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Dienstag, 26. Dezember 2017
Weihnachtskleid Finale 2017 -Plan erfüllt
Ich präsentiere das Saler Jacket von Pauline Alice, die Pantalon Bruges von Orageuse und eine freie Variante des Agate Pencil Dress von Named.
Da ich dieses Jahr Mitausrichterin des WKSA war, habe ich mir ein anspruchsvolles Projekt herausgesucht, damit ich den Sewalong füllen kann.
So sehr ich das gemeinsame virtuelle Nähen schätze, entspricht es mir eigentlich nicht mich auf diese lange Zeit auf einen rigiden Nähplan festzulegen.
Normalerweise mache ich einen Inspirationspost mit vielen Ideen und dann einen Post zum Finale, wo alles ganz anders gekommen ist.
Dieses Mal hatte ich den Anspruch mich an den gut überlegten Plan zu halten.
Habe ich geschafft, aber es war sehr zäh und hat mich ausgebremst.
Bis auf ganz wenige Momente war der Nähprozess eine Disziplinleistung, Spaß hatte ich wenig. Entsprechend bin ich mit den entstandenen Teilen auch nicht richtig zufrieden.
Jetzt, wo es geschafft ist und die Fotos im Kasten sind beginne ich ich langsam mit den Teilen anzufreunden.
Die Hose ist eine Ausnahme, die hatte ich als Probehose für den Sewalong genäht.
Während ich mich durch den Blazer gequält habe, wurde mir klar, dass ich total unmotiviert bin noch eine weiter schwarze Wollhose zu nähen.
Gut das diese Bruges aus dem passenden Stoff schon fertig war.
Der Schnitt ist schön, sorgfältig erstellt und es wird auf jeden Fall noch Folgemodelle bei mir geben.
Meine Agate ist leider zu groß. Oder sieht zu groß aus, die Spitze fällt nicht so schon, wie der Wollstoff bei meinem noch nicht gezeigten Ursprungsmodell.
Getragen habe ich sie lediglich für die Fotos.
Vielleicht setze ich mich nochmal dran und nähe sie kleiner, das ist bei dem Schnitt ganz einfach.
Der Stoff trägt sich ganz angenehm und eigentlich ist sie ganz hübsch.
Und jetzt zum Saler Jacket von Pauline Alice.
Ich habe schon viele böse Worte dafür gefunden, das lasse ich jetzt einfach. Da bin ich mir nicht sicher, ob mein Geschimpfe angebracht ist oder nur die Folge meines lustlosen Nähens ist.
Am Schnitt lag es nicht, der ist gut gemacht.
Die Stoffwahl war nicht wirklich glücklich, da mein Stoff so weich ist das sich nichts ordentlich in Form bügeln ließ.
Ich finde den Blazer insgesamt auch etwas üppig. Mein Fehler, bei der Größenwahl bin ich auf Nummer sicher gegangen.
Aber auch hier fange ich langsam an liebevoller draufzuschauen, so schlecht ist er vielleicht doch nicht.
Irgendwann demnächst hexe ich die Säume doch noch fest, dann ist alles ein bisschen definierter.
Dann wird die Zeit zeigen, ob er getragen wird.
Jetzt lese ich mich durch die vielen schönen Kleidungsstücke, die beim WKSA entstanden sind .
Ich wünsche euch noch einen schönen 2. Weihnachtstag und einen guten Rutsch.
Donnerstag, 14. Dezember 2017
Weihnachtskleid-Sewalong Zwischenstand
Seit letztem Sonntag werden die Fortschritte der Weihnachtskleidung auf dem Me Made Mittwoch Blog gesammelt.
Da konnte ich feststellen, ich hinke weit hinterher.
Schon vor Wochen bin ich hochmotiviert gestartet und habe die millionen Teile meines geplanten Saler Jackets von Pauline Alice zugeschnitten.
Der Schnitt ist ganz liebevoll gemacht, für die Teile aus Vlieseline gibt es Extraschnittteile, das habe ich als großen Luxus empfunden. Bei soviel Sorgfalt gebe ich gerne ein paar Euro mehr für ein Schnittmuster aus.
Dem Ausschneidemarathon folgte ein Bügelmarathon und dann bin ich erstmal in den Urlaub gefahren.
Das Jacket lag und mir war der Schwung abhanden gekommen. Mit viel Überredung habe ich mich dazu gebracht die Futterjacke zusammen zu nähen.
Auch die Ärmel habe ich bei dieser Gelegenheit zusammen genäht. Da sich die Paspeltaschen als immer größer werdende Hürde vor mir aufbauten, habe ich die Knöpfe an den Armen gestrichen.
Auch sonst habe ich fast nichts genäht, weil mich das ausgeschnittene Jacket blockiert hat.
Heute, nach dem Fotografieren, bin ich ein kleines Stückchen weiter.
Die Vorderteile sind zusammengenäht, die Taschenmarkierungen durchgeschlagen und die zweite und dritte Schicht Einlage an Revers und Rollkante sind aufgebügelt.
Die Teile liegen mahnend auf meinem Nähtisch, damit ich mich traue, mich der Taschenkonstruktion zu widmen.
Ich nähe mein Saler Jacket aus schwarzem Wollflanell von Zuleeg.
Diese Firma tauchte vor einiger Zeit in sehr vielen Blogs auf, ich habe meinen Stoff nicht gesponsert bekommen, sondern zum Testen einige Qualitäten 1b Ware bestellt.
Mit dem Wollflanell bin ich sehr zufrieden, der Kettfehler in der Mitte lässt sich gut umschneiden und ich habe einen schönen aber preisgünstigen Stoff für meinen ersten Blazer.
Das Futter ist ein Fundstück vom Tauschtisch in Köln. Roter Stretchflutsch, die Farbe gibt den weihnachtlichen Touch.
Vielen Dank an die unbekannte Spenderin.
Passend zum Blazer hatte ich eine Pantalon Bruges von Orageuse Patterns geplant. Der Seitenstreifen sollte aus dem Stoff, den ich für mein Oberteil gewählt habe sein.
Im Moment tendiere ich dazu die Hose nicht zu nähen.
Erstens habe ich schon eine Bruges aus genau dem schwarzen Wollflanell, nur ohne Streifen. Und zweitens bin ich mir nicht so sicher, ob mir die Stoffkombination gefällt.
Mal schauen, wie sich das bis zum Finale entwickelt.
Das Material gehört in die Kategorie "und ewig grüßt das Murmeltier. Es ist eine stretchige Spitze, die ich bei jedem Sewalong als möglichen Stoff gezeigt habe.
Die Spitze liegt hier seit wahrscheinlich 5 Jahren, ich habe sie gekauft als Marc Aurel noch einen Sonderverkauf in der Fabrik in Gütersloh hatte.
Die Brennprobe sagt, dass es sich um Zellulosefasern handelt also Baumwolle oder Viskose oder beides.
So habe ich mit Agate und der Bruges ohne Zierstreifen auf jeden Fall eine Weihnachtsgarderobe.
Vielleicht klappt es mit dem Blazer auch noch.
Bei Gastgeberin Nina ist ja auch noch nicht abschließend geklärt, welches Kleid sie zum Fest trägt.
Nachtrag:
Ein Hoch auf die Nähgemeinde , Küstensocke hat in ihrem Kommentar den genialsten Vorschlag überhaupt gemacht.
Ich lasse die Taschen weg. Zu groß ist meine Angst, die nicht ordentlich hinzubekommen. Der Stoff ist nämlich wunderbar weich und gefühlig, nur eben auch elastisch. Da graut es mir den zu exakten Streifen und Patten zu verarbeiten. Ich glaube eigentlich, dass das unmöglich ist.
Richtig viel praktischen Nutzen haben die Taschen ja nicht, meine Taschentücher, Schlüssel etc. kann ich in der Hose verstauen.
Danke, danke, danke Küstensocke.
Finale im Blazer, juchhu
Montag, 20. November 2017
WKSA 1- Wir haben so viele Ideen
Ich bin beseelt zurück aus Köln vom Bloggerinnentreffen und jetzt kommt, mit ein wenig Verspätung, meine Planung zum WKSA 2017.
Beim MMM haben sich schon über 50 Teilnehmerinnen versammelt, die ihre Festtagskleidung vorstellen. So viele spannende Projekte, das macht viel Freude , sich durchzuklicken.
Mir fehlt häufig der lange Atem, der für einen Sewalong über mehrere Wochen notwendig ist. Außerdem neige ich dazu, Projekte spontan zu ändern, weil mir meine neue Idee noch besser gefällt.
Als Mitveranstalterin geht das natürlich nicht, also habe ich nach einem Projekt gesucht, das auch einen langen Atem braucht.
Die Wahl fiel auf einen klassischen Blazer.
Einerseits hat es in letzter Zeit immer mal Momente gegeben, da hätte ich gerne einen Blazer angezogen und zusätzlich ist ein Blazer ein klassisches Werkstück mit Techniken, die ich gerne üben möchte.
Einen Reverskragen habe ich schon das ein oder andere Mal genäht, mehr Praxis schadet aber nie.
Pattentaschen habe ich auch schon gemacht, davor habe ich aber immer wieder Respekt. Schlitze in Mäntel oder Jacken vermeide ich üblicherweise, einfach weil ich sie nicht gut kann.
Ich habe aber festgestellt, dass viele vermeintliche Hürden kleiner werden, wenn ich sie immer wieder übe.
Darum stelle ich mich mit dem Blazer einigen meiner Herausforderungen.
Als Schnitt werde ich das Saler Jacket von Pauline Alice verwenden. Die Schnitte von Pauline Alice sind sehr gut gemacht und passen mir in der Regel, schließlich ist ein Jacket so komplex, da möchte ich nicht noch lange an der Passform herumdoktern müssen.
Zu dem Blazer werde ich eine Hose und ein Oberteil nähen.
Die Hose wird Bruges von Orageuse, Probehose habe ich schon genäht, getragen und für gut befunden.
Als Oberteil habe ich eine abgewandelte Agate von Named Clothing geplant.
Mit Agate ging es mir so, wie es mir immer wieder mit den Schnitten von Named geht. Ich fand das Kleid eigentlich potthäßlich, aber es kreiste immer in meinem Kopf herum.
Ich habe es schließlich genäht, ein wenig modifiziert, um es meinen Bedürfnissen anzupassen und jetzt finde ich den Schnitt richtig klasse.
Die Inspirationen für mein Weihnachtsagate kommen vom dasbürofürschönedinge und aus meinem Vietnamurlaub.
Beim letzten Nähkränzchen hat sich dasbürofürschönedinge eine atemberaubende Agate aus schwarzen Wollstoff genäht.
Das weckt Begehrlichkeiten, so ein schönmachendes Kleid wollte ich unbedingt auch.
Ein relativ langes Kleid mit schmalem Rock entspricht natürlich nicht meinem Wunsch nach Bewegungsfreiheit. Ich trage zwar gerne ein Kleid über der Hose, aber ob diese Form wirklich gut aussieht, da bin ich nicht sicher.
Darum wird meine Agate hohe Schlitze ab der Taille in den Seitennähten haben. Das habe ich mir beim Ao Dai, der Nationalkleidung Vietnams abgeguckt.
Der Ao Dai, übersetzt langes Oberteil, ist eigentlich ein Unisex Kleidungsstück. Ich erinnere mich aber nur an Frauen, die einen Ao Dai getragen haben.
Das sah sehr elegant aus.
Für meine vietnamesische Agate habe ich auch schon ein Probeteil genäht, in Köln ausgeführt und bin ebenfalls zufrieden.
Ich denke damit habe ich genug Futter, um den Sewalong zu füllen.
Nächsten Sonntag geht es dann weiter mit der Stoffwahl.
Mittwoch, 15. November 2017
MMM 15.November 2017- Alexandria von Named und Jane von Seamwork
Die Bilder für den Blog lasse ich von meinem Mann machen, mein liebster Hintergrund ist die Mauer gegenüber.
Die neuen Nachbarn haben ihr Haus in einem grau streichen lassen, das die meisten Farben wunderbar leuchten lässt.
In der dunklen Jahreszeit gibt es dann nur das Wochenende als Zeitfenster für die Fotos. Manchmal nervt es mich schon so weit im Voraus entscheiden zu müssen, was ich am kommenden Mittwoch zeigen möchte.
Letztes Wochenende war es hier kalt, nass und novembergrau, darum habe ich mich entschieden heute meine Hauskleidung vorzustellen.
Die Hose ist die Alexandria Peg Trousers von Named Clothing, das Oberteil Jane ist ein T Shirt aus dem Seamwork Magazine.
Beide Schnitte habe ich nach meinen persönlichen Wünschen verändert. Die Tatsache, dass ich mir immer wieder meine Wunschkleidung herstellen kann, macht mich immer wieder sehr glücklich.
Ich möchte mir die anstrengende und wahrscheinlich ergebnislose Suche nach einer schwarzen Hose mit weitem Bein aus kuscheligem Sweatshirtstoff nicht ausmalen.
Eine Alexandria aus richtig fettem Sweatshirtstoff wollte ich mir schon seit längerer Zeit nähen. Es dauerte einige Wochen, bis ich den Stoff endlich bekommen habe.
Eigentlich ist es eine Standardqualität, die im örtlichen Stoffhandel zu bekommen ist, nur schwarz war über Wochen nicht vorrätig.
Vor gut 3 Wochen konnte ich bei der wöchentlichen Kontrolle nach dem Wochenmarktbesuch aber endlich welchen ergattern.
Die Hose ist seitdem im Dauereinsatz, wenn ich mich abends zum fernsehen aufs Sofa fläze ziehe ich sie immer an.
Neben der Kuscheligkeit und dem Wohlfühlfaktor schätze ich es sehr, dass ich in dieser Alexandria jederzeit vor die Tür gehen kann.
Ich habe , wie fast immer, die Beine weiter gemacht. Verlängert sind sie sowieso und den Bund schneide ich sehr viel breiter als eigentlich im Schnitt vorgesehen.
So sitzt die Hose kurz unterhalb der Taille, da krabbelt mein Unterziehshirt nicht hinten raus und ich bekomme keine kalten Nierchen.
Ich teste immer wieder gerne Schnitte für ganz geradlinige Oberteile. Da kommt es , meiner Meinung nach, auf kleine Abweichungen in der Linienführung an , die dann den Unterschied zwischen Top oder Flop ausmachen.
Grundsätzlich haben mir die Proportionen von Jane gut gefallen, ich habe einige Änderungen vorgenommen, um mir den Schnitt zu eigen zu machen.
Lange Ärmel, das furchtbar enge Bündchen am Hals habe ich weggelassen und einen schmalen Saum genäht. Den schnitt habe ich von den Schultern in XS zu Größe M nach unten auslaufen lassen.
Jane ist wieder ein Upcycling Projekt aus einem Herrenpullover aus sehr schöner Merinowolle aus dem Second Hand Laden.
Ob wohl der ursprüngliche Pulli sehr üppig war, reichte das Material an den Ärmeln nicht. Darum hat meine Jane naturfarbene Ärmelbündchen und hinten am Arm schmale naturfarbene Einsätze.
Die passen gut zu meinem Anstandsband aus Baumwollspitze.
Mit BH´s geht es mir wie mit hochhackigen Schuhen, ich finde die sehr schön aber leider furchtbar unbequem.
Und nein es liegt nicht daran, dass ich nicht die richtige Größe gefunden habe. Ich mag auch keine Unterhemden mit Spaghettiträgern, weil mich die schmalen Träger in den Wahnsinn treiben.
Also suche ich nach kreativen Lösungen, die mir die Unannehmlichkeiten des BH-Tragens ersparen.
Das applizierte Spitzenband gefällt mir ganz gut.
Und jetzt ab zu Me Made Mittwoch heute mit der entzückenden Zuzsa als Gastbloggerin.
Mittwoch, 8. November 2017
MMM 8.November 2017- Yona Wrap Coat von Named
Den Yona Wrap Coat von Named hatte ich schon mal genäht. Den Schnitt finde ich toll, darum stand schon lange eine zweite Version aus schlichtem Stoff auf meiner Wunschliste.
Für das Nähkränzchen am Reformationstag war der Mantel, obwohl ich finde es ist eigentlich eine Jacke, ein perfektes Projekt.
zugeschnitten, Einlage aufgebügelt, Futter zusammengenäht, Taschen fertiggestellt.
Yona hat keine Verschlüsse, keinen Schlitz ist also wirklich schnell und einfach zu nähen.
Leider habe ich in der Überzeugung ein schnelles, einfaches Projekt zu nähen totalen Quatsch mit dem Kragen gemacht.
Auftrennen braucht doch seine Zeit, so konnte ich leider nicht in meiner neuen Jacke nach Hause fahren.
Meine Yona ist aus einem monsterdickem Strick genäht, die Oberfläche hat eine Struktur ähnlich wie Persianermäntel.
Den Schnitt finde ich wirklich toll, nur würde ich um den Po herum gerne ein bisschen mehr Luft haben.
Der Stoff war ziemlich knapp bemessen, ich hatte nur noch ein Reststück von 1, 80 m bekommen.
Da konnte ich nur wenig dazugeben.
Den Gürtel musste ich schmaler zuschneiden und auch aus 3 Teilen zusammensetzen.
Besonders stolz bin ich auf die Taschen. Ich habe bei gefütterten aufgesetzten Taschen oft das Problem, dass das Futter an den Rändern rauskrabbelt.
Meiner ersten Yona hatte ich deshalb Pattentaschen gegönnt. Hier hat es richtig gut geklappt.
Die Hose ist meine Variante mit weitem Bein von der Tessa Jeans von Seamwork, hier habe ich den Schnitt genauer vorgestellt, der Pulli ist gekauft.
Für nicht so kalte Tage ist Yona eine Jacke, die sich zu vielem kombinieren lässt und eigentlich einfach zu nähen ist.
Ich hätte sie gerne noch aus einem helleren Stoff und mit etwas mehr Raum für den Hintern.
Mit meinem Mantel/Jacke geselle ich mich zu den gutgekleideten, selbstbenähten Frauen , die sich jeden Mittwoch auf dem MMM-Blog treffen.
Sybille hat einen Hammermantel genäht, unbedingt vorbei schauen.
Mittwoch, 18. Oktober 2017
MMM 18.Oktober 17- Agate Pencil Dress von Named
Beim Me Made Mittwoch gibt es heute gleich zwei Gastgeberinnen.
Elke(elkeundmatthias) und Elke(grueneblume) haben sich für das Jeanskleid als gemeinsames Motto entschieden.
Ich bin dabei, zufällig habe ich heute auch ein Jeanskleid im Angebot.
Es ist das Agate Pencil Dress von Named.
Als die neue Herbstkollektion von Named erschienen ist, war ich zuerst ein wenig enttäuscht.
Aber eigentlich ist das bei den Schnitten von Named bei mir häufig so, dass es einige Zeit braucht, bis sie sich mir erschließen.
Meine Agate ist aus einem unglaublich dehnbarem dünnem Jeansstoff genäht. Der Stoff ist so stretchig, dass sich die Ränder genau so gerollt haben, wie es bei Jersey oder Strick der Fall ist.
Ich bin beeindruckt, was bei den modernen Techniken alles möglich ist.
So kann ich mir ein Kleid nähen, dass so bequem wie ein Jerseykleid ist aber die rustikale Optik von Denim hat.
Diese Agate hat Vorgängerinnen, ich nähe gerne und teste auch gerne die Möglichkeiten eines Schnittes aus.
Begonnen habe ich mit einem Oberteil aus Strickstoff, mir gefielen die Fledermausärmel bei Agate sehr gut .
Die sitzen zwar weit, sind aber nicht so üppig, dass sie den ganzen Korpus beim Bewegen mit hochziehen.
Mein Pulli ist sehr schön geworden, erfreulicherweise ist zur Zeit zu warm ihn an zuziehen.
Den Pulli habe ich zweifarbig genäht, da fand ich die Proportionen der Schnittteile sehr gelungen.
Dann habe ich lange meine Stoffkollektion begutachtet, um einen passenden Stoff für ein Agatekleid zu finden.
Gut, dass ich von dem Hauptstoff so viel habe, das Kleid ist grauenhaft geworden. Ich bin dabei es aufzutrennen und gucke mal, ob es in einfarbig funktioniert.
Auch meine Jeans Agate habe ich überarbeitet.
Ursprünglich war sie 10 cm länger, sie hatte in der Taille einen Tunnel in den ich ein Gummi gezogen hatte.
Der Schnitt sieht eigentlich einen Gürtel vor, den hatte ich auch genäht.
Nur passte ein Gürtel nicht so gut zu meinen Proportionen, mein Oberkörper ist zu kurz.
Mit Gürtel sehe ich quadratisch aus.
Weil ich aber eine Unterteilung in der Mitte ganz schön finde habe ich hier den Tunnel von außen aufgesteppt.
In den Tunnel soll eigentlich noch ein Gummi eingezogen werden.
Zum Mininähkränzchen am Sonntag hatte ich das Kleid ohne Gummi an, gefällt mir auch gut.
Am besten nähe ich mir noch ein Agate, dann mit Taillengummi.
Mittwoch, 13. September 2017
MMM 13. September 2017- Alexandria von Named mit Hadley von Grainline
Gestern hatte ich einen Erledigungstag. Viele über die Stadt verstreute Orte wollten angefahren werden.
Das Wetter gab alles, strömenden Regen, kurze Gewitter und strahlenden Sonnenschein.
Zeit meine Funktionskleidung aus dem Schrank zu nehmen.
Letzten Herbst habe ich mir ein Alexandria Hose von Named aus Softshell genäht.
Der Schnitt ist viel genäht worden und gehört auch zu meinen Favoriten.
Es ist zwar "nur" eine Gummizughose, durch die ungewöhnlich gelegten Bundfalten sieht sie aber deutlich eleganter aus, als die übliche Gummizughose.
Bei dieser Hose habe ich mich für weite Beine entschieden, schließlich sollte es möglich sein, die Hose bei Bedarf auch über meine Arbeitskleidung zu ziehen.
Also als Mantel für die Beine, wenn es nötig ist.
Aber auch solo hat sich meine Softshell-Alexandria sehr bewährt. Ich habe immer trockene, warme Beine.
Sie sieht wie eine "normale" Hose aus und nicht nach Outdoorkleidung wie meine gekaufte Regenhose.
Der Stoff kommt aus einem örtlichen Stoffgeschäft und ich finde sowohl Qualität und Funktionalität sehr gut. Ich habe auch schon Stoffe von den auf Funktionsstoffe spezialisierten Versendern vernäht und da waren deutlich schlechtere Materialien dabei.
Relativ neu auf dem Markt ist das Hadley Top von Grainline.
Ich war gleich bei Erscheinen hingerissen von dem Schnitt. Böse Zungen behaupten, den Schnitt hätte ich schon.
Tatsächlich gehören schlichte Oberteile aus Webstoff zu den Schnitten, den ich schwer widerstehen kann.
Das Scout Tee, ebenfalls von Grainline, nähe ich auch sehr gerne.
Das Scout finde ich insgesamt etwas sportlicher als das Hadley und es ist auch anders konstruiert.
Hadley hat 2 Brustabnäher und Vorder-und Hinterteil haben eine Naht in der Mitte. Der Ausschnitt und die Säume bekommen Belege, während beim Scout Schrägband vorgesehen ist.
Mein Hadley ist aus doppellagiger Baumwolle, die außen kleine Knitter hat. Ähnlich wie ein Double Gauze nur viel stabiler.
Durch seine Webart hat der Stoff eine gewisse Dehnbarkeit, das macht dieses Top sehr bequem.
Ich mag es sehr und bereue nicht, mir noch einen weiteren puristischen Oberteilschnitt gekauft zu haben.
Der Schnitt hält weitere Varianten bereit. Ärmellos, tieferer Ausschnitt und ein Rückenteil mit Kellerfalte.
Die kommen auch noch dran.
Und wie jeden Mittwoch, treffen sich auf dem Me Made Mittwoch Blog wieder die gutgekleideten Frauen in handgemachter Kleidung.
Katharina trägt eine schöne Hose, ein ungewohnter Anblick aber ich finde es toll.
Mittwoch, 10. Mai 2017
MMM 10.Mai- Alexandria Peg Trousers von Named mit Scout Woven Tee von Grainline
Heute zeige ich die ersten Teile meiner Urlaubsgarderobe.
Nach vielen Jahren Urlaub in der Hochsaison, wenn es voll und teuer ist, kann ich nun jederzeit verreisen.
Als es Ostern so kalt war, wurde der Wunsch nach einem temperatursicherem Reiseziel sehr groß.
Wir waren schon zweimal nach Kindern unterwegs, haben eine Radtour in Polen und einem Campingurlaub in Süditalien gemacht.
In jedem Urlaub habe ich gefroren, ja auch im September in Süditalien.
So haben wir uns für dieses Jahr Vietnam ausgesucht.
In 2 Wochen sitze ich im Flugzeug mit dem Ziel Hanoi.
Ziemlich sofort habe ich mit der Planung einer tropengeeigneten Garderobe begonnen.
Wobei als erstes ist meine Reisehose entstanden.
Irgendwann einmal habe ich in einer Wartezimmerzeitschrift einen Artikel über die Reisegarderobe der Filmstars gelesen.
Die tragen Jogginghosen und reisen mit ihren eigenen Kaschmirdecken.
Eine Kaschmirdecke besitze ich nicht, aber eine luxuriöse Jogginghose habe ich mir genäht.
Der Schnitt ist einer meiner Klassiker, die Alexandria Peg Trousers von Named Clothing.
Beine länger und an den Waden weiter, was die Hose aber richtig bequem macht, ist das breite Bündchen, dass ich statt des Originals verwendet habe.
Auch hier konnte ich auf meine Schnittmustersammlung zurückgreifen und den Bund vom Axel Skirt von Megan Nielsen nehmen.
Der Bund ist "nur" ein Rechteck aber die Proportionen passen mir perfekt.
Im Vergleich zum Original-Schnittteil sitzt die Hose jetzt an der richtigen Stelle. Zudem bewirkt der breite Bund, dass die Hose von hinten deutlich vorteilhafter aussieht.
Für meine Reise- Alexandria habe ich mir Bio Sweatshirtstoff vor Ort gekauft, 95% Baumwolle/5% Elasthan.
Der Stoff ist ein Glücksgriff, durch den hohen Baumwollanteil fühlt sich die Hose unglaublich gut auf der Haut an.
Der Stretchanteil hält die Hose gut in Form.
Weil die Hose so kuschelig ist, habe ich sie jetzt schon dauernd an.
Für das Foto habe ich kurz nochmal drüber gebügelt, sie hat aber schon ein paar Tage Tragezeit auf dem Buckel.
Das Oberteil ist ebenfalls ein Klassiker, das Scout Woven Tee von Grainline.
Mein Scout habe ich aus einer Viskose- Baumwollmischung im schrägen Fadenlauf zugeschnitten.
Ich mag den schönen Fall und die zusätzliche Bequemlichkeit von Kleidungsstücken, bei denen der Stoff auf diese Art verarbeitet ist.
Es war sehr kalt beim Fotografieren.
Bin ich froh, wenn ich endlich kurze Ärmel anziehen kann.
Beim Me Made Mittwoch empfängt uns heute Nina in einem Traumkleid.
Das ist ein Schnitt, den ich niemals bemerkt hätte, jetzt bin ich total begeistert.
Mittwoch, 22. Februar 2017
MMM 22. Februar 2017-Isla Trench von Named
Es wir Frühling, da müssen vorher noch ein paar Winterstoffe vernäht werden, um Platz für die bald sprießenden leichten Stoffe zu schaffen.
So ein Mantelstoff macht ordentlich Platz frei.
Dieser sehr weiche ausgesprochen üppige Doubleface Wollstoff liegt nun schon seit Jahren bei mir im Lager.
Eigentlich hatte ich ihn als schwarzen Stoff gekauft, aber schon beim Bügeln erwies sich die schwarze Seite als Flusenmagnet.
So habe ich jetzt einen hellgrauen Mantel, den ich noch besser als eine schwarzen Mantel gebrauchen kann.
Mein Schnitt, den Isla Trenchcoat von Named habe ich schon mal genäht . Außerdem gefällt mir jeder Mantel, den andere nach diesem Schnitt nähen ausnehmend gut.
Schnitt und Mantel passen erstmal nicht so gut zueinander, darum habe ich einige Änderungen, also eigentlich Weglassungen , vorgenommen.
Für die klassischen Capes an den Schultern war mir der Stoff zu üppig, da war mir sofort klar, dass die nicht funktionieren.
Den Schlitz habe ich mir auch gespart, ebenso wie Kragenriemen und Ärmelschnallen.
So wurde der aufwendige Mantel zu einem mittelschnellen Nähprojekt.
Der Futterstoff ist eine Viskose, die ich sehr günstig bei *arstadt erstanden habe.
Bei Isla gibt es einen separaten Futterschnitt , so passt das Futter perfekt in den Mantel.
So richtig geeignet ist der Stoff nicht für den Schnitt. Er ist einfach zu dick, mit geschlossenem Gürtel sehe ich ein bisschen gemupft darin aus.
Zu weich ist er auch, obwohl ich die Teile komplett mit Einlage bebügelt habe, drücken sich die Säume durch.
Außerdem knautscht er ein wenig.
Trotzdem bin ich ziemlich stolz auf ihn und trage ihn ausgesprochen gerne.
Gerade jetzt, wo die Tage merklich länger werden ist es toll sich in einen hellen Mantel zu hüllen.
Bei Me Made Mittwoch empfängt uns heute Katharina in traumhafter blauer Kleidung.
Ich wünschte, ich hätte die Ausdauer mir so eine himmlische Norwegerjacke zu stricken.
Meine Geduld reicht gerade für einen Pussyhat.
Den trage ich wider Erwarten auch richtig gerne.
Ich habe den einfach gerade hoch rund gestrickt und dann oben zusammengenäht.
Mittwoch, 25. Januar 2017
MMM 25.Januar 2017 -Bamboo Coat von Waffle Patterns
Beim MMM, dem Laufsteg für handgemachte Kleidung, empfängt uns heute Dodo in Waxprint.
Ich zeige meinen Bamboo Coat von Waffle Patterns. Der Schnitt ist letzten Herbst erschienen und auch schon einige Male genäht worden.
Mir gefällt er auch sehr gut. Ich mag die klare klassische Form und zudem sind die Schnitte von Waffle Patterns in der Regel gut gemacht.
Der Stoff ist ein wunderbarer Streichelstoff in dunkellila mit Haaren.
Und ein Beispiel für die tolle Näherinnengemeinschaft.
Letztes Jahr tauchte Nina /Kleidermanie ,bei der Annäherung im Januar, mit einem Mantel aus diesem Stoff auf.
Mantel und Stoff wurden bewundert, gestreichelt und ausgiebig anprobiert.
Das Schätzchen stammt aus dem Tandem Fabrikverkauf im Süden. Monika/wollixundstoffix hat sich geopfert und alle vorhandenen Ballen aufgekauft und dann in ganz Deutschland verteilt.
Ich weiß von etlichen Nähfreundinnen, die dunkellila Kuschelmäntel haben oder haben werden. Auch bei der Annäherung in diesem Januar war der Stoff zweimal vertreten.
Für mich war die besondere Textur ein willkommener Anlass meinen Bamboo ganz unaufwändig zu gestalten.
Die langen Haare reagieren nicht besonders gut aufs Bügeln.
So hat mein Mantel aufgesetzte Taschen bekommen und auch auf die elegante verdeckte Knopfleiste habe ich verzichtet.
Ich habe meinen inneren Schweinhund überwunden und bezogene Druckknöpfe angenäht.
Selbst die tolle Technik an meiner Nähmaschine wollte keine vernünftigen Knopflöcher in das Fell nähen.
Die Probeknopflöcher in einem Reststück haben noch gut geklappt, traumhaft schöne Augenknopflöcher sind da entstanden.
Mit dem ganzen Mantel dran hat der Transport leider nicht mehr reibungslos funktioniert.
Wenn es jetzt endlich ein kleines bisschen wärmer werden würde, könnte ich den Mantel auch ausführen.
So lange es aber so bitterkalt ist, kann ich nur in meinem dicken Daunenmantel nach draußen.
Der Vollständigkeit halber noch ein Schnappschuss vom untendrunter.
Das ist gerade meine Winteruniform.
Eine gefütterte weit Wollhose, hier die Alexandria von Named Clothing. Da habe ich die Beine deutlich weiter gemacht.
Die Hose ist aus einem weichen Wollflanell, gefüttert mit Baumwollbatist.
Dazu trage ich gerne den Undercover Hood von Papercut Patterns, hier aus zartem Woll- Mohair- Polygemisch.
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