Für unseren Urlaub dieses Jahr haben wir ein wunderbares Ferienhaus in Frankreich am Mittelmeer gefunden.
Das traumhafte Wetter zu Pfingsten hat ja schon mal gezeigt, wie sich das Wetter im Süden anfühlen kann.
Da musste ich feststellen, dass ich dringend meine Urlaubsgarderobe um das ein oder andere ganz luftige Sommerkleid erweitern muss.
Die Vorlage für dieses Kleid stammt aus dem Buch
"Un ete couture" von Geraldine Debeauvais.
Es ist eine abgeänderte Version der "Robe Melanie".
Meine Probeversion aus Baumwolle hat mir gut gefallen, so habe ich einen lange gehüteten Stoffschatz angeschnitten.
Wieder konnte ich feststellen, dass unterschiedliche Stoffe ganz unterschiedliche Kleider ergeben.
Der grün-weiße Apfelstoff ist eine Baumwoll-Seiden-Mischung, mein Probekleidstoff eine relativ feste Baumwolle und das seidige Kleid fällt viel blusiger, als die Baumwolle.
Den Rock hatte ich sowieso geändert, also weiter und länger gemacht.
Mir gefallen beide Versionen, nur sind es eben ganz verschiedene Kleider.
Was mir nicht so gut gefällt ist die erhebliche Knitteranfälligkeit des Apfelkleides.
Es kann sein, dass es deshalb auch nicht mit nach Frankreich kommt, Reisekleidung wünsche ich mir weniger arbeitsintensiv.
Noch einige Worte zu dem Buch.
Die Autorin Geraldine Debeauvais ist eine französische Designerin, die eine Bekleidungslinie mit dem Label "Republique du chiffon" vertreibt. "Un couture ete" ist letztes Jahr erschienen und war in Frankreich ein großer Erfolg. Mittlerweile gibt es von RDC neben dem Buch auch eine Reihe von Einzelschnitten, teilweise als Download und ganz neu als Papierschnitte.
Hier der Link zu den Schnitten.
Das Buch enthält 11 Schnitte für Kleider , 3 Schnitte für Röcke, 3 Schnitte für Oberteile und 2 Schnitte für Kragen.
Effektiv sind es allerdings 8 verschiedene Kleider, die größere Zahl ergibt sich durch ein klein wenig veränderte Modelle.
Mir gefällt der reduzierte Stil der Designerin sehr gut, es sind auf den ersten Blick schlichte Schnitte, die aber immer einen kleinen Hingucker haben.
Besonders toll finde ich aber die Passform einiger Schnitte, so sind die "Robe Melanie" und das "Top Erika" für mich zu Lieblingsteile geworden, die auch immer wieder variiert werden können.
Top Erika im Original:
Top Erika verlängert zum Kleid:
Erika habe ich als Grundschnitt benutzt und damit meinen Schnitt Roxanne von Victory Patterns retten können.
Robe Mathilde/Alexia, ein weites Kleid mal mit, mal ohne Kragen hat mir nicht gut gefallen. Wie schon die Bilder im Buch erahnen ließen hatten sie das immer wieder auftauchenden Ärmelmanko.
Heißt, die Ärmel sind unbequem.
Es sind auch Schnitte enthalten, die ich nicht nähen werde, weil sie mir nicht gefallen.
Allerdings gibt es ebenfalls einige Schnitte, die ich ganz sicher noch nähen werde.
Die Umsetzung und das Fotoshooting im Buch sind nicht ganz mein Geschmack, das ist mir persönlich zu niedlich.
Insgesamt bin ich mit dem Buch sehr zufrieden, allein Melanie und Erika würden für mich schon die Ausgabe von damals noch 16,--€ rechtfertigen.
Und wie immer Mittwochs, Modenschau
hier