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Freitag, 19. Januar 2018
Boreal von Kate Davies mit Mantelhose Sorell von Pauline Alice
Beschwingt von dem Erfolg meines roten Mohairpullovers habe ich mir vorgenommen mehr Oberteile für mich zu stricken.
Es ist schwer schöne Strickstoffe zu einem Preis, den ich bezahlen mag, zu finden.
Wolle wird in schöner Qualität reichlich angeboten und so langsam komme ich stricktechnisch wieder in Schwung.
Pullover zu stricken ist für mich immer wieder mühsam. Ich habe einige angefangenen Stücke hier liegen, oft ist der Rumpf fertig und bei den Ärmeln verlässt mich die Motivation.
So landet das angebrochene Projekt , fein säuberlich in eine Tüte gepackt, bei den anderen Projekten in meiner gut gefüllten Wollschublade.
Aber dann habe ich Tüts traumhafte Strickjacke gesehen, besonders motivierend fand ich ihre Beschreibung des Strickprozesses.
So entstand bei mir die Idee, mir einen Musterpullover als Jahresprojekt für 2018 vorzunehmen.
Ausführliche Recherche und Gespräche mit Mema, die eine meisterhafte Fair Isle Jacke gestrickt hat, brachte mich dann zu Kate Davies.
Die Designs von Kate Davies gefallen mir sehr gut.
Nach den ausführlichen Weihnachtfeiern habe ich mir dann, trotz drückender Wollvorräte, das Material für Boreal gegönnt.
Mein Boreal ist aus 550 Gramm Lana Grossa Alta Moda Cashmere gestrickt. Die Wolle habe ich im örtlichen Fachhandel gekauft.
Die Anleitung fand ich sehr gut zu umzusetzen. Den unteren , einfarbigen Teil habe ich kürzer gestrickt als vorgesehen, aber ab dem Musterteil habe ich genau nach Anleitung gestrickt. Im Ausschnitt musste ich eine zusätzliche Reihe mit Abnahmen hinzufügen, sonst wäre mir der Ausschnitt nicht winterlich genug geworden.
Mit meinem Boreal bin ich ziemlich zufrieden. Die Wolle finde ich optisch toll, sie trägt sich auch sehr angenehm.
Das Musterstricken hat mir richtig Spaß gemacht, eine gute Vorübung für das große Projekt.
Noch bin ich unentschieden, welche Vorlage ich für meinen Jahrespullover nehmen werde.
Auf jeden Fall wird der aufwändiger, da ich ein deutlich dünneres Garn verwenden möchte.
Letztes Wochenende fand die Annäherung in Bielefeld statt, dazu schreibe ich noch ausführlich, wenn ich ordentliche Fotos von meinen dort genähten Sachen habe.
Der traditionelle Tauschtisch war auch diesmal gut bestückt.
Unter anderem gab es dort diesen blauen Mantelstoff, den ich gerne mitgenommen habe.
Und weil die neuen Stoffe immer die attraktivsten sind, habe ich mir eine Mantelhose genäht.
Ich werde ja nicht müde, den Hosenträgerinnen die gefütterten Hosen anzupreisen.
Keine kalten Beine mehr und auch keine sich mies verschiebenden langen Unterhosen, das ist ein super.
Hier habe ich mit gelbem Baumwollbatist gefüttert, das fühlt sich sehr schön auf der Haut an.
Baumwollfutter ist auch wärmer als Viskose, für eine Mantelhose somit optimal.
Vorlage war wieder die Sorell von Pauline Alice.
Den Schnitt mag ich sehr gerne, da er sich für alle möglichen Stoffarten eignet.
Diesmal habe ich ein mit der Beinform ein wenig herumgespielt.
Die Beine sind ein klein wenig schmaler und nach unten ausgestellt. Da war ich aber zu zögerlich, die Form ist noch nicht ganz so, wie ich sie mir vorgestellt habe.
Dafür hat sie Paspeltaschen !
Bei der Annäherung hat mir dasbürofürschönedinge gezeigt wie ich die Paspeltaschen nähen kann.
Jetzt kriegt alles was sich nicht wehrt Paspeltaschen.
Mittwoch, 13. Dezember 2017
MMM 13.Dezember 2017-Ich habe einen Pullover fertigbekommen
Mir ist es tatsächlich gelungen einen Pullover fertig zu stricken.
Er passt, gefällt mir und ich ziehe ihn tatsächlich gerne an.
Es ist ein einfacher Raglanpullover, von unten gestrickt ohne Anleitung.
Das Garn ist Drops Kid Silk in rot, da das rot zu kirschig für mich war habe ich ITO Niji in der Farbe "Shades of Orange" mitlaufen lassen.
Meine Strickpläne sind in der Regel deutlich ambitionierter als die tatsächliche Umsetzung.
Das Mohairgarn lagerte hier seit dem jährlichen Drops Sale im Mai 2016.
Zum Teil lag das an der nicht optimalen Farbe und eben an meiner Strickunentschiedenheit.
Das ITO Garn, dass ich verarbeitet habe finde ich ziemlich klasse. Obwohl es sehr, sehr dünn ist, verleiht es dem kalten, kirschigem rot einen warmen Ton. Zusätzlich gibt es dem weichem Mohairgarn eine erstaunliche Stabilität.
Eine der Dinge, die ich am Winter überhaupt nicht mag, ist das Rumschleppen schwerer Kleidung.
So ein Flauschepulli aus Mohair ist wunderbar warm und sehr leicht. Das macht diese ungeliebte Jahreszeit ein wenig erträglicher.
Wenn es im Januar beim MMM um den Liebling 2017 geht gehört die Sorell von Pauline Alice bei mir zu den ganz heißen Kandidatinnen.
Den Schnitt habe ich aus allen möglichen Stoffen genäht.
Sorell passt gut und ich gefalle mir sehr darin.
Diese ist ein experimentelles Modell aus einem wattierten Steppstoff vom Stoffschrottplatz in Münster.
Die Sorell folgt auch wieder dem Prinzip leicht und warm. Sicherlich ist der Stoff eigentlich für Einen Manteloder eine Jacke gedacht, nur mag ich meine Beine auch gerne warm haben.
Eingeweiht wurde sie beim Sonntagsspaziergang im Schneesturm.
Ich freue mich darauf bei meinen kommenden Verabredungen zum Glühweintrinken auf dem Weihnachtsmarkt immer muckelig eingepackt zu sein.
Hoffentlich kommt meine Nähmaschine bald aus der Reparatur zurück, dann bekommt die Hose auch einen Knopf und muss nicht mehr mit einer Sicherheitsnadel verschlossen werden.
Den Bund habe ich aus Softshell genäht, damit er nicht so voluminös ist.
Da hat sich meine Reservemaschine leider schon beim Annähen unkooperativ verhalten, darum habe ich das Knopfloch auf dem Klebestoff lieber nicht versucht.
Beim Me Made Mittwoch ist Nina/Kleidermanie heute Gastgeberin. Ihre zeitlos elegante Kombination aus Rock und Wickelteil hätte ich auch gerne in meinem Kleiderschrank.
Mittwoch, 15. November 2017
MMM 15.November 2017- Alexandria von Named und Jane von Seamwork
Die Bilder für den Blog lasse ich von meinem Mann machen, mein liebster Hintergrund ist die Mauer gegenüber.
Die neuen Nachbarn haben ihr Haus in einem grau streichen lassen, das die meisten Farben wunderbar leuchten lässt.
In der dunklen Jahreszeit gibt es dann nur das Wochenende als Zeitfenster für die Fotos. Manchmal nervt es mich schon so weit im Voraus entscheiden zu müssen, was ich am kommenden Mittwoch zeigen möchte.
Letztes Wochenende war es hier kalt, nass und novembergrau, darum habe ich mich entschieden heute meine Hauskleidung vorzustellen.
Die Hose ist die Alexandria Peg Trousers von Named Clothing, das Oberteil Jane ist ein T Shirt aus dem Seamwork Magazine.
Beide Schnitte habe ich nach meinen persönlichen Wünschen verändert. Die Tatsache, dass ich mir immer wieder meine Wunschkleidung herstellen kann, macht mich immer wieder sehr glücklich.
Ich möchte mir die anstrengende und wahrscheinlich ergebnislose Suche nach einer schwarzen Hose mit weitem Bein aus kuscheligem Sweatshirtstoff nicht ausmalen.
Eine Alexandria aus richtig fettem Sweatshirtstoff wollte ich mir schon seit längerer Zeit nähen. Es dauerte einige Wochen, bis ich den Stoff endlich bekommen habe.
Eigentlich ist es eine Standardqualität, die im örtlichen Stoffhandel zu bekommen ist, nur schwarz war über Wochen nicht vorrätig.
Vor gut 3 Wochen konnte ich bei der wöchentlichen Kontrolle nach dem Wochenmarktbesuch aber endlich welchen ergattern.
Die Hose ist seitdem im Dauereinsatz, wenn ich mich abends zum fernsehen aufs Sofa fläze ziehe ich sie immer an.
Neben der Kuscheligkeit und dem Wohlfühlfaktor schätze ich es sehr, dass ich in dieser Alexandria jederzeit vor die Tür gehen kann.
Ich habe , wie fast immer, die Beine weiter gemacht. Verlängert sind sie sowieso und den Bund schneide ich sehr viel breiter als eigentlich im Schnitt vorgesehen.
So sitzt die Hose kurz unterhalb der Taille, da krabbelt mein Unterziehshirt nicht hinten raus und ich bekomme keine kalten Nierchen.
Ich teste immer wieder gerne Schnitte für ganz geradlinige Oberteile. Da kommt es , meiner Meinung nach, auf kleine Abweichungen in der Linienführung an , die dann den Unterschied zwischen Top oder Flop ausmachen.
Grundsätzlich haben mir die Proportionen von Jane gut gefallen, ich habe einige Änderungen vorgenommen, um mir den Schnitt zu eigen zu machen.
Lange Ärmel, das furchtbar enge Bündchen am Hals habe ich weggelassen und einen schmalen Saum genäht. Den schnitt habe ich von den Schultern in XS zu Größe M nach unten auslaufen lassen.
Jane ist wieder ein Upcycling Projekt aus einem Herrenpullover aus sehr schöner Merinowolle aus dem Second Hand Laden.
Ob wohl der ursprüngliche Pulli sehr üppig war, reichte das Material an den Ärmeln nicht. Darum hat meine Jane naturfarbene Ärmelbündchen und hinten am Arm schmale naturfarbene Einsätze.
Die passen gut zu meinem Anstandsband aus Baumwollspitze.
Mit BH´s geht es mir wie mit hochhackigen Schuhen, ich finde die sehr schön aber leider furchtbar unbequem.
Und nein es liegt nicht daran, dass ich nicht die richtige Größe gefunden habe. Ich mag auch keine Unterhemden mit Spaghettiträgern, weil mich die schmalen Träger in den Wahnsinn treiben.
Also suche ich nach kreativen Lösungen, die mir die Unannehmlichkeiten des BH-Tragens ersparen.
Das applizierte Spitzenband gefällt mir ganz gut.
Und jetzt ab zu Me Made Mittwoch heute mit der entzückenden Zuzsa als Gastbloggerin.
Mittwoch, 1. November 2017
Alltagskleidung MMM 1.November 2017 mit Jupe Berlin von Orageuse und Undercover Hood von Papercut
Also ganz mein Thema, für mich ist es die spannendste Herausforderung schöne , bequeme Kleidung für den täglichen Gebrauch zu nähen.
Ich denke jede hat ganz individuelle Ansprüche an die perfekte Alltagskleidung.
Ich möchte jederzeit ein Rad schlagen können, weiterhin soll sich meine textile Hülle weich und komfortabel anfühlen.
Kleidung, die toll aussieht, aber diese Anforderungen nicht erfüllt bleibt letztlich im Schrank hängen, beziehungsweise wird irgendwann aussortiert.
Heute zeige, was ich gestern zum Nähkränzchen getragen habe.
Der Undercover Hood von Papercut Patterns ist ein Klassiker in meiner Garderobe.
Den Schnitt habe ich entsprechend meiner Bedürfnisse ganz leicht geändert, das Bündchen unten lasse ich weg, so mag ich den Pulli einfach lieber.
Raglanärmel mag ich sehr, hier passen mir die Proportionen von den getesteten Schnitten am besten.
Auch wenn es mich ein wenig anfrisst, soviel Stoff für die gefütterte Kapuze zu verbrauchen, überwinde ich mich trotzdem.
Die Kapuze sieht gut aus und zusätzlich hält sie den Hals schön warm ohne mich einzuengen, wie das bei Rollkragen gerne passieren kann.
Genäht habe ich diesen Undercover aus ausgemustertenKaschmir Kaufpullovern.
Ich habe alle nicht gut sitzenden Pullover, oder die, die Mottenlöcher respektive Waschmaschinenlöcher haben zusammengetragen, um sie zu verarbeiten.
Als Meterware ist Kaschmirstrick geradezu unmöglich zu bekommen und noch unmöglicher zu bezahlen.
Ich kaufe auch gerne Nachschub in Secondhandläden, die sind eine attraktive Quelle für hochwertigen Strick.
Der Rock Berlin von Orageuse Pattern ist ein weiterer Versuch , einen Rock zu finden, den ich gerne trage.
Röcke teste ich immer wieder, bisher ist mir aber noch kein Schnitt begegnet, den ich tatsächlich häufiger trage.
Als Sandra/Rehgeschwister ihren Berlin beim MMM zeigte, war ich gleich begeistert.
Ich habe Sandras Rock hemmungslos kopiert. Mein erster Berlin ist lang, mit Schlitz vorne und auch aus Jeansstoff mit Elasthan.
Der Rock sieht klasse aus, hatte aber in Hinsicht auf den Tragekomfort noch Verbesserungspotential.
Ich kann mich in kürzeren Röcken einfach besser bewegen, Stoff unterhalb des Knies wickelt sich immer um die Beine und bremst mich aus.
Den Schlitz vorne habe ich auch geschlossen, weil beim Gehen immer Zug auf die mittlere Rocknaht ausgeübt wird.
In der Bewegung und beim undamenhaften Sitzen entstehen dort Querzüge, die mich total nerven.
Mein Berlin ist aus einer ultrastretchigen Baumwolle genäht und mit flutschigem , ebenfalls sehr dehnbarem Mesh gefüttert.
Hier noch ein Bild vom Stoff, weil die Farben auf den anderen Bildern nicht so ganz passen.
Weil das Material so ganz besonders dehnbar ist, kommt der Rock auch ohne Schlitz aus.
Beim nächsten, den es sicher geben wird, werde ich den Schlitz nach hinten verlegen.
Berlin ist ein richtig guter Schnitt, die Taschen sind wunderbar geräumig.
Passend zur Erkältungsaison passen reichlich Taschentücher hinein.
Ich freue mich sehr einen Rockschnitt gefunden zu haben, der nach unten eingestellt ist und trotzdem große Schritte erlaubt.
Besonders gelungen finde ich hier auch noch den Bund oben, der ist extrem gebogen.
Die Folge ist ein außerordentlich bequemer Bund, der verhindert, dass sich der Rock um den Rumpf dreht.
Ich wünsche euch viel Spaß beim MMM Defilee und gehe jetzt meine Jacke vom Nähkränzchen gestern fertig nähen.
Mittwoch, 5. April 2017
Frühlingserwachen beim MMM- Pantalon Falzar mit Undercover Hood
Heute gibt das Motto Frühlingserwachen beim MMM.
Als bekennende Winterhasserin fängt bei mir die Frühlingssehnsucht meist schon im Januar an.
Wenn die Tage dann merklich länger werden beginnt ein Überdruss Wollkleidung zu vernähen und auch zu tragen.
Wenn dann noch ein roter Sweatshirtstoff im Stoffladen liegt, also ein ganz warmes tomatenrot, dass ich vielleicht sogar tragen kann, muss der Stoff natürlich gekauft werden.
So wartet der rote Undercover Hood von Papercut Patterns schon einige Zeit auf seine Zeit.
Den Schnitt habe ich schon einige Male genäht und mag ihn immer wieder gerne.
Bei der Hose habe ich einen neuen Schnitt getestet.
Schon lange war ich in die Pantalon Falzar von der französischen Firma "Les Modeliers" verknallt.
Allerdings haben die Designerinnen ihre Schnitte zu Beginn nur als Papierschnitte(igitt) und auch noch als Maßschnitte angeboten.
Schnitte kopieren finde ich grauenhaft, auch das Arbeiten mit Schnittteilen aus fludderigem Seidenpapier mag ich nicht besonders gerne.
Da lobe ich mir PDF Schnitte, die ich ausschneiden kann.
Maßschnitte bei denen ich meine Körpermaße eingebe und dann errechnet ein Computer die Größe der Schnitteile sind mir auch suspekt.
Ich weiß, dass ich meine Hosen gerne lässig habe.
Woher soll das der Computer wissen ?
Als "Les Modeliers" dann ankündigte, ihre Schnitte als PDF´s in Konfektionsgrößen zu verteilen habe ich den Schnitt vorab gekauft.
Das Digitalisieren scheint nicht reibungslos verlaufen zu sein.
Der Erscheinungstermin hat sich immer wieder verzögert und auf der Website sind die Schnitte scheinbar auch nicht erhältlich.
Schade eigentlich, ich finde die Falzar ganz gut gemacht.
Die PDF ist unkomfortabel, weil sie sehr viele Seiten hat.
Mir erschließt sich nicht, warum einzelne Schnitteile für das rechte und das linke Hosenbein gibt.
Das hatte ich aber auch schon bei anderen Hosenschnitten
Die Hose an sich ist aber gut.
Die Stärke von "Les Modeliers" liegt eindeutig in der Schnitterstellung und nicht im Vertrieb.
Obwohl sich die Falzar auf den ersten Blick nicht offensichtlich von der Sorell unterscheidet, ist sie doch anders.
Die Falzar hat einen sehr langen Schritt, das bewirkt ein komplett anderes Tragegefühl.
Würde sie so genäht, wie vorgesehen,wäre es wahrscheinlich eine Hose, die eine sehr hohe Taille hat.
Bei mir sitzt sie locker in der Taille und liegt auf meinen Hüftknochen.
Die vordere Falte habe ich nicht so weit zugenäht, weil ich einen Stoff mit Stand verarbeitet habe.
Die weit geschlossene Falte stelle ich mir bei einem weicher fallenden Stoff ganz schön vor, aus diesem Material konnte ich sie mir nicht vorstellen.
Hier noch eine Großaufnahme von dem Frühlingsblütenstoff.
An den kühleren Tagen in dieser Jahreszeit mag ich die gezeigte Kombination sehr gerne.
Mittwoch, 11. Januar 2017
Lieblinge 2016, Sorell Trousers mit Undercover Hood
Der Me Made Mittwoch startet 2017 wieder mit dem Lieblingsstück von 2016.
Den Liebling auszuzusuchen fällt mir immer schwer, ich habe 2016 viel genäht und vieles ist mir auch gelungen.
Anpassungstechnisch sind Hosen bei mir ziemlich unaufwendig, meist passen sie einfach so.
Oder ich bin beim Beinkleid nicht so kritisch ?
Ich bin übrigens immer noch total stolz darauf, dass ich einfach so den Reißverschluss vorne einnähen kann.
Da freue ich mich bei jeder Hose aufs Neue drüber.
Marlene Hosen tragenich sehr gerne, ich habe einige Schnitte ausprobiert. Ich besitze einen Vogue Schnitt aus den 90gern , der war auch schon ganz gut, hat nur keine Bundfalte und kann bei falscher Stoffwahl schon mal am Po spannen.
Auch Juniper von Colette habe ich getestet, die Hose habe ich gleich entsorgt, weil mir die Linie nicht gefiel.
Da fand ich die Beine unproportional weit.
Die Sorell Trousers von Pauline Alice finde ich perfekt.
Die Beine sind genau richtig weit, die Taschen wunderbar geräumig, die Hose fällt von der Hüfte an schön gerade nach unten und , ganz wichtig, ich habe volle Bewegungsfreiheit.
Das ist meine Weihnachtshose.
Es ist ein sehr schöner Wollstoff in dem ganz feine Metallfäden verwebt sind. Das Metall gibt der Wolle eine schöne feste Struktur und schimmert dezent.
Wäre die Hose nicht komplett gefüttert, würden die Metallfäden entsetzlich kratzen.
Waxprints waren auch für mich ein großes Thema 2016.
Ich mag die besondere Buntheit, die sehr schrill scheine kann, letztlich aber immer harmonisch ist sehr gerne.
Durch das besondere Druckverfahren lässt sich der Stoff übrigens himmlisch verarbeiten.
Auch diese Sorell ist komplett gefüttert, so ist sie wintertauglich. Für mich tragbar ab 8°C, da der Aussenstoff eben schon kälter ist als bei meiner Weihnachtshose.
Als Futterstoff nehme ich Viskose oder dünne Baumwolle, gerne gekauft bei K*stadt vom Grabbeltisch . Da finde ich häufig gute Qualitäten mit nicht so schönen Drucken. Beim Futter kann ich aber ganz gut mit nicht perfekten Drucken oder Farben leben.
Entscheidend ist für mich da das Tragegefühl.
Gefütterte Hosen tragen sich genial. Sie ersparen mir die lange Unterhose und damit das ganze Gepröddel mit verschiedenen Kleidungsschichten , die sich gegeneinander verschieben, unterschiedlich am Körper verteilen und eigentlich nur nerven.
Als wäre Winter an sich nicht schon schlimm genug.
Eine gefütterte Hose mit dicken Kniestrümpfen drunter, ergänzt mit einem Daunemantel bedeuten ich kann rausgehen, ohne zu frieren und ohne kiloweise Kleidung mit mir rumzuschleppen.
Für ein bisschen Sonne am Bein habe ich mir noch eine Sorell aus klassischem gelben Wollstoff genäht.
Da freue ich mich immer wieder über die guten Einkaufsmöglichkeiten, die Bielefeld bietet.
Wenn ich einen guten Stoff , zu angemessenem Preis brauche kann ich zur Stoffboutique Tersch fahren.
Die haben immer etwas vorrätig.
Mit 14€ pro Meter ist das kein Schnäppchen, ich finde es aber für einen Stoff aus reiner Schurwolle durchaus angemessen.
Stoffe kaufe ich am liebsten analog, nur ganz selten bestelle ich online.
Da schätze ich das reichhaltige Angebot vor Ort sehr.
Der Undercover Hood von Papercut Patterns, den ich zu allen Hosen hier kombiniert habe, ist einer der besten Raglanschnitte, die ich bisher genäht habe.
Er ist schön lässig weit, ohne unförmig zu sein.
Die Kapuze finde ich sehr cool, außerdem hält so eine Kapuze schön warm auch wenn sie nur auf dem Rücken baumelt.
Ganz viel Lieblingskleidung findet ihr heute hier beim Me Made Mittwoch.
Mittwoch, 7. Dezember 2016
Feiner Zwirn. Alexandria Peg Trousers mit Undercover Hood
Heute gibt es hier 2 Klassiker zum Me Made Mittwoch.
Sylvia/ Frauenoberbekleidung die heute die Riege der gut gekleideten Frauen anführt, zeigt eine Version ihres immer variierten Kleiderschnittes.
Hier gibt es auch eine neue Variation der Alexandria Peg Trouser von Named Clothing.
Die obere Hälfte mit den Bundfalten, die über die großen Taschen drapiert sind gefällt mir sehr gut.
An der Passform der Beine habe ich lange gefeilt.
Wenn ich die Hose genau so nähe, wie der Schnitt vorgibt spannt sie an den Waden , außerdem ist sie sehr kurz.
Und das obwohl ich mit meinen 1, 60 Meter weit weg von den 1,78 Meter Länge für die Named entwirft.
Jetzt ist das Ändern an den Beinen einer Hose keine sensible Anpassung, so konnte ich mir den Schnitt zu eigen machen.
Bei dieser Hose habe ich an den Beinen insgesamt einiges an Weite hinzugegeben. Einen breiten Umschlag habe ich ebenfalls dazugegeben, ich hatte die "Kürze" des Schnittes unterschätzt.
Das diese Alexandria zu einem Lieblingsstück geworden ist, liegt an dem verarbeitete Material.
Den Stoff habe ich in Istanbul,gekauft, verführt hat mich der eingewebte Schriftzug auf der Webkante "Pure Australian Merino Wool".
Es ist ein klassischer Anzugstoff, sehr fein gewebt und absolut knitterfrei.
Ich hatte schon immer ein Faible für die klassischen Herrenanzugstoffe, ebenso wie für Anzughosen.
Bevor ich genäht habe, habe ich Stunden in der Brockensammlung zugebracht und nach einer Anzughose für mich gesucht.
Aber Herrenhosen passen einfach nicht zu meinem Körper, die haben nicht genug Platz für meinen Hintern.
Jetzt kann ich mir in deutlich weniger Zeit eine Hose aus feinem Zwirn selber nähen.
Die Hose ist mit einem Baumwollbatist gefüttert. Auch diesen Stoff habe ich in Istanbul gekauft. Das untere Ende des Coupons ist ein Fehldruck, das stört mich bei einem Futter allerdings nicht.
Ich war mir nicht sicher, ob die Baumwolle als Futter funktionieren wird. Könnte ja sein, dass sie an der Wolle hochkrabbelt.
In dieser Stoffkombination hat das gut funktioniert, der Aussenstoff ist aber auch besonders glatt.
Gefütterte Hosen sind ein Wintertraum, herrlich warm, so dass ich mir die lange Unterhose sparen kann.
Ich mag das Tragegefühl von so vielen Stoffschichten nicht gerne, da ist die gefütterte Hose eine echte Alternative.
Das Oberteil ist wieder der Undercover Hood von Papercut Patterns.
Ich liebe diesen Schnitt.
Und wenn mir zufällig ein schöner Strickstoff begegnet ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er zu einem Undercover wird.
Dieser Strick war ein echter Glückstreffer, 70 % Baumwolle, 27% Poly.... und 3% Angora, gefunden in der gut sortierten Stoffboutique Tersch.
Die Materialzusammensetzung ergibt einen leichtes und trotzdem wärmendes Oberteil.
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