Vielen Dank an Catherine für das(?) geniale Weihnachtskleid-Sewalong und hier alle weiteren Teilnehmerinnen.
Ich nähe mir jedes Jahr etwas besonderes zu Weihnachten.
Weihnachten ist für mich großartig. Ich bin Buchhändlerin und Heiligabend ist immer der krönende Abschluß einer zwar hektischen, aber auch sehr aufregenden Zeit.
In der Regel arbeite ich Heiligmorgen und trage da schon mein Weihnachtskleid. Arbeiten am 24.12. hat eine ganz besondere Stimmung, ich fühle mich da manchmal selber wie ein Weihnachtsengel, wenn ich in letzter Minute für Menschen Weihnachtsgeschenke finde. An diesem Tag sind die meisten Kunden ausgesprochen entzückend.
Alle Familientreffen, Festmähler etc. die danach kommen sind auch wunderbar, aber ich wollte hier ja über meinen Schnitt schreiben, deshalb wechsele ich jetzt das Thema.
Es war ungewohnt mich über so lange Zeit mit einem Projekt zu beschäftigen, jetzt finde ich es ziemlich spannend neue Wege zu gehen.
Mein Kleid sollte also etwas Besonderes sein, ein Verlassen vertrauter Wege, aber nicht so weit weg, daß ich ein Kleid habe, das mir fremd ist.
Ich habe mir verschiedene Reprints von Retroschnitten angesehen, an die Originale traue ich mich nicht ran, es war irgendwie nichts dabei wo es klick machte.
Dann habe ich lange mit Simplicity 2497 geliebäugelt, weil es völlig anders ist als alles was ich bisher genäht habe. Irgendwo, ich habe leider vergessen wo, habe ich dieses Kleid in total schön gesehen.
Die Rüschen daran haben mich sehr gereizt.
Jetzt habe ich mich für Truffle aus dem Colette-Buch entschieden, es hat diesen Volant vorne, also fast eine Rüsche.
Ausschlaggebend war dieser Stoff, die Farbe finde ich fabelhaft. Ich habe ihn noch nicht angefasst und bete, daß er dünn genug für Truffle ist.
Füttern möchte ich das Kleid dekadent mit Seide und zwar entweder mit dieser oder dieser.
Das entscheidet dann der Fühltest. Beide Seiden sind Farben die ich sehr mag, nur leider ganz und gar nicht tragen kann, jetzt kann ich mich immer am Futter freuen.
Ein bisschen dekadent finde ich die Geschichte mit dem Seidenfutter schon, schließlich ist das Futter deutlich teurer als der Stoff, aber doch positiv dekadent.
Montag, 14. November 2011
Samstag, 12. November 2011
Rooibosvariation
Schon lange bearbeite ich das Thema Kleid mit langen Ärmeln. Ich habe mehrere Schnitte gekauft und im Netz gesucht, um endlich auch ein Kleid mit langen Ärmeln zu nähen.
Meine Erfolge waren mittelmäßig, in den meisten Fällen habe ich die Ärmel wieder abgetrennt, weil die Silhouette des Kleides nicht mehr schön war. Ich habe noch nicht rausgefunden, warum die Ärmel das Oberteil so komisch ziehen.
In den Fällen, wo die Ärmel gut aussahen waren die Kleider dann leider etwas unkomfortabel. Das beste Ergebnis erzielte ich mit Simplicity 7051. Für die Arbeit ist dieser Schnitt in Ordnung, weil ich da meistens stehe, aber auf dem Sofa rumlümmeln kann ich damit nicht.
Natürlich könnte ich auch Jerseykleider nähen, aber ich will mich nicht mit der Beschränkung auf eine Stoffart abfinden, zumal ich Jersey auch nur selten mag, beziehungsweise selten welchen finde der mir gefällt.
Immer Strickjacken überzuziehen finde ich auch doof, ausserdem ist dann das Kleid in seiner ganzen Herrlichkeit nicht zu sehen.
Angeregt von diesem Bild wollte ich noch einmal den Versuch Kleid mit langen Ärmeln starten. Mein Plan war, einen gewebten Stoff mit einem gestrickten zu kombinieren und endlich mal ein Kleid in verschiedenen Farben zu nähen.
Hier ist mein Resultat.
Die Konstruktion mit den Kimonoärmeln, wie bei dem Melbourne-Rooibos, ist mir leider nicht gelungen. Da wurde das Oberteil total sackig.
Deshalb habe ich die Ärmel von Simplicity 7051 verwendet, weil ich mit denen die besten Erfahrungen gemacht habe.
Fazit
- Schnitt: Rooibos von Colettepattern, Rooibos fällt deutlich größer aus als Macaron. Ich hatte es eine Nummer größer abgenommen als Macaron, weil ich bei meinem ersten Macaron Verbreiterungsstreifen ins Oberteil nähen mußte. Rooibos werde ich jetzt eine Nummer kleiner abnehmen, weil ich immer viel Weite rausnehmen muß.
- Stoff: Schwarzweiße Wollangoramischung (total kuschelig), orange gekochte Wolle/Strickstoff
So richtig zufrieden bin ich mit dem Kleid nicht, aber die Verarbeitung finde ich gelungen.
Irgendwie sieht es nicht schön aus wie in meiner Vorstellung. Zugegeben, meine Erwartungen waren hoch, wegen des grandiosen Materials. Vielleicht liegt es am Orange. Der Ausschnitt sieht auch irgendwie nackt aus, sollte ich da ein kontrastierendes Schrägband annähen? Eventuell wird das jetzt auch mein erstes Hoodiekleid. Kapuze orange, grauweiß oder ganz anderer Stoff?
Oder doch nicht?
Was meint ihr?
Meine Erfolge waren mittelmäßig, in den meisten Fällen habe ich die Ärmel wieder abgetrennt, weil die Silhouette des Kleides nicht mehr schön war. Ich habe noch nicht rausgefunden, warum die Ärmel das Oberteil so komisch ziehen.
In den Fällen, wo die Ärmel gut aussahen waren die Kleider dann leider etwas unkomfortabel. Das beste Ergebnis erzielte ich mit Simplicity 7051. Für die Arbeit ist dieser Schnitt in Ordnung, weil ich da meistens stehe, aber auf dem Sofa rumlümmeln kann ich damit nicht.
Natürlich könnte ich auch Jerseykleider nähen, aber ich will mich nicht mit der Beschränkung auf eine Stoffart abfinden, zumal ich Jersey auch nur selten mag, beziehungsweise selten welchen finde der mir gefällt.
Immer Strickjacken überzuziehen finde ich auch doof, ausserdem ist dann das Kleid in seiner ganzen Herrlichkeit nicht zu sehen.
Angeregt von diesem Bild wollte ich noch einmal den Versuch Kleid mit langen Ärmeln starten. Mein Plan war, einen gewebten Stoff mit einem gestrickten zu kombinieren und endlich mal ein Kleid in verschiedenen Farben zu nähen.
Hier ist mein Resultat.
Die Konstruktion mit den Kimonoärmeln, wie bei dem Melbourne-Rooibos, ist mir leider nicht gelungen. Da wurde das Oberteil total sackig.
Deshalb habe ich die Ärmel von Simplicity 7051 verwendet, weil ich mit denen die besten Erfahrungen gemacht habe.
Fazit
- Schnitt: Rooibos von Colettepattern, Rooibos fällt deutlich größer aus als Macaron. Ich hatte es eine Nummer größer abgenommen als Macaron, weil ich bei meinem ersten Macaron Verbreiterungsstreifen ins Oberteil nähen mußte. Rooibos werde ich jetzt eine Nummer kleiner abnehmen, weil ich immer viel Weite rausnehmen muß.
- Stoff: Schwarzweiße Wollangoramischung (total kuschelig), orange gekochte Wolle/Strickstoff
So richtig zufrieden bin ich mit dem Kleid nicht, aber die Verarbeitung finde ich gelungen.
Irgendwie sieht es nicht schön aus wie in meiner Vorstellung. Zugegeben, meine Erwartungen waren hoch, wegen des grandiosen Materials. Vielleicht liegt es am Orange. Der Ausschnitt sieht auch irgendwie nackt aus, sollte ich da ein kontrastierendes Schrägband annähen? Eventuell wird das jetzt auch mein erstes Hoodiekleid. Kapuze orange, grauweiß oder ganz anderer Stoff?
Oder doch nicht?
Was meint ihr?
Donnerstag, 10. November 2011
Besuch im Schlaraffenland - Nähfragezeichen 13
Mein Konsumfasten war am Montag zu Ende , ich bin dann gleich hier Stoff gucken und kaufen gefahren.
Meine Güte waren da wunderbare Stoffe.
Ich zeige euch mal meine Auswahl.
Die Farben sind in natura deutlich leuchtender, jetzt von oben nach unten
- mitteldicker cognacfarbener Wollcrepe, noch nicht verplant
- roter Merinostrick vom Fall ähnlich wie Romanit, eventuell ein schmales langärmeliges Kleid
- traumhaft kuschelige Woll- Angoramischung, anthrazit-wollweiß meliert, ein Anteil an Rooibos
- terracotta Wollstrick, auf dem Schild stand "gekochte Wolle", der andere Rooibosteil
- Doubleface Merinostrick, eine Seite grauweißes Fischgrätmuster, die andere Seite kiwigrün, noch nicht
verplant.
Schade, daß ihr nicht anfassen könnt.
Meine Antwort auf das Nähfragezeichen 13 von Meike
Wirklich gefüttert habe ich bis jetzt nur Jacken, aber ich besitze 2 Unterkleider und 2 Unterröcke. Ein Unterrock ist gekauft und aus dünnem Wolljersey, den ziehe ich unter Röcke oder Kleider damit sie nicht hochkrabbeln. Das funktioniert gut, das wollte ich immer gerne kopieren, weil der gekaufte so eine grauenhafte Farbe hat. Aber dafür hatte ich noch keine Zeit :-).
Der andere Unterrock ist ein Mini aus einem dickeren Wollstrick, den ziehe ich zum Popowärmen an, wenn es draußen kalt ist, weil der so kurz ist guckt er unter keinem Saum hervor.
Was ich noch total genial finde ist meine Radlerhose aus dünnem Walk, die habe ich aus einem Rest von einem anderen Projekt genäht. Die hält toll warm.
Ich konnte mich bisher noch nicht überwinden die normalen Futterstoffe zu verwenden, weil die in der Regel aus Kunstfaser sind und für wirklich schöne Futter war ich irgendwie immer zu geizig.
Daher habe ich bis jetzt immer separate Unterkleidung gehabt , finde ich nach wie vor praktisch, weil sie vielseitig einsetzbar ist und schon mal ein Sommerkleid im Winter tragbar macht.
Aber mein Weihnachtskleid werde ich füttern , am liebsten mit Seide.
Meine Güte waren da wunderbare Stoffe.
Ich zeige euch mal meine Auswahl.
Die Farben sind in natura deutlich leuchtender, jetzt von oben nach unten
- mitteldicker cognacfarbener Wollcrepe, noch nicht verplant
- roter Merinostrick vom Fall ähnlich wie Romanit, eventuell ein schmales langärmeliges Kleid
- traumhaft kuschelige Woll- Angoramischung, anthrazit-wollweiß meliert, ein Anteil an Rooibos
- terracotta Wollstrick, auf dem Schild stand "gekochte Wolle", der andere Rooibosteil
- Doubleface Merinostrick, eine Seite grauweißes Fischgrätmuster, die andere Seite kiwigrün, noch nicht
verplant.
Schade, daß ihr nicht anfassen könnt.
Meine Antwort auf das Nähfragezeichen 13 von Meike
Wirklich gefüttert habe ich bis jetzt nur Jacken, aber ich besitze 2 Unterkleider und 2 Unterröcke. Ein Unterrock ist gekauft und aus dünnem Wolljersey, den ziehe ich unter Röcke oder Kleider damit sie nicht hochkrabbeln. Das funktioniert gut, das wollte ich immer gerne kopieren, weil der gekaufte so eine grauenhafte Farbe hat. Aber dafür hatte ich noch keine Zeit :-).
Der andere Unterrock ist ein Mini aus einem dickeren Wollstrick, den ziehe ich zum Popowärmen an, wenn es draußen kalt ist, weil der so kurz ist guckt er unter keinem Saum hervor.
Was ich noch total genial finde ist meine Radlerhose aus dünnem Walk, die habe ich aus einem Rest von einem anderen Projekt genäht. Die hält toll warm.
Ich konnte mich bisher noch nicht überwinden die normalen Futterstoffe zu verwenden, weil die in der Regel aus Kunstfaser sind und für wirklich schöne Futter war ich irgendwie immer zu geizig.
Daher habe ich bis jetzt immer separate Unterkleidung gehabt , finde ich nach wie vor praktisch, weil sie vielseitig einsetzbar ist und schon mal ein Sommerkleid im Winter tragbar macht.
Aber mein Weihnachtskleid werde ich füttern , am liebsten mit Seide.
Mittwoch, 9. November 2011
MMM Simplicity 3673
Ich trage heute Simplicity 3673.
Dieser Schnitt war schon an vielen MMM-Frauen zu bewundern, und jede Umsetzung hat mich überzeugt. Wunderbarerweise muß ich nur 10 Minuten Fahrrad fahren und zack habe ich den Schnitt.
Ich gucke gern im Netz, wie andere den Schnitt umgesetzt haben, auch wenn ich schon mehrere Ausführungen gesehen habe.
Gute Idee, denn ich konnte mir daraufhin auch die Variante mit dem engen Rock vorstellen, weil mich dieses Bild so entzückt hat.
Die Wahl der Rockform fällt mir nicht leicht, da zu weite Röcke mir nicht besonders gut stehen.
Enge Röcke sehen zwar toll aus, aber ich will in meiner Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt werden, mit einem Bleistiftrock bin ich schon mal hingefallen, weil der Rock mich gebremst hat.
Deshalb mache ich die Röcke unten ein wenig weiter.
Genau das habe ich bei meinem Kleid auch gemacht und natürlich mußte ich es cirka 10 cm kürzen. Das Material ist ein schwarzlila Stretchdenim. Ein ziemlich fester Stoff, der sich aufgrund des Elasthananteils aber sehr komfortabel trägt.
Ich bin begeistert von meinem neuen Kleid, die Fotos sind von gestern abend, deshalb ein wenig geknittert. Das Kleid hat einen langen Arbeitstag hinter sich.
Eine Zusatzbelohnung war, daß ich endlich mein Pomponband verwenden konnte.
Das Band liegt hier schon ziemlich lange rum, ich hatte es gekauft, weil ich schon oft Säume mit Pomponband gesehen habe und wirklich toll fand.
Bis jetzt hat es mich bei meinen Säumen nicht überzeugt, hier finde ich es aber wirklich klasse.
Hier geht es weiter zu den anderen Damen vom MMM.
Dienstag, 8. November 2011
Weihnachtskleid Sew- Along 2011
Ich mache mit, das ist eine spannende Idee von Catherine.
Beim ersten Durchlesen hatte ich mich spontan entschieden, daß diese Aktion nichts für mich ist.
Ich nähe selten so strukturiert und schon gar nicht über einen langen Zeitraum an einem Projekt.
Nach einiger Zeit war ich fasziniert davon einmal ganz anders vorzugehen.
Jetzt sprudeln schon verschiedene Ideen und ich freue mich darauf.
Mittwoch, 2. November 2011
Drehkleid
MMM mit wunderbaren Anregungen.
Ich fliege heute in Vogue 8509.
Ein weites Kleid stand schon länger auf meiner Wunschliste.
Dieses Kleid von Sabine hat mich dann so richtig beflügelt .
Als ich den Schnitt ausfaltete war ich erstaunt.
Ich habe ausnahmsweise in der Anleitung nachgelesen, aber es ist wirklich so. Im Oberteil werden die Falten ausgeschnitten und dann nur noch ein kurzes Stück zusammengenäht.
Das ist genial, weil die Falten ohne große Mühe symmetrisch werden, am längsten dauert hier das Versäubern der Kanten. Ich liebe meine Schrägbandformer, ich habe alles mit Schrägband eingefasst. Den Saum habe ich ganz wenig gekräuselt, dadurch entsteht ein kleiner Balloneffekt.
Ich trage es mit meinem schwarzen Wollunterkleid, somit ist es auch wintertauglich. Der Stoff war ein Schnäppchen für 3,--€, ein zarter Baumwollbatist.
Vor lauter Begeisterung habe ich das Kleid gleich nocheinmal aus heiligem Stoff zugeschnitten, dabei gab es allerdings einige Unfälle. Ich bin aber zuversichtlich, daß ich das noch retten kann.
Ich freue mich auf euch.
Dienstag, 1. November 2011
Leider zuviel abgeschnitten und Antwort auf Nähfragezeichen 12
Nachdem Melleni von ihrem Unglück berichtete bekenne ich, ich bin eine Zuvielabschneiderin.
Da ich nicht besonders lang bin (1,60 m) habe ich schon immer Hosen, Röcke, Kleider kürzer machen müssen.
Vogue 8319 ist einer meiner Lieblingsschnitte. Als ich ihn das erste Mal genäht habe war das Kleid viel zu groß, also habe ich es an den Prinzessnähten verkleinert. Ich war ganz behutsam und mußte mehrfach anpassen, bis das Kleid saß.
Diesen Vorgang wollte ich abkürzen und habe den Papierschnitt verkleinert, damit ich dann eine perfekte Vorlage habe. Ich bin auch nicht so schmal wie ich dachte.
Leider konnte ich das Kleid nicht ohne tatkräftige Unterstützung anziehen.
Um es auszuziehen mußte mein Liebster am lebenden Objekt die Naht auftrennen.
Großer Mist, was habe ich geflucht und mich über mich geärgert.
Aufgeben wollte ich aber nicht, deshalb habe ich das Kleid hinten in der Mitte aufgeschnitten und einen Streifen eingesetzt. Jetzt passt es und wird häufig getragen.

Jetzt zum Nähfragezeichen 12 von Meike.
Ich habe keinen Reißverschluß eingesetzt, der gehört mit zu meinen Angstgegnern genau wie Knopflöcher, darum nähe ich meistens Kleider, die ich über den Kopf ziehen kann.
Eigentlich meide ich jede Art von Verschlüssen, weil sie bei mir immer ein wenig ungenau werden.
Reißverschlüße werfen Falten und selbst genau ausgemessene Knopflöcher beulen sich in den Zwischenräumen aus.
Ich nähere mich den Knopflöchern langsam und nähe sie nur in dicke Wollstoffe, da macht es nicht soviel aus, wenn sie ungleich groß sind.
Hier gibt es noch mehr Anworten zum Nähfragezeichen 12.
Da ich nicht besonders lang bin (1,60 m) habe ich schon immer Hosen, Röcke, Kleider kürzer machen müssen.
Vogue 8319 ist einer meiner Lieblingsschnitte. Als ich ihn das erste Mal genäht habe war das Kleid viel zu groß, also habe ich es an den Prinzessnähten verkleinert. Ich war ganz behutsam und mußte mehrfach anpassen, bis das Kleid saß.
Diesen Vorgang wollte ich abkürzen und habe den Papierschnitt verkleinert, damit ich dann eine perfekte Vorlage habe. Ich bin auch nicht so schmal wie ich dachte.
Leider konnte ich das Kleid nicht ohne tatkräftige Unterstützung anziehen.
Um es auszuziehen mußte mein Liebster am lebenden Objekt die Naht auftrennen.
Großer Mist, was habe ich geflucht und mich über mich geärgert.
Aufgeben wollte ich aber nicht, deshalb habe ich das Kleid hinten in der Mitte aufgeschnitten und einen Streifen eingesetzt. Jetzt passt es und wird häufig getragen.
Jetzt zum Nähfragezeichen 12 von Meike.
Ich habe keinen Reißverschluß eingesetzt, der gehört mit zu meinen Angstgegnern genau wie Knopflöcher, darum nähe ich meistens Kleider, die ich über den Kopf ziehen kann.
Eigentlich meide ich jede Art von Verschlüssen, weil sie bei mir immer ein wenig ungenau werden.
Reißverschlüße werfen Falten und selbst genau ausgemessene Knopflöcher beulen sich in den Zwischenräumen aus.
Ich nähere mich den Knopflöchern langsam und nähe sie nur in dicke Wollstoffe, da macht es nicht soviel aus, wenn sie ungleich groß sind.
Hier gibt es noch mehr Anworten zum Nähfragezeichen 12.
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