Also ganz mein Thema, für mich ist es die spannendste Herausforderung schöne , bequeme Kleidung für den täglichen Gebrauch zu nähen.
Ich denke jede hat ganz individuelle Ansprüche an die perfekte Alltagskleidung.
Ich möchte jederzeit ein Rad schlagen können, weiterhin soll sich meine textile Hülle weich und komfortabel anfühlen.
Kleidung, die toll aussieht, aber diese Anforderungen nicht erfüllt bleibt letztlich im Schrank hängen, beziehungsweise wird irgendwann aussortiert.
Heute zeige, was ich gestern zum Nähkränzchen getragen habe.
Der Undercover Hood von Papercut Patterns ist ein Klassiker in meiner Garderobe.
Den Schnitt habe ich entsprechend meiner Bedürfnisse ganz leicht geändert, das Bündchen unten lasse ich weg, so mag ich den Pulli einfach lieber.
Raglanärmel mag ich sehr, hier passen mir die Proportionen von den getesteten Schnitten am besten.
Auch wenn es mich ein wenig anfrisst, soviel Stoff für die gefütterte Kapuze zu verbrauchen, überwinde ich mich trotzdem.
Die Kapuze sieht gut aus und zusätzlich hält sie den Hals schön warm ohne mich einzuengen, wie das bei Rollkragen gerne passieren kann.
Genäht habe ich diesen Undercover aus ausgemustertenKaschmir Kaufpullovern.
Ich habe alle nicht gut sitzenden Pullover, oder die, die Mottenlöcher respektive Waschmaschinenlöcher haben zusammengetragen, um sie zu verarbeiten.
Als Meterware ist Kaschmirstrick geradezu unmöglich zu bekommen und noch unmöglicher zu bezahlen.
Ich kaufe auch gerne Nachschub in Secondhandläden, die sind eine attraktive Quelle für hochwertigen Strick.
Der Rock Berlin von Orageuse Pattern ist ein weiterer Versuch , einen Rock zu finden, den ich gerne trage.
Röcke teste ich immer wieder, bisher ist mir aber noch kein Schnitt begegnet, den ich tatsächlich häufiger trage.
Als Sandra/Rehgeschwister ihren Berlin beim MMM zeigte, war ich gleich begeistert.
Ich habe Sandras Rock hemmungslos kopiert. Mein erster Berlin ist lang, mit Schlitz vorne und auch aus Jeansstoff mit Elasthan.
Der Rock sieht klasse aus, hatte aber in Hinsicht auf den Tragekomfort noch Verbesserungspotential.
Ich kann mich in kürzeren Röcken einfach besser bewegen, Stoff unterhalb des Knies wickelt sich immer um die Beine und bremst mich aus.
Den Schlitz vorne habe ich auch geschlossen, weil beim Gehen immer Zug auf die mittlere Rocknaht ausgeübt wird.
In der Bewegung und beim undamenhaften Sitzen entstehen dort Querzüge, die mich total nerven.
Mein Berlin ist aus einer ultrastretchigen Baumwolle genäht und mit flutschigem , ebenfalls sehr dehnbarem Mesh gefüttert.
Hier noch ein Bild vom Stoff, weil die Farben auf den anderen Bildern nicht so ganz passen.
Weil das Material so ganz besonders dehnbar ist, kommt der Rock auch ohne Schlitz aus.
Beim nächsten, den es sicher geben wird, werde ich den Schlitz nach hinten verlegen.
Berlin ist ein richtig guter Schnitt, die Taschen sind wunderbar geräumig.
Passend zur Erkältungsaison passen reichlich Taschentücher hinein.
Ich freue mich sehr einen Rockschnitt gefunden zu haben, der nach unten eingestellt ist und trotzdem große Schritte erlaubt.
Besonders gelungen finde ich hier auch noch den Bund oben, der ist extrem gebogen.
Die Folge ist ein außerordentlich bequemer Bund, der verhindert, dass sich der Rock um den Rumpf dreht.
Ich wünsche euch viel Spaß beim MMM Defilee und gehe jetzt meine Jacke vom Nähkränzchen gestern fertig nähen.














































