Sonntag, 15. Januar 2012

Nähfragezeichen 22

 Hier kommt meine Antwort auf Meikes Nähfragezeichen 22  , eine Frage, die viele ins Grübeln  gebracht hat. Hier findet ihr alle andern interessanten Antworten.                              

22. Den "Kopfkleiderschrank" verwirklichen!
Wie siehst du eigentlich, d.h. in deinen Träumen, in deiner Vorstellung von Dir  aus? Welche Kleidungsstücke könntest du nähen, um dieser Vorstellung von Dir, wie du gerne sein möchtest, näher zu kommen? Was hält dich ggf. davon ab? 

                                             
Grundsätzlich habe ich meinen Stil gefunden, es gibt Kleidungsstücke, die immer wieder auftauchen. Strickjacken, Pullunder, Etuikleider, weite Hosen, Turnschuhe, Hoodies...
Ausserdem mag ich Brüche, also zum Beispiel Turnschuhe zum Seidenkleid .
Ich habe mich, wie andere Kopfkleiderschrankantworterinnen, immer gerne verkleidet und das mache ich eigentlich heute noch.
Ich mag es neue Kleidungsstile auszuprobieren, zu testen wie ich mich darin fühle. Neues fühlt sich oft erstmal fremd an. Wenn ich mich daran gewöhnt habe, empfinde ich es als Bereicherung meiner Persönlichkeit.

Es gibt noch zwei weitere Gesichtspunkte, die für mich genauso wichtig sind.
Meine genähte Garderobe  muss bequem sein. Deshalb kommen für mich Bleistiftröcke oder High-Heels nicht in Frage. Melleni schreibt in ihrer Antwort  über schick sein auf dem Spielplatz. Ich möchte tolle Kleidung für den Alltag nähen. Kleider die ich zu Hause trage, mit denen ich die Wohnung putze. Früher hatte ich gute Kleidung für die Arbeit und habe zu Hause dann Schlabberhosen und bequeme Pullis getragen. Jetzt sehe ich auch zu Hause gut aus.
Mein Kopfkleiderschrank ist gefüllt mit Kleidung aus edlem Stoff. Ich bin glücklich, dass ich durch das Nähen Seidenkleider besitze.
Als ich noch weniger genäht habe ist es durchaus vorgekommen, dass ich mir Kleidung aus tollem Material gekauft habe, obwohl mir die Farbe nicht stand oder sie nicht wirklich passte, einfach weil sich der Stoff so schön anfühlte.

Ich habe zum Abschluss noch ein Bild von für mich gelungener Traumkleidung gemacht.





Ausgesprochen alltagstauglich, und der Schnitt schränkt meine Bewegungsfreiheit nicht ein.
Das Kleid ist wieder aus "simple chic", genäht aus einem grandiosen Stoff 50% Wolle, 50 % Alpaka, schmuseweich und warm genug für einen Winterstadtbummel. Darunter trage ich einen Pullover  gestrickt aus Suri-Alpaka von ggh, der wärrmt trotz seiner Transparenz und kratzt kein bisschen,  einfach wunderbar.
Mein Kopfkleiderschrank ist gefüllt mit  der ultimativen Vereinigung aus praktischer und schöner Kleidung.
In meinem echten Kleiderschrank befinden sich schon einige Teile, die genau das sind.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Bienenstich






Schade, das es nur 2 Kleiderschnitte von Simplicity Retro gibt. Beide gehören zu meinen Favoriten, weil sie ohne Änderungen perfekt passen und so chic sind.
Hier trage ich wieder einmal Simplicity 3673.
Anfang 2011 habe ich ja manisch Simplicity 3833 genäht, das ist jetzt abgelöst von diesem Schnitt. Ich habe den Schnitt zwar schon versteckt, damit ich mal was anderes nähe, aber wenn ich einen Stoff finde der so wunderbar ist wie dieser, kommt nur ein sichere Vorlage in Frage.
Es ist  eine ganz tolle weiche reine Wolle von der netten Frau Tersch. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie unterschiedlich Stoffe sein können, die beide das Etikett "Reine Schurwolle" tragen. Mein Weihnachtskleid ist auch eine reine Wolle in ähnlicher Dicke (da fehlt mir das richtige Vokabular), aber der Stoff sieht tot aus und ist auch nicht besonders gefühlig.
Wenn ich dieses Kleid anhabe, streichele ich zwischendurch verliebt darüber.
Eigentlich habe ich die Version mit dem schmalen Rock genäht. Den habe ich allerdings ein bisschen weiter ausgestellt, damit ich schwungvoll auf mein Rad steigen kann, das hat nämlich eine Querstange.
Wenn ich mir vor Augen führe wieviele Fotos von diesem Kleid ich verworfen habe, beschleicht mich der Verdacht, ich könnte das Kleid viel besser finden, als es in Wirklichkeit aussieht.
So ganz schlüssig bin ich mir noch nicht, ob Fotos lügen oder einem nur gnadenlos die Realität spiegeln. Vor meiner Blogzeit brauchte ich mir darüber keine Gedanken zu machen, weil die Kleidung nicht ausgiebig dokumentiert wurde.
Wenn andere sich in ihren Blogs über ihre Fotos beklagten, war ich schonmal gelangweilt, jetzt muß ich mir selber verbieten zu klagen.
Wenn also die Fotos hier nicht überzeugen, sehen meine Kleider in echt immer ganz perfekt aus. :-)
Ich freue mich auf meinen freien Mittwoch und alle MMM-Teilnehmerinnen, die sich bei Catherine versammeln.






Sonntag, 8. Januar 2012

Japan Nummer 3









Noch ganz schnell vor dem nächsten Regenschauer fotografiert, Nummer 3  "little black dress" aus "simple chic".
Hier setzt sich die Erfolgsserie fort, ich musste nichts anpassen, nur den Rock großzügig kürzen.
Ob dieses Kleid häufig getragen wird, weiß ich jedoch nicht. Es sieht im Spiegel und auf den Fotos ganz gut aus, aber wenn ich es anhabe und an mir heruntergucke, bin ich nicht so begeistert.
Das erlebe ich immer mal wieder, dass das Trageempfinden nicht mit dem Blick in den Spiegel übereinstimmt.
Es gibt Kleider in denen fühle ich mich großartig gekleidet, aber wenn ich mich dann im Spiegel oder auf Fotos sehe, frage ich mich, ob ich nicht richtig gucken kann.
Umgekehrt kenne ich das genauso. Ich bekomme Komplimente für ein Kleid in dem ich mich schlecht gekleidet gefühlt habe.
Ich hoffe noch, dass dieses Kleid sich als Sommerkleid bewährt, ich hadere nämlich mit dem Rock.
An weitere bzw. ausgestellte Röcke muß ich mich erst gewöhnen, in  schmaleren Röcken fühle ich mich eher zu Hause.
Jetzt gehe ich zum Brunch bei meiner Lieblingsnachbarin und ziehe mein kuscheliges gern getragenes Rooibos an.

Mittwoch, 4. Januar 2012

Arm ab








Ich könnte ein eigenes Label "Arm ab" einführen. Bei diesem Kleid habe ich ebenfalls die Ärmel abgetrennt.
Hier die Ausführung mit Ärmeln.







Die Ärmel wurden aus offensichtlichen Gründen entfernt.
Ich verstehe nicht,dass  das Kleid mit Ärmeln so merkwürdig fällt bzw eben nicht fällt.
Die Ärmelproblematik ist bei mir ein Dauerthema, ich schwanke zwischen Aufgeben und immer wieder neu versuchen.
Leider sind die Versuche bis jetzt nur mäßig erfolgreich.
Im Augenblick stehen mehrere Kleider auf der Ärmelabtrennliste.
Ich hätte gerne ein Kleid aus gewebtem Stoff mit langen Ärmeln, die weder kneifen noch schlabbern.
Vorschläge werden dankend ausprobiert.
Der Schnitt ist Vogue 8511 , gesehen habe ich diese Ausführung bei der fabelhaften Jorth.
Die Ärmel sehen doch wohl klasse aus.
Ich habe den Schnitt zu einem Sommerkleid aus grauem Leinen vernäht und dieses Kleid liebe ich sehr.





Mit dem steiferen Stoff kommt der Schnitt besser zur Geltung, ich denke der weichere Wollstoff ist nicht so geeignet für die eingenähten Falten. Ich überlege auch das schwarzweiße Kleid kürzer zu machen, weil alle meine Stiefel nicht wirklich gut mit der Länge harmonieren.
Wirklich überzeugt von diesem Modell bin ich immer noch nicht.

Noch mehr Selbstgemachtes gibt es heute zum ersten MMM 2012 wieder bei Catherine.