Nachdem ich die ein oder andere weite Hose genäht und auch in Dauerschleife getragen habe, brauchte ich Abwechslung.
Das ist beim Kleiden wie beim Essen, nach deftig salzigem Essen freue ich mich sehr auf ein süßes Dessert.
Das Ebony Tee habe ich letzte Woche schon als Kleid gezeigt, dieses ist die Tunikaversion. Wieder mit den Raglanärmeln, weil ich mit der Passform der eingesetzten Ärmel nicht glücklich bin.
Vielleicht erinnert ihr euch noch, das es letzte Woche schon mal so aussah, als stände der Frühling vor der Tür.
Da habe ich mir schnell ein flatteriges Oberteil aus dem Leojersey genäht.
Der Jersey ist traumhaft. Nachdem ich mir eine normale Menge davon bei *arstadt gekauft hatte, ihn vernäht und getragen habe, sind gleich nochmal 5 Meter dazugekommen.
So, wie diesen Viskosejersey wünsche ich mir noch mehr, leicht, warm und überhaupt nicht pillend.
Weil der Leodruck so klassisch und vielseitig ist, habe ich mir einen Vorrat angelegt.
Meine Jeans ist die Morgan Jeans von Closet Case Patterns.
Ich mag die Morgan gerne, weil sie zwar schmal aber eben nicht so ganz eng ist.
Meine ganz enge Ginger habe ich verschenkt, ich konnte sie nicht tragen. Klar war sie aus dehnbarem Stoff genäht, nur habe ich mich einfach nicht richtig darin gefühlt.
Damit die Jeans auch als Winterhose taugt, habe ich sie wieder gefüttert. Dieses Mal bin ich anders vorgegangen als bei den weiten Hosen.
Bei der Morgan sind die Hosenbeine mit Flanell unterlegt und ich habe sie als eine Lage verarbeitet.
Die beiden Stofflagen habe ich zuvor mit Textilkleber, der sich wieder auswäscht aufeinander fixiert.
Den Kleber verwende ich sonst für meine Dessous, funktioniert jedoch auch bei größeren Stoffstücken hervorragend.
Diese Methode fand ich für eine enge Hose passender , als ein loses Futter einzuarbeiten.
Mit der flanellisierten Morgan bin ich ziemlich glücklich, bequem und warm genug für die leider immer noch kalten Tage.
Beim Nähen habe ich noch eine weitere Entdeckung gemacht.
Die Jeans ist mit Topstitchgarn abgesteppt, also dem ganz dicken Nähgarn, das fast wie Paketkordel aussieht.
Ätzend einzufädeln und manchmal auch zickig zu vernähen. Gerade unten am Hosensaum hatte ich eine unschöne Schlingenbildung.
Weil ich den Saum gerne umschlage hat mich das natürlich besonders gestört. So habe ich mich auf die Suche nach einem farblich passenden Garn in normaler Stärke gemacht.
Das beste Ergebnis gab es mit Stickgarn. Das hatte ich eigentlich nur als Beifang mitgenommen.
Die Nähte mit dem Stickgarn werden aber plastischer, als mit normalem Nähgarn, so bin ich ziemlich beglückt über diese Entdeckung.
Die Säume habe ich mit dem 3fach Geradstich gesteppt. Die sehen auch von der Rückseite klasse aus, zusätzlich entfällt auch der Nerv mit den Fadenenden vom Topstitchgarn.
Weil sich das dicke Zeug nicht ordentlich vernähen lässt stehen da immer mal wieder hässliche Enden raus.
So jetzt aber schnell zu Me Made Mittwoch.
Und wieder verabschiedet sich mit Meike eine Teamfrau.
Liebe Meike, vielen Dank für die 5 Jahre, in denen du den MMM mitgestaltet hast.
Ich werde dich vermissen und wünsche dir viel Erfolg mit deinem Schnittmusterkiosk. Ich freue mich auf ganz viele neue stokx Schnittmuster.












































