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Mittwoch, 2. Mai 2018

MMM im Mai- Coco Trouser von Ralph Pink und Hadley von Grainline




Am 9.Juni brauche ich schwarze Garderobe, die Hose für den Tag habe ich schon mal fertig.
Ich spiele seit vielen Jahren Baritonsaxophon in einer Bigband. Unser Dresscode für das jährliche Konzert ist klassisch schwarz.
Eigentlich hätte ich gedacht, dass wäre eine unproblematische Farbauswahl, bei der sich alle aus ihrem Kleiderschrank bedienen können.
Jetzt ist schwarz nicht so problematisch wie zum Beispiel Pink, ich bin aber immer wieder überrascht, dass es einige Bandmitglieder gibt, die sich sehr, sehr unbehaglich in schwarzer Kleidung fühlen.
Ziemlich interessant, zu beobachten welche Macht sogar scheinbar neutrale Farben haben.


Meine Hose ist die Coco Trouser von Ralph Pink.
Eine sehr hoch in der Taille sitzende Hose, mit einer ungewöhnlichen Taschenkonstruktion.
Das ist mein erster Schnitt von Ralph Pink und er gefällt mir gut. Ordentlich konstruiert, schöne Passform ohne Schnittanpassungen.
Allerdings habe ich am Design einige Änderungen vorgenommen.


Den Reißverschluss habe ich nach vorne verlegt, eigentlich wird die Hose an der Seite mit einem nahtverdeckten Reißverschluss geschlossen.
Ich finde nahtverdeckte Reißverschlüsse blöd, darum habe ich meine bevorzugte Methode gewählt.
Die Abnäher vorne habe ich als Falten gearbeitet, einfach weil ich keine Lust auf Experiment mit den kostbaren Stoff hatte.
Da war ich sowieso schon so leichtsinnig nicht erst eine Probehose aus B-Stoff zu nähen.


Der Stoff ist ein tolles Doppelgewebe aus Baumwolle von Annette Görtz, durch die spezielle Machart fällt die Baumwolle besonders schön und ist nicht so knitteranfällig.



Das Material für mein Hadley Top von Grainline kommt aus der gleichen Quelle.
Ein feingestreifter, besonders elastischer Webstoff aus , ich schätze mal, Baumwolle/Leinen/Viskose Mischung.
Und wo kämen wir hin, wenn ich beim Hadley nicht auch einige Änderungen vorgenommen hätte.
Vorder- und Rückenteil im Bruch zugeschnitten, da der Stoff längsgestreift ist und ich keinen Bruch im Muster riskieren wollte.
Die Belege habe ich gestrichen, weil Belege nicht nett zu mir sind.
Ärmel und Saum sind knappkantig umgeschlagen, den Ausschnitt habe ich mit Schrägband versäubert.


Wäre mein Hadley schwarz, würde es sich gut für den Auftritt eignen. Mein Saxophongurt ist ein Hüftgurt mit einer Tragekonstruktion auf dem Rücken. Da ist es angenehm, wenn die Hose einen hohen Bund hat, so dass der Gurt nicht über den Bund rutschen kann.
Das Oberteil würde dann schön locker über dem Gurt hängen.
Es ist ja noch ein wenig Zeit, mal schauen was ich obenrum tragen werde.
Das Konzert wird , glaube ich, richtig gut. Zumindest ist unser Probenergebnis super, hier könnt ihr uns hören und sehen.


Der monatliche Me Made Mittwoch Termin hat mir den nötigen Schwung gegeben endlich mal wieder Fotos zu machen und einen Post zu verfassen.
Hier findet ihr das Treffen der gutgekleideten , selbstbenähten Frauen.
Gastgeberin ist heute Sybille in schönster Sommerkleidung.

Mittwoch, 4. April 2018

Me Made Mittwoch 4.April - Pantalon Bruges mit Hadley



Gestern konnte ich in schönster Gesellschaft die Freiluftnähsaison eröffnen.
Ich habe mir eine dringend benötigte einfarbige Hose genäht.



Ich habe eine erkleckliche Anzahl Hosenschnitte probiert und Bruges von Orageuse Pattern ist zu einem meiner liebsten Schnitte avanciert.
Wichtig ist mir, das Hosen um den Po herum bequem sitzen, nirgendwo soll Stoff fehlen.
Dann kann sich auch nichts an Stellen kneifen, wo es sehr unangenehm ist.
Bruges hat reichlich Platz in der Schrittkurve.
Ziemlich toll finde ich auch den extrem geschwungenen Bund, der aus 3 Teilen zusammengesetzt wird.
Dadurch liegt die Hose am Bauch schön an, ohne nach unten den Körper einzuengen.


Große Taschen liebe ich auch sehr.
Besonders gelungen finde ich die Linie an den Hüften, da fällt die Hose gerade herunter, das macht eine sehr schöne Figur.
Unterhalb des Knies ist der Schnitt nichts für mich. Ich liebe die "große Hose", darum sind meine Beine nach unten weit ausgestellt.
Ich hatte zu Ostern ein interessantes Gespräch über die verschiedenen Hosenformen.
Meine Schwester meinte, sie habe keine Schuhe, die zu weiten Hosen passen würden.
Ich finde, Hosen, die unten weit sind, sind ungeheuer schuhfreundlich . Dazu gehen eigentlich ziemlich viele verschiedene Schuhe.
Ich habe umgekehrt schon schmale Hosen wieder ausziehen müssen, weil ich einfach kein passendes Schuhwerk dazu gefunden habe.


Meine Bruges ist aus einem dunkelleberwurstfarbenen Baumwollstoff mit Elasthananteil genäht.
Und weil der Frühling zuweilen trügerisch sein kann, habe ich die Hose mit einem ganz zartem Viskosejersey gefüttert.
Es ist mir rätselhaft, warum das Futter, das ich 15 cm kürzer zugeschnitten habe, nach Fertigstellung immer noch unten aus den Beinen gekrabbelt ist.
Ist jetzt nochmal deutlich abgeschnitten, mal schauen, ob diese Kürzung reicht.


Mein Oberteil ist das Hadley Top von Grainline, letztes Jahr habe ich es hier schon mal mit einer optisch sehr ähnlichen und doch ganz anderen Hose besprochen. 
Das Top hat sich über die zeit sehr bewährt, es ist bequem, der Stoff trägt sich schön.
Form, Material und Farbe sind sehr kombinierfreundlich.
Den Schnitt habe ich mir für das ein oder andere Folgemodell schon mal rausgelegt.


              
Am ersten Mittwoch ist wieder Me Made Mittwoch. Ich freue mich auf massenhaft gut gekleidete Frauen.
Nina/Kleidermanie zeigt eine schöne rote Frühlingshose, das verbesserte Modell in schwarz durfte ich gestern live bewundern.

Mittwoch, 1. März 2017

MMM 1. März 2017 -Hermes von I AM Patterns


Es fing an mit einer Verführung.
In meinem Posteingang schlummerte eine Rabattcode von Stoffe.de. Eigentlich kaufe ich fast alle meine Stoffe analog.
Es gibt hier genügend Geschäfte und ich fahre auch mal einige Kilometer, um schöne Stoffe zu erstehen.

Aber so eine Vergünstigung verführt halt.
Besonders angetan war ich von dem großen Angebot an klassischen Hemdenstoffen zu einem sehr günstigen Preis, selbst ohne Rabatt.


Und weil der Stoff so günstig war, habe ich mir ein neues Schnittmuster dazu gegönnt,
Hermes von I AM Patterns.

I AM Patterns ist eine französische Firma, von der 2016 mehr und mehr Schnittmuster auftauchten.
Hermes habe ich schon länger wohlwollend betrachtet. Die gezeigten Hemden gefielen mir gut und in meinem Fundus befand sich kein Schnitt für ein klassisches Hemd, mit dem ich richtig zufrieden war.


Hermes ist ein guter Schnitt, die Teile passen wunderbar aufeinander.
Ich mag den Kragen sehr, das ist oft kritisch bei mir. Es gibt wenige Kragenformen, die mir an mir gefallen.
Für ein Hemd ist es ein guter Einsteigerinnen Schnitt.
Die Knopfleiste ist angeschnitten, die Manschette werden mit einem Streifen versäubert.
Da fällt viel Frickelei weg.
So ein Hemd ist ein schönes Projekt, wenn eine mal Lust auf exaktes Nähen hat.



Aber vor allem begeistert mich Hermes, weil das Hemd richtig bequem ist.
Ich habe sehr häufig ein Problem mit langen Ärmeln aus Webstoff.
Irgendwas ist mit meinem Kreuz, das  mir  der Stoff häufig an den Schultern zieht.
Bei vielen Oberteilen sind der obere Rücken und auch die Armausschnitte nicht wirklich bequem.
Es grenzt an ein Wunder, dass das mit diesem Hemd überhaupt nicht so ist.
Ich spüre keine Stoffbegrenzungen, keinen Zug, kann die Arme ohne Probleme heben.


Jetzt steht meiner klassischen weißen Bluse nichts mehr im Weg. Und den anderen Hemdenvariationen auch nicht.

Die Jeans auf den Bildern ist meine flanellgefütterte Morgan Jeans, die ich hier vorgestellt habe. 



Beim Me Made Mittwoch zeigt uns heute Mema ein sehr schönes Elisalex, das sie für ihre Urlaubsgarderobe genäht hat.
Nächste Woche bin ich mit meinem Pussyhat dabei.
Ihr auch?
Falls ihr noch keinen habt, die sind wirklich schnell herzustellen. Ich habe meinen an 2 Abenden gestrickt. einfach einen passenden Schlauch mit Bündchen stricken und oben zusammennähen.
Bei Meike gibt es hier eine Anleitung für einen genähten Pussyhat.
Ich freue mich auf ganz viel rosa nächste Woche.

Mittwoch, 8. Juni 2016

MMM 8.Juni 2016-Morgan Boyfriend Jeans mit Waxprint Top


Ich bin großer Fan der Schnitte von Closet Case Files.
Mit der Ginger Jeans und vor allem dem Sew Along zur Hose hat mir Heather Lou die Tür zum Hosennähen geöffnet.
ich trage  und vor allem nähe ich sehr gerne Hosen.
Zu wissen , dass der Reißverschluss sicher, faltenfrei und absolut unproblematisch in eine Hose zu nähen ist, macht mich immer aufs neue sehr glücklich.
Den neuen Jeansschnitt, die Morgan Boyfriend Jeans, habe ich mir direkt nach Erscheinen gekauft und auch gleich genäht.


Die Morgan ist für Denim ohne Stretchanteil entworfen, somit erweitern sich meine Möglichkeiten bei der Stoffwahl.
Bevor ich mich selber benäht habe, habe ich viel Lebenszeit in Umkleidekabine zugebracht und Herrenjeans anprobiert.
Ich hatte immer schon ein Faible für ganz locker sitzende Jeans, für Frauen gab es eigentlich immer nur sehr figurbetonte Modelle, bei denen zusätzlich der Schritt unangenehm kurz war.
Aber auch in der Herrenabteilung habe ich nur ein einziges Mal eine Jeans gefunden, die mir gefallen hat .
In der Regel waren die Hosen am Po zu eng, bzw.ich hätte eine riesengroße Hose kaufen müssen, wo der Rest dann nicht mehr schön aussah.
Da ist mir ein Unterschied zwischen männlicher und weiblicher Anatomie richtig deutlich geworden.



Ich habe meine Morgan 2 Nummern größer genäht, als die Maßtabelle vorgegeben hat.
Bei dieser Hose habe ich zusätzlich noch großzügig zugeschnitten.
That Black Chic hat meine Traum-Morgan genäht und ich sie mag eindeutig bollerige Hosen genau so gerne wie ich.
Einige Kleinigkeiten habe ich geändert.
So wird meine Morgan mit einem Reißverschluss geschlossen und ich habe größere Taschen aufs Hinterteil genäht.
Die Gürtelschlaufen habe ich ebenfalls vergrößert, da ich einige besonders breite Gürtel besitze, die in "normale" Gürtelschlaufen nicht passen.



Dazu trage ich ein Top aus Waxprint nach Simplicity 1366.
Diesen Schnitt schmachte ich seit Jahren an, nur konnte ich mich bisher nicht durchringen ihn zu bestellen.
Leider sind die Cynthia Rowley Schnitte nicht als Download verfügbar und dieser Schnitt hat nie eine deutsche Nummer bekommen.
So ist er nur im Ausland mit erheblichen Portokosten zu bestellen.


Und ich glaube, der extravagante Rock hat mich immer wieder zögern lassen, mir den Schnitt endlich zu kaufen.
Das Oberteil ist allerdings legendär, von vielen Frauen schon genäht und immer wieder in höchsten Tönen gelobt worden.

Ab jetzt gehöre ich auch zu den Lobpreiserinnen des Schnittes. Ich finde nicht nur die kastige Form besonders harmonisch, es ist tatsächlich ein Schnitt für Webstoff, bei dem es nicht im Rücken spannt oder an den Armen kneift.



Jetzt, wo ich weiß, dass das Oberteil funktioniert, werde ich es nochmal eine Nummer kleiner zuschneiden.
Der Waxprint ist aus Köln von Karin, die jetzt auch hier Waxprintkleidungsstücke sammelt.
Ich mag die Farbigkeit und die außergewöhnlichen Muster des Waxprint sehr gerne und freue mich darauf noch mehr davon zu fröhlicher Sommerkleidung zu verarbeiten.

Und wie jeden Mittwoch schicke ich diesen Post zum Me Made Mittwoch, heute mit Lucy im Designerrock.

Sonntag, 24. April 2016

Prada Sewalong -Finale


Jetzt ist es soweit, ab heute treffen sich beim Me Made Mittwoch die Prada Liebhaberinnen  mit ihren neu entstandenen Kreationen.
Wie sieht es bei mir aus ?
Ich habe einige Ideen umgesetzt und bin mit manchen entstandenen Kleidungsstücken sehr zufrieden.


Die Leohose aus unserem Drillingsstoff habe ich schon ausgiebig getragen, sie hat sich problemlos in meine Alltagsgarderobe integriert.
Der Schnitt ist wieder Thurlow von Sewaholic, allerdings habe ich die Hosenbeine deutlich schmaler zugeschnitten, weil der Stoff sehr, sehr elastisch ist.
Damit die Hose nicht runterfällt brauchte sie eine deutliche Verkleinerung.


Als kombinierfreudiges Oberteil habe ich eine klassische weiße Bluse genäht. Der Schnitt ist das Granville Shirt, ebenfalls von Sewaholic.
Die Bluse war ein Herzensprojekt von mir. Seit Jahrzehnten träume ich von einer coolen, lässig eleganten weißen Bluse .
Ich habe mir im Laufe der Zeit einige gekauft und wieder entsorgt, auch einige Nähversuche haben mir noch nicht die perfekte weiße Bluse beschert.
Auf das Nähen habe ich mich sehr gefreut, exaktes Bügeln, scharfe Kanten und eine besonders schön ausgeführte Manschette hatte ich im Kopf.
Bei der Einleitung ist schon klar, das hat alles nicht so hingehauen, wie ich mir das vorgestellt habe


Der Stoff war die Pest, Baumwolle mit Elasthan und absolut unbügelbar.
Die gebügelte Knopfleiste sprang wieder in die ursprüngliche Form zurück, und ganz fatal war es bei den Manschettenöffnungen.
Geknickt, gebügelt, und zack lag das Schnittteil in der Ursprungsform auf dem Bügelbrett.
Nachdem ich die angefangene Bluse erstmal weggelegt habe, bekam sie dann doch nur eine Schrägbandversäuberung an den Manschettenöffnungen.
Exaktes nähen war mir mit diesem Stoff nicht möglich.
Von den Fotos bin ich ganz überrascht. Die entsprechen nicht meinem Tragegefühl in dieser Bluse.
Von außen betrachtet sieht sie tatsächlich ganz gut aus, von innen fühle ich mich darin super spiessig.
Mal sehen, ob die Bluse nächstes Jahr noch hier wohnt oder ein neues Heim gefunden hat.


Hosen nähe und trage ich gerne.
Als Beifang ist eine Wyome Jeans von Named aus dem Rest des Schlangenstoffs entstanden.


Den Yona Wrap Coat von Named hatte ich als erstes Stück dieses Sewalongs genäht.
Der Schnitt gefällt mir gut und der Mantel war sehr schön zu nähen.
Eine zweite Version ist schon in Planung.


Der Mantel braucht unbedingt noch 2 DRUCKKNÖPFE. Bis jetzt lässt er sich lediglich mit dem Gürtel schliessen, dafür finde ich ihn aber eigentlich zu voluminös, nur gehört Druckknöpfe annähen nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.



Ich tüftele gerade an einer Möglichkeit, die Druckknöpfe mit der Maschine anzunähen.
Wenn das hinhaut, steht der Vollendung des Mantels nichts mehr im Weg.



Mein geplantes Hemdblusenkleid habe ich verworfen, so richtig begeistert hat mich keiner der angedachten Schnitte.
Letztlich habe ich wieder einen bewährten Schnitt gewählt und mir das Gertie Mantelkleid aus Schlange genäht.


Raubtiere gab es schon lange in meiner Garderobe, die Schlange ist erst im Austausch mit meinen Pradafreundinnen Sybille und Monika hinzugekommen.
Das war ein großer Spass mit euch gemeinsam diesen Sewalong zu hosten, gerne wieder.

Hier gibt es noch viel mehr Pradaeskes.

Montag, 4. April 2016

Prada Sewalong, der Zwischenstand


Der Zwischenstand bei Sewalongs ist bei mir gerne mal der Zeitpunkt, an dem ich hänge.
Nach der ersten Euphorie und den unbeschwerten Überlegungen gilt es dann die Visionen konkret umzusetzen.
Eigentlich wollte ich den Prada Sewalong nutzen mir ganz besondere, ungewöhnliche Kleidung zu nähen.
Da ist aber ein kleiner Zensor in meinem Kopf, der immer wieder fragt, ob ich das auch anziehe, was ich da plane.
Wenn dann auch noch das Leben die Nähzeit radikal zusammenstreicht verliere ich den Anfangsschwung und muss mich neu sortieren.




 2 aufwendige Teile sind aber schon fertig.
Der Yona Wrap Coat in pink kariert ist fertig, getestet und für gut befunden. Der Mantel ist auch ein echtes Designerstück, weil ich selber die Pattentaschen hinzu gefügt habe und dabei die Klappen verdreht aufgenäht habe.
Ebenfalls fertig und auch schon probegetragen ist das Granville Shirt von Sewaholic aus weißer Stretchbaumwolle.
Die Bluse war eine echte Herausforderung, weil der Stoff sich nicht vernünftig bügeln lassen wollte.
Wahrscheinlich ist es das Material, aus dem "bügelfreie" Hemden hergestellt werden.
Bei einer Hemdbluse ist es allerdings fatal, wenn jede Bügelung sofort wieder aufspringt und nicht ordentlich am Platz bleibt.
Da war ich zwischendurch sehr frustriert, weil ich mir doch eine ganz ordentliche Bluse gewünscht habe.
Letztlich bin ich aber ganz zufrieden mit dem Ergebnis.


Dazu wird es eine Thurlow aus dem grünen Leo geben.
Da bin ich ganz sicher, dass der Schnitt gelingt und eine gern getragenes Teil entstehen wird.





Ich kann ohne Schlange nicht mehr leben.
Am Samstag habe ich in netter Gesellschaft Stoffe beim Stoffschrottplatz in Münster eingekauft.
Unter anderem auch den schwarz weißen Schlangenstoff, Baumwolle mit Elasthan.
Ich hatte ja ursprünglich die Idee aus dem grünen Leo ein Hemdblusenkleid zu nähen, da hatte ich keine zündende Idee.
Alle Schnitte, die ich mir angesehen habe, konnten mich nicht überzeugen. Außerdem war mir der Leopard einfach zu bunt für so eine große Fläche.
Die Schlange finde ich deutlich dezenter.
Daraus wird ein Coat Dress entstehen. Den Schnitt habe ich schon getestet und mag ihn sehr gerne.
Die pradaeske Kleidung soll mich auf meiner Reise nach Istanbul Anfang Mai begleiten, da finde ich das Coat Dress wunderbar praktisch.

Bei dieser Planung bin ich zuversichtlich, dass ich bis zum Finale am 24.April gemeinsam mit Monika und Sybille meine Prada-inspirierten Teile zeigen kann.

Gastgeberin Sybille , die mich mit dem Schlangenvirus infiziert hat, zeigt beim zwischenstand des Sewalongs Beeindruckendes.
Und noch mehr Pradaliebhaberinnen gibt es hier zu bewundern.

Montag, 21. Dezember 2015

Finale Weihnachtskleid 2015



Bis Dienstagabend treffen wir uns auf dem Me Made Mittwoch Blog, um unsere selbstgeschneiderte Festtagsgarderobe zu zeigen.
Auch wenn ich bei den Treffen zu den Zwischenständen gefehlt habe, ist der Weihnachtskleid Sewalong eine meiner liebsten Veranstaltungen.
Wie toll, dass Katharina, Monika, Nina und Wiebke in der turbulenten Vorweihnachtszeit sich bereit erklärt haben, den Sewalong zu hosten.
Vielen Dank dafür.


Zu Beginn fällt es mir immer schwer, mich auf ein konkretes Nähprojekt festzulegen. Wie soll ich denn Mitte November schon wissen, was ich 6 Wochen später anziehen soll.
So gibt es im Laufe der Zeit immer wieder Änderungen an dem ursprünglich gefassten Plan.
Die schwarze Samthose habe ich allerdings schon direkt nach der Verkündung meines Plans genäht.
So ist ein Teil genau so entstanden, wie ich mir das vorgenommen habe.


Aus einem schwarzen, stretchigen Baumwollsamt habe ich mir eine Thurlow Trousers genäht.
Die Hose ist sehr bequem, nur leider wächst sie im Laufe der Zeit.
Eigentlich kenne ich das von anderen Hosen mit Elasthananteil, dass sie gut ihre Form halten. Nicht so hier, nach wirklich sehr kurzer Zeit habe ich reichlich Platz am Bund.
Da passt dann eine ordentliche Portion Weihnachtsgans mit hinein.
Aber vor dem großen Weihnachtsessen am 1. Feiertag ist noch ein kleines Zeitfenster um einige kleine Abnäher in die Hose einzufügen.


 Mein Oberteil aus Glitzerjersey habe ich zwar genäht, nur ist es mir gründlich misslungen.
Falsche Schnittwahl, zudem macht mich der Stoff sehr blass und graumäusig.
Aber ich nähe ja schon einige Zeit, so finden sich einige passende Oberteile in meinem Kleiderschrank.
Zum Beispiel dieses Shoreline Boatneck aus geblümter Seide, dass ich vor 2 Jahren genäht habe.
Schwarze Hosen sind ja nicht schwierig zu kombinieren.


Weil meine Hose schon lange vor Weihnachten fertig war und ich mich mit der Schnittwahl für das Oberteil so schwer getan habe, brauchte ich noch ein zusätzliches Weihnachtsprojekt.
Mit meinem Clare Coat aus grauem Wollstoff besitze ich einen schönen Mantel für die vielen Verdauungsspaziergänge, die an den Festtagen nötig sind.



Hier habe ich den Schnitt ausführlicher vorgestellt.
damit es mir nicht langweilig wird habe ich bei meiner 2. Clare einiges anders gemacht.
Der hohe Kragen gefällt mir sehr gut und hat sich auch schon bei Würstchen und Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt bewährt.


Der Reißverschluss für Linkshänderinnen braucht bei mir als Rechtshänderin einige Zeit, bis er geschlossen ist. Das ist für mich eine typische Geschichte, die beim zweiten Nähen eines Schnittes passiert. Ich denke ich weiß jetzt ja wie es geht und zack sind die Seiten vertauscht.
Als mir der Fehler auffiel war der Mantel sehr weit fortgeschritten, also habe ich mich entschieden das so zu lassen.
Optisch finde ich das nicht störend, nur das Schließen des Mantels könnte komfortabler sein.


Ich wünsche euch allen wunderbare Weihnachtstage und das Weihnachtsfest, dass ihr euch erträumt habt.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

MMM 7.Oktober - Moji von Seamwork mit Burda Bluse



Wer Anfang Oktober rumtrödelt, muss die Fotos für den Me Made Mittwoch dann drinnen machen.
Gestern war es hier so herrlich warm, dass es sich einfach nicht nach kurzen Tagen anfühlte.
Gut, dass in meinem Nähzimmer eine Baustellenlampe steht, da lassen sich zur Not auch akzeptable Drinnenbilder machen.


Ich habe mir eine Moji aus der September Ausgabe von Seamwork genäht. Eigentlich hat mir die Hose nicht besonders gefallen, erst Julias Modell hat mich motiviert den Schnitt doch zu nähen.
Ich finde die Hosenbeine fallen sehr schön, da ist genau das Maß an getroffen, das ich gerne mag.
Locker aber nicht bollerig.
Auch die Hosenaufschläge mag ich sehr, das macht die Hose "offizieller", so dass Moji mehr ist als eine bequeme Rumlümmelhose.


Bei den Taschen war ich skeptisch, auf dem Bild in der Seamwork haben sie mir nicht gefallen. Nachdem ich mir den Schnitt genauer angesehen habe, wuchsen meine Vorbehalte.
Die Taschen sind gedoppelt, meine Befürchtung war, dass das insgesamt zu massiv wird.
Bei meinem Probemodell habe ich die Taschen weggelassen.
Dasfand ich dann doch irgendwie nackt in der Vorderansicht. Also habe ich ihnen eine Chance gegeben und finde sie wirklich schön.
Taschen an Kleidungsstücken sind ja sowieso sehr praktisch, hier geben sie der Hose aber auch eine schöne Struktur.


Wenn ich jetzt noch rauskriege, wie ich einen schönen Gummizugbund hinbekomme, wäre die nächste Moji perfekt.
Die vorgesehene Lösung mit einem Bindeband habe ich gleich verworfen, weil ich es unbequem finde.
Hier habe ich ein breites Gummi eingezogen.
Ihr könnt es zwar nicht sehen, aber es sieht nicht richtig toll aus. Vielleicht braucht es noch mehr Steppnähte am Bund oder eventuell 2 Tunnel mit schmalerem Gummi.
So lange das Oberteil den Bund verdeckt , bin ich aber sehr zufrieden mit meiner Moji.



Das Oberteil ist aus einer betagten Burda, leider weiß ich nicht mehr aus welcher Ausgabe genau. Die Bluse habe ich schon einige Jahre.

 Beim Me Made Mittwoch, dem wöchentlichen Laufsteg für selbstgenähte Kleidung, begrüßt uns heute Katharina in ihrem geplantem Lieblingskleid.