Donnerstag, 2. August 2012

Urlaubsgarderobe erlesen


Vor jedem Urlaub merke ich, dass ich nichts aber wirklich nichts passendes anzuziehen für diesen Urlaub habe.
Logischerweise muß ich mich dann manisch hinter der Nähmaschine verschanzen.
Das ist auch ganz gut, da brauchte ich mich nicht mit so schnöden Dingen wie Camping-Kochausrüstung zu beschäftigen.
Diese Zusammensucherei von Nutzgegenständen finde ich richtig  langweilig.
Ich hatte ja vor den Ferien den wunderbaren Lagerverkauf in Gütersloh entdeckt.
Seide 1, 40 m breit 5,-€ pro Meter, da hatte ich dann genügend Material zu Verfügung. Und was passt besser in einen Sommerurlaub als flatternde Seidenkleider.
Wenn mir ein Schnitt gefällt nähe ich ihn ja gerne immer und immer wieder.
Burda 124 6/2011 ist ein großartiger Basisschnitt , der viele Variationsmöglichkeiten in sich birgt.

Mitgenommen habe ich natürlich mein Dschungelkleid.
Das war der Beginn einer langen Freundschaft.


Die gleiche Form habe ich mir noch einmal in etwas länger genäht und ein bißchen Weite  rausgenommen.
Den Halsausschnitt habe ich mit selbstgemachten Schrägband versäubert und von Hand angenäht.
Bei der flutschigen Seide werden Steppnähte nicht so ordentlich, wie ich sie gerne hätte.
Meine Entdeckung ist übrigens Sprühstärke, damit lassen sich Glibberstoffe deutlich angenehmer verarbeiten.





Weil es ja in Südfrankreich warm ist habe ich mir  auch nach dem gleichen Schnitt auch noch  kurzärmelige Kleider genäht.
Einmal unverändert weit.






Und dann wollle ich es figurbetonter.






Dieses Kleid war erst deutlich unvorteilhafter, darum habe ich in die Seiten zwei Gummizüge eingenäht. Es braucht wohl doch eine gewisse Stoffmenge, damit Wallekleider schön ausssehen.
Bis jetzt ist ja alles sehr bedeckt.
Ich wollte auf dem Rad keinen Mördersonnenbrand auf den Schultern riskieren. Zudem habeich eine Sonnenallergie und sobald die ersten Pusteln auftauchen ist der Urlaub für mich erledigt.
Als es mich vor einigen Jahren wirklich schlimm erwischt hat, habe ich 10 Tage tagsüber im Zelt verbracht und konnte erst abends raus.


Ein Trägerkleid hatte ich aber doch dabei.






Als Favoriten haben sich das Dschungelkleid und das Kleid mit dem Gummi entpuppt, die habe ich am liebsten getragen.

 Was ich toll finde ist das das keine reinen Sommerkleider sind.
 Entsprechend ergänzt würde ich sie auch in kälteren Zeiten tragen

Kommentare:

  1. Alle, alle wunderschön. Und herrlich dekadent in Seidenkleidern zu radeln.
    Ich bin ja auch eine leidenschaftliche Wiederholungstäterin. Und es ist immer wieder spannend, wie selbst kleine Unterschiede darüber entscheiden könne, welches ein Lieblingsstück wird und welches nicht.

    Nach welchem Schnitt ist das Trägerkleid?
    LG
    Wiebke

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  2. Ja ich habe mich mit meiner Seidengarderobe auch wunderbar privilegiert gefühlt.
    Das Trägerkleid ist nach dem gleichen Burda-Schnitt, wie alles andere auch.
    LG, Claudia

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    1. Ist ja ein Ding, das sieht komplett anders aus.

      In dem roten Seidentraum hättest du damals locker mit der St.Tropez-Clique von Brigitte Bardot abhängen können.

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  3. Beim ersten Satz musste ich lachen, ja, ja, man hat nichts im Schrank...oh, deine Kleidchen! Diese traumhafte Stoffe! Wunderschön!

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  4. Wahnsinn. Die sehen alle total verschieden aus, wunderschöne Kleider!
    Liebe Grüße
    Tina

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  5. Alles aus Seide, was für ein Luxus! Habe mir nach einem ähnlichen Schnitte zwei Flatterblusen genäht und bin ganz begeistert wir schön die sich tragen. Das wird bei den Kleidern ähnlich sein, darum kann ich gut verstehen, dass du gleich eine ganze Kollektion genäht hast. LG Kuestensocke

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  6. Eine wunderschöne Stoffauswahl hast du getroffen - und damit meine ich sowohl Material als auch Muster.

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  7. Hab grad deinen Blog entdeckt und bin ganz begeistert von deinen tollen Kleidern und mehr...da bleib ich gleich mal dran:-)
    Liebe Grüße
    Dagmar

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