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Montag, 28. September 2015

BH Sewalong 4.Teil Finale


Zum Finale des BH Sewalongs von Julia kann ich noch etwas ganz Neues präsentieren.
Ich habe mir mit Verwendung des Watson Bra ein BH-Hemdchen genäht.
Den Watson gibt es als Longline Version, also mit einem deutlich breiterem Band, als BH´s üblicherweise haben.
Dieses Band habe ich nochmal reichlich verlängert.
Dafür habe ich meine  Standard T-Shirt Schnitt zu als Orientierung genommen, dann das Unterteil sollte Form haben und nicht nur ein Schlauch sein.


Den Verschluss hatte ich sowieso schon bei  wegrationalisiert, da meine BH´s alle aus elastischem Stoff genäht sind.
Und weil das erste Hemdchen sich so wunderbar komfortabel trägt, habe ich gleich noch eins hinterher genäht.


Voila, mein erstes Teil für den Vivienne Westwood Sewalong.


Im Design sind meine Hemdchen eher puristisch, da ich die Cups laminiert habe.
Bei der dicken Lage, die dabei entsteht, gelingt mir die Versäuberung mit einem Falzgummi am besten.
Von dem Karostoff habe ich aber noch genug übrig mir ein raffinierteres Modell zu nähen.


Hier noch ein Blick ins Innere. Ich habe das vorgesehene Band als Futter zugeschnitten. Damit soll verhindert werden, dass die Cups hochrutschen.
Ich kenne die Hochrutscherei von Kaufhemdchen, da habe ich 2 Extreme erlebt. Entweder ist das innere Band mit viel Gummi verstärkt, somit knalleng.
Die Folge von diesen strammsitzenden Bändren ist akute Atemnot, zusätzlich werden Röllchen unter den Armen und am Rücken produziert.
Diese Röllchen beobachte ich im Alltag häufig. Seit ich meine Unterwäsche selber nähe schaue ich naturgemäß intensiv auf die Auswirkungen von Dessous bei den Frauen, die mir über den Weg laufen.
Sich deutlich abzeichnende, rollenproduzierende Gummis sind weit verbreitet.
So was muss ich , dank des BH Sewalongs jetzt nicht mehr anziehen.



Das innere Band habe ich unversäubert gelassen damit es nicht aufträgt. Der Dessousstoff löst sich nicht auf.

Mit dem Watson Bra bin ich sehr glücklich, der Schnitt passt mir gut, trägt sich angenehm und lässt viel Raum zum Ausprobieren vieler Techniken.


Den Marlborough Bra , den bei diesem Sewalong von einigen Teilnehmerinnen vernäht wurde, mag ich ebenfalls sehr.
Durch seine Schnittführung bietet er viel Raum für den Einsatz von Spitze oder anderen Designfeatures.
Ich nähe meine Marlboroughs bügellos und auch ohne Verschluss im Rücken.


Mein fazit:
BH Nähen ist klasse.
Ein BH ist ein nettes überschaubares Projekt, bei dem in relativ kurzer Zeit ein kleines Schmuckstück entsteht.
Spitze, Schleifchen, Rüschen trage ich obendrüber nicht, hier habe ich Raum um mich damit auszutoben.
Ich kann gut sitzende Unterwäsche tragen, in der ich mich schön fühle, weil sie nirgendwo kneift, einengt, drückt.

Darum 1000 Dank an Julia, die mir mit diesem Sewalong den nötigen Anstoß gegeben hat endlich ordentliche Dessous zu nähen.
Hier findet ihr die Mitnäherinnen, da sind tolle Modelle entstanden. Es lohnt sich auch die vorherigen Posts zu lesen.
Da ist geballtes Wissen zum Thema gesammelt worden.

Freitag, 11. September 2015

BH Sew-Along- 3. Teil- Nähen


BH Nähen macht mir richtig Spaß.
Nachdem ich meine Einstiegs Bh´s mit gutem Erfolg genäht habe und auch tatsächlich trage, habe ich mich den nächsten Techniken zugewandt.




Julia erklärt in ihrem aktuellen  Beitrag sehr anschaulich das Füttern des Boylston Bra mit Laminat.
Bei La Mona wird auch professionell gezeigt, wie ein Cup mit Stoff bezogen wird.
Mir fehlt auch ein bequemer BH, den ich bedenkenlos unter dünnen Shirts tragen kann. Also habe ich mich auch an die Fertigung eines gefütterten Modells gemacht.
Gewählt habe ich dafür den Watson Bra von Cloth Habit, weil der Schnitt mir gut passt.
Grundsätzlich habe ich mich an dieses Tutorial von Amy gehalten.
Bei der Kantenverarbeitung habe ich den leichten Weg gewählt und einfach ein Falzgummi verwendet. Das gibt einen schönen sauberen Abschluss und ist relativ einfach zu verarbeiten.
Den Außenstoff befestige ich mit Textilsprühkleber an den Schaumcups. Der Kleber wäscht sich wieder raus, ich fand es sehr angenehm mit den zusammengeklebten Cups zu arbeiten.
Es ist ein wenig Fummelei, den Stoff glatt auf die Cups zu ziehen, aber dann sind sie ganz unkompliziert zu vernähen.
Richtig klasse finde ich, dass ich nun einen gefütterten BH habe, der meinen Busen nicht unter dem Schlüsselbein festschnallt.
Auch die Tatsache, das meinem Busen, den ich in seiner Größe sehr passend zu meiner Anatomie finde,  nicht noch 2 Körbchengrößen hinzugefügt werden, schätze ich sehr.



Die Größenwahl ist ja auch noch ein Kapitel für sich. Mir ist es bisher nicht möglich gewesen einen passenden Kauf BH zu finden.
Da ich eine moderate Oberweite habe , brauche ich ein kleines Körbchen, damit vorne kein Stoff zuviel ist.
Als gerne Nicht BH Trägerin brauche ich keinen Halt, also möchte ich ein weites Band. Ich besitze bequeme BH´s, wo mich das Band nicht quetscht, nur leider rutschen die in der Bewegung auch gerne hoch.
So ist es nicht komfortabel Dessous zu tragen.
Jetzt kann ich mir aber jede exotische Größe selber nähen.
Beim Marlborough Bra von Orange Lingerie habe ich mittlerweile 3 Größen ausprobiert.
Der schwarze Spitzentraum ist 38a , im noch nicht abgeschlossenen Testlauf befinden sich die die Größen 36b und 34b.
38a und 36b unterscheiden sich nur beim Band, Körbchen, Brücke und Rahmen sind identisch, dementsprechend ist 34b eben insgesamt eine Nummer kleiner.
Nun ist der kleine BH auch aus einem deutlich dehnbarerem Material genäht und trägt sich ganz anders, als der schwarze, der aus einem zwar dehnbarem aber festerem Lycra gefertigt ist.
Ich habe mir auf Julias Empfehlung hin ein Restepaket bei Wien 2002 bestellt.
Das finde ich klasse, darin sind Dessousstoffe mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften.
Um so viele verschiedenen Materialien kennenzulernen hätte ich noch Jahre gebraucht. Es wäre auch erheblich kostspieliger gewesen, denn das Restepaket "Lycra, Jersey, Spitzen, Gummis" ist sehr preisgünstig.
Mir gefällt es gut jetzt ausreichend Material zu haben, um damit rumzuprobieren.
Stoff und Spitze sind gut vertreten in dem Paket, Gummis habe ich mir separat bestellt, damit ich auch auf jeden Fall die passenden Farben habe.
Der schwarze Marlborough ist komplett aus dem Restepaket gefertigt.
 Die Bügel lasse ich beim Marlborough übrigens weg. Ich habe hier zwar Bügel liegen, nur kann ich mich nicht mit der Idee anfreunden Metallstreben am Körper zu tragen.




Im Zuge meiner Dessous Experimente habe ich noch eine Möglichkeit gefunden schöne aber ungeeignete Stoffe zu schönen BH´s zu verarbeiten.
Sowohl der Leo-Jersey wie auch die hellblaue Spitze sind viel zu labberig für einen gut sitzenden BH. Aber sie sind halt so hübsch.
Ich habe sie also mit einem geeigneten Stoff gedoppelt.
Die Idee und die Technik kommt von Madalynne, die sehr schöne Lingerie näht. Ich sprühklebe beide Stoffe vor dem Zuschnitt aufeinander und verarbeite sie dann ganz normal weiter.


So eröffnen sich noch viel mehr Designmöglichkeiten für entzückendes Untendrunter.

Weitere Verarbeitungstips und Erfahrungsberichte ums Lingerienähen finden sich hier bei Julia
Danke, danke, danke Julia für das Erschließen der faszinierenden Welt des Dessousnähens

Mittwoch, 9. September 2015

MMM mit Curlew von Merchant and Mills



Die Schnitte von Merchant and Mills haben mir schon immer gut gefallen. Das schlichte, schnörkellose an den Designs der britischen Firma entspricht genau meinem Geschmack.
Vor kurzem ist das Merchant and Mills Workbook erschienen, das ich mir sehr schnell gekauft habe.
Das Buch enthält 6 Schnitte, die alle miteinander kombiniert werden können und so einen Grundstock für eine Garderobe bilden sollen.
Das Buch ist in den englischsprachigen Nähblogs mehrfach vorgestellt und ausführlich besprochen worden.
Ruth von Corecouture hat sich ihre Urlaubsgarderobe fast komplett nach M&M genäht, hier der Link zur Buchbesprechung.
Es gibt, wie gesagt, eine Menge Besprechungen dieses Buches, darum wiederhole ich das hier nicht und stelle erst mal mein Kleid vor.


Curlew gibt es in verschiedenen Varianten, als Top, als Kleid, mit Ärmeln und ärmellos.
Das Kleid ist nicht einfach nur das verlängerte Top, sondern hat ein geteiltes Rückenteil, das meiner Meinung nach essentiell für den schönen Fall des Kleides ist.
Auch haben Top und Kleid unterschiedlich große Ausschnitte, die Idee ist, das wenn frau das Top unter dem Kleid trägt, der Ausschnitt des Untertops hervorblitzt.
Für mein Kleid habe ich den Ausschnitt vom Top an das Kleid übertragen.
Dieses Kleid, dass ich für die Hochzeit meines Bruders genäht habe, hatte einige Probekleid- Vorgänger.



Zuerst hatte ich das Top genäht, weil es einfach weniger Stoff verbraucht. Da zeigte sich ganz deutlich, dass die vorgesehenen Brustabnäher überhaupt, ganz und gar nicht zu meinem Körper passen.
Ich war ziemlich frustriert, hatte ich mir doch so viel von diesem Schnitt versprochen.
Curlew wird im schrägen Fadenlauf zugeschnitten. Der schräge Fadenlauf ist eine meiner liebsten Techniken unnachgiebige Webstoffe in bequeme Kleidungsstücke zu verwandeln.
Ich besitze einige Oberteile und Kleider, die im schrägen Fadenlauf gearbeitet sind. Vorlagen dafür waren entweder das Scout Tee oder das Shoreline Boatneck .
Beide Schnitte sind aber eher weit geschnitten und ich fand die schmale Silhouette vom Curlew so attraktiv.
Aber beide Schnitte kommen auch ohne Abnäher aus.
Weil ich noch genug Stoff vom Probetop hatte, habe ich noch ein Vorderteil zugeschnitten, diesmal ohne Abnäher.
So passt der Schnitt auch mir.


Der Stoff ist eine lange gehütete Tussah Seide und blau-silber kariert.
Muster und Glanz des Stoffes haben meine Kamera überfordert. Beim Fotografieren hat sie stundenlang gerechnet, bis endlich das Bild ausgelöst wurde und die Bilder sind auch bestenfalls mittelmäßig.
Stellt euch das Kleid einfach doppelt so schön vor.



Dank Julias BH-Sewalong kann ich mir jetzt zu besonderen Kleidern auch noch die passende Unterwäsche nähen.
Zu dem silber-blauen Curlew habe ich mir einen Watson aus blauer Spitze genäht.
Mit dieser Kombi habe ich mich bei dem Fest sehr gut gekleidet gefühlt.
Noch mehr gut gekleidete Frauen treffen sich heute wieder beim Me Made Mittwoch.
Und hoffentlich wird es wirklich nochmal warm, damit Gastgeberin Elke Gelegenheit hat ihr sensationelles Kleid, dass sie zeigt, noch auszuführen.

Sonntag, 23. August 2015

BH- Sewalong Teil 2 -Materialien


Beim zweiten Teil vom Sewalong, den Julia dankenswerterweise ausrichtet geht es um die Materialien, die zum BH-Nähen gebraucht werden.
Das ist ein umfangreiches Thema, das mich lange zögern lassen hat, ob ich mich auf die BH Näherei einlassen möchte.
Soviel Zutaten, verschiedene Gummis, fitzelig kleine Plastikteilchen und lauter unbekannte Stoffe mit fremden Eigenschaften.
Julias Post dazu schafft ein wenig Klarheit und Nina hat ihr Materialpaket hier sehr anschaulich aufgedröselt.

Ich habe schon Anfang des Jahres meine ersten Dessous Nähversuche gestartet. Dafürhatte ich mir den Watson Bra von Cloth Habit ausgesucht, weil das ein gutes Anfängermodell ist. Der Watson wird aus dehnbaren Stoffen genäht und kommt ohne Bügel, Wattierung etc. aus.
Ringe und Verschlüsse habe ich von untragbaren Kauf BH`s abgetrennt und erste Nähversuche mit vorhandenem Baumwolljersey gemacht.
Manchmal hat frau Glück und manchmal lernt sie. Ich habe gelernt.
Erstens waren die entstandenen Teile zu klein und außerdem sahen sie im negativen Sinne selbstgenäht aus.
Trotzdem hat mich das Thema nicht losgelassen und mit diesem Sewalong wollte ich es endlich anpacken.

So habe ich mir von meinen Nähfreundinnen ein Paket von Merckwaerdigh gewünscht.
Zeitgleich bekam ich von Julia ein Care Paket mit Ringen, Schiebern und einigen Dessous-Stoffen geschickt.
Einige Gummis hatte ich hier schon liegen, da ich nur noch maßgeschneiderte Unterhosen trage.
So konnte ich mit adäquatem Material neu starten.


Sehr interessant finde ich das ganz unterschiedliche Tragegefühl, der verschiedenen Stoffe bzw. Verarbeitungsweisen.
Manche Watsons sind sehr weich und dehnbar andere geben deutlich mehr Halt.
Auch im BH Tragen bin ich ja Neuling.
90% meines nachpubertären Lebens habe ich ohne BH verbracht, da alle gekauften Modelle entweder unbequem waren oder ganz und gar nicht passten.
Ich brauche ein kleineres Körbchen aber ein langes Band. Bei den gekauften Modellen war das nicht zu bekommen.
So hatte ich die Wahl entweder ein passendes Körbchen zu haben, dafür aber ein quetschendes Band oder ein passendes Band und Körbchen die mehr Füllung vertragen könnten.
Meine selbstgenähten Dessous passen hervorragend, da kann ich die nicht vorhandenen Möglichkeiten nachholen.
Weilmein Nachholbedarf so groß ist habe ich dann auch gleich meinen Vorrat aufgestockt.
Schließlich habe ich noch einige Schnitte auf meiner Nähliste.




Bei Wien 2002 habe ich eine Auswahl verschiedenste Gummis bestellt, zusätzlich noch einen Meter Dessous Stoff, ein Stück Laminat und einen Meter Powernet.
Da sich die Stoffe, die ich vernäht hatte ganz unterschiedlich verhielten habe ich aus Forschungszwecken auch noch den karierten Stoff und Wäschetüll bei Sewy bestellt.
Ich wollte gerne wissen, ob ich den Preisunterschied bei den Stoffen bemerke.
Repräsentativ ist das Ergebnis nicht, aber mein karierter Stoff fühlt sich ein kleines bisschen wertiger an als der Stoff von Wien 2002. Kann aber auch Zufall sein, da sind noch weitere Versuche nötig.
Wobei der Stoff, den ich bei Wien 2002 gekauft habe auch gut ist.



Ich hatte das große Glück mich letzte Woche mit Kleidermanie und dasbürofürschönedinge zu einem BH-Näh-Tag treffen zu können.
Ach, war das schön.
Mit so viel moralischer Unterstützung habe ich mich dann auch an den Marlborough Bra gewagt.



Ich bin mit dem Schnitt sehr zufrieden. Bei der Größenwahl habe ich noch testen müssen. Beim Nähkränzchen ist der gelb-karierte Marlborough entstanden.
Den habe ich in Größe 34 b genäht und er passt sehr genau, darum habe ich die Folgemodelle in 36 b genäht, passt besser.
Hier war ich auch experimentierfreudiger bezüglich der Materialien.
Der gelbe ist komplett aus der Sewy Bestellung genäht. Für den Leoparden BH habe ich Reste von meinem neuen Wickelkleid verwendet. Das ist ein ganz weicher Baumwolljersey. Um den Stoff  BH tauglich zu machen, habe ich ihn komplett mit Wäschetüll unterlegt und das Band aus Powernet zugeschnitten.
Der braune Marlborough mit der rosa Spitze ist aus einer lange gehüteten Seide mit Lycra und die Spitze ist aus meinem Merckwaerdigh Paket.
Der Seiden BH sitzt deutlich strammer, als die beiden anderen Modelle, eventuell müsste ich für anderes Material noch mal mit den Größen herumspielen
Leider war ich etwas knapp an Bügelband. Nachdem ich das vorhandene falsch an den gelben Marlborough genäht hatte und die Bügel nicht einfädeln konnte, habe ich allerdings feststellen können, dass sich die BH´s auch ohne Bügel sehr gut tragen lassen.
Mich hat die DNS voll erwischt, es gibt noch unzählige Ideen, die mir im Kopf herumschwirren.
Damit ich die umsetzen kann habe ich mir ein Restepaket bei Wien 2002 gegönnt und natürlich ausreichend Bügelband und tatsächlich noch andere fehlende Gummisorten ergänzt.
Wenn das kommt, kann ich richtig in die vollen gehen.

Hier findet ihr die anderen Dessous-Näherinnen.

Mittwoch, 5. August 2015

BH-Sewalong-Inspiration und Planung


Ich freue mich sehr, dass sich Julia bereit erklärt hat, diesen BH Sewalong zu veranstalten.

Seit geraumer Zeit bin ich von der Idee mir einen maßgeschneiderten BH zu nähen fasziniert. Im Netz sind im letzten Jahr viele schöne Modelle aufgetaucht, die meinen Wunsch, so ein hübsches Teil herzustellen, immer weiter wachsen lassen haben.
Als Amy von Cloth Habit dann den Watson Bra auf den Markt brachte, habe ich mir mein erstes BH-Schnittmuster gekauft.
Der Watson ist viel genäht und viel gelobt worden. Es ist ein Anfängerinnen Modell, mit dem sich die ersten Schritte in Richtung Lingerie- Nähen machen lassen.
Ich habe auch schon 2 Probemodelle aus Jerseyresten, die ich hier hatte genäht.
Die Anschaffung von allem möglichem Spezialzubehör fand ich sehr einschüchternd, darum habe ich Materialien verwendet, die ich zu Hause hatte.
Träger, Verschlüsse etc. habe ich aus meinem großen Vorrat furchtbar unbequemer Kauf BH´s genommen.
So ganz erfolgreich war dieser erste Anlauf nicht.
In erster Linie liegt das an der falschen Größenwahl, meine Watsons sind einfach zu klein. Mit der Teilnahme am Sewalong möchte ich für mich soviel Motivation aufbauen, doch nochmal nachzumessen und einen passenden Watson zu nähen.
Inzwischen habe ich auch "echtes" BH Material hier liegen, so dass einer erfolgreichen Produktion nichts mehr im Wege steht.


Eigentlich freue ich mich auch darauf, neue Techniken zu üben, darum möchte ich gerne noch den Marlborough Bra und eventuell auch den Boylston Bra von Orange Lingerie nähen.
Julia zeigt so wunderschöne Modelle nach diesen beiden Vorlagen, da kann ich nicht widerstehen.
Diese beiden Schnittmuster sind deutlich fortgeschrittener ausserdem sind es Bügel BH´s. Sehr gerne möchte ich mir auch noch einen schaumgefütterten BH nähen.
Ich erhoffe mir neben dem Nähabenteuer, dass dieses neue Kapitel für mich bringt, auch endlich einen bequemen BH zu besitzen.
Ich habe in meinem Leben schon viele BH´s gekauft; billige, teure, im Fachgeschäft mit Beratung, bei Bekleidungsketten alleine; aber bequem waren die nie.
Im Grunde bin ich BH-Skeptikerin, am liebsten trage ich (bis jetzt?) einfach keinen BH.
Ich hätte gerne die Wahl, ob mit oder ohne.
Zum Schluss habe ich noch 2 Leseempfehlungen zum BH- Thema allgemein.
Makellosmag schreibt über unter anderem über die Konformität der aktuellen BH Mode.
Kristin Chirico berichtet über ihren Selbstversuch, eine Woche keinen BH zu tragen.
 Und hier geht es zur Verlinkung der anderen BH-Näherinnen