Mittwoch, 5. September 2012

MMM Lavakleid




Es gibt ja für jede Frau Lieblingsschnitte, zu meinen gehört eindeutig Vogue 8379.
Dies ist eine freie Interpretation des Schnittes, da habe ich  mit der Rockweite experimentiert, eigentlich ist ein Tellerrrock vorgesehen.
Der wurde großzügig schmaler  gemacht, so wird das Kleid sachlicher und vor allem auch leichter.
 Ich habe mich im Urlaub immer geärgert, dass ich kein Wickelkleid eingepackt hatte, weil es mir für die Fahrradpacktasche zu schwer war.
Mit dem kleineren Rock wird das Kleid für mich reisetauglich.
Nicht zu verachten ist auch der geringere Stoffverbrauch, jetzt reichen für mich 1,50 m für ein Kleid.
Ich fühle mich so großartig in diesen Kleidern, dass ich in den letzten Wochen selten andere getragen habe.
Tatsächlich habe ich mich dabei erwischt an den großartig warmen Sommertagen zu bedauern, dass es zu warm für ein Wickelkleid ist.
Nicht dass ich nicht eins ohne Ärmel hätte, aber das ist irgendwie mißlungen.

Dieses Modell ist aus einem schweren Viskosejersey aus dem Bielefelder Stoff-Supermarkt.
Die Suche nach geeigneten Jerseey-Stoffen ist echt ein Abenteuer.
Die" Restetruhe" bietet zwar eine große Auswahl bedruckter Viskosejerseys zu einem günstigen Preis, 6,95 € der Meter, leider ist die Qualität nicht so großartig.
Dieses Kleid hat, obwohl noch nicht häufig getragen. schon einen zarten weißen Flaum auf der Oberfläche.
Ich habe es auch schon mit teureren Jerseys probiert, aber alle Stoffe aus Viskose fangen sehr schnell an zu pillen.
Vielleicht bin ich da zu streng, aber ich hasse das.



Dieses Kleid gehört zu meinen Lieblingen, genau so sah der Stoff auch aus. Nicht nur weißer Flaum, sondern echte Knötchen.
Ein wenig Besserung konnte ich mit einer Fusselrolle, die mit Klebeband funktioniert schaffen.
Jetzt werde ich mir eine große Rolle Klebeband im Baumarkt kaufen, ich habe nämlich den Eindruck, der Kleber ist stärker, und die Sorgenkleider behandeln.

Der Vorteil ist natürlich, dass ich mir immer wieder neue  Wickelkleider nähen kann,um zu erforschen, wie sich die verschiedenen Jerseys pillingmäßig verhalten.

Ganz viele gut gekleidete Frauen, von denen auch einige wieder ihre Lieblingsschnitte zeigen, sind heute wieder beim MeMadeMittwoch versammelt.

Samstag, 1. September 2012

Way to Goddess 1


Ich habe gewählt.
Nachdem "Drape-Drape" bei mir angekommen ist, habe ich mich entschieden, die Nummer 17 "goddess drape dress" zu nähen.
Ist es nicht eine großartige Vorstellung, sich mit einem Kleid in eine Göttin zu verwandeln?

Für den Weg zur Göttin braucht es einen langen Atem. Wie ich schon in vielen Schnittbesprechungen zu diesem Buch gelesen hatte, ist es wirklich mühsam den Schnitt abzunehmen.
Die Schnittteile haben eine ungewohnte Form wegen der gefalteten Struktur der Kleidungsstücke.
Ich habe die verschiedenen Farben der Schnitte in Zeitschriften lieben gelernt, in diesem Buch sind alle 17 Schnitte mit durchgezogenen schwarzen Linien gedruckt.
Mein Versuch, den Schnitt mit Kreide zu markieren, bevor ich ihn abpause, ist kläglich gescheitert
aber es gibt in diesem Haushalt noch geduldigere Menschen, die ihrer Mutter gerne das richtige Teil markieren.






Das erste von 4 benötigten Schnittteilen ist abgenommen.

Als Ausgleich war dann ein schnelles Erfolgsprojekt gefragt.
Die neue Ottobre enthält einige Schnitte, die mich sehr ansprechen. Das erste Produkt ist ein Kleid aus grauem Glencheck- Wolljersey nach "Stich details".











Fotografiert bei meinem wunderbar sonnigen Marktausflug heute morgen.
Toller Schnitt und wirklich simpel zu nähen.
Mir gefällt die A-Linie mit dem hoch angesetztem Rock, das ist sehr essfreundlich.
Der Stoffverbrauch ist auch moderat, ich schätze, ich habe 1,50 m  verbraucht.
Genauer kann ich es nicht sagen, weil ich ein großes Reststück von dem Stoff gekauft habe.
 Der Schnitt ist eigentlich für Webstoffe gedacht, obwohl das Kleid locker sitzt,  finde ich es nicht zu labberig.
Hätte ich es aus dem vorgeschlagenen Leinen genäht, hätte ich bestimmt wieder mal die Ärmel abtrennen müssen.














Mittwoch, 29. August 2012

MMM


MMM nach der ersten Woche Schule.
Für Buchhändlerinnen eine der anstrengendsten Zeitendes Jahres. So viele Menschen brauchen so viele Bücher und müssen die besorgen.
Anstrengend mit vielen genervten oder missmutigen Menschen zu tun zu haben.



Simplicity 3673, hier schon mal vorgestellt.
Das Kleid hat sich bewährt, es istkomfortabel zu tragen, da der Stoff einen Stretch-Anteil hat.
Es hat ein bisschen etwas von einer Rüstung, die mich vor schlechter Stimmung schützt, konnte ich gestern gut gebrauchen.
Es liegt ein glorreicher freier Tag vor mir, an dem ich in Ruhe alle MeMadeMittwoch- Kreationen in Ruhe betrachten kann.
Ich freue mich so, dass es diese Institution in neuem Kleid weitergibt.
Danke, Catherine, Julie,Julia, Lucy,Meike, Melleni, Wiebke.

Hier das neue Domizil der Mittwochskreativen.


Donnerstag, 23. August 2012

Lamento


Im Moment komme ich mir vor wie eine pubertierende maulige Jugendliche.
Alles ist doof  und mir ist langweilig.
Ich vermisse das Hochgefühl ein großartiges Kleidunggsstück genäht zu haben.
Der Sommer ist bald vorbei also brauche ich keine Flatterkleidchen mehr, für Herbst- und Wintersachen ist es zu warm. In meiner eigentlich nicht so bescheidenen Schnittsammlung findet sich nichts, was ich gerne nähen würde.
Nach meinem Burda-Desaster habe ich noch das ein oder andere  Kleidungsstück für die Tonne produziert.
Hier liegt noch ein angefangerner Rock und ein nicht versäubertes Kleid, beide sind ganz in Ordnung.
Leider nicht so spektakulär, dass ich motiviert wäre sie fertig zu machen.
Wenn sich bei mir die "angenähten" Sachen stapeln blockiert mich das zusätzlich..
Besonders lieb habe ich mich nicht, wenn ich so maulig bin.
Also habe ich mein Nähzimmer aufgeräumt und mir ein neues japanisches Buch bestellt, dafür habe ich mir kilometerweise günstige Jerseys bestellt, um aufregende Dinge zu probieren.
Weil ich meine Wickelkleider so liebe, werde ich "Drape Drape" ausprobieren.
In diesem Buch sind spannende Falt- und Wickeldetails, mal sehen wie die Umsetzung funktioniert.

Als Soforthilfe habe ich meinen Chanelstoff vernäht, der hat eine Menge Platz in meienme Stoffregeal verbraucht.
Es ist ein sehr schwerer, sehr fragiler Strick an den ich mich lange nicht herangetraut habe.
Ich konnte mir dazu nur einen ganz einfachen Schnitt vorstellen, weil  ich glaube der Stoff verträgt nur wenige Nähte.
Da war nichts wirklich passendes vorhanden, so habe ich mir aus meinen vorhandenen einen eigenen Scnitt konstruiert .





Ich finde es ganz o.k., mal schauen wie es sich im Alltag verhält.
Dem Mann gefällt es jedenfalls.


Donnerstag, 9. August 2012

Realitätsverlust?


Ich habe beim Wochenendeinkauf, die August -Burda im Supermarkt überprüft, ob sie für mich relevante Schnitt enthält.
Ob es am Nähentzug im Urlaub lag oder an meinem Hunger nach neuen Herausforderungen?
Ich war begeistert und hatte das Gefühl eine Schatztruhe an wunderbaren Schnitten in der Hand zu halten.
Zu Hause habe ich nochmal in Ruhe geguckt und immer noch schöne Zeiten auf mich zukommen sehen.
Im Hinterkopf hatte ich so ein lästiges Stimmchen, dass mich immer wieder an die Burda-Modelle , die ich fürdieAltkleidersammlung produziert habe, erinnert hat.
Egal, ich kann ja mittlerweile ganz viel besser nähen und weiß auch noch viel besser welche Schnitte mir stehen.
Also beherzt die Bluse Nummer 109 genäht, die Abendstern so wunderbar umgesetzt hat.





Die technische Zeichnung hätte mir schon eine Warnung sein sollen, unten eng und viel Platz für die , bei mir nur begrenzt vorhandene Oberweite.
Ich hatte diese Bluse aber zur optimalen Rockbegleiterin ernannt, deshalb verhallte jede Mahnung ungehört.

Fotos lügen übrigens, die Bluse sieht im wahren Leben noch viel abscheulicher aus.




Hier ist ansatzweise das Elend zu sehen, am Bauch zu eng und darüber ist viel zuviel  Stoff, eigentlich ist die Bluse auch länger.
Ursprünglich gab es noch eine Wurstpelle für den Po.
Diese Bluse ist jetzt im blauen Sack , der Papierschnitt ist zusammengeknüllt mit Schwung im Müll gelandet.












Ich finde dieses Kleid ziemlich unvorteilhaft, aber meinem Mann gefällt es. Auch andere Begutachterinnen können nicht nachvollziehen warum ich es nicht leiden kann.
Liegt es daran, dass ich mich beim Stoff verkauft habe?
Ich hatte auf dem Ballen nur die Farben Oliv, Pink und Gelb wahrgenommen und im Muster stilisierte Gingkos gesehen. Leider ist es ein stilisiertes Tarnkleidungsmuster.
 Mist, Mist Mist.
Ich lasse dieses Kleid noch hängen, vielleicht gibt es ja eine Lösung. 
Eventuell kürze ich den Rock oder setze ein anderes Oberteil dran. Der Rock ist auch weit genug, um daraus noch etwas anderes zu nähen.

Übrigens habe ich mir 2 Knips und 2 neue Simplicity-Schnitte gekauft, die Burda kommt erstmal ins Archiv.



Donnerstag, 2. August 2012

Urlaubsgarderobe erlesen


Vor jedem Urlaub merke ich, dass ich nichts aber wirklich nichts passendes anzuziehen für diesen Urlaub habe.
Logischerweise muß ich mich dann manisch hinter der Nähmaschine verschanzen.
Das ist auch ganz gut, da brauchte ich mich nicht mit so schnöden Dingen wie Camping-Kochausrüstung zu beschäftigen.
Diese Zusammensucherei von Nutzgegenständen finde ich richtig  langweilig.
Ich hatte ja vor den Ferien den wunderbaren Lagerverkauf in Gütersloh entdeckt.
Seide 1, 40 m breit 5,-€ pro Meter, da hatte ich dann genügend Material zu Verfügung. Und was passt besser in einen Sommerurlaub als flatternde Seidenkleider.
Wenn mir ein Schnitt gefällt nähe ich ihn ja gerne immer und immer wieder.
Burda 124 6/2011 ist ein großartiger Basisschnitt , der viele Variationsmöglichkeiten in sich birgt.

Mitgenommen habe ich natürlich mein Dschungelkleid.
Das war der Beginn einer langen Freundschaft.


Die gleiche Form habe ich mir noch einmal in etwas länger genäht und ein bißchen Weite  rausgenommen.
Den Halsausschnitt habe ich mit selbstgemachten Schrägband versäubert und von Hand angenäht.
Bei der flutschigen Seide werden Steppnähte nicht so ordentlich, wie ich sie gerne hätte.
Meine Entdeckung ist übrigens Sprühstärke, damit lassen sich Glibberstoffe deutlich angenehmer verarbeiten.





Weil es ja in Südfrankreich warm ist habe ich mir  auch nach dem gleichen Schnitt auch noch  kurzärmelige Kleider genäht.
Einmal unverändert weit.






Und dann wollle ich es figurbetonter.






Dieses Kleid war erst deutlich unvorteilhafter, darum habe ich in die Seiten zwei Gummizüge eingenäht. Es braucht wohl doch eine gewisse Stoffmenge, damit Wallekleider schön ausssehen.
Bis jetzt ist ja alles sehr bedeckt.
Ich wollte auf dem Rad keinen Mördersonnenbrand auf den Schultern riskieren. Zudem habeich eine Sonnenallergie und sobald die ersten Pusteln auftauchen ist der Urlaub für mich erledigt.
Als es mich vor einigen Jahren wirklich schlimm erwischt hat, habe ich 10 Tage tagsüber im Zelt verbracht und konnte erst abends raus.


Ein Trägerkleid hatte ich aber doch dabei.






Als Favoriten haben sich das Dschungelkleid und das Kleid mit dem Gummi entpuppt, die habe ich am liebsten getragen.

 Was ich toll finde ist das das keine reinen Sommerkleider sind.
 Entsprechend ergänzt würde ich sie auch in kälteren Zeiten tragen

Sonntag, 29. Juli 2012

Wieder da


Ich bin wieder zurück aus dem Urlaub, zumindest körperlich. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie bin ich noch nicht ganz da. Morgen muß ich wieder arbeiten, mal sehen ob das normale Leben mich wieder in die Spur bringt.

 Hier kommen einige Urlaubsbilder

Am  Bahnhof in Marseille

Marseille fand ich furchtbar anstrengend, da die Innenstadt eine einzige große Baustelle ist. So war es entsprechend voll auf den Strassen und Bürgersteigen. Sich mit 4 bepackten Rädern fortzubewegen war fast unmöglich.
Wir waren schon mal in Paris als Familie mit dem Fahrrad unterwegs, da habe ich verkehrsmässig durchweg positive Erfahrungen gemacht. 
In Marseille und an der Cote d`Azur war es wie in einem anderen Universum, die Autos fahren mit Millimeterabstand an dir vorbei. Wir sind unzählige Male angehupt worden, weil wir den Autofahrern hinter uns zu langsam waren.

Dementsprechend waren wir weniger unterwegs als eigentlich geplant. Aber trotzdem gab es schöne Dinge zu sehen.















 
 Mein Fazit, tolle Landschaft, schöne kleine Städtchen aber nie wieder im Sommer, wenn der Rest der Welt auch noch da ist.
Meine in letzter Minute genähte Urlaubsgarderobe stelle ich dann nächstes Mal  vor.