Mittwoch, 30. November 2011

Alleskönner

Das beste Foto in Anbetracht der Lichtverhältnisse.
Ich trage Simplicity 7051, einen von mir viel geliebten und darum auch mehrfach genähten Schnitt.
Dieses Kleid hatte ich mir für unseren Sommerurlaub genäht.
Da ich eine Sonnenallergie habe brauche ich luftige Kleidung, die möglichst viel Haut  bedeckt.
Darum  brauche ich  für einen Fahrradurlaub in Andalusien im August ein langärmeliges Kleid.
Das Kleid ist aus Tussahseide, die ich in der Waschmaschine  gewaschen habe , damit sie weicher fällt.
Die Seide trägt sich ist bei Hitze noch angenehmer  als Baumwolle.
Ist das nicht toll, wenn man sich seine Kleider selber nähen kann  und dann edle Materialien vernähen kann, die als Kaufkleidung finanziell ausserhalb meines Budgets wären?
Das begeistert mich immer aufs Neue, Sarai Mitnick von Colette-Pattern hat das so treffend "Champagnergeschmack mit Bierbudget" genannt.
Dieses Modell habe ich ein bißchen großzügiger zugeschnitten, damit viel Luft an meine Haut kommt und ich mich auf dem Rad auch uneingeschränkt bewegen kann.
Super, daß jetzt ein warmes Unterkleid darunter passt , damit wird das Kleid universell einsetzbar.
Vielen Dank an Catherine,  die heute wieder die Party zum MMM gibt.

Montag, 28. November 2011

Thema verfehlt

Heute ist das Thema Zuschnitt.  Meine liebste Variante habe ich dokumentiert.




Vielleicht erkennt ihr den Sonnenschein auf dem Bild, ich habe einen Balkon der ist überdacht und den kann ich  ganzjährig  nutzen.
 Auf dem Balkon liegt ein Teppich, darauf schneide ich dann aus. Der Stoff flutscht dann nicht so, wie auf glatten Unterlagen. Ich schneide ganz altmodisch mit einer guten Schneiderschere. Die Schere ist bestimmt 25 Jahre alt und ich bin froh, mir damals etwas Gutes gegönnt zu haben.
Zuschneiden mache ich eigentlich ganz gerne und auch im Tageslicht, deshalb kann ich keine Fernsehserientips geben.
Bis hierhin alles wunderbar.
Ich war  nach meinem Pastille-Drama ja schon skeptisch, wie wohl die Passform von Truffle wird, deshalb habe ich das Kleid schon mal vorbereitet, also Abnäher genäht und dann zusammengeheftet.



Eigentlich wollte ich Apfelsinen statt der Wollknäule benutzen, mein Liebster sagte "Wir haben nur so kleine Apfelsinen."Mehr sage ich dazu nicht mehr.
Und was jetzt? Neues Oberteil konstruieren und Trufle fertignähen?
Alles verstecken und neu starten? Ich habe den Eindruck über roten Weihnachtskleidern liegt ein Fluch, ich hatte mir letztes Jahr eins genäht, das ist jetzt auch umgearbeitet, weil es total mißlungen war.
Den Stoff finde ich nach wie vor toll , soll ich jetzt Simplicity 2497 nähen?
Das wäre wieder ein Experiment,  der Schnitt ist nicht mein üblicher Geschmack aber irgend etwas daran reizt mich total.  Ich verlinke hier und hier noch 2 Ausführungen , die mir sehr gefallen.
Und wenn es nicht klappt ? Ich bin noch unentschieden, wie es weitergeht, soll ich mich in die ursprüngliche Idee verbeißen, oder neu starten? Mit einem Experiment, oder lieber doch auf bewährte Schnitte zurückgreifen?
Im Augenblick bin ich erstmal ratlos.
Bei Catherine könnt ihr sehen, wie es bei den anderen Weihnachtskleidnäherinnen aussieht.

Sonntag, 27. November 2011

Die Farbe Rot

Ich liebe Rot, leider ist das richtige Rot ganz schwer zu finden.
Das ist mein Adventsrock in genau dem richtigen tomatenrot. Der Stoff ist eine ganz weiche Woll-Alpakamischung von der netten Frau Tersch.
Der materialverbrauch für schmale Röcke ist ja sehr gering, ich brauche nur 0.5 m. Da kann ich mir dann edle Stoffe gönnen. Es macht mir unglaublich viel Freude mit hochwertigen Stoffen zu arbeiten, da macht sogar Säumen mit der Hand Spaß.
Der Schnitt ist ein abgewandelter Römö:
ich habe den Schnitt an den Querabnähern geteilt und den oberen Teil als Bund angesetzt.
Geschlossen wird der Rock mit einer roten Samtschlaufe und einem großen Knopf, so bin ich ums Reißverschluß einnähen herumgekommen.
Jetzt habe ich schon mal ein Weihnachtsteil in rot, mein Weihnachtskleid entwickelt sich nämlich gerade zu einer Katastrophe.

Mittwoch, 23. November 2011

Passt




Wie wunderbar, daß es  Schnitte gibt, die direkt aus der Tüte passen. Simplicity 3673  geht immer, zumindest bei mir.Schnitt abnehmen, auschneiden , nähen fertig.
Nach meinen Anpassungsorgien bei den beiden Schnitten aus dem Colette-Buch, habe ich gegrübelt nach welchen Vorbildern Designer die Schnitte erstellen. Angeblich gibt es  ja Normgrößen, aber egal ob Kaufkleidung oder genähte Kleidung. Größe X ist nicht gleich Größe X.
Das kennen ja alle Frauen und das ist oft einer der vielen Gründe Kleidung selberzunähen. Da muß aber gerne mal reichlich angepasst werden.
Interessant finde ich , daß die hier so oft geschimpften Burda-Schnitte in den englischsprachigen Blogs viel höher geschätzt werden.
Ich bin wirklich gespannt darauf zu beobachten, ob Meringue oder Pastilles aus dem Colette-Buch an anderen Frauenkörpern weniger Paßprobleme verursachen.
Das Gleiche gilt für diesen Simplicity-Schnitt, nur umgekehrt. Er ist mehrfach als Weihnachtskleid geplant .
Ich habe das Kleid da leichtherzig als Selbstläufer gepriesen.Wird dieses Kleid sich wirklich als Zauberkleid bewähren?
Später fiel mir ein, daß Catherine mit der Passform nicht zufrieden war und nachbessern mußte. Mal sehen , was da passiert.
Mein Kleid ist diesmal die Variante mit dem weiten Rock, genäht aus kuschelweichem Wollstoff.
Erst hatte ich einige Bedenken, ob der Schnitt nicht zu mädchenhaft für eine Frau Ende vierzig ist,  auf den Fotos sieht es ganz gut aus, und meinem Mann gefällt es ebenfalls.Jedesmal beim Anziehen zögere ich kurz. Es ist aber superbequem und ich bin begeistert von der Farbe.
Catherine sammelt wieder die ganzen MeMadeTeilnehmerInnen herzlichen Dank dafür.

Montag, 21. November 2011

Kirschtrüffel

Meine Stoffwahl hatte ich letzte Woche ja schon verraten. Ich habe mir die Auswahl, die ich virtuell getroffen habe angesehen und vor allem befühlt und bin bei dem roten Wollstoff geblieben.
Es ist ein leichter Wollstoff, wie ich es mir von dem Namen "Panama" erhofft habe.
Die Farbe ist nicht ganz so wie gewünscht, eher ein sattes Kirschrot und kein Pink., Ich hatte keine Lust auf die Jagd nach dem perfekten Stoff zu gehen, zumal ich den Preis dieses Stoffes auch ziemlich attraktiv fand. Der Schnitt ist schließlich ein Experiment und ob Truffle alltagstauglich ist?
Also kein Cassistrüffel sondern ein Kirschtrüffel. Gewaschen ist der Stoff auch schon,bügeln ist ein Gucken, er knittert nicht hat nur wenige Falten vom Trocknen. Die Eigenschaft "Knitterfrei" in der Stoffbeschreibung gefiel mir von Anfang an.
Nun bin ich gespannt wie ein Flitzebogen, wie es sich mit der Passform von Truffle verhält.
 Ich habe mir den türkisweißen Pünktchenstoff gekauft, vielleicht nähe ich mir daraus aber lieber doch ein Unterkleid, das kann ich dann öfter anziehen, als wenn ich es als Futter in Truffle verarbeite. So ganz traue ich mir die Dekadenz dann doch nicht.
Ich hätte noch eine kleine Auswahl Baumwollfutterstoffe im Schrank.
Jetzt schaue ich bei Catherine mal was ihr so geplant habt.

Samstag, 19. November 2011

Bittere Pillen



Schönes Kleid oder? Mir gefällt es
Das ist Pastille aus dem Colettebuch.
Seit das Buch angekündigt ist bin ich scharf darauf mir das Titelmodell zu nähen. Ich finde die Ärmel so entzückend, den Rockteil mit den Pintuckfalten, ach eigentlich alles.
Dann hatte ich diesen wunderbaren kuscheligen Stoff und wußte schon genau, wie sich dieser Stoff verwandelt in dieses Kleid anfühlen wird.
"An den Stoff haben sich nicht viele rangetraut, weil der so grob gewebt ist" , so war der Kommentar der Stoffladenbesitzerin.
Macht mir doch nichts, ich bin schließlich mutig und unkonventionell.
Ich war beim Zuschneiden großzügig. Der Stoff ist wirklich sehr grob gewebt und ich wollte nicht dauernd an dem Kleid rumflicken müssen, wie an meinem Rooibos.
Da fand ich es eine gute Idee ein wenig Platz zu lassen, zumal der Stoff auch ganz schön dick ist. Das Kleid sollte schließlich nicht so auftragen.
Die Folge war, ich habe alles enger gemacht und zwar richtig viel, die Pintuckfalten im Saum hatte ich gestrichen, da der Stoff dafür zu fragil war.
Die Ärmel mußten ab, die Schulternähte verkürzt werden. Es sitzt immer noch recht großzügig, aber ich finde das zu vertreten.
Vielleicht liegt das Anpassungsdrama an meiner Karlsson-Mentalität, "das stört keinen großen Geist".
Ganz abgeschrieben habe ich Pastilles noch nicht, ich hätte einfach gerne ein Kleid, das so aussieht wie auf dem Foto. So richtig glaube ich nicht mehr, daß es klappt.
Dieses Kleid kann ich mit Fug und Recht eigener Entwurf nennen. Da einzige das noch dem Original ähnelt ist der Ausschnitt.
In die Taille habe ich einen Streifen aufgesetzt, weil der Stoff an den Nähten auseinander fiel

.
Alle Säume und der Bund haben Rollsäume und sind dann mit Hand angenäht.
Das hat ganz schön lange gedauert, hat sich aber gelohnt. Das Kleid ziehe ich wirklich gerne an und bis jetzt hat sich noch keine Naht aufgelöst.
Die Anpassungen, die ich an diesem Colette-Schnitt vornehmen mußte gehen wahrscheinlich zu meinen Lasten. Mal sehen wie es mit meinem Weihnachtskleid wird, ich denke ernsthaft über ein Probemodell nach.

Mittwoch, 16. November 2011

MMMMeringue





Ich arbeite das Colette-Buch durch. Hier ist Meringue.
Ich war erst skeptisch, ob mir der Rock mit den Bogenkanten am Saum nicht zu niedlich ist, bin aber jetzt ganz zufrieden damit.
Genäht ist Meringue aus  dem orangen Walk, den ich schon in meinem Rooibos verarbeitet habe. Da der Stoff elastisch ist konnte ich mir den Reißverschluß sparen und habe oben nur ein Jerseybündchen angenäht.
 Dieses Foto  war meine Inspiration zu einem orangenfarbenen Rock.
Das Oberteil ist mein eigener Entwurf inspiriert von meiner Mad-Men - Jacke und diesem Pullover.
Ich mochte keinen so teuren Pulloverschnitt kaufen, deshalb habe ich es mit einem eigenen Entwurf versucht.
Mit dem Ergebnis bin ich hochzufrieden, da sich dieser Schnitt auch für gewebte Stoffe eignet. Das erweitert die Stoffauswahl ungemein.
Das Material ist ein Schurwollstoff, somit ist der Pulli wintertauglich.
Hier noch einmal ein Foto im Stehen :



Leider mußte ich am Meringueschnitt sehr viel anpassen, ich habe den Eindruck der Schnitt ist eine Schmeichelgröße oder hat 10 cm Nahtzugabe.
Ich bin darüber ziemlich ärgerlich, denn ich habe die kleinste Größe abgenommen, was mich sowieso schon angefressen hat, denn wer ist schon gerne eine Null. Bei den Vogue-Schnitten passt immer Größe 6. Wenn Colette Schnitte von Größe 0- 18 anbietet fände ich es schön,wenn sie mir auch passen würden.
Mal sehen, wie die anderen Schnitte aus dem Buch ausfallen.
Vielen Dank an Catherine für die Organisation des MMM  und hier sind alle anderen Kreativen.