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Mittwoch, 1. November 2017

Alltagskleidung MMM 1.November 2017 mit Jupe Berlin von Orageuse und Undercover Hood von Papercut




Heute geht es beim MMM um Alltagskleidung.
Also ganz mein Thema, für mich ist es die spannendste Herausforderung schöne , bequeme Kleidung für den täglichen Gebrauch zu nähen.
Ich denke jede hat ganz individuelle Ansprüche an die perfekte Alltagskleidung.
Ich möchte jederzeit ein Rad schlagen können, weiterhin soll sich meine textile Hülle weich und komfortabel anfühlen.
Kleidung, die toll aussieht, aber diese Anforderungen nicht erfüllt bleibt letztlich im Schrank hängen, beziehungsweise wird irgendwann aussortiert.


Heute zeige, was ich gestern zum Nähkränzchen getragen habe.
Der Undercover Hood von Papercut Patterns ist ein Klassiker in meiner Garderobe.
Den Schnitt habe ich entsprechend meiner Bedürfnisse ganz leicht geändert, das Bündchen unten lasse ich weg, so mag ich den Pulli einfach lieber.
Raglanärmel mag ich sehr, hier passen mir die Proportionen von den getesteten Schnitten am besten.
Auch wenn es mich ein wenig anfrisst, soviel Stoff für die gefütterte Kapuze zu verbrauchen, überwinde ich mich trotzdem.
Die Kapuze sieht gut aus und zusätzlich hält sie den Hals schön warm ohne mich einzuengen, wie das bei Rollkragen gerne passieren kann.



Genäht habe ich diesen Undercover aus ausgemustertenKaschmir Kaufpullovern.
Ich habe alle nicht gut sitzenden Pullover, oder die, die Mottenlöcher respektive Waschmaschinenlöcher haben zusammengetragen, um sie zu verarbeiten.
Als Meterware ist Kaschmirstrick geradezu unmöglich zu bekommen und noch unmöglicher zu bezahlen.
Ich kaufe auch gerne Nachschub in Secondhandläden, die sind eine attraktive Quelle für hochwertigen Strick.


Der Rock Berlin von Orageuse Pattern ist ein weiterer Versuch , einen Rock zu finden, den ich gerne trage.
Röcke teste ich immer wieder, bisher ist mir aber noch kein Schnitt begegnet, den ich tatsächlich häufiger trage.
Als Sandra/Rehgeschwister ihren Berlin beim MMM zeigte, war ich gleich begeistert.
Ich habe Sandras Rock hemmungslos kopiert. Mein erster Berlin ist lang, mit Schlitz vorne und auch aus Jeansstoff mit Elasthan.
Der Rock sieht klasse aus, hatte aber in Hinsicht auf den Tragekomfort noch Verbesserungspotential.



Ich kann mich in kürzeren Röcken einfach besser bewegen, Stoff unterhalb des Knies wickelt sich immer um die Beine und bremst mich aus.
Den Schlitz vorne habe ich auch geschlossen, weil beim Gehen immer Zug auf die mittlere Rocknaht ausgeübt wird.
In der Bewegung und beim undamenhaften Sitzen entstehen dort Querzüge, die mich total nerven.
Mein Berlin ist aus einer ultrastretchigen Baumwolle genäht und mit flutschigem , ebenfalls sehr dehnbarem Mesh gefüttert.
Hier noch ein Bild vom Stoff, weil die Farben auf den anderen Bildern nicht so ganz passen.


Weil das Material so ganz besonders dehnbar ist, kommt der Rock auch ohne Schlitz aus.
Beim nächsten, den es sicher geben wird, werde ich den Schlitz nach hinten verlegen.


Berlin ist ein richtig guter Schnitt, die Taschen sind wunderbar geräumig.
Passend zur Erkältungsaison passen reichlich Taschentücher hinein.
Ich freue mich sehr einen Rockschnitt gefunden zu haben, der nach unten eingestellt ist und trotzdem große Schritte erlaubt.
Besonders gelungen finde ich hier auch noch den Bund oben, der ist extrem gebogen.
Die Folge ist ein außerordentlich bequemer Bund, der verhindert, dass sich der Rock um den Rumpf dreht.


Ich wünsche euch viel Spaß beim MMM Defilee und gehe jetzt meine Jacke vom Nähkränzchen gestern fertig nähen.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Blumen MMM - Colette Zinnia aus Waxprint



Mit den Röcken bin ich nicht so gut befreundet.
Letztlich stellt sich immer wieder heraus, das irgendetwas nicht richtig gut ist. So hängen die wenigen Röcke, die ich genäht habe eigentlich hauptsächlich im Schrank.

Irgendwie lässt es mich aber doch nicht los, so probiere ich es immer mal wieder aufs Neue.

 
Zinnia von Colette hat mir immer gut gefallen. Es ist schon einige Zeit her, dass der Schnitt erschienen ist.
Da hat er schlechte Kritiken bekommen. So ein Rock sei zu einfach, von Colette würde mehr Raffinesse erwartet. Ausserdem sei die PDF unkomfortabel zu nutzen.
Merkwürdigerweise hat das bewirkt, dass es mich lange davon abgehalten hat den Rock zu nähen.


Ich habe ein Seamwork Abo, unter anderem weil ich eine Firma wie Colette gerne unterstütze.
Deren Konzept hat sich geändert, ich erwerbe mit dem Abo jeden Monat Credits, die ich auch für Colette Schnitte einsetzen kann.
Da habe ich mir dann endlich Zinnia gegönnt.


Ich mag den Schnitt sehr und kann das Genöle über den Schnitt nicht nachvollziehen.
Diesen Zinnia habe ich aus einem frisch erworbenen Waxprint genäht.
In diesem Sommer bin ich durch mit Schule, dann habe ich 5 Kinder durchs Abitur gebracht.
Beim letzten Abiball wollen wir es nochmal richtig krachen lassen.
Geplant ist ein Familienauftritt komplett in Waxprint, dafür haben wir nochmal ordentlich eingekauft.


Waxprint kommt ja in 6 Yard Einheiten, da ist genug da, um vorab schonmal einen Rock zu nähen.
Dieser Waxprint hat ziemlich viel Stand, eingebauter Petticoat sozusagen.
Ich werde den Rock auf jeden Fall nochmal in einem fliessenden Stoff nähen, das stelle ich mir auch sehr schön vor.


Und jetzt ab damit zum Me Made Mittwoch mit dem Motto Blumen.

Mittwoch, 30. November 2016

MMM 30.November 2016- Hurra, ein Rock








Röcke fallen mir schwer.
Irgendwas stimmt immer nicht. Ich habe Röcke genäht, die sich drehen oder unter die Achseln rutschen.
Einen Rock , den ich wirklich gerne trage habe ich mir bis jetzt noch nicht genäht.


Neuer Schnitt, neues Glück.
Die Idee einen bunten Rock aus kuscheligem Wollstoff zu besitzen hat mich motiviert nochmal auf Schnittsuche zu gehen.

Es ist der Hagen Skirt von Salme Patterns geworden.
Eigentlich ein einfacher Schnitt. Der Rock besteht aus 4 Bahnen, ist nach unten leicht ausgestellt, wird hinten mit einem nahtverdeckten Reißverschluss geschlossen.
Es gibt 2 Taschenvarianten, eine Tasche liegt hier noch.
Ich möchte die Tasche mit der Hand von innen unsichtbar an den Rock nähen, weil ich keine Steppnaht haben möchte.
Das kann ich ja immer noch machen, aber der Rock wollte vorher schon getragen werden.


Für mich ist es eine Sensation, einen Rock zu besitzen, der beim Gehen, auf Stühle steigen, sitzen einfach dort bleibt, wo er war.
Kein Drehen, kein Hochrutschen, kein Kneifen am Bund. Hagen ist so bequem, dass ich ihn beim Ausziehen einfach runterziehen wollte, ging natürlich nicht, erst muss der Reißverschluss geöffnet werden.



Da ich in letzter Zeit viele gedeckte Farben vernäht habe, finde ich es klasse, meiner Garderobe mit diesem orange- roten Wollrock einen Farbtupfer hinzuzufügen.

Das Oberteil ist wieder der Undercover Hood von Papercut Patterns.
Das Material ist ein traumhafter Doubleface Strick,den ich mir in Italien im Max Mara Outlet gekauft habe.
Der Restecoupon war sehr knapp, darum sind die Ärmel in der falschen Richtung zugeschnitten.
Die Kapuze habe ich aus einem Wolljersey aus meinem Lager gearbeitet.



Ich freue mich immer wieder über den gut passenden Raglanschnitt, zusätzlich mag ich die wärmende Kapuze im Nacken sehr gerne.
Das ist eine schöne Abwechslung, wenn ich weder Schal noch Rollkragen tragen möchte.

Hier geht es zum MMM, dem virtuellen Laufsteg feinster massgefertigter Kleidung.
Gastgeberin Katharina begrüßt uns heute in einem schönen Kleid mit eigens entwickeltem Kragen .

P.S. Leider gelingt es mir nicht den Rockschnitt zu verlinken. Die Homepage von Salmepatterns ist nicht erreichbar.

Mittwoch, 27. Juli 2016

MMM 27.Juli 2016- Axel Skirt von Megan Nielsen mit Summer Concert Tee






 Der letzte MMM vor der Sommerpause, steht traditionell unter dem Motto "Ich packe meinen Koffer".
Wiebke ist schon weg und hat entzückende und bequeme Kleidung im Gepäck.
Ich bin noch dabei potentielle Urlaubsgarderobe zu sammeln.
In den ersten 3 Septemberwochen starte ich mit dem Liebsten zu einer Italienrundfahrt. Da brauche ich gemütliche Kleidung für viel Stunden im Auto.
Die meiste Zeit werden wir zelten, also ist praktische, knitterarme und drecksneutrale Kleidung erforderlich.


Ich habe endlich einen Rock gefunden, den ich wirklich gerne trage. Der Axel Skirt von Megan Nielsen ist ein Schnitt für einen Rock aus Jersey/Strick in 3 Variationen.
Es gibt das gezeigte lange Modell mit Schlitz, eine knapp über dem Knie endenden Rock mit optionalen Bindebändern und einen langen unten zipfeligen Rock.
Ich habe die beiden schmalen Röcke bereits genäht, mit dem Zipfelrock kann ich nichts anfangen.


Für so einen einfachen Schnitt kostet der Axel relativ viel Geld. Ich kaufe gerne Schnitte von unabhängigen Designerinnen.
Ich habe , bei den von mir ausgewählten schnitten, häufig die Erfahrung gemacht, dass sie besonders sorgfältig erstellt sind.
Oft sind gut gemachte Anleitungen dabei, bei denen ich neue Techniken lerne. Außerdem lasse ich das Geld, dass ich in meine Näherei stecke gerne mutigen, kreativen Frauen zukommen.
Bei Axel habe ich aber länger überlegt, als ich das sonst tue, einfach weil es auf den ersten Blick so ein simpler Schnitt ist.
Den Ausschlag gegeben hat letztlich die Tatsache, dass der Bund ohne Gummi halten soll. Ein breiter Jerseybund ohne wahlweise einengendes oder lockeres funktionsfreies Gummiband habe ich mir herrlich komfortabel zu tragen vorgestellt.



Alle meine Wünsche an den Schnitt sind voll erfüllt. ich bin von dem Rock so begeistert, dass es mir schon fast unheimlich ist.
Er sitzt klasse, macht jede Bewegung mit, dreht sich nicht
Der breite Bund ohne Gummi bleibt an Ort und Stelle und ist sehr angenehm zu tragen.
Die Rockform lässt sich mit vielen Oberteilen kombinieren.


Luftige Oberteile sind Mangelware in meiner Garderobe.
Wenn es mal wirklich warm ist, so wie letzte Woche, stell ich immer wieder fest, dass ich kaum schöne Tops mit kurzen Ärmeln besitze.
Es gibt ein  Summer Concert Tee aus einem schwer kombinierbaren Stoff, bei dem mir die Ausschnittversäuberung auch nicht richtig zufriedenstellend gelungen ist.
Dieses Shirt hole ich aber jeden Sommer aus dem Schrank, weil es sich so schön trägt.
Ich habe das jetzt mal in kombinierfreudigerem Stoff genäht.


Mein Summer Concert Tee ist aus Tussahseide, die ich im schrägen Fadenlauf verarbeitet habe. Die Ärmelbündchen habe ich weggelassen, der Ausschnitt ist mit Schrägband versäubert.
Das Shirt möchte ich für den Urlaub gerne aus einem Leinen oder einer schönen leichten aber blickdichten Baumwolle nähen, da die Seide nur bedingt Dreck verträgt.

Ich wünsche allen Urlauberinnen eine schöne, erholsame Zeit.

Mittwoch, 25. November 2015

MMM 25.11.15- Hollyburn und neue Schuhe


Könnte ich nicht nähen, würde ich nicht bloggen, könnte ich mich nicht so anziehen, wie ich es hier zeige.

Mein Rock ist ein Hollyburn, den ich irgendwann schon einmal gezeigt habe. Das Material ist ein schwarzes in Rauten abgestepptes Kunstleder.
So habe ich einen warmen Winterrock, der nicht knittert, radtauglich ist und sogar bei leichtem Regen Schutzfunktion hat.
Hätte ich nicht bei der Annäherung im Januar in Bielefeld Yvonnes traumhaften Rock gesehen, wäre ich wahrscheinlich nicht auf die Idee gekommen, mir aus dem Material eine weiten Rock zu nähen.

Zu kaufen gibt es so einen oder auch nur einen ähnlichen Rock nicht, jedenfalls nicht in meiner Größe oder in zu einem Preis, den ich bereit wäre zu zahlen.
Falls es in Bekleidungsgeschäften überhaupt Röcke gibt, sind das in der Regel kurze schmale Modelle.
Für mich oder vielleicht liegt es an meinem Körperbau, war es immer schwierig Röcke zu kaufen, die sich gut tragen lassen.
Zu lang, zu eng an der Taille, der Rock dreht sich in der Bewegung um den Körper. Da habe ich lieber zu Hosen gegriffen, die können sich nicht drehen und lassen sich mit einem Gürtel befestigen.

Tja, das ist vorbei. Ich kann mir jeden Rock nähen, der mir gerade in den Sinn kommt.


Zu meinen ganz großen Freuden bei der textilen Selbstversorgung gehört die Tatsache, dass ich meine Unterkleidung maßschneidern kann.
Es ist wunderbar gut sitzendende, nicht rutschende Unterwäsche zu besitzen.
Mein Allzeit-Favorit ist das Birgitte Shirt von Maria Denmark. Neu entdeckt habe ich die Taillenslips, die halten bei Kälte die Nierchen schön warm, meine Vorlage ist Dakota von Seamwork, das ich oben ca 5 cm gekürzt habe.
Sehr gerne trage ich den Boylston Bra von Orange Lingerie, die breiten Träger sind unglaublich komfortabel.


Vor dem Bloggerinnentreffen in Köln, war ich der festen Überzeugung, dass Schuhe mit hohen Absätzen in meinem Leben keinen Platz haben.
Danke an meine Schuhpatinnen Alle Wünsche werden wahr,  dasbürofürschönedinge,Kleidermanie und Kreuzberger Nähte.
Alle vier sind überzeugte Hackenträgerinnen, ich durfte sie bewundern und von einigen die Schuhe anprobieren, um das Lebensgefühl weiter oben anzutesten.
Letzte Woche begegnete mir dann dieses Paar gut sitzende, "bequeme" , günstige Paar Schuhe. Absatzschuhe ermöglichen mir, eine ganz andere Facette meiner Persönlichkeit zu leben. Tatsächlich fühle ich mich verwandelt. Das liegt zum Teil an der anderen Perspektive, die Welt sieht von oben tatsächlich anders aus. Weiterhin bewegt sich frau einfach anders mit Absätzen, mir macht das Spass.
Ich habe diese Schuhe auch zur Arbeit getragen, das geht nicht für den ganzen Tag, aber ich nehme dann einfach Wechselschuhe mit.
An den ganz langen Tagen, wenn ich 9 Stunden auf den Füßen bin habe ich auch immer verschiedene Schuhe dabei, da sind die Füße einfach platt und jede Abwechslung bringt Linderung.

Beim Me Made Mittwoch begrüßt uns heute Monika in einem traumschönen Wickelkleid.

Mittwoch, 14. Oktober 2015

MMM 13. Oktober 2015-Moss Mini von Grainline



Literaturnobelpreis verliehen, Frankfurter Buchmesse eröffnet, die Bücher von Frau Crafteln und Frau Nahtzugabe sind in der Datenbank des Barsortiments gelistet.
Höchste Zeit sich einen Bücherrock zu nähen.


Nähen beschert mir immer wieder schöne Begegnungen. Ich habe einen Rock aus diesem Stoff bewundert und die Trägerin hat mir die Reste des Stoffes geschenkt, damit ich auch einen Bücherrock tragen kann.



Da es sich um einen sehr stabilen Möbelstoff handelt, war sofort klar, dass nur ein kurzer gerader Rock als Schnitt in Frage kommt.
Der Rock sollte für die Bequemlichkeit zum Saum hin etwas weiter werden. Bisher hatte ich nicht so gute Trageerfahrungen mit meinen kurzen Röcken gemacht.
Oft drehen sie sich um den Körper herum oder sie bleiben nicht auf der Hüfte sitzen, sondern möchten unter die Achseln rutschen.
Beides ist kein schönes Tragegefühl.
Da ich inzwischen einige Jeanshosen genäht habe, die ich viel und gerne trage habe ich mich nach einem Rockschnitt umgesehen, der die typischen Elemente der Jeans aufgreift.




Gewählt habe ich den Moss Mini von Grainline. Der Rock hat hinten einen Sattel und vorne Taschen sowie Verschluss wie eine Jeans.
Mit den Schnitten von Grainline habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Jen, die Designerin ist ein Profi, sie hat eine Ausbildung als Schnittdesignerin.
Die Schnitte von Grainline sind geradlinig und klassisch, diesen Rockschnitt werde ich sicherlich noch einige Male aus anderen Stoffen nähen.
Ich habe den Rock gestern zur Arbeit getragen, er ist den ganzen Tag an Ort und Stelle geblieben. Kein Drehen kein Rutschen.


Wie Lucys Rock, den sie heute beim Me Made Mittwoch zeigt, hat auch mein Rock das Potential zum Lieblingsstück.
Vielfältig kombinierbar, klassisch aber doch etwas besonderes.
Und eine weitere Gemeinsamkeit gibt es noch, auch ich habe den Rock verlängert, 12 cm zusätzlich hat er nicht gebraucht, aber gute 5 cm mehr habe ich ihm gegönnt.
Und hier geht es wieder zum Defilee gut gekleideter, Frauen in handgemachter Garderobe beim Me Made Mittwoch.

Mittwoch, 29. Juli 2015

MMM 23- Hollyburn mit Birgitte Shirt



Mein Urlaubskoffer ist ausgepackt, alles gewaschen und noch nicht gebügelt.
Darum hier meine Arbeitsgarderobe von gestern.


Mein Rock ist ein Hollyburn von Sewaholic aus schwarzem mattem Kunstleder, auf den Stoff ist ein Rautenmuster aufgesteppt.
Eigentlich ist dieser Hollyburn ein Winterrock, das material ist schön warm und ein bisschen windabweisend. außerdem ist der Rock natürlich gefüttert, weil er sonst an den Beinkleidern hochkrabbeln würde.
Bei den augenblicklichen Temperaturen geht er aber auch wunderbar als Sommerrock.


Das Shirt ist wie fast immer bei mir ein Birgitte Tee von Maria Denmark. 
Luzie berichtete letztens von den Freuden der Shirt Näherei. Für mich ist ein gut sitzender Shirtschnitt eine große Errungenschaft.
Ich erinnere mich gut, das ich, bevor ich meine Kleidung selbst genäht habe, schon mal Wochen damit zugebracht habe ein weißes T-Shirt zu finden, dass mir passt, gefällt und bezahlbar ist.
Jetzt kann ich das jederzeit nähen.
Oder eben ein maritimes, geringeltes, wie dieses hier.
Immer wenn ich dieses Shirt trage , seufze ich tief und erinnere mich an den phänomenalen Parisausflug mit meinen Nähfreundinnen.


Meine Tasche ist nicht selbstgenäht, dafür aber neu. Nachdem ich jahrelang um schicke Autofahrerinnentaschen herumgeschlichen bin, habe ich mir endlich eine gekauft.
Ein Vor-Geburtstagsgeschenk, sozusagen.
Normalerweise benutze ich in der Regel Taschen, die ich mir umhängen kann, oder Rucksäcke.
Ich brauche die Hände frei, wenn ich unterwegs bin. Darum habe ich schicke Taschen mit kürzeren Henkeln aus Leder auch immer wieder im Laden gelassen. Die waren halt unpraktisch und wennsie etwas größer sind, haben sie auch ein gewisses Eigengewicht.
Jetzt habe ich entschieden, dass solche Taschen aber auch gut in meine Packtasche am Rad passen und eben nicht für lange Spaziergänge gedacht sind, sondern zum schön aussehen auf kurzen Strecken.
Und ehrlich, unvernünftige Taschenkäufe können glücklich machen.


Zur Arbeitskleidung gehören bei mir auch flache Schuhe, denn ich stehe oder laufe stundenlang. Sitzen kommt in meinem Arbeitsalltag nicht vor.
Das kann ich nur mit flachen, bequemen Schuhen.
Die Toms, die ich mir vor einiger zeit gegönnt habe sind optimal. Die Sohle ist weich gepolstert, sie sitzen an der Ferse schon fest ohne zu drücken.
Ich war lange skeptisch, ob mir Stoffschuhe nicht zu sehr nach Hausschuhen aussehen.
Die Schuhe sind jetzt schon einige Zeit erprobt worden und ich habe keine Puschenkommentare bekommen.
Inzwischen würde mich das auch nicht besonders ankratzen, denn sie sind richtig bequem und ich finde sie auch schick.



Beim Me Made Mittwoch empfängt uns heute Wiebke in einem Jumpsuit.
Ich guck da gar nicht hin!
Bis jetzt waren Jumpsuits für mich ein undenkbares Kleidungsstück, aber Wiebkes könnte mich ins Zweifeln bringen.

Montag, 11. Mai 2015

MMMay´15-Tag 11 Shoreline boatneck und Seidenrock



Die sommerlichen Temperaturen haben mich motiviert meine Sommergarderobe durchzusehen.
Heute habe ich meinen Röcken zugewandt.
Röcke finde ich ja schwierig, auch mit dieser Kombination fühle ich mich nicht hundertprozentig gut angezogen. Ich kann nicht benennen, woran es liegt. Es ist eben nicht richtig toll.
Ich erinnere mich nicht mehr, nach welchem Schnitt ich den Rock genäht habe,er hat Falten und Taschen. Der Stoff ist ein  Rest von einem Kleid, Seide gefüttert mit Seide.
Das exklusive Tragegefühl tröstet über die nicht optimale Optik hinweg.
Mein Top ist ebenfalls eine Resteverwertung, das Rückenteil ist einfarbig schwarz.
Ebenfalls aus Seide, zugeschnitten im schrägen Fadenlauf, Schnitt ist das Shoreline boatneck.
Das ist einer meiner Standardschnitte für schlichte Webstoffoberteile.
MMMay auf Flickr findet ihr hier, 

Montag, 4. Mai 2015

MMMay´15- Tag 4- Jupe anemone aus Waxprint und Astoria Sweater




An diesem herrlichen Frühlingstag hat mich die beste Bürovorsteherin bei der Arbeit besucht.
Nähfreundinnen sind ja immer sehr verständnisvoll, wenn sie gebeten werden Fotos zu machen.
Heute also ein "Kleidung im Einsatz" Bild.
Bei der Arbeit:
Jupe Anemone von Deer and Doe. dieser Rock ist mein erstes Waxprintwerk. In Paris habe ich mir einige Waxprints gekauft. Allerdings ist die Verarbeitung eine Herausforderung für mich. Das liegt nicht an den leuchtenden Farben, sondern an der Stoffart.
Meine Waxprints sind alle aus einer stabileren absolut unstretchigen Baumwolle, so ähnlich wie Patchworkstoffe.
Daraus kann ich mir erstmal nur Röcke und Hosen vorstellen oder halt Tischdecken. Ist natürlich Quatsch, wie Susis fantastisches Kleid beweist.
Ich nähere mich langsam und fange erstmal mit diesem Rock an.
Das Oberteil ist Astoria von Seamwork, eine universelle Rockbegleitung.
Untendrunter befinden sich noch die Undies von Zoe und Birgitte von Mariadenmark, wie meistens halt

Wetter:
Hauptsächlich sonnig, bis 20° C



Mittwoch, 8. April 2015

MMM 11 Frühlingserwachen






Eigentlich wollt ich diesen Post ja "Wenn die Blumen Trauer tragen"  nennen. Die Bilder habe ich am Freitag, als noch keine Spur von Frühling in der Luft lag gemacht.
Da litt ich noch sehr unter dem Winterblues. Jetzt gab es schon den sonnigen Ostersonntag und für die nächsten Tage sind sind angenehmere Temperaturen vorhergesagt. Da hat sich meine Laune deutlich gebessert und ich kann nicht mehr so düstere Überschriften wählen.


Zum ersten Motto Me Made Mittwoch zeige ich euch mein neues Oberteil, Astoria aus der Aprilausgabe des Seamwork Magazins und kombiniere dazu meinen Renoir-Hollyburn von letztem Jahr.
Um das Motto auch wirklich zu würdigen habe ich mir noch eine Blütenbrosche nach diesem Tutorial von der Schnittquelle angefertigt.
Die Blüte ist auch nur deshalb schwarz, weil ich auf die Schnelle den grünen Tüll nicht gefunden habe, sonder eben nur den schwarzen.


Mein Astoria ist ein Recyclingprojekt. Die graue gekochte Wolle war ein ärmelloses Etuikleid, das mir Nieren und Po schön warmhalten sollte.
Ich habe feststellen müssen, dass ich es nicht gerne getragen habe. So eine große Fläche helles Grau an mir verursacht unweigerlich Nachthemdgefühle.
Als die Aprilausgabe der Seamwork erschienen ist, war ich von Astoria sofort begeistert.
Endlich ein Schnitt für einen kurzen Pulli, den ich zu weiten Röcken tragen kann.



Der Schnitt hat meine Erwartungen total erfüllt, nein eigentlich übertroffen.
Mir gefallen viele kleine Details in der Linienführung, ganz besonders toll finde ich den perfekten Ausschnitt. Gerade den Ausschnitt ändere ich an vielen Schnitten und nicht immer bin ich hundertprozentig überzeugt von meinen Ergebnissen.
Wo ich jetzt immerzu Kombi-Astorias nähen kann, steht der Rockforschung nichts mehr im Wege. Der Rock an sich ist für mich ja noch relativ schwieriges Gebiet. Kleider kann ich, Hosen kann ich inzwischen auch, aber an Röcken kann ich noch üben.



Beim Me Made Mittwoch ist Monika heute zum ersten Mal Gastgeberin. Ich freue mich sehr, dass sie mit im Team ist. Und was ist das für ein gelungener Start mit so einem schönen Blumenkleid und der tollen Fotostrecke.
Genau so sehr freue ich mich auf alle weiteren Teilnehmerinnen des Me Made Mittwochs.

Mittwoch, 18. Februar 2015

MMM 5 Woll-Hollyburn



In meinem Kleiderschrank befinden sich nicht viele Röcke, Winterröcke sind eigentlich kaum vorhanden.
Meine vorhandenen warmen Röcke sind alle miteinander schmal geschnitten. Zum schmalen Rock lassen sich leichter Oberteile kombinieren.
Wo ich aber immer mehr Gefallen an der Bewegungsfreiheit finde, die weite Röcke ermöglichen habe ich mich entschieden endlich einen Hollyburn aus Wollstoff zu nähen.
Den Schnitt hatte ich ja schon letztes Frühjahr für mich entdeckt und besitze einige Sommer- und Frühjahrsmodelle nach dieser Vorlage.


Ich hatte auch schon immer mal Stoff gekauft, um daraus einen Winterhollyburn zu nähen. Nur braucht der Rock eigentlich 1,50 m. Als notorische Stoffknauserin konnte ich mich nie dazu überwinden soviel Stoff "nur" für einen Rock zu verbrauchen.
Dieses Dilemma war auch noch gepaart mit der, immer in meinem Hinterkopf sitzenden Sorge, dass ein besonders weiter Rock einfach zu viel Stoff für mich sein könnte.
Mit meinen 1,60 m bin ich nicht besonders groß. Hollyburn funktioniert gut an mir aus leichten flatterigen Sommerstoffen. Bei Wollstoffen, die naturgemäss mehr Substanz haben war ich mir da nicht so sicher.


Bei diesem Hollyburn habe ich unten auch ein wenig Weite aus dem Rock genommen, so blieb noch genügend Stoff übrig um mir eine orange Wollhose zu nähen.
Trotz des suboptimalen Saums trage ich den Rock gerne, in seiner kurzen Lebenszeit ist er schon häufig zum Einsatz gekommen.
Am Sonntag hatte ich Nähkränzchen, da habe ich mir eine Saumberatung geholt.
Das ist nämlich ein weiterer Hinderungsgrund für die Herstellung schwingender Röcke. Die Säume werden nicht so schön, wie ich sie haben möchte.
Hier habe ich laut Fachberatung eine zu breite Saumblende gewählt, also werde ich mich ein drittes Mal daran machen den Saum zu optimieren.
Die Variante mit Schrägband sah ganz furchtbar aus, da habe ich es mit einer besonders breiten Saumblende versucht. Das ist zwar besser als Schrägband aber eben nicht wirklich ganz zufriedenstellend.


Das Oberteil zu dem Rock ist der Pin Up Sweater aus Gerties Buch, genäht aus anthrazitfarbenen Wolljersey.
Der Sweater ist ein wunderbares Basis-Oberteil, das sich zu vielen Kleidungsstücken kombinieren lässt.
Jetzt geselle ich mich zu Frau Kirsche, die heute Gastgeberin beim Me Made  Mittwoch ist.