Posts mit dem Label Mantel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mantel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 8. November 2017

MMM 8.November 2017- Yona Wrap Coat von Named




Den Yona Wrap Coat von Named hatte ich schon mal genäht. Den Schnitt finde ich toll, darum stand schon lange eine zweite Version aus schlichtem Stoff auf meiner Wunschliste. 
Für das Nähkränzchen am Reformationstag war der Mantel, obwohl ich finde es ist eigentlich eine Jacke, ein perfektes Projekt.


Ich hatte alles vorbildlich vorbereitet :
zugeschnitten, Einlage aufgebügelt, Futter zusammengenäht, Taschen fertiggestellt.
Yona hat keine Verschlüsse, keinen Schlitz ist also wirklich schnell und einfach zu nähen.
Leider habe ich in der Überzeugung ein schnelles, einfaches Projekt zu nähen totalen Quatsch mit dem Kragen gemacht.
Auftrennen braucht doch seine Zeit, so konnte ich leider nicht in meiner neuen Jacke nach Hause fahren.


Meine Yona ist aus einem monsterdickem Strick genäht, die Oberfläche hat eine Struktur ähnlich wie Persianermäntel.
Den Schnitt finde ich wirklich toll, nur würde ich um den Po herum gerne ein bisschen mehr Luft haben.
Der Stoff war ziemlich knapp bemessen, ich hatte nur noch ein Reststück von 1, 80 m bekommen.
Da konnte ich nur wenig dazugeben.
Den Gürtel musste ich schmaler zuschneiden und auch aus 3 Teilen zusammensetzen.


Besonders stolz bin ich auf die Taschen. Ich habe bei gefütterten aufgesetzten Taschen oft das Problem, dass das Futter an den Rändern rauskrabbelt.
Meiner ersten Yona hatte ich deshalb Pattentaschen gegönnt. Hier hat es richtig gut geklappt.


Die Hose ist meine Variante mit weitem Bein von der Tessa Jeans von Seamwork, hier habe ich  den Schnitt genauer vorgestellt, der Pulli ist gekauft.
Für nicht so kalte Tage ist Yona eine Jacke, die sich zu vielem kombinieren lässt und eigentlich einfach zu nähen ist.
Ich hätte sie gerne noch aus einem helleren Stoff und mit etwas mehr Raum für den Hintern.


Mit meinem Mantel/Jacke geselle ich mich zu den gutgekleideten, selbstbenähten Frauen , die sich jeden Mittwoch auf dem MMM-Blog treffen.
Sybille hat einen Hammermantel genäht, unbedingt vorbei schauen.

Mittwoch, 22. Februar 2017

MMM 22. Februar 2017-Isla Trench von Named



Es wir Frühling, da müssen vorher noch ein paar Winterstoffe vernäht werden, um Platz für die bald sprießenden leichten Stoffe zu schaffen.
So ein Mantelstoff macht ordentlich Platz frei.




 Dieser sehr weiche ausgesprochen üppige Doubleface Wollstoff liegt nun schon seit  Jahren bei mir im Lager.
Eigentlich hatte ich ihn als schwarzen Stoff gekauft, aber schon beim Bügeln erwies sich die schwarze Seite als Flusenmagnet.
So habe ich jetzt einen hellgrauen Mantel, den ich noch besser als eine schwarzen Mantel gebrauchen kann.


Mein Schnitt, den Isla Trenchcoat von Named habe ich schon mal genäht . Außerdem gefällt mir jeder Mantel, den andere nach diesem Schnitt nähen ausnehmend gut.
Schnitt und Mantel passen erstmal nicht so gut zueinander, darum habe ich einige Änderungen, also eigentlich Weglassungen , vorgenommen.

Für die klassischen Capes an den Schultern war mir der Stoff zu üppig, da war mir sofort klar, dass die nicht funktionieren.
Den Schlitz habe ich mir auch gespart, ebenso wie  Kragenriemen und Ärmelschnallen.
So wurde der aufwendige Mantel zu einem mittelschnellen Nähprojekt.



Der Futterstoff ist eine Viskose, die ich sehr günstig bei *arstadt erstanden habe.
Bei Isla gibt es einen separaten Futterschnitt , so passt das Futter perfekt in den Mantel.


So richtig geeignet ist der Stoff nicht für den Schnitt. Er ist einfach zu dick, mit geschlossenem Gürtel sehe ich ein bisschen gemupft darin aus.
Zu weich ist er auch, obwohl ich die Teile komplett mit Einlage bebügelt habe, drücken sich die Säume durch.
Außerdem knautscht er ein wenig.
Trotzdem bin ich ziemlich stolz auf ihn und trage ihn ausgesprochen gerne.
Gerade jetzt, wo die Tage merklich länger werden ist es toll sich in einen hellen Mantel zu hüllen.


Bei Me Made Mittwoch empfängt uns heute Katharina in traumhafter blauer Kleidung.
Ich wünschte, ich hätte die Ausdauer mir so eine himmlische Norwegerjacke zu stricken.
Meine Geduld reicht gerade für einen Pussyhat.
Den trage ich wider Erwarten auch richtig gerne.
Ich habe den einfach gerade hoch rund gestrickt und dann oben zusammengenäht.

 

Mittwoch, 25. Januar 2017

MMM 25.Januar 2017 -Bamboo Coat von Waffle Patterns


Beim MMM, dem Laufsteg für handgemachte Kleidung, empfängt uns heute Dodo in Waxprint.

Ich zeige meinen Bamboo Coat von Waffle Patterns. Der Schnitt ist letzten Herbst erschienen und auch schon einige Male genäht worden.
Mir gefällt er auch sehr gut. Ich mag die klare klassische Form und zudem sind die Schnitte von Waffle Patterns in der Regel gut gemacht.


Der Stoff ist ein wunderbarer Streichelstoff in dunkellila mit Haaren.
Und ein Beispiel für die tolle Näherinnengemeinschaft.
Letztes Jahr tauchte Nina /Kleidermanie ,bei der Annäherung im Januar, mit einem Mantel aus diesem Stoff auf.
Mantel und Stoff wurden bewundert, gestreichelt und ausgiebig anprobiert.
Das Schätzchen stammt aus dem Tandem Fabrikverkauf im Süden. Monika/wollixundstoffix hat sich geopfert und alle vorhandenen Ballen aufgekauft und dann in ganz Deutschland verteilt.

Ich weiß von etlichen Nähfreundinnen, die dunkellila Kuschelmäntel haben oder haben werden. Auch bei der Annäherung in diesem Januar war der Stoff zweimal vertreten.

Für mich war die besondere Textur ein willkommener Anlass meinen Bamboo ganz unaufwändig zu gestalten.

Die langen Haare reagieren nicht besonders gut aufs Bügeln.
So hat mein Mantel aufgesetzte Taschen bekommen und auch auf die elegante verdeckte Knopfleiste habe ich verzichtet.


Ich habe meinen inneren Schweinhund überwunden und bezogene Druckknöpfe angenäht.
Selbst die tolle Technik an meiner Nähmaschine wollte keine vernünftigen Knopflöcher in das Fell nähen.
Die Probeknopflöcher in einem Reststück haben noch gut geklappt, traumhaft schöne Augenknopflöcher sind da entstanden.
Mit dem ganzen Mantel dran hat der Transport leider nicht mehr reibungslos funktioniert.



Wenn es jetzt endlich ein kleines bisschen wärmer werden würde, könnte ich den Mantel auch ausführen.
So lange es aber so bitterkalt ist, kann ich nur in meinem dicken Daunenmantel nach draußen.


Der Vollständigkeit halber noch ein Schnappschuss vom untendrunter.
Das ist gerade meine Winteruniform.
Eine gefütterte weit Wollhose, hier die Alexandria von Named Clothing. Da habe ich die Beine deutlich weiter gemacht.
Die Hose ist aus einem weichen Wollflanell, gefüttert mit Baumwollbatist.
Dazu trage ich gerne den Undercover Hood von Papercut Patterns, hier aus zartem Woll- Mohair- Polygemisch.



Montag, 14. November 2016

Clare Coat von Closet Case Files beim Wintermantel-Finale




Seit gestern treffen sich die Wintermantel-Näherinnen auf dem MMM- Blog.
Vielen Dank an Karin und Nina, die mich diesen Herbst durch das Abenteuer Mantel nähen geleitet haben.


Ein Mantel ist ein langes Nähprojekt und für mich auch mit einer großen Unsicherheit behaftet. Da kann so viel schiefgehen, meist erst zum Schluß, wenn schon viel Arbeit darin steckt.
Ich merke bei mir, dass ich gut einen Anschubser brauchen kann, um mich dem möglichen Scheitern zu stellen.
Mein eigentlich geplanter Peppernot-Mantel ist leider ein Projekt, dass dauernd Nachbesserungen verlangt.
Ich hoffe das er zum Finale der Herzen fertig wird.


Clare hatte ich schon letztes Jahr in der anderen Variante mit dem seitlichen Reißverschluss genäht. Da sind mir beide Mäntel nach dem Schnitt gelungen.
Darum hatte ich den Schnitt als Zweitmantel für diesen Sewalong im Hinterkopf.
Eigentlich hätte ich mich für einen meiner gesammelten Mantelstoffe dafür benutzen wollen.


Ganz unerwartet lag da aber dieser gelbe Wollstoff, neuseeländische Wolle, ganz dolle reduziert und so schön gelb, daraus wollte ich unbedingt einen Wintermantel.

Den Schnitt musste ich ein wenig variieren, da die gelbe Wolle kein Bekleidungsstoff sondern ein Polsterstoff ist. Also ist er ziemlich viel dicker als selbst die üppigsten Mantelstoffe, die ich bisher in der Hand hatte.

Die vorgesehenen Abnäher in Vorderteil und Ärmel habe ich weggelassen, das geht bei der Silhouette des Mantels ganz gut. Viel Raum für Oberweite brauche ich auch nicht.




Eine weitere Variation sind die aufgesetzten Taschen, weil ich einfach keine vernünftigen Nahttaschen hinbekomme.
Dank kompetenter Unterstützung beim Schwarzwaldnähen konnte ich den Kragen problemlos und faltenfrei anbringen.
1000 dank an Sybille und Yvonne ohne deren überlegenes Wissen der Mantel wahrscheinlich bei meinen anderen zahlreichen Mantel-Ufos liegen würde .
Für mich war es ganz neu, den Kragen getrennt an Beleg und Außenhülle zu nähen. Bisher hatte ich das erst bei der Kapuze von Peppernot so gemacht.
Bei diesem monsterdicken Stoff wäre es aber überhaupt nicht anders möglich gewesen.


Zum fröhlichen Gelb habe ich ein genauso fröhliches Futter kombiniert. Es handelt sich um eine sehr dünne Viskose, damit der relativ schwere Mantel nicht noch zusätzliches Gewicht bekommt.


Geschlossen wird der Mantel mit 3 großen Druckknöpfen. Ich hasse Druckknopf annähen wie die Pest, hier gab es aber keine andere Möglichkeit wegen des fetten Stoffes.


Gleich teste ich, ob der Mantel mit meinem Daunenmantel mithalten kann.
Letzte Woche war ich so erkältet, das Clare bisher erst Auto gefahren ist.

Und hier noch ein weiteres Mal der Link zu den anderen wunderschönen Mänteln beim Mantelfinale.



Mittwoch, 12. Oktober 2016

Me Made Mittwoch am 12.Oktober 2016- Olivia von Named



Heute ist wieder Mittwoch und beim Me Made Mittwoch treffen sich wieder ganz viele gut gekleidete, selbstbenähte Frauen.
Katharina führt den Reigen an mit einem Sommerkleid, das sie  mit einer traumhaften selbstgestrickten Jacke auch bei kühleren Temperaturen tragbar macht.
Ich bin sei gut 2 Wochen aus meinem Sommerurlaub in Süditalien zurück. Tage in Badekleidung und dünnen Flatterkleidern sind mir also noch ganz präsent.
So finde ich es schwierig mich an die kühlen Herbsttemperaturen zu gewöhnen.


Überhaupt ist der Saisonwechsel immer der Zeitpunkt, die Kleidung vom letzten Herbst/Winter neu zu sichten.
Ich probiere ja sehr gerne neue Schnitte aus und nicht alle sind Erfolge.
Ein bewährter Schnitt ist für mich aber ganz sicher das Olivia Wrap Dress aus der Herbstkollektion 2015 von Named Clothing.
Das Kleid habe ich im Januar hier schon mal vorgestellt.


Mein Liebling ist dieses schwarze Kleid aus Parisstoff. Nicht nur der Schnitt hat sich als Liebling erwiesen, auch der Stoff hat sich über die Zeit bewährt.
Es ist ein schwarzer Wolljersey, der ein klein wenig angefilzt ist. So hat er mehr Stand als ein üblicher Strickstoff, hinzu kommt noch dass er nicht pillt. Die Optik ist einem Webstoff näher als einem Jersey, das macht das Kleid insgesamt ein bisschen edler.
Ach und es leiert nicht aus.
Übrigens verknittert der Stoff auch nicht.


Die Bilder sind am Sonntagabend, kurz bevor es dunkel wurde, nach einem Familienkaffeetrinken entstanden.
Auch wenn schwarz sich gewohnt gut fotografieren lässt, kann ich beschwören, dass das Kleid kein Knautscher ist.


Zu dem schwarzen Kleid habe ich meinen Yona Wrap Coat, der im Rahmen des Prada Sewalongs entstanden ist kombiniert.
Yona hat sich bisher als nicht so erfolgreich erwiesen. Der laute Stoff ist schwierig zu kombinieren. Hinzu kommt, dass es eigentlich ein Autofahrerinnen- Mantel ist, weil der Wind in den Mantel reinfegt.
Aber wenn es irgendwie passt ziehe ich ihn an, weil er mir so gut gefällt.


Dienstag, 11. Oktober 2016

Wintermantel- Sewalong- Stoff und Schnitt



Einen Mantel zu nähen ist für mich immer ein Angang. Sonst bin ich eher eine schnell entschlossene, leichtherzige Näherin.
Beim Mantel dauert es gefühlt ewig, bis ich Soff und Schnitt einander zugeordnet habe. Nachdem ich dieses Jahr schon ernsthaft und mit viel Erfolg ins Hosenbzw. Jeansnähen eingestiegen bin, hatte ich die Vorstellung, der nächste logische Schritt ist es Mäntel und Jacken zu nähen.
Seit gut 2 Jahren sammele ich dafür Mantelstoffe, jetzt ist mein Lager so üppig, dass es Zeit wird die Stoffe in kleiderschrankgerechte Form zu bringen.
Als erstes Projekt habe ich mir den Pepernoot Coat von Waffle Patterns ausgesucht.
Der Schnitt lag hier auch schon ein Jahr lang zusammengeklebt herum.
Mir gefällt die Silhouette des Schnitts sehr, besonders toll finde ich die hohe Taillenlinie. Ich habe nur immer gezögert, weil ich lieber einen Mantel mit hohem Kragen statt Kapuze wollte und insgesamt war mir der Peppernoot zu anorakig.
Einen Kragen zu konstruieren habe ich mich nicht getraut, so habe ich den Mantel jetzt mit Kapuze zugeschnitten und die Außenhülle schon mal zusammengenäht.
Tolle Schnitt, alle Linien und Passzeichen passen exakt aufeinander und mir passt er wunderbar ohne Anpassungen.


Karin fragt auf dem Me Made Mittwoch Blog nach der Verwendung von Einlage.
Seit ich mit meiner Clare letztes Jahr, den ersten Mantel mit dem ich wirklich zufrieden war genäht habe, bin ich konvertiert.
Davor habe ich am liebsten keine Einlage verwendet, Clare wird üppig bebügelt und ich habe mich da ausnahmsweise mal an die Anleitung gehalten.
Seitdem mache ich das jetzt immer. Ich bebügele den ganzen Mantel mit einer dünnen Einlage. So bekomme ich einen schön fallenden nicht knautschendes Kleidungsstück.
Yvonne hat hier eine Kaufjacke von innen gezeigt, da wird das genau so gemacht.
Auf meinem Bild ist zu sehen, dass ich verschiedene Einlagen verwendet habe, die Vorderteile sind mit minimal stabilerer Einlage versehen.
Das kam mir logisch vor, außerdem ließ sich die Einlage, die ich beim Vorderteil verwendet habe ätzend bügeln.



Mein Außenstoff ist ein filziger, rostroter Wollstoff, schön leicht.
Beim Futter muss ich mal gucken, was ich so im Schrank habe. Erstmal brauche ich noch Reißverschlüsse für die Taschen, bevor es weitergehen kann.

Auf dem Me Made Mittwoch Blog treffen sich die Mantelnäherinnen.

Montag, 4. April 2016

Prada Sewalong, der Zwischenstand


Der Zwischenstand bei Sewalongs ist bei mir gerne mal der Zeitpunkt, an dem ich hänge.
Nach der ersten Euphorie und den unbeschwerten Überlegungen gilt es dann die Visionen konkret umzusetzen.
Eigentlich wollte ich den Prada Sewalong nutzen mir ganz besondere, ungewöhnliche Kleidung zu nähen.
Da ist aber ein kleiner Zensor in meinem Kopf, der immer wieder fragt, ob ich das auch anziehe, was ich da plane.
Wenn dann auch noch das Leben die Nähzeit radikal zusammenstreicht verliere ich den Anfangsschwung und muss mich neu sortieren.




 2 aufwendige Teile sind aber schon fertig.
Der Yona Wrap Coat in pink kariert ist fertig, getestet und für gut befunden. Der Mantel ist auch ein echtes Designerstück, weil ich selber die Pattentaschen hinzu gefügt habe und dabei die Klappen verdreht aufgenäht habe.
Ebenfalls fertig und auch schon probegetragen ist das Granville Shirt von Sewaholic aus weißer Stretchbaumwolle.
Die Bluse war eine echte Herausforderung, weil der Stoff sich nicht vernünftig bügeln lassen wollte.
Wahrscheinlich ist es das Material, aus dem "bügelfreie" Hemden hergestellt werden.
Bei einer Hemdbluse ist es allerdings fatal, wenn jede Bügelung sofort wieder aufspringt und nicht ordentlich am Platz bleibt.
Da war ich zwischendurch sehr frustriert, weil ich mir doch eine ganz ordentliche Bluse gewünscht habe.
Letztlich bin ich aber ganz zufrieden mit dem Ergebnis.


Dazu wird es eine Thurlow aus dem grünen Leo geben.
Da bin ich ganz sicher, dass der Schnitt gelingt und eine gern getragenes Teil entstehen wird.





Ich kann ohne Schlange nicht mehr leben.
Am Samstag habe ich in netter Gesellschaft Stoffe beim Stoffschrottplatz in Münster eingekauft.
Unter anderem auch den schwarz weißen Schlangenstoff, Baumwolle mit Elasthan.
Ich hatte ja ursprünglich die Idee aus dem grünen Leo ein Hemdblusenkleid zu nähen, da hatte ich keine zündende Idee.
Alle Schnitte, die ich mir angesehen habe, konnten mich nicht überzeugen. Außerdem war mir der Leopard einfach zu bunt für so eine große Fläche.
Die Schlange finde ich deutlich dezenter.
Daraus wird ein Coat Dress entstehen. Den Schnitt habe ich schon getestet und mag ihn sehr gerne.
Die pradaeske Kleidung soll mich auf meiner Reise nach Istanbul Anfang Mai begleiten, da finde ich das Coat Dress wunderbar praktisch.

Bei dieser Planung bin ich zuversichtlich, dass ich bis zum Finale am 24.April gemeinsam mit Monika und Sybille meine Prada-inspirierten Teile zeigen kann.

Gastgeberin Sybille , die mich mit dem Schlangenvirus infiziert hat, zeigt beim zwischenstand des Sewalongs Beeindruckendes.
Und noch mehr Pradaliebhaberinnen gibt es hier zu bewundern.

Montag, 21. Dezember 2015

Finale Weihnachtskleid 2015



Bis Dienstagabend treffen wir uns auf dem Me Made Mittwoch Blog, um unsere selbstgeschneiderte Festtagsgarderobe zu zeigen.
Auch wenn ich bei den Treffen zu den Zwischenständen gefehlt habe, ist der Weihnachtskleid Sewalong eine meiner liebsten Veranstaltungen.
Wie toll, dass Katharina, Monika, Nina und Wiebke in der turbulenten Vorweihnachtszeit sich bereit erklärt haben, den Sewalong zu hosten.
Vielen Dank dafür.


Zu Beginn fällt es mir immer schwer, mich auf ein konkretes Nähprojekt festzulegen. Wie soll ich denn Mitte November schon wissen, was ich 6 Wochen später anziehen soll.
So gibt es im Laufe der Zeit immer wieder Änderungen an dem ursprünglich gefassten Plan.
Die schwarze Samthose habe ich allerdings schon direkt nach der Verkündung meines Plans genäht.
So ist ein Teil genau so entstanden, wie ich mir das vorgenommen habe.


Aus einem schwarzen, stretchigen Baumwollsamt habe ich mir eine Thurlow Trousers genäht.
Die Hose ist sehr bequem, nur leider wächst sie im Laufe der Zeit.
Eigentlich kenne ich das von anderen Hosen mit Elasthananteil, dass sie gut ihre Form halten. Nicht so hier, nach wirklich sehr kurzer Zeit habe ich reichlich Platz am Bund.
Da passt dann eine ordentliche Portion Weihnachtsgans mit hinein.
Aber vor dem großen Weihnachtsessen am 1. Feiertag ist noch ein kleines Zeitfenster um einige kleine Abnäher in die Hose einzufügen.


 Mein Oberteil aus Glitzerjersey habe ich zwar genäht, nur ist es mir gründlich misslungen.
Falsche Schnittwahl, zudem macht mich der Stoff sehr blass und graumäusig.
Aber ich nähe ja schon einige Zeit, so finden sich einige passende Oberteile in meinem Kleiderschrank.
Zum Beispiel dieses Shoreline Boatneck aus geblümter Seide, dass ich vor 2 Jahren genäht habe.
Schwarze Hosen sind ja nicht schwierig zu kombinieren.


Weil meine Hose schon lange vor Weihnachten fertig war und ich mich mit der Schnittwahl für das Oberteil so schwer getan habe, brauchte ich noch ein zusätzliches Weihnachtsprojekt.
Mit meinem Clare Coat aus grauem Wollstoff besitze ich einen schönen Mantel für die vielen Verdauungsspaziergänge, die an den Festtagen nötig sind.



Hier habe ich den Schnitt ausführlicher vorgestellt.
damit es mir nicht langweilig wird habe ich bei meiner 2. Clare einiges anders gemacht.
Der hohe Kragen gefällt mir sehr gut und hat sich auch schon bei Würstchen und Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt bewährt.


Der Reißverschluss für Linkshänderinnen braucht bei mir als Rechtshänderin einige Zeit, bis er geschlossen ist. Das ist für mich eine typische Geschichte, die beim zweiten Nähen eines Schnittes passiert. Ich denke ich weiß jetzt ja wie es geht und zack sind die Seiten vertauscht.
Als mir der Fehler auffiel war der Mantel sehr weit fortgeschritten, also habe ich mich entschieden das so zu lassen.
Optisch finde ich das nicht störend, nur das Schließen des Mantels könnte komfortabler sein.


Ich wünsche euch allen wunderbare Weihnachtstage und das Weihnachtsfest, dass ihr euch erträumt habt.

Montag, 30. November 2015

Winterjacken Sewalong Finale-Clare von Closet Case Files



Ich habe ein Mantel Trauma.
So ein Mantel ist ein komplexes Nähprojekt, bei dem viel schiefgehen kann. Bei meinen Mänteln und Jacken ist da schon ein Menge schief gegangen.
Klar gehört es zum Nähen dazu, dass nicht jedes Projekt gelingt und ich bin eigentlich relativ gelassen, wenn ich Teile für die Tonne produziere.
Da ich mit den Händen lerne, kann ich ganz gut Untragbares entsorgen. Dann versuche ich es nochmal, das hat mir viel Sicherheit bei Stoff-und Schnittwahl gebracht.
Nur die Praxis hat es mir ermöglicht neue Techniken zu lernen.
Beim Musizieren ist es genau so, es nützt mir nichts zu wissen, wie ich ein Stück spiele, ich muss es immer wieder üben, damit es gut klingt.


Bei der Mantelnäherei war ich aber gerade an einem Punkt angekommen, dass ich überhaupt keine Motivation hatte, mich weiter daran zu versuchen.
Auch das kenne ich vom Musik machen, manche Stücke lege ich besser zur Seite, weil sie aus unerfindlichen Gründen einfach nicht besser werden wollen.


Und dann, in meinem Urlaub, der Verschnaufpause vor dem Weihnachtsgeschäft, erschien Clare von Closet Case Files.
Heather Lou aka Closet Case Files hat die Ginger Jeans entworfen.
Seit ich Ginger genäht habe, ist Hosennähen ein sausen für mich. Vielleicht kann Mantelnähen auch seinen Schrecken verlieren, wenn ich einen Schnitt und eine gute Anleitung aus vertrauenswürdiger Quelle habe?
Das waren meine ersten Gedanken, als ich gesehen habe, dass es diesen Schnitt gibt.
Heather Lou beschreibt den Schnitt als ein anfängertaugliches Projekt und einen guten Einstieg ins Mantelnähen, da keine schwierigen Techniken benötigt werden.


 Zufällig hatte ich einen guten Mantel- Testsoff im Schrank. Schwarze Baumwolle, von innen angerauht, günstig genug, um zur Not abgeschrieben zu werden aber auch schön genug, um Sorgfalt in das Projekt zu investieren.
Ich habe mich für die längere Version mit  dem Reißverschluss und den Pattentaschen entschieden, allerdings mit langen Ärmeln.



Meine Hoffnungen haben sich erfüllt, Clare war problemlos zu nähen. Mäntel sind kein Sausen, aber dieser hier war eine Fahrt mit Rückenwind.


Ganz besonders stolz bin ich auf das Futter. Das war bisher der größte Schwachpunkt bei meinen Mantelversuchen, irgendwas zuppelte immer. In meinem Mantel vom letzten Jahr hängt das Futter im Mantel, weil es sonst Beulenpest am Saum gibt.
Bei meinen Jacken habe ich einen Beleg aus Aussenstoff an den Saum genäht, damit das Futter nicht unten rauskriecht.
Ein komplett an den Aussenmantel angenähtes Futter mit möglichst wenig Handnähten schien mir ein unerreichbares Ziel.


Voila, hier ist es .
Futter komplett verstürzt, ganz und gar mit der Maschine angenäht, sogar die Wendeöffnung am Ärmel habe ich mit der Nähmaschine geschlossen.
Das war ein Näherfolg, da hätte ich gerne einen Ausrufer durch die Stadt geschickt, der immer wieder meinen Triumph verkündet.


Ausrufer gibt es nicht, so habe ich meine Begeisterung ins MMM Team getragen und abgesprochen, dass ich meine Clare beim Finale verlinken kann, obwohl ich am Sewalong nicht teilgenommen habe.
Um Lucy zu zitieren,"ein faltenfreies Futter muss gefeiert werden".
Danke, danke, danke an Lucy und Karin für den Winterjacken Sewalong.
Und hier sind noch viel mehr tolle Mäntel und Jacken zu bestaunen.