflöcher nähen soll.
Der Testlauf auf meiner Nähmaschine war erfolgversprechend, sie hat den dicken Stoff und die besonders starke Einlage problemlos bewältigt.


Die Alltagstauglichkeit konnte ich auch schon testen, der Mantel ist seit Anfang Dezember fertig. Er ist weniger warm, als ich erwartet hätte.
So ab 5°C  ist er einsatzbereit, allerdings eignet er sich eher zum Spazierengehen oder Autofahren. Fürs Radfahren pfeift zu viel Fahrtwind durch.
Ich fühle mich jedes Mal sehr gut angezogen, wenn ich mit Kim unterwegs bin. Dieser Mantel hat eben auch Filmstarpotential.
Die Mütze ist übrigens auch selbstgeschneidert und täglich im Einsatz. Innen ist sie aus winddichtem Fleece und aussen habe ich sie mit Merinostrick gedoppelt.
Den Strick habe ich von einem alten Kaufpulli, der erstens schon ziemlich durch war und auch noch in die falsche Wäsche gekommen ist.
Jetzt war der Stoff wieder ganz dicht und sieht als Mütze wieder schick aus.
Allen Mützenträgern meiner Familie habe ich zack-zack auch solche Mützen genäht.
Das ist ein nettes schnelles Resteverwertungsprojekt, während ich gleichzeitig mein Nähkarma verbessert habe.


Montag, 24. November 2014

Herbstjacken Sew Along-Finale



Meine Herbstjacke nach dem Patrones Schnitt ist schon ein paar Tage fertig. Sie durfte mich nach Köln zum KöBi-Treffen begleiten und hat sich bewährt.


Obwohl weiße Jacken nicht besonders praktisch sind, finde ich es in der dunklen Jahreszeit immer wieder toll an mir herunterzuschauen und den hellen Stoff zu sehen.
Wider Erwarten ist diese Jacke sogar vielseitig einsetzbar. Im Gegenteil zu meiner Einschätzung, dass ich mir ein luxuriöses Dekojäckchen nähe, hat sie sich als äußerst praktisch erwiesen.


Der breite Kragen kann einfach hochgeklappt werden und zack ist es eine "richtige" Herbstjacke.
Noch habe ich als Verschluss eine Sicherheitsnadel dabei, damit befestige ich den hochgeklappten Teil.
Der Plan ist aber nochmal in die Jacke reinzukrabbeln und einen Magnetknopf am Kragenrand anzubringen.


Oder ich warte bis es noch etwas kälter ist und befestige das Ganze mit meinem eben erst fertiggestricktem Schal.
Die im Schnittmuster vorgesehenen Ärmel waren mir zu kurz. Ich mag es, wenn die Arme bis übers Handgelenk gehen, dann rutscht die ganze Chose auf dem Rad nicht zu weit hoch.
Hier habe ich einfache Manschetten angenäht, die bei Bedarf umgekrempelt werden können.


Die Kapuze ist ein reines Dekoelement, aufgesetzt sieht sie bescheiden aus. 


Sylvia von Frauenoberbekleidung war meine Ideengeberin für diese Jacke, vielen Dank dafür.
Und obwohl ich das Verbesserungspotential an dieser Jacke sehe, nächstes  Mal nehme ich stärkere Einlage und flutschigeres Futter, dann fällt die Jacke schöner, trage ich sie oft und gerne.

Das nächste Mantelprojekt ist auch schon in Arbeit.


Der Mantel Kim aus der Burda Vintage.
Wiebke und Monika haben bereits entzückende Mäntel nach diesem Schnitt genäht. 
Mit meinem Rohmantel bin ich bis jetzt auch zufrieden.



Am äusseren Mantel muss ich noch  einige kleine Handgriffe erledigen. Die Ecken an den Taschen mit Hand festnähen und an der Armkugel hinten die Ecke noch faltenfrei einsetzen.


 Futter ist auch fertig.
Dann kommt der Teil über den ich gerne einige Zeit meditiere, nämlich das Zusammenfügen von Futter und Aussenstoff.
Das Schaffe ich aber sicher noch bis zum letzten Termin am 7.12.

1000 Dank an Chrissy und Dreikah für diesen Sewalong. So habe ich mich endlich daran gemacht, meine Mantelstoffvorräte zu minimieren.

Hier sind alle Jacken-und Mantelnäherinnen versammelt.
 


 
 


Samstag, 15. November 2014

Herbstjacken Sewalong Endspurt


Hier kommt noch schnell vor dem Weihnachtskleid Sewalong Post, der Stand meiner Jackennäherei.


Meine Jacke nach dem Patrones-Schnitt ist fertig und wurde auch schon ausgeführt. Wider Erwarten hat sich die, eigentlich als Luxusjacke geplante Herbstjacke, als äußerst alltagstauglich herausgestellt.
Der große Kragen lässt sich hochklappen, dann ist das ein wirklich kuschelig warmes Jäckchen.
Ich freue mich immer über die helle Farbe, wenn ich an grauen Novembertagen spazieren gehe.
Mit Softshell darunter ist es außerdem noch eine tolle Fahrradjacke.
An der Frau fällt es auch nicht so auf, dass ich besser stärkere Einlage hätte verwenden sollen.
Verändert habe ich im Laufe ihrer Entstehungszeit nur die Verschlusslösung.


Knebelveschlüsse annähen ist die Pest, bei mir wird das schief und krumm. Darum bin ich sehr dankbar, dass meine Nähmaschine anstandslos Knopflöcher in die Jacke genäht hat.

Mein erster Mantel, der irgendwie Probestatus hat, befindet sich im nächsten Nachbesserungsschritt.





Knöpfe sind dran und auch hier hat meine Maschine vorbildlich gearbeitet und anstandslos Knopflöcher in den dicken Mantelvelour genäht.
Bei diesem Mantel durfte ich die Tücken von  Druckknöpfen, die immer auflappen und Knebelverschlüssen, die sich nicht feststecken lassen ganz genau kennenlernen.
Auch dass die tolle Idee die Knebel mit Malerkrepp zu fixieren, nicht ganz so toll ist. Da gehtr dann die oberste Schicht Kunstleder beim Abziehen des Krepps gleich mit ab.
Den handgenähten Teil des Saumes habe ich schon mal aufgetrennt, nur bei der abgesteppten Stelle am Beleg haben mich meine Kräfte verlassen.
Die aufstehende Tasche habe ich korrigiert, aber seltsamerweise klafft jetzt die andere Tasche.
Seitennahttaschen sind eben doch blöd.
Theoretisch wird dieser Mantel auch irgendwann zu Ende genäht.
Da aber der Stoff nicht so toll ist, Mantelvelour mit eventuell einem kleinen Wollanteil vom Stoffsperrmüll in Münster für 2,--€ pro Meter, ist meine Motivation deutlich gebremst.

Richtig motiviert bin ich aber mir den Mantel Kim aus dem Burda-Vintage-Heft zu nähen.
Oberstoff und Futter sind schon zugeschnitten, feste Einlage habe ich heute auch gekauft. Jetzt kann es losgehen.




Alle weiteren Jacken- Endspurte finden sich hier.

Sonntag, 6. Oktober 2013

KSA Teil 3


Nachdem ich beim letzten Treffen schon meine fertige Jacke gezeigt hatte, habe ich gleich noch eine zweite zugeschnitten. Schließlich möchte ich ja erstens weiterhin am KSA teilnehmen und zweitens brauche ich mich nicht mit dem Rockproblem auseinanderzusetzen.
Seit ungefähr 4 Wochen hängt mein Kostümrock in meinem Nähzimmer, es fehlen nur noch die Säume und ein Knopf.
Ich kann mich einfach nicht entscheiden, ob ich den Rock jemals tragen werde.
Soll der ungeliebte Rock Stauraum in meinem Schrank und beanspruchen?
Vielleicht hat er ja Potential und nach einiger Zeit entdecke ich, dass ich doch gerne Röcke trage.
Die Tatsache, dass Röcke immer mit passenden Oberteilen kombiniert werden müssen, überfordert mich gerade.
Da lobe ich mir das Kleid, überwerfen und fertig angezogen.
Das wäre mein schnelles Erfolgserlebnis für zwischendurch, der Rock macht mich nicht glücklich.
Der Herbst mit der Notwendigkeit Strumpfhosen tragen zu müssen macht es auch nicht leichter. Das ganze Gewürge mit Unterwäsche, Strumpfhose, Rockbund und Oberteilende fühlt sich einfach nicht schön um die Körpermitte an.
Ich habe noch genug Stoff, um mir ein Kostümkleid zu nähen, das erscheint mir im Augenblick deutlich attraktiver.






Seit Yvonnet dieses Bild gezeigt hat, bin ich ganz verliebt in die Jacke aus der Oktober Burda. Also bin ich das Wagnis eingegangen mich nach langer Abstinenz an einen Burda-Schnitt zu wagen.
Ich habe nicht grundsätzlich etwas an den Burda-Schnitten auszusetzen, sie passen mir nur in der Regel überhaupt nicht.
Da ich Schnitte finde, an denen ich nur kleine Anpassungen vornehmen muss, ist meine Motivation mich in Anpassungsorgien zu begeben, eher gering. Mit Simplicity-Schnitten verhält es sich ähnlich, da bräuchte ich auch ungefähr 10 Nesselproben, um ein passendes Kleidungstück zu nähen.
Warum soll ich mir das antun, wenn ich mit Knip- und Ottobre-Schnitten nur einen Bruchteil der Arbeit habe.
Da diese Jacke aber lässig geschnitten ist und mein vorgesehener Stoff auch fehlertolerant ist, sprich einen hohen Stretchanteil hat, habe ich mich an einen Versuch gewagt.





Das Gerüst steht, Aussenjacke und Futter sind fertig, Kragen und Taschen sind dran.
Die Aussenjacke lag hier auch einige Zeit halbfertig herum. Erst als meine angefangenen Projekte mich drückten habe ich mich an den UFO- Abbau gemacht. Darum ist mir leider entfallen, dass so eine Jacke von aufgebügelter Einlage sehr profitiert. Ich hoffe, dass ich die Einlage reingebastelt bekomme, ohne den wunderbar passenden Kragen wieder abzutrennen.
Schließlich fürchte ich mich schon vor dem Schlitz im Rückenteil.
Bisher habe ich in meiner Nähkarriere Schlitze tunlichst vermieden. Da gibt es aber ein Hilfeangebot einer netten Bielefelder Mitbloggerin, das werde ich garantiert in Anspruch nehmen.
Beide Stoffe der Jacke sind sehr elastisch. Der Außenstoff ist ein dunkler schlamm-grün-grauer Wollstoff und der Innenstoff ein leuchtend lila-pink doubleface Strick. Die lila Seite des Futters ist so glitschig wie ein Softshell, somit ist das Hineingleiten kein Problem.
Toll, dass Catherine heute gezeigt hat, wie die Ärmel miteinander verbunden werden, bis jetzt habe ich das immer anders gemacht. Die gezeigte Vorgehensweise kommt mir aber viel einfacher vor.
Jetzt schnell zum KSA Teil 3, wo die Fortschritte der Kostümnäherinnen dokumentiert sind.

Donnerstag, 9. August 2012

Realitätsverlust?


Ich habe beim Wochenendeinkauf, die August -Burda im Supermarkt überprüft, ob sie für mich relevante Schnitt enthält.
Ob es am Nähentzug im Urlaub lag oder an meinem Hunger nach neuen Herausforderungen?
Ich war begeistert und hatte das Gefühl eine Schatztruhe an wunderbaren Schnitten in der Hand zu halten.
Zu Hause habe ich nochmal in Ruhe geguckt und immer noch schöne Zeiten auf mich zukommen sehen.
Im Hinterkopf hatte ich so ein lästiges Stimmchen, dass mich immer wieder an die Burda-Modelle , die ich fürdieAltkleidersammlung produziert habe, erinnert hat.
Egal, ich kann ja mittlerweile ganz viel besser nähen und weiß auch noch viel besser welche Schnitte mir stehen.
Also beherzt die Bluse Nummer 109 genäht, die Abendstern so wunderbar umgesetzt hat.





Die technische Zeichnung hätte mir schon eine Warnung sein sollen, unten eng und viel Platz für die , bei mir nur begrenzt vorhandene Oberweite.
Ich hatte diese Bluse aber zur optimalen Rockbegleiterin ernannt, deshalb verhallte jede Mahnung ungehört.

Fotos lügen übrigens, die Bluse sieht im wahren Leben noch viel abscheulicher aus.




Hier ist ansatzweise das Elend zu sehen, am Bauch zu eng und darüber ist viel zuviel  Stoff, eigentlich ist die Bluse auch länger.
Ursprünglich gab es noch eine Wurstpelle für den Po.
Diese Bluse ist jetzt im blauen Sack , der Papierschnitt ist zusammengeknüllt mit Schwung im Müll gelandet.












Ich finde dieses Kleid ziemlich unvorteilhaft, aber meinem Mann gefällt es. Auch andere Begutachterinnen können nicht nachvollziehen warum ich es nicht leiden kann.
Liegt es daran, dass ich mich beim Stoff verkauft habe?
Ich hatte auf dem Ballen nur die Farben Oliv, Pink und Gelb wahrgenommen und im Muster stilisierte Gingkos gesehen. Leider ist es ein stilisiertes Tarnkleidungsmuster.
 Mist, Mist Mist.
Ich lasse dieses Kleid noch hängen, vielleicht gibt es ja eine Lösung. 
Eventuell kürze ich den Rock oder setze ein anderes Oberteil dran. Der Rock ist auch weit genug, um daraus noch etwas anderes zu nähen.

Übrigens habe ich mir 2 Knips und 2 neue Simplicity-Schnitte gekauft, die Burda kommt erstmal ins Archiv.



Donnerstag, 2. August 2012

Urlaubsgarderobe erlesen


Vor jedem Urlaub merke ich, dass ich nichts aber wirklich nichts passendes anzuziehen für diesen Urlaub habe.
Logischerweise muß ich mich dann manisch hinter der Nähmaschine verschanzen.
Das ist auch ganz gut, da brauchte ich mich nicht mit so schnöden Dingen wie Camping-Kochausrüstung zu beschäftigen.
Diese Zusammensucherei von Nutzgegenständen finde ich richtig  langweilig.
Ich hatte ja vor den Ferien den wunderbaren Lagerverkauf in Gütersloh entdeckt.
Seide 1, 40 m breit 5,-€ pro Meter, da hatte ich dann genügend Material zu Verfügung. Und was passt besser in einen Sommerurlaub als flatternde Seidenkleider.
Wenn mir ein Schnitt gefällt nähe ich ihn ja gerne immer und immer wieder.
Burda 124 6/2011 ist ein großartiger Basisschnitt , der viele Variationsmöglichkeiten in sich birgt.

Mitgenommen habe ich natürlich mein Dschungelkleid.
Das war der Beginn einer langen Freundschaft.


Die gleiche Form habe ich mir noch einmal in etwas länger genäht und ein bißchen Weite  rausgenommen.
Den Halsausschnitt habe ich mit selbstgemachten Schrägband versäubert und von Hand angenäht.
Bei der flutschigen Seide werden Steppnähte nicht so ordentlich, wie ich sie gerne hätte.
Meine Entdeckung ist übrigens Sprühstärke, damit lassen sich Glibberstoffe deutlich angenehmer verarbeiten.





Weil es ja in Südfrankreich warm ist habe ich mir  auch nach dem gleichen Schnitt auch noch  kurzärmelige Kleider genäht.
Einmal unverändert weit.






Und dann wollle ich es figurbetonter.






Dieses Kleid war erst deutlich unvorteilhafter, darum habe ich in die Seiten zwei Gummizüge eingenäht. Es braucht wohl doch eine gewisse Stoffmenge, damit Wallekleider schön ausssehen.
Bis jetzt ist ja alles sehr bedeckt.
Ich wollte auf dem Rad keinen Mördersonnenbrand auf den Schultern riskieren. Zudem habeich eine Sonnenallergie und sobald die ersten Pusteln auftauchen ist der Urlaub für mich erledigt.
Als es mich vor einigen Jahren wirklich schlimm erwischt hat, habe ich 10 Tage tagsüber im Zelt verbracht und konnte erst abends raus.


Ein Trägerkleid hatte ich aber doch dabei.






Als Favoriten haben sich das Dschungelkleid und das Kleid mit dem Gummi entpuppt, die habe ich am liebsten getragen.

 Was ich toll finde ist das das keine reinen Sommerkleider sind.
 Entsprechend ergänzt würde ich sie auch in kälteren Zeiten tragen

Donnerstag, 28. Juni 2012

Bitte bevorraten sie sich


Nach meinem Wickelkleiderrausch hatte ich ein kleines Nähtief.
Frau kann ja nur eine bestimmte Anzahl Wickelkleider verwalten bzw. tragen, und das Nähen des immer gleichen Schnitts wird auch irgendwann langweilig.
Anderseits war das Erfolgserlebnis, ein passendes, bequemes, schönes Kleid zu nähen so beglückend, dass ich mich nicht an ein neues Projekt setzen mochte.
Wer weiss wieviel ich da ändern muss, brauche ich den Frust ein Teil für die Tonne zu produzieren?

An meinem freien Tag hatte ich also Zeit zum Fabrikverkauf einer Bekleidungsfirma in Gütersloh zu fahren.
Stoff kaufen ist doch ein sicheres Erfolgserlebnis.
Ich hatte keine großen Erwartungen, da mir die Mode der Marke nicht gefällt.Da erlebte ich jedoch eine echte Überraschung.
Edelste Seiden, wunderbare Jerseys, weiche Baumwolle, tolles Leinen, alles für 5,--€ pro Meter.

Nach stundenlangem Auswählen und Entscheiden habe ich mir einem Berg Stoff zuschneiden lassen.
An der Kasse habe ich die Luft angehalten und auf den Schock gewartet.
Die Gesamtsumme war erstaunlich niedrig.
Daraufhin habe ich meine Beute gerafft und bin ganz schnell zum Auto gegangen, damit niemand merkt, dass da zuwenig berechnet wurde.
War nicht so, die hatten sich nicht verrechnet, ich konnte mir nur nicht vorstellen für so viel traumhaften Stoff so wenig zu bezahlen.

Mein Nähtief ist überwunden, wahrscheinlich kann ich bis zum nächsten Lagerverkauf durchnähen.
Hier ist die Anschrift, der Verkauf geht noch bis Samstag. Ich fands klasse.

Passend zum Wetter, mein Dschungelkleid.







Lange Ärmel und trotzdem kann ich die Arme über den Kopf heben.




Detailansicht vom Muster



Wunderbar fließende Seide, Materialkosten 7,50€.

Genäht nach Schnitt Nummer 124 aus der Burda 6/2011.
Bis jetzt ist das Kleid nur mit Rollsäumen versäubert, ich denke noch über Schrägband  nach.
Bei der Länge bin ich mir auch nicht ganz sicher, als Kleid ist es ziemlich kurz. Zumindest wenn ich die Arme hochnehme.
Ich habe noch genug Stoff eine Saumblende anzusetzen
In kurz sieht das Kleid(?) allerdings über einer Hose ganz gut aus.
Ich bin mir unsicher, ob eine Verlängerung  das Dschungelkleid nicht bieder macht.
Die Weite ist für mich sowieso schon gewöhnungsbedürftig, geht da noch mehr Stoff?
Die Rollsäume machen eine schönen Balloneffekt, der würde bei einem Saumstreifen verloren gehen.
Soll ich es vielleicht doch als Tunika lassen?